Inhaltsverzeichnis
1. Einleitende Worte 3
2. Das Leben von Max Weber 4
2.1 Kinder- und Jugendzeit 4
2.2 Universitäre Ausbildung und Zeit in Straßburg 5
2.3 Berliner Zeit 6
2.4 Habilitation, Freiburger und Heidelberger Zeit 7
2.5 Tod des Vaters und Max Webers Nervenkrankheit 9
2.6 Reisen durch Europa und nach Amerika 10
2.7 Die „Gründung“ der Soziologie 11
2.8 Der erste Weltkrieg 12
2.9 Nach dem ersten Weltkrieg 13
Literaturverzeichnis
Erkl ärung über die selbständige Erarbeitung
Studienbegleitender Hausarbeiten
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1. Einleitende Worte
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Diese Hausarbeit entstand im Anschluss an das Soziologieseminar S 22.352 „Einführung in das Werk Max Webers“ und das Referat „Leben und Werk Max Webers“ von Christian Conrad und Daniel Kanowski
Es soll ein Ein- und Überblick über das relativ kurze aber dennoch ausgefüllte und arbeitsreiche Leben, sowie das wissenschaftliche Werk des deutschen Volkswirtschaftlers und Wirtschaftsgeschichtlers Max Webers ge geben werden, der als Mitbegründer der deutschen Soziologie gilt und vor allem durch seine Schriften zur politischen Soziologie und zur Entwicklung des Kapitalismus und der Bürokratie Berühmtheit erlangte. Auf diesen großen Klassiker der deutschen Soziologie geht die Forderung nach einer wertfreien Wissenschaft zurück. Seine Begriffsbildungen werden bis heute in der Soziologie und auch in der Politikwissenschaft als Grundlage genommen. Beispielhaft möchte ich hier die Begriffe der Herrschaft, der des Idealtypus sowie die Einteilung des moralischen Handelns in Gesinnungs- und Verantwortungsethik nennen. Durch seine nationale und demokratische Haltung hat er sehr viel zur deutschen Geistesgeschichte beigetragen und seine Werke und Arbeiten haben bis heute sehr großen Einfluss auf Soziologie, Volkswirtschaftslehre, Finanzwissenschaften und Politikwissenschaften.
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2. Das Leben von Max Weber
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2.1 Kinder- und Jugendzeit
Carl Emil Maximilian Weber wird am 21.April 1864 als Sohn des Juristen, nationalliberalen Politikers und späteren Abgeordneten (1868-1897 im Abgeordnetenhaus und 1872-1884 im Reichstag) Dr. Max Weber sen. in Erfurt in Thüringen geboren. Der Vater stammte aus einer in Westfalen ansässigen Kaufmannsfamilie. Seine Mutter, Helene Weber, geborene Fallenstein, kam aus einer Familie, die man zum deutschen Bildungsbürgertum zählen könnte. Sie war eine sehr gebildete Frau, sehr religiös und sozial engagiert und setzte sich für die „Frauenfrage“ ein. Ab 1904 wurde sie zusätzlich auch in der Armenverwaltung der Charlottenburger Stadtverwaltung tätig. Helene war es auch, die versuchte Max, dem ältesten ihrer acht Kinder (darunter sein Bruder Alfred, der ebenfalls in der Soziologie bekannt wurde), den religiösen Gedanken und das Bewusstsein für soziale Verantwortung näher zu bringen, was aber ohne großen Erfolg verlief. Mit zwei Jahren, im Jahre 1866, erkrankt Max Weber an der Hirnhautentzündung Meningitis 1 , überwindet diese nur sehr langsam und unter schweren Begleiterscheinungen wie Krämpfe und Kopfdruck. Das Verhältnis zu seinem Vater gestaltete sich schwieriger als das zu seiner Mutter, denn wegen dessen patriarchalischen Art distanziert sich Weber von seinem Vater. Möglicherweise führten auch die religiös indifferenten Ansichten seines Vaters und die somit gegensätzlichen Mentalitäten und Lebensweisen der Eltern zu einer immer weiter wachsenden Abkapslung von seinem Vater und einer daraus resultierenden ödipalen Krise in den 30er Jahren seines Lebens. Mit sechs Jahren wurde Max Weber in einer Berliner Privatschule (Döbbelinsche Privatschule) aufgenommen und wechselte bereits zwei Jahre später auf das Königliche Kaiserin- Augusta-Gymnasium i n Charlottenburg. Weber war literarisch sehr begeistert, las sehr viel über und von den antiken Klassikern und Philosophen (Cicero, Kant…) und betrieb einen sehr intensiven Briefwechsel mit seinem älteren Cousin Fritz Baumgarten über eben diese Philosophen.
1 Vgl. Weber, Marianne, S.34
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Webers Begeisterung für die Literatur und intellektuelle Diskussionen wurde durch den großen Bekanntenkreis der Webers weiter gefördert.
Allerdings litten Max Webers schulische Leistungen und auch sein Verhalten darunter. Die Schule langweilte ihn, allerdings prägte sie ihn auch entscheidend, genau wie der familiäre Hintergrund. 2
So begann Weber auch, sich in dieser Zeit stärker mit seinem Vater zu identifizieren, obwohl er dessen patriarchalisches, autoritäres Verhalten ablehnte. Als im Jahre 1876 eine Tochter der Webers im Alter von vier Jahren stirbt, wird die Entfremdung zwischen den Eltern Webers immer größer und deutlicher. 3 Der Vater teilt zunächst die Trauer seiner Frau, kehrt aber relativ schnell zum Tagesgeschäft zurück. Dies war der Punkt, a n dem der Konflikt zwischen Lebenslust und religiöser Frömmigkeit in der Familie offen aufbrach.
2.2. Universitäre Ausbildung und Zeit in Straßburg
1882 geht Max Weber mit bestandenem Abitur vom Kaiserin-Augusta-Gymnasium ab und beginnt im folgenden Frühjahr sein Studium in Heidelberg, der Stadt, in der seine Mutter ihre Jugendzeit verbrachte. Max Webers Hauptfach war, nach dem Vorbild seines Vaters 4 , Jura, seine Nebenfächer Geschichte, Philosophie und Nationalökonomie aber auch Theologie. Ganz nach seine n Interessen aus der Schule spezialisierte er sich während des Studiums auf die Geschichte der Spätantike, modernes Handelsrecht und die zeitgenössische Staatsrechtslehre. Max, der sich immer mehr mit seinem Vater identifiziert, tritt auf Wunsch des Vaters in eine Burschenschaft namens „Allemannia“ ein und beteiligt sich dort auch aktiv. Dieses Studium machte Max Weber sehr viel Spaß allerdings entfremdete er sich dadurch auch immer mehr von seiner Mutter. Noch während seines Studiums, im Jahre 1883, entschloss er sich nach Straßburg zu gehen, um dort seinen einjährigen Wehrdienst abzuleisten und nebenbei an der Straßburger Universität weiterzustudieren.
2 Vgl. Kaesler, Dirk, S.12 ff.
3 Vgl. Kaesler, Dirk, S.14
4 Vgl. Fügen, Hans-Norbert, S. 28
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Arbeit zitieren:
Christian Conrad, 2004, Das Leben von Max Weber, München, GRIN Verlag GmbH
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