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Inhalt
Abbildungsverzeichnis 4
Abk ürzungsverzeichnis 5
Abstrakt 6
1 Kollaborative Geschäftsprozesse 7
2 Web Services 8
2.1 Begriffsbestimmung 8
2.2 Funktionsweise 10
3 Web Services Standards 12
3.1 Technische Standards 12
3.1.1 XML 13
3.1.2 SOAP. 14
3.1.3 UDDI. 16
3.1.4 WSDL 19
3.2 ebXML - Mehrwert durch Semantik 22
3.3 Sicherheitsaspekte bei Web Services 26
4 Einsatzmöglichkeiten für Web Services 28
4.1 Einsatzfelder 28
4.1.1 Enterprise Application Integration (EAI) 28
4.1.2 Business to Business (B2B) Integration 29
4.1.3 Business to Consumer (B2)C Interaktion. 30
4.2 Praxisbeispiel Impuls-Schuh-AG 31
5 Status Quo und Perspektiven 33
5.1 Status Quo 33
5.2 Perspektiven 35
Literatur 37
Eidesstattliche Erklärung 40
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Abbildungsverzeichnis
Bild 1: Übersicht Komponentenmodelle 9
Bild 2: Web Service Architektur. 11
Bild 3: Schichtenmodell für Webs ervices 13
Bild 4: Struktur einer XML Nachricht 14
Bild 5: Struktur einer SOAP Nachricht über HTTP (SOAP with Attachments) 15
Bild 6: SOAP Request und Response Paar. 16
Bild 7: Aufbau einer UDDI Business Description. 17
Bild 8: Syntax einer SOAP Anfrage am UDDI Inquiry API 18
Bild 9: UDDI.org Struktur 19
Bild 10: Beispiel einer Service Description in WSDL. 20
Bild 11: Mögliches Kommunikationsverhalten von Web Services 21
Bild 12: ebXML Framework in Anlehnung an ebXML2003c 24
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Abkürzungsverzeichnis
AIAG ALE API B2B B2C Business to Consumer
EJB ERP ERP II etc. FTP File Transfer Protocol
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Abstrakt
Im Rahmen der Diskussion um kollaborative Szenarien der Geschäftsabwicklung werden Web Services seit geraumer Zeit als Allzweckwerkzeug für die Internet basierte Anbahnung und Abwicklung von Geschäftsprozessen propagiert.
Die folgende Arbeit stellt dar, was Web Services sind und welche heutigen und zukünftigen Einsatzmöglichkeiten bestehen bzw. denkbar sind. Insbesondere wird dabei auf den Aspekt der Standardisierung von Web Services eingegangen. Denn nur wo Standards definiert sind, kann die unternehmensübergreifende Kommunikation formalisiert und elektronisch abgebildet werden.
Dabei wird verdeutlicht, dass die Entwicklung technischer Standards wie XML, SOAP, WSDL und UDDI mittlerweile recht weit fortgeschritten ist. Die Standardisierung semantischer Formate, die eine zwingende Voraussetzung für die praktische Kollaboration von Unternehmen darstellt, ist bislang hinter der technischen zurückgeblieben. Entsprechende, semantische Ansätze, wie sie z.B. durch OASIS und diverse weitere Organisationen vorangetrieben werden, könnten dieses Defizit in Zukunft beseitigen. Aus den im EDI Bereich gewonnen Erfahrungen heraus ist jedoch nicht zu erwarten, dass sich kurzfristig branchenweite oder gar - übergreifende Standards am Markt etablieren werden.
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1 Kollaborative Geschäftsprozesse
Seit Anfang der 80er Jahre stand die Optimierung innerbetrieblicher Prozesse und Informationsflüsse im Rahmen von MRP- (Material Resource Planning) und ERP(Enterprise Resource Planning) Projekten im F okus der meisten mittleren und größeren Unternehmen.
In den letzten Jahren hat sich jedoch die E rkenntnis durchgesetzt, dass die Optimierung unternehmensinterner Prozesse zwar eine notwendige, aber keinesfalls hinreichende Bedingung für die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens ist. In einer vernetzten, hochgradig arbeitsteiligen Wirtschaft konkurrieren eben nicht mehr einzelne Unternehmen, sondern komplette Wertschöpfungsketten aus Kunden, Zulieferern und Partnern miteinander. „Die Bildung von zwischenbetrieblichen Kooperationen wird für die beteiligten Akteure immer häufiger zum Instrument der Verbesserung ihrer Wettbewerbsposition in einer globalen Weltwirtschaft“ [BuKö00, S. V].
Dieser Erkenntnis tragen verschiedene, neuere Begriffe und Konzepte, wie ERP II (Enterprise Ressource Planning 2nd Generation) [Gart00] oder C -Business (Collaborative Business) [Wett2003] Rechnung. Beiden Konzepten ist gemein, dass sie die Kooperationsfähigkeit von Unternehmen, d.h. die Fähigkeit zur Integration in kollaborative Geschäftsprozesse, betonen und das Internet als geeignetes Kommunikations- und Koordinationsinstrument betrachten. Hieraus lassen sich neue Anforderungen an Konzeption und Integration der diese Prozesse unterstützenden IT Systeme ableiten.
Standen zu Zeiten des ERP Booms monolithische Anwendungssysteme im Vordergrund, so fordern kollaborative Geschäftsprozesse modulare Softwarekomponenten, die ihre Funktionalitäten als Services gekapselt über standardisierte Internettechnologien zur Verfügung stellen. Einerseits sollen so ohne substantielle Schnittstellen- und Integrationsaufwände unternehmensinterne IT-Systeme gekoppelt werden. Andererseits soll die Kommunikation mit externen Systemen von Geschäftspartnern ermöglicht und so ganze Unternehmen fallweise zu virtuellen Wertschöpfungsketten kombiniert werden. Auf diesen Überlegungen basiert das Konzept der Web Services.
Die folgende Arbeit stellt dar, was sich hinter dem Begriff der Web Services verbirgt und auf welchen Standards Web Services aufbauen. Denn nur wo Standards definiert sind, kann die unternehmensübergreifende Kommunikation formalisiert und
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elektronisch abgebildet werden. Standardisierung ist demnach eine Kernanforderung für die praktische Einsatzfähigkeit von Web Services. Vorgestellt werden die technischen Basisstandards XML, SOAP, WSDL und UDDI. Mit ebXML wird ein weiterer, umfassender eBusiness Standard vorgestellt, der teilweise auf den technischen Basisstandards aufsetzt, aber darüber hinaus eine semantische Komponente zur Beschreibung von Geschäftsprozessen und Geschäftsnachrichten beinhaltet. Weiter wird beleuchtet, für welche Einsatzmöglichkeiten Web Services geeignet sind und wie zukünftigen Perspektiven von Web Services aussehen. Zur plastischen Darstellung der Einsatzmöglichkeiten wird das Beispiel der im Kurs behandelten Impuls-Schuh-AG herangezogen. Eine Bewertung des Status Quo mit Ausblick auf zukünftige Entwicklungen schließt die Arbeit ab.
2 Web Services
2.1 Begriffsbestimmung
Web Services sind, wie der Name vermuten lässt, Dienste, die über das Internet (bzw. Internettechnologien) angeboten werden können. Sie beinhalten gekapselte Funktionalitäten mit definierten und im Idealfall standardisierten Schnittstellen, welche die Interoperabilität, d.h. die Zusammenarbeit mit anderen Web Services, ermöglichen. Web Services sind plattform- und programmiersprachenunabhängig [HMD2003a] und können so zusammenarbeiten, unabhängig davon, auf welchem Server sie sich befinden und auf welcher Plattform sie implementiert wurden.
Technische und semantische Standards, die den Web Services zugrunde liegen, werden von nahezu allen IT- und Softwareherstellern unterstützt. Dies war bei anderen Komponentenmodellen, mit ähnlichen Zielsetzungen hinsichtlich Interoperabilität und Plattformunabhängigkeit, wie DCE (Distributed Computing Environment), CORBA (Common Object Request Broker Architecture), DCOM (Distributed Component Object Model) oder EJBs (Enterprise Java Beans) nicht oder nicht in dem Ausmaß der Fall. Darüber hinaus ist das den Web Services zugrunde liegende Kommunikationsprotokoll SOAP (Standard Object Access Protocol) wesentlich weniger komplex und so einfacher zu beherrschen. In der Praxis bringen DCE-, DCOM- oder CORBA-Implementierungen eine Reihe weiterer Nachteile mit sich, da sie die Verwendung von Sprachen und Werkzeugen teilweise stark einschränken und praktisch nur in Intranet Umgebungen funktionieren [Knut2002, S. 14].
Bild 1: Übersicht Komponentenmodelle
Web Service Definitionen gibt es hinreichend, fast jeder A nbieter oder Autor hat seine eigene mehr oder weniger ausgeprägte Auffassung, was unter einem Web Service zu verstehen ist [vgl. exemplarisch Bitz2002, S. 217; UDD2002a, S.2; HMD2003a; FiMa2003; RaVo2002, S.293f]. Um eine Abgrenzung zu weiteren, über das I nternet angebotenen Diensten und insbesondere zu den o.g. Komponentenmodellen zu schaffen, wird häufig von XML Web Services gesprochen, die folgende Gemeinsamkeiten haben (in Anlehnung an [FiMa2003]):
• Web Services werden in der Metasprache XML (eXtensible Markup Language) entwickelt und beschrieben und stellen ihre Dienste über das Standard Protokoll SOAP zur Verfügung.
• Schnittstellen von Web Services werden über die standardisierte Schnittstellenbeschreibungssprache WSDL (Web Service Description Language) definiert.
• Damit Web Services durch potentielle Benutzer oder andere Web Services identifiziert werden können, werden sie in einem öffentlichen Verzeichnis (UDDI: Universal Description, Discovery and Integration) oder auf der Website des Bereitstellers (über WSI: Web Services Inspection) registriert.
Da die Verwendung von WSDL und UDDI im Rahmen bei einigen Projekten (z.B. bei innerbetrieblichen Integrationsprojekten) relativ zu vernachlässigen ist, kann SOAP als Minimalstandardtechnologie für Web Services betrachtet werden.
Wie diese Technologien zusammenwirken, wird nun dargestellt.
Arbeit zitieren:
Martin Schädler, 2004, Einsatz von Web Services im E-Commerce, München, GRIN Verlag GmbH
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