Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 2
Abkürzungsverzeichnis 3
Abbildungsverzeichnis 3
1. Einführung 4
2. Investmentfonds 6
2.1 Geschichte und Entstehung von Investmentfonds 6
2.2 Prinzip von Investmentfonds 6
2.3 Verschiedene Arten von Investmentfonds 7
2.4 Vor- und Nachteile von Investmentfonds 8
3. Dachfonds: Geschichte und rechtliche Grundlagen 9
3.1 Geschichte und Entstehung von Dachfonds 9
3.2 Das Dachfondsprinzip 9
3.3 Verbreitung von Dachfonds in Deutschland 10
3.4 Rechtliche Grundlagen 10
3.4.1 Anlagemöglichkeiten 11
3.4.2 Anlageverbote 11
3.4.3 Anlagebeschränkungen 11
4. Verschiedene Dachfondsstrategien 12
4.1 Dachfonds mit konzerneigenen Zielfonds 12
4.2 Dachfonds mit konzernfremden Zielfonds 12
4.3 Verschiedene Dachfondsstrategien 13
4.3.1 Anlageschwerpunkte bei Dachfondsstrategien 13
4.3.2 Der klassische Ansatz 14
4.4 Der Investmentstil des Dachfondsmanagements 14
4.4.1 Der Top- Down- Ansatz 14
4.4.2 Der Bottom- Up- Ansatz 15
5. Nachteile von Dachfondskonstruktionen 17
5.1. Preisgestaltung von Dachfonds 17
5.1.1 Preisgestaltung von Dachfonds mit konzerneigenen Zielfonds 17
5.1.2 Preisgestaltung von Dachfonds mit konzernfremden Zielfonds 18
5.2 Performancerisiken bei Dachfondskonstruktionen 18
6. Schlussbetrachtung und persönliches Fazit 21
Literaturverzeichnis und Gesprächsliste 22
2
Abkürzungsverzeichnis
Bvi Bundesverband Deutscher Investment- Gesellschaften e.V. BaFin Bundesaufsichtsamt für Finanzdienstleistungen BaKred Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen BRD Bundesrepublik Deutschland DIT Deutscher Investment Trust DWS Deutsche Gesellschaft für Wertpapiersparen KAGG Gesetz für Kapitalanlagegesellschaften Mio. Millionen Vgl. Vergleiche
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1 „Das Investmentfondsprinzip“ Abb. 2 „Das Dachfondsprinzip“ Abb. 3 „Anzahl der Dachfonds in der BRD“ Abb. 4 „Nettomittelaufkommen in Mio. Euro in der BRD“ Abb. 5 „Der Top- Down- Ansatz“ Abb. 6 “Der Bottom- Up- Ansatz”
Abb. 7 „Ausgewogene Dachfondsstrategie im Jahr 2000; Volumen 200 Mio. Euro“
Abb. 8 „Ausgewogene Dachfondsstrategie im Jahr 2001; Volumen 170 Mio. Euro“
Abb. 9 „Ausgewogene Dachfondsstrategie im Jahr 2002; Volumen 136 Mio. Euro“
3
1. Einführung
Seit der Aktienemission der Deutschen Telekom im November 1996 haben die Deutschen Bundesbürger in immer stärkerem Umfang Aktien und Investmentfonds als Vermögensaufbau und Geldanlage für sich entdeckt. Gerade der Vermögensaufbau zur eigenen persönlichen Altersvorsorge und Rentenabsicherung wird immer notwendiger, denn die staatlichen Rentenleistungen werden auf unabsehbare Zeit stagnieren oder sogar schrumpfen. Deshalb ist das Investmentfondssparen eine der tragenden Säulen für die persönliche Altersvorsorge und bietet eine ideale Ergänzung zur staatlichen Rentenabsicherung. 1 Die Auswahl an Fonds ist allerdings mehr als groß. In der BRD gibt es schätzungsweise über 4500 verschiedene Investmentfonds. 2 Hier den Überblick zu behalten fällt deshalb oft schwer.
In der BRD ist im April 1998 das dritte Finanzmarktförderungsgesetz in Kraft getreten. Damit ist die Auflegung von Dachfonds seitens des Bundesaufsichtsamtes für das Kreditwesen (BAKred jetzt BAFin) auch nach deutschem Recht zugelassen. 3 Deshalb kamen fast alle Investmentgesellschaften vor ca. 4 Jahren nach auf die Idee diese riesige Auswahl an Investmentfonds für den einzelnen Anleger zu bündeln. Dies konnte mit einem Dachfonds einfach realisiert werden. Ein Dachfonds setzt sich aus mehreren Investmentfonds zusammen. Der Fondsmanager des Dachfonds bestimmt also welche Fonds er in seinen Dachfonds integriert. Bezeichnet werden Dachfonds folgerichtig im englischen auch als Fund of Funds also Fonds in Fonds- Lösung. 4 Man ermöglicht dem Anleger hiermit eine fast unbegrenzte Diversifikation mit nur einem Fonds. Der Aktienboom der Jahre 1999 und 2000 verschaffte der neuen Fondskonstruktion eine große Beliebtheit und einen riesigen Absatz. Das Potenzial schien fast unerschöpflich. Die Investmentgesellschaften hatten zum richtigen Zeitpunkt einen neuen Trend geschaffen.
Der März 2000 läutete dann allerdings die seit nunmehr über 2 Jahren andauernden Baisse- Phase an den nationalen und internationalen Aktienmärkten ein. Unsicherheiten über die weltweite Konjunkturlage sorgen für weiterhin fallende Aktien- und steigende Anleihekurse.
1 In Anlehnung an Ruh, Sabine Theadora und Brückner, Michael: Dachfonds und AS- Fonds, Rendite für die Rente; Financial Times Pretice Hall; 2002
2 Vgl. Bvi Jahrbuch 2001
3 Vgl. Drittes Finanzmarktförderungsgesetz (seit 01.07.2002 gilt die Vierte Novellierung)
4 Vgl. www.volksbank-heuberg.de: Andreas Knoch und Dr. Andre Hülsbömer; F.A.Z. Institut Franfurt
4
Erst diese einschneidenden Veränderungen an den Aktien- Kapital- und Immobilienmärkten zeigen auf welche Vor- und Nachteile eine Dachfondskonstruktion haben. Jetzt erst kann man empirisch beurteilen, ob Dachfonds eine sinnvolle Diversifikation bieten.
Ziel dieser Hausarbeit ist es, die Frage und somit auch das Thema „Dachfonds-Sinnvolle Diversifikation?“ aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten und schließlich zu beantworten. Insbesondere wird dabei immer der Nutzen für den Privatanleger im Vordergrund stehen.
Die Hausarbeit ist so aufgebaut, dass man langsam an das Thema „Dachfonds-Sinnvolle Diversifikation?“ herangeführt wird. Deshalb wird in Kapitel 2 zuerst darauf eingehen, wann Investmentfonds überhaupt entstanden sind und welches Prinzip dahintersteht. Des Weiteren werden auf unterschiedliche Arten von Investmentfonds eingegangen und deren Vor- und Nachteile für den Anleger herausgestellt..
Denn erst wenn die Grundstrukturen der einzelnen Fondsarten verständlich sind, fällt es leichter sich mit den Konstruktionen von Dachfonds zu befassen. Das Dachfondsprinzip wird in Kapitel 3 zuerst erläutert, bevor dann die Geschichte und Entstehung von Dachfonds dargelegt wird. Danach werden in einem weiteren Schritt verschiedene Formen und Diversifikationen anhand unterschiedlicher Dachfonds von mehreren Investmentgesellschaften aufgelistet und erklärt. Um auch den näheren Praxisbezug nicht außen vor zu lassen wird anhand der Absatzzahlen der Dachfonds aufgezeigt, wie sich der Absatz von Dachfonds in der Bundesrepub lik entwickelt hat.
Des Weiteren werden in Kapitel 4 verschiedene Strategien von Dachfonds sowohl für den Anleger als auch den Dachfondsmanager vorgestellt. Bei den Strategien für den Anleger werden die gängigen Anlagemöglichkeiten aufgezeigt. Um einen Einblick in die Arbeit eines Dachfondsmanagers zu geben, sind in diesem Kapitel auch die beiden Investmentstile herausgearbeitet. Anhand des Aufbaus meiner Hausarbeit und der Darstellung von Vor- und Nachteilen der einzelnen Dachfondsstrategien in Kapitel 5, wird es ein Leichtes sein meinem Fazit in der Schlussbetrachtung zu folgen. Eins möchte ich schon in der Einleitung vorwegnehmen. Es lohnt sich über die „sinnvolle Diversifikation“ von Dachfonds zu diskutieren. Für den Leser werden Dachfonds siche rlich in einem anderen Licht erscheinen, als es von vielen Bank- und Investmentberatern propagiert worden ist.
5
2. Investmentfonds
2.1 Geschichte und Entstehung von Investmentfonds
Der Investmentgedanke ist deutlich älter als man vielleicht vermutet. Die ersten investmentähnlichen Gesellschaften wurden bereits 1822 in Belgien und 1849 in der Schweiz gegründet.
Nach Ende des Ersten Weltkriegs begann die amerikanische und damit die mächtigste Investmentindustrie zu boomen. Die USA waren zu diesem Zeitpunkt das weltweit größtes Gläubigerland und benötigten immense Geldvolumen. Dieses Geldvolumen wurde von über 700 Investmentgesellschaften eingesammelt. Dies änderte sich nach der Rezessionsphase Ende der 20er Jahre. Von ca. 700 Investmentgesellschaften blieben innerhalb von 2 Jahren nur noch die Hälfte übrig. Alle anderen mussten Konkurs anmelden. Der Hauptgrund hierfür lag darin, dass die Investmentgesellschaften das Prinzip der Risikostreuung noch nicht kannten bzw. nicht sinnvoll eingesetzt hatten. 5
Als Harry Markowitz im Jahre 1952 erstmals seine Theorie eines effizienten Portfolios der Öffentlichkeit vorstellte, galt sein Ansatz als revolutionär. Anhand seiner Portfoliotheorien konnte der Wissenschaftler nachweisen, dass ein Anleger nur dann ein höheres Risiko bei seiner Geldanlage eingehen wird, wenn dem eine überproportional höhere Rendite gegenübersteht. 6
Als Schlussfolgerung für den Anleger lässt sich daraus ableiten, dass eine sinnvoll strukturierte Risikostreuung unabdingbar für seine gesamte Vermögensanlage ist. Schon kurze Zeit später wurden die ersten Investmentgesellschaften in der BRD gegründet. Die DWS- Deutsche Gesellschaft für Wertpapiersparen wurde Anfang 1956 gegründet und brachte mit dem DWS- Investa im Dezember 1956 7 ihren ersten Fonds für deutsche Standardaktien auf den Markt. Noch einen kleinen Schritt schneller war die Union Investment mit dem UniFonds. Die Union Investment wurde ebenfalls Anfang 1956 gegründet und konnte dem Anleger schon im April 1956 8 einen Fonds für Deutsche Standardaktien anbieten.
5 Vgl. www.bvi.de: Entwicklung des Investmentsparens
6 Vgl. www.bvi.de: Artikel Dachfonds- Vermögensverwaltung mit Investmentfonds; und in Anlehnung an Markowitz, Harry M.: Foundations of Portfolio Theory, 1991
7 Vgl. www.dws.de
8 Vgl. Rechenschaftsbericht Union Investment März 2002
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Arbeit zitieren:
Kay Böckmann, 2002, Dachfonds? Sinnvolle Diversifikation, München, GRIN Verlag GmbH
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