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Deutsche Entwicklungspolitik in Afrika am Beispiel Ugandas

Titel: Deutsche Entwicklungspolitik in Afrika am Beispiel Ugandas

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2005 , 18 Seiten , Note: sehr gut

Autor:in: Ricardo Westphal (Autor:in)

Politik - Thema: Entwicklungspolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Nach Angaben des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) lagen die Gesamtleistungen Deutschlands für Entwicklungsländer im Jahr 2002 bei 9,3 Mrd. Euro. Die öffentlichen Zuschüsse bzw. staatlichen Zahlungen betrugen hierbei 5,65 Mrd. Euro (2005: 8,1 Mrd.). Die afrikanischen Länder bekamen dabei die größte Fördersumme ausgezahlt .
Die Bundesregierung befürchtet, dass Afrika bei der derzeitigen weltwirtschaftlichen Entwicklung (steigendes Arm-Reich-Gefälle; Bevölkerung der wohlhabenden Nationen nimmt in den nächsten 25 Jahren um 50. Mio. Menschen zu, die der armen Länder um 1,5 Mrd.) weiterhin weltpolitisch marginalisiert wird. Außerdem besteht die Gefahr, die von den UN gesetzten Milleniumsziele (u.a. Halbierung der Armut bis 2015) zu verfehlen . Gleichzeitig sieht die Bundesregierung in Afrika einen Kontinent mit beachtlichem Entwicklungspotenzial und neuen politischen Hoffungsträgern. Dafür sprächen die Neuordnung der New Partnership for Africa’s Development und die vor einigen Jahren gegründete Afrikanische Union. Deutschland sieht darin den politischen Willen Afrikas, eigene Kräfte für Frieden und Entwicklung aufzubringen. Maßnahmen, die auf eine Reduzierung der Armut und auf demokratische Stabilisierung hinarbeiten, versprechen zudem den größtmöglichen Gewinn an globaler Stabilität, Sicherheit und wirtschaftlichen Chancen. Daher sei die Förderung Afrikas für Deutschland politische Priorität.
Die neue politische Dynamik in Afrika und die beschlossenen Aktionsprogramme (etwa innerhalb der EU und mit den G8-Staaten) veranlassten die Bundesregierung, ihre Afrikapolitik neu zu gestalten und zu gewichten.
Wie die neue Entwicklungspolitik, die die Effektivität und Wirkung der Entwicklungszusammenarbeit in Afrika erhöhen soll, aussieht und ob sie erfolgversprechend ist, wird in dieser Arbeit thematisiert. Eingangs wird die aktuelle Situation in Afrika beleuchtet, wobei die Vorschläge des BMZ zur Verbesserung der Verhältnisse und bereits dazu gestarteter Initiativen mit angeführt werden.
Der Autor beleuchtet die deutschen Anstrengungen und Vorhaben dabei durchaus auch kritisch und weiß die komplizierten Zusammenhänge anschaulich darzustellen.
Als konkretes Beispiel der deutschen Entwicklungspolitik führt er Uganda an, das gern als Vorbild für die Errungenschaften der Politik angeführt wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Die aktuelle Situation in Afrika

1. Die Situation der Frauen

2. Das HIV/AIDS-Problem

III. Die deutsche Entwicklungspolitik in Hinblick auf die neue politische Dynamik in Afrika

1. Kritik und Verbesserungsvorschläge

IV. Deutsche Entwicklungspolitik in Uganda

V. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Neuausrichtung der deutschen Entwicklungspolitik gegenüber afrikanischen Ländern unter Berücksichtigung neuer politischer Dynamiken. Dabei wird analysiert, wie effektiv diese Maßnahmen gestaltet sind und welche Herausforderungen in der Umsetzung bestehen, wobei die Situation in Uganda als konkretes Fallbeispiel dient.

  • Aktuelle sozioökonomische Lage in Sub-Sahara-Afrika
  • Herausforderungen durch HIV/AIDS und Geschlechterungleichheit
  • Strategische Neuausrichtung der deutschen Entwicklungszusammenarbeit (EZ)
  • Erfolgsfaktoren und Defizite bei der Umsetzung am Beispiel Ugandas

Auszug aus dem Buch

2. Das HIV/AIDS-Problem

In Afrika sind 30 Mio. Menschen mit dem HI-Virus infiziert, mehr als 20 Mio. Menschen sind bereits an AIDS gestorben und haben 12 Mio. Waisen hinterlassen. (ebd.) Täglich sterben in Afrika 6.230 Menschen an AIDS – trotz des Einsatzes der UN, verbilligter oder verschenkter Medikamente durch die Pharmaindustrie und die Vielzahl der Helfer. (Mayr) Diese Gegebenheiten verursachen menschliches Leid, senken die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und untergraben die soziale Sicherung, da vor allem die produktive Generation der 15- bis 40jährigen von der Krankheit betroffen ist, die ihre Rolle als Eltern, Ernährer und Versorger der älteren Generation nicht mehr ausreichend wahrnehmen können. „Deswegen sind Fortschritte bei der AIDS-Bekämpfung und -vorbeugung in Afrika von besonderer Bedeutung“ (BMZ 2004, 8). Aus diesem Grund setzt sich Deutschland dafür ein, die Weltbank stärker in diesem Feld zu engagieren und die weitere Verbreitung von preiswerten Arzneimitteln voranzutreiben.

Die Bundesregierung stellt jährlich circa 300 Mio. Euro für die AIDS-Bekämpfung zur Verfügung. Diese Gelder werden im Rahmen bilateraler Entwicklungszusammenarbeit veräußert, kommen dem Globalen Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria (GFATM) zugute und bezuschussen internationale Organisationen wie die EU und die Weltbank. Von diesen Maßnahmen profitieren 28 afrikanische Länder. (a.a.O., 7) Genauere Angaben über die Verwendung des Geldes werden nicht gemacht.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema ein, skizziert den Umfang deutscher Entwicklungshilfe und erläutert die Beweggründe der Bundesregierung für das Engagement in Afrika.

II. Die aktuelle Situation in Afrika: Hier werden die strukturellen Probleme des Kontinents, insbesondere Armut, Konflikte sowie die Auswirkungen von HIV/AIDS und die Rolle der Frauen, detailliert dargestellt.

III. Die deutsche Entwicklungspolitik in Hinblick auf die neue politische Dynamik in Afrika: Dieses Kapitel analysiert die geänderten Strategien des BMZ, die auf Good Governance, Ressourcenschutz und Privatwirtschaftsförderung setzen.

IV. Deutsche Entwicklungspolitik in Uganda: Anhand des Beispiels Uganda wird die praktische Umsetzung der Entwicklungszusammenarbeit und deren bisherige Erfolge sowie Schwierigkeiten kritisch beleuchtet.

V. Resümee: Das Schlusskapitel bewertet die Wirksamkeit der bisherigen Hilfe und diskutiert die moralischen und strategischen Dilemmata bei der Unterstützung von Regierungen in instabilen Regionen.

Schlüsselwörter

Deutsche Entwicklungspolitik, Afrika, Uganda, HIV/AIDS, Armutsbekämpfung, BMZ, Entwicklungszusammenarbeit, Good Governance, Milleniumsziele, Strukturpolitik, Sub-Sahara-Afrika, Konfliktprävention, bilaterale Hilfe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Neuausrichtung der deutschen Afrikapolitik und deren entwicklungspolitischen Schwerpunkten vor dem Hintergrund veränderter politischer Dynamiken in Sub-Sahara-Afrika.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Im Mittelpunkt stehen die Bekämpfung von Armut, die Bewältigung der HIV/AIDS-Epidemie, die Förderung von Frauenrechten sowie die Verbesserung von Regierungsführung und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Effektivität der neuen Strategien des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) zu bewerten und zu prüfen, inwieweit diese für ein konkretes Partnerland wie Uganda erfolgversprechend sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung von Fachliteratur, offiziellen Positionspapieren des BMZ, Presseberichten und Evaluierungsberichten zur Entwicklungszusammenarbeit.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert zunächst die allgemeine Krisensituation in Afrika, geht dann detailliert auf die neuen Kernbereiche der deutschen Politik ein und untersucht anschließend die konkrete Projektarbeit in Uganda.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Zu den zentralen Begriffen zählen: Deutsche Entwicklungspolitik, Afrika, Uganda, HIV/AIDS, Armutsbekämpfung, Good Governance und Entwicklungszusammenarbeit.

Wie erfolgreich ist die AIDS-Bekämpfung laut der Arbeit konkret?

Die Arbeit hebt hervor, dass Uganda in der AIDS-Bekämpfung als erfolgreich gilt, da das Land die HIV-Infektionsraten über acht Jahre in Folge senken konnte, während die Situation auf dem restlichen Kontinent weiterhin kritisch bleibt.

Welche moralische Problematik wird im Resümee angesprochen?

Die Arbeit hinterfragt kritisch, ob Entwicklungshilfe an Länder wie Uganda sinnvoll ist, wenn diese einerseits gute Regierungsführung zeigen, andererseits jedoch in regionale kriegerische Konflikte verwickelt sind, die die Stabilität gefährden.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Deutsche Entwicklungspolitik in Afrika am Beispiel Ugandas
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Note
sehr gut
Autor
Ricardo Westphal (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
18
Katalognummer
V34711
ISBN (eBook)
9783638348522
ISBN (Buch)
9783638789226
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Deutsche Entwicklungspolitik Afrika Beispiel Uganda Entwicklung Wirtschaft BMZ Bundesregierung Deutschland Förderung Bevölkerung Pro Kontra
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ricardo Westphal (Autor:in), 2005, Deutsche Entwicklungspolitik in Afrika am Beispiel Ugandas, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/34711
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  18  Seiten
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