Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis ii
Tabellenverzeichnis ii
1 Einleitung 1
2 Grundlagen 2
2.1 Wichtige Definitionen 2
2.1.1 Open Source-, Freie Software 2
2.1.2 Propriet are Software 2
2.1.3 Commercial Linux Software 2
2.2 Lizenzmodelle 2
3 Migrationspfade 4
3.1 Ausgangslage Microsoft Windows 5
3.2 Abl osende Migration 6
3.3 Fortf uhrende Migration 7
4 Technischer
Uberblick 8
4.1 Dateiablage 8
4.1.1 Abl osende Migration 9
4.1.2 Fortf uhrende Migration 10
4.2 Druckdienst 11
4.2.1 abl osende Migration 12
4.2.2 Fortf uhrende Migration 13
5 Open Source in der offentlichen Verwaltung 14
6 Migration am Beispiel der Stadt M unchen 15
6.1 Motivation und Projektverlauf 15
6.2 Rahmenbedingungen 17
6.3 LiMux - Ziele und Projektstruktur 18
6.4 Migrationsszenarien 19
6.5 Erkenntnisse der Feinkonzeption und Ausblick 20
7 Fazit 23
Literatur 24
i
Abbildungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
1 Systemlandschaft - Ausgangssituation 5
2 Systemlandschaft - Abl osende Migration 6
3 Systemlandschaft - Fortf uhrende Migration 7
4 Druckumgebung 11
5 Mux, das Maskottchen 16
6 LiMux-Projektstruktur 18
7 Migrationsszenarien 20
Tabellenverzeichnis
1 Anforderungen an einen Druckdienst 12
ii
1 Einleitung
Ein Produkt ersetzt ein anderes, wenn es den Abnehmern einen
”
Umstellungsanreiz bietet, der st¨ arker ist als die Umstellungskosten, oder der Widerstand gegen die Umstellung ¨ uberwindet. Ein Ersatzprodukt bietet einen Umstellungsanreiz, wenn es im Vergleich zu seinem Preis dem Abnehmer einen h¨ oheren Wert als das bislang benutzte Produkt bietet.“ 1
Dieses Zitat beschreibt ziemlich genau die Intention der folgenden Fallstudie. Migration ist ein Thema, was zur Zeit sehr aktuell ist und teilweise auch heiß in der ¨ Offentlichkeit diskutiert wird. Einer der Gr¨ unde hierf¨ ur sind die teilweise enormen Kosteneinsparungen, die - auf den ersten Blick - bei einem Umstieg auf Open Source Software winken.
An erster Stelle der Open Source Software steht nat¨ urlich Linux im Bereich der Betriebssysteme. Diese Software ist weiterhin auf dem Vormarsch und kann auch zur jetzigen Zeit mit kontinuierlichen Wachstumsraten aufwarten. Inzwischen setzen ¨ uber 40% der deutschen Unternehmen und Organisationen Linux in ihren Betrieben ein. 2
Diese Fallstudie besch¨ aftigt sich mit folgenden Themen: • Welche M¨ oglichkeiten der Migartion gibt es? • Was muss beachtet werden?
• Welche Standard-Software gibt es unter Linux, die die gewohnte Windows-Software abl¨ osen k¨ onnte?
Diese Fragestellungen sollen zun¨ achst von der Theorie her beleuchtet werden. Auch soll kurz die technische Seite samt ihrer Erfordernisse beleuchtet werden. Allerdings wird dieser Bereich nicht bis ins kleinste Detail aufgel¨ ost, da dies einfach zu umfangreich w¨ are. Im zweiten Schritt versucht diese Fallstudie die Theorie ein wenig mit Leben zu f¨ ullen, indem die Migration am Beispiel der Stadt M¨ unchen verdeutlicht werden soll.
1 Zitat: M.E. Porter, Professor an der Harvard Business School
2 Quelle: Berlecon Research, 2002
1
2 Grundlagen
2.1 Wichtige Definitionen
2.1.1 Open Source-, Freie Software
Der Begriff Open Source Software bedeutet im Prinzip nichts anderes, als dass der Quellcode des Programms frei verf¨ ugbar ist. Dies bedeutet, dass der Quellcode eingesehen und sogar ver¨ andert werden kann. Hierdurch wird den Benutzern erm¨ oglicht den Programmcode ihren eigenen Bed¨ urfnissen anzupassen. Eine weitere Eigenschaft von Open Source Software ist, dass f¨ ur den Anwender keine Lizenzkosten entstehen. Außerdem darf der modifizierte Quellcode weitergegeben werden.
2.1.2 Propriet¨ are Software
Bei propriet¨ arer 3 Software handelt es sich um - wie der Begriff schon sagt -Software, die einem bestimmten Eigent¨ umer, einer Organisation oder Unternehmen geh¨ ort. Daher gilt hier das Urheberrecht. Die Nutzung der Software ist von bestimmten Lizenzbestimmungen abh¨ angig, die der Eigent¨ umer selbst festlegen kann. In der Regel ist die Ver¨ anderung der Programmcodes, die Verbreitung oder das Kopieren der Software untersagt. Das bekannteste Beispiel f¨ ur propriet¨ are Software sind wohl die Microsoft Produkte.
2.1.3 Commercial Linux Software
Kommerzielle Linux Software hat nichts mit Open Source Software zu tun. Sie umfasst die propriet¨ are Software, die f¨ ur das Betriebssystem Linux geschrieben worden ist.
2.2 Lizenzmodelle
Unter Linux gibt es verschieden Lizenzmodelle. Die wichtigsten und gleichzeitig auch bekanntesten drei werden im Folgenden kurz erl¨ autert. Das bekannteste Lizenzmodell ist mit Sicherheit die General Public License (GPL) 4 . Diese Lizenzform sichert ab, dass der Quellcode frei verf¨ ugbar ist und die Offenlegung garantiert wird. Durch diese Regelung soll verhindert
3 lateinisch: Eigent¨ umer
4 Das englische Original finden sie unter: http://www.gnu.org/copyleft/gpl.html. Ei-
ne deutsche ¨ Ubersetzung finden sie unter: http://www.suse.de/de/private/support/
licenses/gpl.html, verbindlich ist jedoch nur das Original.
2
werden, dass kollektiv erstellte Software privatisiert wird.
Eine weitere Lizenzform stellt die GNU 5 Lesser General Public License (LGPL) 6 dar. In vielen Bereichen deckt sich diese Lizenzform mit den Absichten der GPL. Der Unterschied besteht im Wesentlichen darin, dass Entwickler die Programme entwerfen, die nicht unter dem Schutz der GPL stehen, trotzdem freie Bibliotheken verwenden k¨ onnen, die unter dem Schutz der LPGL stehen. Diese Endprodukte d¨ urfen unter frei w¨ ahlbaren Lizenzbedingungen verbreitet werden.
Eines der ¨ altesten Linzenzmodelle ist die BSD 7 -Lizenz. Diese bezog sich auf von der Berkley Universit¨ at entwickelten Quellcode. Sie erlaubt das freie Kopieren der Software mit oder ohne eigene Modifikationen. Es gibt nur einige Dinge zu beachten:
• Bei der Verbreitung der Software m¨ ussen in den entsprechenden Dateien der Copyright Vermerk und die BSD Lizenz enthalten sein. • Bei der Verbreitung in Bin¨ arform m¨ ussen diese Lizenz und der Vermerk in der Programmdokumentation enthalten sein.
• Weder der Name der Universit¨ at noch die Namen der Autoren d¨ urfen ohne schriftliche Zustimmung zu Werbezwecken benutzt werden.
5 Hinter der rekursiven Abk¨ urzung GNU verbirgt sich ein Projekt zur Entwicklung eines
UNIX-kompatiblen, aber freien Betriebssystems, sowie der dazu passenden Anwendun-gen.
6 http://www.gnu.org/copyleft/lesser.html
7 Berkeley Software Distribution
3
3 Migrationspfade
Viele Unternehmen und auch ¨ offentliche Einrichtungen und Beh¨ orden stehen zuk¨ unftig vor der Frage, wie sie ihre Informationslandschaften weiterentwicklen.
Hierf¨ ur gibt es die verschiedensten Gr¨ unde:
• Ausgelaufener Support f¨ ur Windows NT, • Kostenreduzierung in Bezug auf Lizenzkosten, • Neuere und/oder h¨ ohere technische Anforderungen, • Strategische Ziele der Unternehmensf¨ uhrung wie zum Beispiel Herstellerunabh¨ anigkeit.
In den folgenden Abschnitten wird sowohl die Ausgangslage beschrieben, als auch die abl¨ osende und fortf¨ uhrende Migration. Es sind aber durchaus auch gemischte Migrationswege denkbar, bei denen zum Beispiel alle oder einige Server auf Linux umgestellt werden, die Clients aber weiterhin ¨ uber ein
Microsoft Betriebssystem verf¨ ugen. Dies h¨ atte den Vorteil, dass keine gr¨ oßeren Schulungsmaßnahmen bei den betroffenden Mitarbeitern von N¨ oten waren.
Bei den Migrations verfahren ist noch darauf zu achten, dass es zum Einen die harte“ und zum Anderen die ” weiche Migration“ gibt.
”
Bei der ersten Variante wird die Umstellung ohne ¨ Ubergang vollzogen, d.h.,
es wird kurzfristig ein hoher technischer Aufwand ben¨ otigt um die Umstellung zu bewerkstelligen.
Bei der weichen Migration geht die Umstellung langsam von statten. Es werden hierbei die Produktlebenszyklen unter anderem der Hardware ber¨ ucksichtigt. Ger¨ ate werden zun¨ achst ausgewechselt und auch dann erst umgestellt. Dies schont Personalressourcen und ist kosteng¨ unstiger, da nicht Hardware bereits vor dem Ablauf des Produktlebenszyklus der alten beschafft werden muß.
4
Arbeit zitieren:
Daniel Rombey, Anja Jurisic, 2004, Migration von Windows auf Linux, München, GRIN Verlag GmbH
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