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Kulturelles Wissen als Voraussetzung adäquater Übersetzungen aus dem Englischen ins Deutsche

Titel: Kulturelles Wissen als Voraussetzung adäquater Übersetzungen aus dem Englischen ins Deutsche

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2004 , 17 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Markus Fellner (Autor:in)

Didaktik für das Fach Englisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Übersetzung ist – im weiteren Sinne – immer Kulturarbeit, in einem engeren Sinne Spracharbeit : Arbeit mit der anderen und an der eigenen Kultur, Arbeit mit und an der eigene n Sprache.“1 Kulturelles Wissen ist bei der Anfertigung von Übersetzungen unabdingbar. Der Übersetzer hat nicht nur die Aufgabe, Wörter und Sätze von einer Sprache in die andere zu transkodieren, sondern er muss auch den kulturellen Kontext vermitteln, wodurch es den zielsprachlichen Rezipienten erst möglich wird fremdsprachliche Texte voll zu erfassen. In der Fremdsprachendidaktik ist der Begriff „interkulturelles Lernen“ zum modischen Schlagwort geworden. Das Wissen um die Kulturgebundenheit von Sprache wird dabei als ein wichtiges Element sprachlichen Bewusstseins angesehen. „Die Verbindung von Sprache und Kultur wird unter anderem darin sichtbar, dass Lexeme der einen Sprache nicht ohne weiteres in eine andere übertragbar sind, da in der dazugehörigen Kultur das entsprechende Konzept nicht oder nur in modifizierter Form existiert.“ 2. Ziel dieser Arbeit ist es, die Bedeutung der Kulturkompetenz für die Anfertigung adäquater Übersetzungen herauszustellen und daraus Rückschlüsse auf die Fremdsprachen- und Übersetzungsdidaktik zu ziehen. Einleitend wird die Entwicklung und Rolle der Übersetzung im Englischunterricht untersucht. 1 Koller, Werner; Einführung in die Übersetzungswissenschaft; Wiebelsheim: 2001, S. 59. 2 Timm, Johannes-P.; Didaktik des Englischunterrichts; Berlin: 1998, S. 325.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung: Übersetzung als Kulturarbeit

2 Übersetzung im Unterricht

2.1 Übersetzung und interkulturelles Lernen im Wandel der Zeit

2.2 Theoretische Kontroverse: Pro und Contra Übersetzung

3 Übersetzungstheorie: Kulturelles Wissen und adäquate Übersetzungen

3.1 Übersetzbarkeit

3.2 Idealtypische Übersetzungsmethoden

3.3 Gleichwertigkeit der Übersetzung: adäquat und äquivalent

3.4 Übersetzung als Entscheidungsprozess

4 Konsequenzen für die Übersetzungsdidaktik

4.1 Übersetzungsunterricht und kulturelles Wissen

4.2 Problembereiche des Kulturtransfers vom Englischen ins Deutsche

5 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Bedeutung von kulturellem Wissen für die Erstellung adäquater Übersetzungen aus dem Englischen ins Deutsche. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie interkulturelle Kompetenz den Übersetzungsprozess beeinflusst und welche methodischen Rückschlüsse daraus für den Fremdsprachenunterricht gezogen werden können, um ein tieferes Verständnis zwischen Sprache und Kultur zu fördern.

  • Die historische Rolle und Kontroverse der Übersetzung im Fremdsprachenunterricht.
  • Übersetzungstheoretische Grundlagen, insbesondere Bezugsrahmen der Äquivalenz nach Koller.
  • Methodische Ansätze zur Überbrückung kultureller Differenzen beim Übersetzen.
  • Die praktische Integration von Übersetzungsstrategien in die didaktische Unterrichtsgestaltung.

Auszug aus dem Buch

3.2 Idealtypische Übersetzungsmethoden

Idealtypisch lassen sich im Hinblick auf die Überbrückung der kommunikativen Differenz zwei Übersetzungsmethoden unterscheiden. „Die adaptierende Übersetzung ersetzt AS-Textelemente, die spezifisch in der AS-Kultur verankert sind, durch Elemente der ZS-Kultur; die Übersetzung assimiliert den AS-Text im ZS-Kontext.“ Dahingegen versucht die transferierende Übersetzung kulturspezifische Elemente der Ausgangssprache im zielsprachlichen Kontext zu vermitteln. Dies ist besonders schwierig, wenn „beim ZS-Leser die Verstehensvoraussetzungen erst geschaffen werden müssen, um eine adäquate Rezeption zu ermöglichen.“

Folgende Beispiele sollen die Abstufung der Übersetzungsmethoden hinsichtlich des Ausgangstextes (1) aufzeigen:

(1) He stole away to a pub and indulged in the delights of steak and kidney pie.

(2) Heimlich schlich er in eine Gastwirtschaft und gab sich den Wonnen einer deftigen Schweinshaxe hin.

(3) Heimlich schlich er in ein Pub und gab sich den Wonnen eines deftigen Steak and Kidney Pies hin.

(4) Heimlich schlich er in eine Gastwirtschaft und gab sich den Wonnen einer deftigen Fleischpastete hin.

Beispiel (2) folgt hier der adaptierenden Übersetzungsmethode, indem „Steak and Kidney Pie“ durch ein ähnlich deftiges Gericht des zielsprachlichen Kulturraums ersetzt wird. Auch das „Pub“ wird zur Gastwirtschaft assimiliert. Beispiel (3) hält an den kulturspezifischen Elementen der Ausgangkultur fest und übersetzt diese gar nicht, was aber zu Verständnisschwierigkeiten beim zielsprachlichen Rezipienten führen kann. Beispiel (4) stellt eine Mischform dar, in welcher der Begriff „Steak and Kidney Pie“ in der Zielsprache deskriptiv realisiert wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Übersetzung als Kulturarbeit: Definiert Übersetzung als umfassende Kulturarbeit und betont die Notwendigkeit kulturellen Wissens für die Textvermittlung.

2 Übersetzung im Unterricht: Analysiert den historischen Wandel der Übersetzungsmethodik und die aktuellen Kontroversen über deren Einsatz im Sprachunterricht.

3 Übersetzungstheorie: Kulturelles Wissen und adäquate Übersetzungen: Erläutert theoretische Modelle der Übersetzbarkeit, Äquivalenz und Übersetzung als bewussten Entscheidungsprozess.

4 Konsequenzen für die Übersetzungsdidaktik: Leitet didaktische Strategien ab, um Schüler für kulturelle Spezifika und rationale Übersetzungsverfahren zu sensibilisieren.

5 Fazit: Führt zusammen, dass die enge Bindung von Sprache und Kultur ein unverzichtbares Anliegen für Sprachlehrer und den Spracherwerb darstellt.

Schlüsselwörter

Übersetzung, Kulturelles Wissen, Fremdsprachendidaktik, Interkulturelles Lernen, Äquivalenz, Kulturtransfer, Übersetzungstheorie, Sprachbewusstsein, Translation, Kulturkompetenz, Übersetzungsunterricht, Realien, Kommunikativer Zusammenhang, Sprachvermittlung, Textbearbeitung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle von kulturellem Wissen im Übersetzungsprozess und dessen Bedeutung für den Fremdsprachenunterricht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen Übersetzungstheorie, interkulturelles Lernen, didaktische Ansätze im Englischunterricht und den Umgang mit kulturellen Spezifika bei der Textübertragung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Bedeutung der Kulturkompetenz für adäquate Übersetzungen herauszustellen und daraus konkrete Schlussfolgerungen für die Didaktik zu ziehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine theoretische Auseinandersetzung auf Basis einschlägiger Fachliteratur sowie eine beispielbasierte Analyse von Übersetzungsmethoden und Modellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Übersetzung im Unterricht, die Darstellung von Äquivalenzmodellen nach Koller sowie die praktische Anwendung von Translationsstrategien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Übersetzung, Kulturtransfer, Äquivalenz, interkulturelle Kompetenz und Fremdsprachendidaktik charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die adaptierende von der transferierenden Übersetzungsmethode?

Bei der adaptierenden Methode werden ausgangssprachliche Elemente durch kulturell äquivalente Begriffe der Zielsprache ersetzt, während die transferierende Methode versucht, das Fremde im zielsprachlichen Kontext zu vermitteln.

Warum ist laut Autor die "Reflexionskette" für den Unterricht wichtig?

Die Reflexionskette macht Übersetzungsprozesse kalkulierbar und führt den Lernenden von einer intuitiven zu einer argumentativen, bewussten Textbearbeitung.

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Details

Titel
Kulturelles Wissen als Voraussetzung adäquater Übersetzungen aus dem Englischen ins Deutsche
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Anglistik)
Veranstaltung
Hauptseminar Fachdidaktik Englisch: Kulturelles Wissen als Hilfe beim Spracherwerb und der Anbahnung von Fremdverstehen
Note
1,3
Autor
Markus Fellner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
17
Katalognummer
V33595
ISBN (eBook)
9783638340397
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kulturelles Wissen Voraussetzung Englischen Deutsche Hauptseminar Fachdidaktik Englisch Kulturelles Wissen Hilfe Spracherwerb Anbahnung Fremdverstehen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Markus Fellner (Autor:in), 2004, Kulturelles Wissen als Voraussetzung adäquater Übersetzungen aus dem Englischen ins Deutsche, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/33595
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Leseprobe aus  17  Seiten
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