Inhaltsverzeichnis
1 Klassifizierung von Technological Forecasting Verfahren 3
2 Methodik einzelner Prognoseverfahren 6
2.1 Ablauf und Vorteile der Delphi - Methode 6
2.2 Szenario - Technik in der strategischen Unternehmens-planung 7
2.3 Morphologischer Kasten 9
3 Frühwarnsysteme 10
3.1 Frühaufklärungssysteme als Basis für zeitgerechtes, strategisch orientiertes
Handeln 10
3.2 Portfolio - Analyse als Instrument der strategischen Frühaufklärung 12
4 Literaturverzeichnis 15
2
1 Klassifizierung von Technological Forecasting
Verfahren
Die Spuren von Technological Forecasting lassen sich bis zu den dreißiger Jahren in den USA zurückverfolgen. Der eigentliche Beginn von Technological Forecasting liegt jedoch Anfang der sechziger Jahre. Als Grundlage wird die Monographie „Technological Forecasting“ von Lenz gesehen. 1
Ziel des Technological Forecasting ist „die Schätzung der wahrscheinlichen Verfügbarkeit oder Verbreitung einer technologischen Entwicklung zu einem bestimmten Zeitpunkt oder Zeitraum unter Angabe der wichtigsten Charakteristika“. 2 Durch das Forecasting sollen spezifische Infos zur Verfügung gestellt werden, die die Q ualität von Entscheidungsprozessen deutlich verbessern. 3
Es gibt verschiedene Technological Forecasting Verfahren, die jeweils in einem zweidimensionalen Schema mit den Dimensionen „explorativ - normativ“ und „quantitativ
- qualitativ“ zugeordnet werden können wie Abb. 1 zu entnehmen ist. In der ersten Dimension unterscheidet man explorative und normative Methoden, abhängig davon, ob technische Veränderungen primär als von endogenen Variablen beeinflusst oder von exogenen Variablen bestimmt gesehen werden. 4 Explorative Methoden starten mit vergangenen und gegenwärtigen Bedingungen und versuchen diese auf zukünftige zu projizieren, 5 d.h. Ausgangspunkt sind die technischen Möglichkeiten. 6 Bei normativen Methoden geht man hingegen von zukünftigen Bedürfnissen oder Zielsetzungen aus, für welche die notwendigen technischen Leistungen identifiziert werden müssen, um diese zu befriedigen. 7
In der zweiten Dimension unterscheidet man quantitative und qualitative Methoden. Bei quantitativen Prognoseverfahren werden mittels Extrapolation aus den Daten der
1 Vgl. Frick, Roy K.: Operations Research and Technological Forecasting, in: Air University Review, Vol. XXV, No.4 1974, S. 1.
2 Milling, Peter: Foliensatz “Strategische Führung in der Industrie”, Industrieseminar der Universität Mannheim, Wintersemester 2004/2005, S. 76.
3 Vgl. Martino, Joseph P.: Technological Forecasting for Decision Making, New York et al. 1993, S. 5.
4 Vgl. Frick, Roy K.: Operations Research and Technological Forecasting, in: Air University Review, Vol. XXV, No.4 (May - June 1974), S. 1.
5 Vgl. Martino, Joseph P.: Technological Forecasting for Decision Making, S. 235.
6 Vgl. Milling, Peter: Foliensatz “Strategische Führung in der Industrie”, S. 78.
7 Vgl. Martino, Joseph P.: Technological Forecasting for Decision Making, S. 235.
3
Vergangenheit Gesetzmäßigkeiten abgeleitet, die für Prognosen herangezogen werden. 8
Qualitative Prognosetechniken stützen sich indessen auf die menschliche Urteilsfähigkeit,
wobei die Ereignisse diskret und eindeutig definierbar sein müssen. So sind auch
Behavioral Technologies wie z.B. Verfahren zu den Aufgaben des Forecasters zu zählen. 9
Qualitative Trends können auch extrapoliert werden. Allerdings kann der genaue Level der
Erfüllung nicht präzise definiert werden. 10
8 Vgl. Martino, Joseph P.: Technological Forecasting for Decision Making, S.79.
9 Vgl. Martino, Joseph P.: Technological Forecasting for Decision Making, S. 90.
10 Vgl. Martino, Joseph P.: Technological Forecasting for Decision Making, S. 89.
4
Abb. 1: Klassifikation von Technological Forecasting Verfahren 11
Dadurch, dass explorative und normative Methoden als komplementäre Ansätze zu verstehen sind 12 und meist eine Mischung von qualitativem Wissen und quantitativen Ausgangsdaten stattfindet, wird eine eindeutige Klassifizierung der Prognoseverfahren in das zweidimensionale Schema erschwert.
Bei Szenarien ist die Einordnung deshalb schwierig, da viele verschiedene Verfahren mit unterschiedlichen Endzielen zur Anwendung kommen können. 13 So kann man bspw. von den vorhandenen Mitteln ausgehen und nach erreichbaren Zielen suchen (explorativ) oder von Zielen ausgehen und nach den geeigneten Mitteln (normativ) suchen. Die Daten von denen man bei der Analyse ausgeht, können dabei qualitativer oder quantitativer Art sein. Die Morphologie erfolgt hingegen auf qualitativer Basis. Sie kann jedoch zum einen auf explorative Weise erfolgen, in dem man von vorhandenen Technologien ausgeht und versucht neue Kombinationsmöglichkeiten zu finden, zum anderen auf normative Weise, indem man von zukünftigen Bedürfnissen ausgeht und versucht, für diese die notwendigen Mittel zu identifizieren.
Auch die „intuitive“ Delphi-Methode basiert auf qualitativen Urteilen und kann ebenfalls sowohl explorativ als auch normativ eingeordnet werden, da die Experten einerseits zukünftige Trends auf Basis vergangener Daten einschätzen (explorativ), andererseits aber v.a. die Wissenschaft und die Technik menschengemacht sind, woraus sich ein gewisser Grad an Gestaltbarkeit der Zukunft ergibt (normativ). 14
11 Vgl. Milling, Peter: Foliensatz “Strategische Führung in der Industrie”, S. 78 und Sekretariat für Zukunftsforschung: Werkstattbericht 21: Grundlagen und Methoden der Zukunftsforschung: Szenarien, Delphi, Technikvorausschau, S.32ff., http://www.sfz.de/pdf/wb21.pdf, 20.12.2004.
12 Vgl. Martino, Joseph P.: Technological Forecasting for Decision Making, S. 235.
13 Vgl. Sekretariat für Zukunftsforschung: Werkstattbericht 21: Grundlagen und Methoden der Zukunftsforschung: Szenarien, Delphi, Technikvorausschau, S.41.
14 Vgl. Fraunhofer Institut Systemtechnik und Innovationsforschung: Delphi `98 Umfrage: Studie zur globalen Entwicklung von Wissenschaft und Technik, Methoden und Datenband, Karlsruhe 1998, S.31.
5
Arbeit zitieren:
Dipl. Kffr. Jessica Schmidt, Tina Burkhart, Michael Engler, Julian Cirkel, Sonja Rotermund, 2005, Technological Forecasting, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Der Abfindungsanspruch gemäß § 1a KSchG aus betriebswirtschaftlicher S...
Studienarbeit, 29 Seiten
Die Delphi-Methode als verbalargumentatives Prognoseverfahren
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Seminararbeit, 19 Seiten
Business Intelligence - Aufgaben, Prozess und Architektur
Informatik - Wirtschaftsinformatik
Diplomarbeit, 78 Seiten
Outsourcing - Darstellung und Kritik
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Hausarbeit, 27 Seiten
Motivation der Mitarbeiter durch Mitarbeiterbeteiligung
BWL - Personal und Organisation
Diplomarbeit, 197 Seiten
Personalmarketing vor dem Hintergrund des zu erwartenden Fachkräfteman...
BWL - Personal und Organisation
Diplomarbeit, 92 Seiten
Möglichkeiten und Grenzen eines internationalen Personaleinsatzes
BWL - Personal und Organisation
Hausarbeit, 30 Seiten
Employer Branding oder Bildung einer Arbeitgebermarke
Kann Employer Branding zur Sic...
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Hausarbeit, 19 Seiten
Supplier Collaboration - Der Weg vom traditionellen Einkauf zum Supply...
BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik
Studienarbeit, 58 Seiten
Mitarbeiterbeteiligungsprogramme
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Seminararbeit, 25 Seiten
Supply Chain Management - Überblick über das Konzept und seine Ziele
Informatik - Wirtschaftsinformatik
Hausarbeit, 34 Seiten
Mitarbeiterbeteiligung als Teilaspekt eines personal/unternehmenspolit...
BWL - Personal und Organisation
Studienarbeit, 26 Seiten
Aufbau, Entwicklung und rechtliche Ausgestaltung eines (virtuellen) Ak...
Hausarbeit, 61 Seiten
Fachkräftemangel in kleinen und mittleren Unternehmen
Materielle Mitarbeiterbeteilig...
Studienarbeit, 37 Seiten
Kritische Würdigung des Abfindungsanspruchs bei betriebsbedingter Künd...
Darstellung einschließlich ein...
Seminararbeit, 25 Seiten
Business Intelligence und Wissensmanagement
Informatik - Wirtschaftsinformatik
Hauptseminararbeit, 38 Seiten
Jessica Schmidt hat den Text Technological Forecasting veröffentlicht
Jessica Schmidt hat einen neuen Text hochgeladen
Strategische Führung auf dem Prüfstand
Chancen und Herausforderungen ...
Sven Kunisch, Christian Welling, Ramona Schmitt
Strategische Führung von Nonprofit-Organisationen
Jürg Schneider, Christoph Minnig, Markus Freiburghaus
Strategische Führung von Betriebsimmobilien
am Beispiel des Immobilien-Por...
François Chapuis, Urs Stoll
Encyclopedia of Chemical Processing and Design: Volume 56 - Supercriti...
McKetta J. McKetta, John J. McKetta
Home Technology Integration: A Technology Forecast
John H. Vanston, Henry Elliott, Michael Bettersworth
0 Kommentare