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Sixtus V. und seine städtebauliche Tätigkeit

Title: Sixtus V. und seine städtebauliche Tätigkeit

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 30 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Timo Grünbacher (Author)

Theology - Historic Theology, Ecclesiastical History
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Summary Excerpt Details

Seit jeher gab es in der Stadt Rom viel zu entdecken. Eine große Vielfalt an Kulturen, Überreste aus verschiedenen Epochen vermischt mit der zeitgenössischen Kunst, geschichtsträchtige Relikte sowie religiöse Schätze zieren die Stadt, oder besser gesagt: sind die Stadt. Als im Jahre 1786 Johann Wolfgang von Goethe Rom besichtigte und eine längere Zeit dort verweilte, war auch er von dieser Mannigfaltigkeit beeindruckt. In seinem Reisetagebuch hinterlässt er seine Eindrücke von der Ewigen Stadt. Als er auf die Vielfalt zu sprechen kommt, schreibt er: „[Es ist] oft alles zusammen so nah, dass es auf ein Blatt gebracht werden könnte. Man müsste mit tausend Griffeln schreiben; was soll hier eine Feder!“ Damit eine solche Vielfalt entstehen kann, braucht es viele Epochen, die das Stadtbild mit ihren Einflüssen prägen. Das 16. Jahrhundert war für die Stadt Rom von großer Bedeutung. Während sich ganz Europa politisch umgestaltete, gingen vom Papsttum in Rom viele Impulse aus, die die neue europäische Landschaft prägen sollten. Sixtus V. war einer jener Päpste, die es verstanden, sich in das Zeitgeschehen konstruktiv einzuschalten. Unter seiner Federführung gelang der katholischen Kirche nicht nur eine Profilierung in der schweren Zeit der Gegenreformation, sondern es gelang dem Franziskanerpapst auch, dem Stadtbild Roms neue Akzente zu verleihen. Diese Akzente waren durchaus programmatischer Art, denn sie waren Teil einer Vision, in der Rom zur Pilgerhauptstadt der Christenheit werden sollte, eine Vision, die dem Papsttum nach Jahrzehnten des Einflussverlustes wieder zu neuem Glanz verhelfen sollte.

Die städtebauliche Tätigkeit Sixtus V. ist Gegenstand dieses Buches. Zunächst beschäftigt es sich mit der Biografie Sixtus V. Bevor im dritten Kapitel näher auf das Pontifikat eingegangen wird, ist zum besseren Verständnis ein Kapitel vorangestellt, das die damalige politische Situation sowohl innerhalb des Kirchenstaates, als auch darüber hinaus in Europa schildert. Das umfangreichste, weil zentrale Kapitel der Arbeit, beschreibt das städtebauliche Wirken des Papstes. Allerdings soll es über eine einfache Beschreibung hinausgehen, und auch die theologische Dimension der Stadtgestaltung darlegen.Das Buch wird mit einem Exkurs beendet. Kapitel fünf fasst die Gedanken des amerikanischen Soziologen Richard Sennett zusammen, der sich in einem seiner Bücher zum Thema „Großstadt“ unter anderem auch mit Papst Sixtus V. beschäftigt hat.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Das Leben Sixtus V.

Kindheit und Jugend

Die klerikale Laufbahn bis 1585

Die Wahl Kardinal Montaltos zum Papst

Die Persönlichkeit Sixtus V.

II. Die Situation in Europa und im Kirchenstaat

Die Lage innerhalb des Kirchenstaates

Die Lage in Europa

III. Das Pontifikat Sixtus V. (1585 – 1590)

IV. Die städtebauliche Tätigkeit Sixtus V.

Domenico Fontana

Acqua Felice und der Mosesbrunnen

Die Kuppel des Petersdoms

Der Umgang mit der Antike

Die Trajan- und Marc-Aurel-Säule

Der Obelisk auf dem Petersplatz

Kreuzeskult

Städtische Strukturen

V. Exkurs: Perspektive als Instrument moderner Stadtgestaltung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht das Wirken von Papst Sixtus V. und analysiert insbesondere seine städtebaulichen Maßnahmen in Rom. Dabei wird erforscht, inwiefern seine visionären Projekte zur Umgestaltung der Stadt als Ausdruck eines gegenreformatorischen Programms dienten, das Rom als bedeutende Pilgerhauptstadt neu etablieren sollte.

  • Biografie und franziskanische Prägung des Papstes
  • Die politische und gesellschaftliche Lage im Europa und Kirchenstaat des 16. Jahrhunderts
  • Städtebauliche Maßnahmen und Infrastrukturprojekte
  • Symbolik und theologische Intention der Stadtgestaltung
  • Perspektive als stadtplanerisches Instrument

Auszug aus dem Buch

Die Kuppel des Petersdoms

Mit dem Tod Michelangelos im Jahre 1564 war die Fertigstellung der Kuppel des Petersdomes (42 Meter im Durchmesser) ins Stocken geraten. Als Sixtus schließlich die Weiterarbeit in Auftrag gab, gab es viele Probleme, die zu lösen waren. Zum einen war anfangs die Finanzierung unsicher; dem Papst gelang es aber, diese sicher zu stellen. Ein weiterer Stein im Weg war die Skepsis vieler Zeitgenossen, die vor einem solchen Bau zurückschreckten, weil noch nie ein vergleichbares Bauwerk geschaffen worden war. Wie es aber dem Naturell des Papstes entsprach, beflügelten ihn diese Zweifel geradezu; und so nahm man die Arbeiten wieder auf. Es war der Papst persönlich, der die Bauarbeiten antrieb: „Wie bei allen seinen Unternehmungen drängte Sixtus V. auch auf beschleunigte Ausführung der Kuppelwölbung. Er begründete dies […] mit den charakteristischen Worten, es seien noch andere große Werke zu vollenden.“ Am 14. Mai 1590 war der Bau der Kuppel, den übrigens ausnahmsweise nicht Domenico Fontana, sondern Giacomo della Porta leitete, abgeschlossen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Bedeutung des Roms des 16. Jahrhunderts und die Zielsetzung der Arbeit bezüglich der städtebaulichen Vision von Sixtus V.

I. Das Leben Sixtus V.: Beleuchtung der Biografie von Felice Peretti von seiner Kindheit in einfachen Verhältnissen bis zu seiner Wahl zum Papst.

II. Die Situation in Europa und im Kirchenstaat: Analyse der politischen Instabilität, wirtschaftlicher Probleme und des Drucks durch die Reformation als Handlungsantrieb für den Papst.

III. Das Pontifikat Sixtus V. (1585 – 1590): Darstellung der administrativen Reformen, der Finanzpolitik und des strengen Vorgehens gegen das Banditenunwesen.

IV. Die städtebauliche Tätigkeit Sixtus V.: Detaillierte Betrachtung der Bauprojekte, des Umgangs mit antiken Monumenten und der theologischen Symbolik in der Stadtstruktur.

V. Exkurs: Perspektive als Instrument moderner Stadtgestaltung: Anwendung soziologischer Theorien von Richard Sennett auf die städtebauliche Methodik des Papstes.

Schlüsselwörter

Sixtus V., Papsttum, Rom, Stadtgestaltung, Gegenreformation, Domenico Fontana, Architektur, Wasserversorgung, Pilgerstadt, Obelisken, Perspektive, Stadtplanung, Pilgerkirchen, Kirchenstaat, städtebauliche Vision

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das städtebauliche Wirken von Papst Sixtus V. während seines fünfjährigen Pontifikats und setzt dieses in den Kontext seiner theologischen und politisch-programmatischen Ziele.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die Biografie des Papstes, die politische Lage des 16. Jahrhunderts, die Transformation Roms zur Pilgerhauptstadt sowie die symbolische Bedeutung architektonischer Eingriffe.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie Sixtus V. durch gezielte Stadtgestaltung und infrastrukturielle Maßnahmen die katholische Kirche im Zuge der Gegenreformation stärken und den Führungsanspruch des Papsttums untermauern wollte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historisch-theologische Analyse, die durch einen soziologischen Exkurs (Richard Sennett) ergänzt wird, um die städtebaulichen Methoden zu interpretieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden spezifische Projekte wie der Neubau der Wasserleitungen, die Vollendung der Petersdomkuppel, die Aufstellung von Obelisken und die strategische Neuanlage von Straßen und Plätzen detailliert beschrieben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Sixtus V., Gegenreformation, städtebauliche Vision, Pilgerstadt, Rom, Obelisken, kirchliche Machtansprüche und Domenico Fontana.

Inwiefern spielte das franziskanische Erbe eine Rolle für den Papst?

Die franziskanische Prägung beeinflusste sowohl seine einfache Lebensführung als auch seine volksnahe Rhetorik und den theologischen Fokus auf Passionsfrömmigkeit, der sich in seinen Bauprojekten widerspiegelte.

Warum waren die Obelisken für Sixtus V. so bedeutsam?

Die Obelisken dienten ihm als strategische Fluchtpunkte in der Stadtplanung, um den universellen Anspruch der Kirche zu symbolisieren und das Christentum als Sieger über das heidnische Erbe Roms darzustellen.

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Details

Title
Sixtus V. und seine städtebauliche Tätigkeit
College
LMU Munich
Course
Rom - im 1. bis 19. Jhd.
Grade
2,0
Author
Timo Grünbacher (Author)
Publication Year
2004
Pages
30
Catalog Number
V33128
ISBN (eBook)
9783638336833
ISBN (Book)
9783638652193
Language
German
Tags
Sixtus Tätigkeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Timo Grünbacher (Author), 2004, Sixtus V. und seine städtebauliche Tätigkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/33128
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