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Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis II
Tabellenverzeichnis III
1. Einleitung 1
2. Allgemeine Problematik der immateriellen Vermögenswerte 2
3. Bilanzierung von immateriellen Vermögens gegenständen 3
31. Begriff des immateriellen Vermögensgegenstandes 3
311. Begriff des immateriellen Vermögensgegenstandes in der deutschen
Rechnungslegung nach HGB 3
312. Begriff des immateriellen Vermögenswertes ("intangible asset") in der
Rechnungslegung nach IAS 5
313. Unterschiede in den Begriffsdefinition 6
32. Bilanzierung dem Grunde nach 7
321. Aktivierungsfähigkeit nach der deutschen Rechnungslegung 7
322. Aktivierungsfähigkeit nach IAS 8
323. Vergleich der Aktivierungsfähigkeit 10
33. Bilanzierung der Höhe nach 10
331. Bewertung immaterieller Vermögensgegenstände in der deutschen Rech-
nungslegung 10
332. Bewertung immaterieller Vermögenswerte nach IAS 11
333. Vergleich der Bewertungsvorschriften 13
34. Zusätzliche Angaben außerhalb der Bilanz 13
4. Schlussbetrachtung 15
Anhang 16
Rechtsprechungsverzeichnis 18
Literaturverzeichnis 19
Abkürzungsverzeichnis
Abs. Absatz BB Betriebsberater BFH Bundesfinanzhof BFuP Betriebswirtschaftliche Forschung und Praxis (Zeitschrift) BGB Bürgerliches Gesetzbuch BStBl Bundessteuerblatt (Zeitschrift) bzgl. bezüglich bzw. beziehungsweise d. des DB Der Betrieb (Zeitschrift) d.h. das heißt DRS Deutscher Rechnungslegungsstandard DStR Deutsches Steuerrecht (Zeitschrift) ED Exposure Draft EFG Entscheidungen der Finanzgerichte (Zeitschrift) EStG Einkommensteuergesetz EU Europäische Unio n f. folgende ff. fortfolgende FG Finanzgericht GewStG Gewerbesteuergesetz GuV Gewinn und Verlustrechnung GoF Geschäfts- oder Firmenwert h.M. herrschende Meinung HGB Handelsgesetzbuch Hrsg. Herausgeber IDW Institut der Wirtschaftsprüfer i.S.d im Sinne des i.V.m. in Verbindung mit IAS International Accounting Standards IASB International Accounting Standard Board
- III -IASC International Accounting Standard Committee IFRS International Financial Reporting Standards IStR Internationales Steuerrecht (Zeitschrift) KoR Zeitschrift für kapitalmarktorientierte Rechnungslegung (Zeitschrift) KStG Körperschaftsteue rgesetz Nr. Nummer o.ä. oder ähnliches Rn. Randnummer S. Seite sog. sogenannte StuB Steuer- und Bilanzpraxis (Zeitschrift) StuW Steuer und Wirtschaft (Zeitschrift) u. und u.a. unter anderem v. vom v.a. vor allem vgl. vergleiche Wpg Die Wirtschaftsprüfung (Zeitschrift) z.B. zum Beispiel z.T. zum Teil
Seite
Tabelle 1: Empirische Ergebnisse zur Bedeutung von "intangibles" bei börsennotierten deutschen Unternehmen (2001) 16
Tabelle 2: Entwicklung der Bedeutung von "intangibles" 17
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1. Einleitung
Die Einführung des § 292a HGB im Jahre 1999 und die Verpflichtung zur Erstellung eines Abschlusses nach IAS (bzw. IFRS) für börsennotierte Gesell- 1 2 schaften , führen zu einer wachsenden Bedeutung der IAS. Da aber viele deutsche Unternehmen neben dem IAS-Abschluss immer noch einen Einzelabschluss nach HGB erstellen müssen, stellt sich die Frage nach unterschiedlichen Ansatzmöglichkeiten in den Abschlüssen.
Unterschiede in der bilanziellen Behandlung ergeben sich u.a. auch für immaterielle Vermögenswerte. Diese gewinnen mit der Entwicklung weg von einer Industriegesellschaft hin zu einer Dienstleistungs- und Technologiegesell- 3 schaft, immer mehr an Bedeutung. Eine Zunahme der Bedeutung kann in der
Realität gut anhand der zunehmenden Spreizung zwischen dem Kaufpreis, der den Wert des Unternehmens darstellt, bzw. der Marktkapitalisierung und dem 4 bilanziellen Eigenkapital beobachtet werden. Solch ein Unterschiedsbetrag
deutet nicht nur auf die Existenz von stillen Reserven, sondern auch und insbe- 5 sondere auf nicht bilanzierte immaterielle Werte hin. Diese stellen in zune hmendem Maße einen Anteil der wirtschaftlichen Ressourcen und damit wichti- 6 ge Determinanten des Unternehmenserfolges dar. Deshalb wird in dieser Arbeit die bilanzielle Behandlung von immateriellen Vermögensgegenständen ("intangible assets") nach IAS im Vergleich zur deutschen Regelung erläutert. Um die Unterschiede in der bilanziellen Behandlung der immateriellen Vermögenswerte aufzuzeigen, wird in dieser Arbeit zunächst allgemein auf die Problematik der immateriellen Vermögensgegenstände eingegangen und die Begriffsdefinitionen nach den beiden Rechnungslegungssystemen dargestellt. Nach diesem allgeme inen Teil wird dann die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände erläutert (Bilanzierung dem Grunde nach und Bilan- 1 Vgl.Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des europäischen Parlament und des Rates v.
19.07.2002; Brücks, M. (2002), S. 165 ff.; Kirsch, H. (2002), S. 645.
2 Vgl. Wehrheim, M. (2000), S. 86; Küting, K./Ulrich, A. (2001 b ), S. 1004.
3 Vgl. Hayn, S. (1996), S. 354; Küting, K./Ulrich, A. (2001 a ), S. 953; Schmidbauer, R. (2004),
S. 1442.
4 Vgl. Küting, K./Ulrich, A. (2001 a ), S. 953; Schmidbauer, R. (2004), S. 1442.
5 Vgl. Pellens, B./Fülbier, R. U. (2000), S. 123; Küting, K./Ulrich, A. (2001 a ), S. 953.
6 Vgl. zur Bedeutung von "Intangibles" die Tabellen 1 und 2; Küting, K./Dürr, U. (2003), S. 1;
a ), S. 953; Schmidbauer, R. (2004), Davis, M. K. (2002), S. 697;Küting, K./Ulrich, A. (2001
S. 1442.
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7 dungen aufwandswirksam in der GuV zu berücksichtigen. Auc h auf die Angabepflichten für immaterielle Werte wird kurz eingegangen. Auf die Regelungen des für Konzernabschlüsse bedeutsamen DRS 12 wird nicht eingegangen, da in dieser Arbeit der Einzelabschluss im Vordergrund stehen soll und die durch die Standards g eschaffene eigene Begriffswelt oft 8 nicht mit den gesetzlichen Vorschriften zu vereinbaren ist.
2. Allgemeine Problematik der immateriellen Vermögenswerte
Das Problem bei der Bilanzierung von immateriellen, also nicht physischen 9 bzw. nicht greifbaren, Vermögensgegenständen liegt darin, dass diese in vielen Fällen leicht vergänglich oder unternehmensspezifisch sein können und damit eine g enau Abgrenzung bzw. Identifizierung und Bewertung äußerst 10 schwierig sein kann. Ob und wie diese Werte bilanzrechtlich zu erfassen sind, 11 ist "ein dankbares Objekt für bilanzrechtliche Glaubenskriege" . Ursache hier-
12 schluss. Die Adressaten des Jahresabschlusses stellen wegen der größer werdenden Bedeutung der immateriellen Vermögenswerte höhere Ansprüche an den Informationsgehalt des Abschlusses und begehren einen vollständigen 13 Vermögensausweis. Dies steht im Konflikt mit der Objektivierbarkeit immaterieller Objekte, denn die meisten dieser Vermögenswerte "haben die fatale 14 15 Eigenschaft, sich bei eintretendem Konkurs zu verflüchtigen" . Darum wer-
7 In dieser Arbeit wird nicht auf die Auswirkungen in der GuV, sondern nur auf die bilanziellen
Auswirkungen eingegangen.
8 Vgl. Schmidbauer, R. (2003), S. 2036; IDW Stellungnahme (2002), S. 199; weitere Details
und Unterschiede des DRS 12 zur handelsrechtlichen Rechnungslegung und zu den IAS:
Langecker, A./Mühlberger, M. (2003), S. 170 f.; Euler, R. (2001), S. 2631 ff.; Küting,
K./Dürr, U. (2003), S. 1 ff.; Schmidbauer, R. (2004), S. 1442 ff.
9 Vgl. zur Abgrenzung von immateriellen und materiellen Vermögensgegenständen: Kählert,
J.-P./Lange, S. (1993), S. 613 ff.
10 Vgl. Schmidbauer, R. (2004), S. 1442; Kronner, M. (1996), S. 1185.
11 Euler, R. (2001), S. 2631.
12 Vgl. Goebel, A./Heinrich, C. (1995), S. 1484.
13 Vgl. Goebel, A./Heinrich, C. (1995), S. 1484; Hayn, S. (1996), S. 354.
14 Moxter, A. (1978), S. 821.
15 Vgl. Hayn, S. (1996), S. 354; Küting, K./Ulrich, A. (2001 a ), S. 953 f.
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16 17 Sorgenkinder des Bilanzrechts" bezeichnet. Immaterielle Vermögenswerte
können z.B. Warenzeichen, Patente, Lizenzen, Marken, Software, Hompages bzw. Internetauftritte, Geschäfts- oder Firmenwert, Emissionsrechte, Kunden- 18 stamm, u.a. sein.
3. Bilanzierung von immateriellen Vermögensgegenständen
31. Begriff des immateriellen Vermögensgegenstandes
311. Begriff des immateriellen Vermögensgegenstandes in der deutschen
Rechnungslegung nach HGB
Der handelsrechtliche Begriff des Vermögensgegenstandes ist nach h.M. und Rechtsprechung, wegen des Maßgeblichkeitsprinzips aus § 5 Abs. 1 Satz 1 EStG, inhaltlich mit dem steuerrechtlichen Begriff des Wirtschaftsgutes iden- 19 tisch. Eine Definition des Begriffs "Vermögensgegenstand" existiert im HGB 20 nicht, so dass es sich um einen unbestimmten Rechtsbegriff handelt. Es ist 21 noch nicht abschließend geklärt, was inhaltlich vom Begriff umfasst sein soll. Fest steht aber, dass der Begriff weit zu fassen ist und nicht nur Sachen und Rechte, sondern auch tatsächliche Zustände, konkrete Möglichkeiten und Vor- 22 teile für den Betrieb beinhaltet. Allerdings lassen sich aus der gesetzlichen
Grundkonzeption der handelsrechtlichen Rechnungslegung und den Grundsät- 23 zen ordnungsmäßiger Buchführung die Begriffsmerkmale ableiten. Anerkannt ist, dass ein Vermögensgegenstand einen wirtschaftlich verwertbaren
16 Vgl. Moxter, A. (1979), S. 1102.
17 Vgl. Küting, K./Dürr, U. (2003), S. 1.; Hayn, S. (1996), S. 354; Küting, K./Ulrich, A.
a ), S. 953; Kronner, M. (1996), S. 1185; Schmidbauer, R. (2004), S. 1442. (2001
18 Vgl. für weitere Beispiele Schreiber, J. (2004), § 5 Rn. 533; Ellrot, H./Schmidt-Wendt, D.
(2003), § 247 Rn. 375 ff.
19 Vgl. BFH v. 26.10.1987, BStBl II 1988, S. 348; Adler/Düring/Schmalz (1995), § 246 Rn. 12;
Wacker, R. (2004), § 4 Rn. 129; Moxter, A. (1999), S. 10 f.; Westerfelhaus, H. (1995), S.
889; Schick, R./Nolte, A. F. (2002), S. 542; Baetge, J./Fey, D./Weber, C.P. (2004), § 248
Rn. 20.
20 Vgl. Schmidbauer, R. (2004), S. 1445; Schmidbauer, R. (2003), S. 2036. Schick, R./Nolte,
A. F. (2002), S. 542; Hayn, S. (1996), S. 355; Mellwig, W./Weinstock, M. (1996), S. 2345;
a ); Kap. 6 Rn. 1. Kußmaul, H. (2004
21 Vgl. Schmidbauer, R. (2003), S. 2037. Adler/Düring/Schmalz (1995), § 246 Rn. 9; Janke, M.
(1994), S. 221; Tiedchen, S. (1991), S. 45, 48; Hayn, S. (1996), S. 355; Baetge, J./Fey,
D./Weber, C.P. (2004), § 248 Rn. 20; Kessler, H. (1994), S. 3.
22 Vgl. Kessler, W. (1998), S. 1346; Lüdenbach, N./Hoffmann, W.-D. (2004), S. 1442 f..
23 Vgl. Baetge, J./Fey, D./Weber, C.P. (2004), § 248 Rn. 20; Hayn, S. (1996), S. 354; Kessler,
H. (1994), S. 3.
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Dominik Engl, 2004, Die bilanzielle Behandlung immaterieller Vermögensgegenstände nach IAS im Vergleich zur deutschen Regelung, München, GRIN Verlag GmbH
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