TU Kaiserslautern
Lehrstuhl Regionalentwicklung und Raumordnung
Seminar
Regionalmanagement und Regionalentwicklung
Seminararbeit zum Thema
Konzeptionelle Ansätze des City-managements und Vergleich zum
Regionalmanagement
WS 2004/05
Bearbeiter:
Kay Raddatz
6. Semester RU
Abgabetermin
Januar 2005
3
Seminar Regionalmanagement und Regionalentwicklung
Konzeptionelle Ansätze des Regional- und Citymanagement
Seminararbeit
Inhalt
1. EINLEITUNG 5
2. ZIEL DER ARBEIT 6
3. REGIONALMANAGEMENT 7
3.1 ENTWICKLUNGSPHASEN IN DER PLANUNG 7
3.2 WARUM MANAGEMENT? 8
3.3 WAS IST REGIONALMANAGEMENT? 9
3.4 WIE ÄUßERT SICH REGIONALMANAGEMENT? 11
3.4.1 DIMENSIONEN 11
3.4.2 WO LIEGEN DIE KOMPETENZEN BZW. WIRKUNGSBEREICHE? 12
3.4.3 WIE TRITT EIN REGIONALMANAGEMENT AUF? 13
4. CITYMANAGEMENT 15
4.1 ENTWICKLUNG 15
4.1.1 NOTWENDIGKEIT VON CITYMANAGEMENT 16
4.2 DER BEGRIFF 16
4.3 WIE ÄUßERT SICH CITYMANAGEMENT? 17
4.3.1 DIMENSION 17
4.3.2 AUFGABE DES CITYMANAGEMENTS 17
4.3.3 WELCHE ZIELE WERDEN VERFOLGT? 18
4.3.4 WIE ERFOLGT DIE UMSETZUNG? 19
4.3.4.1 Wer sind die Akteure? 20
4.3.4.2 In welchen Strukturen äußert sich ein Citymanagement? 20
4.3.4.3 Wie finanzieren sich Projekte aus dem Citymanagement? 20
5. REGIONALMANAGEMENT VS. CITYMANAGEMENT 22
6. FAZIT 23
7. LITERATURVERZEICHNIS 24
4
1. Einleitung
Planung ist generell einer ständigen Entwicklung ausgesetzt. Leitbilder werden z.B. verändert, neu erfunden oder verworfen, nicht zuletzt verursacht durch eine stetige fachliche und gesellschaftliche Diskussion. Dies ist typisch für alle Bereiche mit politischer und soziokultureller Auswirkung.
Demnach ist es auch nicht verwunderlich, dass sich die Raumordnung, Landes- und Regionalplanung derzeit in einem Paradigmenwechsel befindet 1 . „Dieser betrifft die Planungsphilosophie und Planungskultur ebenso wie die instrumentelle und methodische Ausrichtung der Planung.“ 2
Insgesamt ist festzustellen, dass eine „Entwicklung des Staates vom hoheitlichen Interventions- und Steuerungsstaat hin zum kooperativen Interaktionsstaat“ 3 stattfindet. In diesem Zusammenhang ist es nicht verwunderlich, dass es zu einer Angleichung oder zumindest der Entwicklung einer gemeinsamen Plattform für Staat, Wirtschaft und Bürger kommt. Allein die Einführung einer gemeinsamen Terminologie ist ein erster Schritt. Regionalmanagement als Begriff hierfür exemplarisch zu sehen. -management als ein klassischerweise der Ökonomie entliehener und Regional- als typischerweise dem staatlich-administrativen zugeordneter Bestandteil 4 .
Die seit der Mitte der 90er Jahre einsetzende verstärkt gemeinsame „Umsetzungs-orientierung“ 5 im staatlichen und privaten Handeln nutzt z.B. das Instrument des Regionalmanagement als Ausdrucksform. Dieses Instrument kann bspw. eine grundlegende Projektkonzeption entwickeln, die sich i.d.R. in Form einer Public-Private-Partnership 6 äußert.
Eine PPP ist durchaus auch im Bereich des Citymanagement anzutreffen 7 . Ebenso wie das Instrument des Regionalmanagement spiegelt das Citymanagement die Entwicklung hin zum „Kooperationsstaat“ 8 wieder. Citymanagement kennzeichnet sich jedoch durch eine wesentlich ausgeprägtere Umsetzungsorientierung konkreter Maßnahmen und weniger durch einen konzeptionellen Charakter.
Aber auch hier zeigt sich eine Verbindung von Ökonomie und Staat allein durch die Begrifflichkeit. Erneut durch den Teil des -management und des weiteren durch die City- als administrativ abgegrenzter Bereich.
1 vgl. Goppel; Schaffer; et al.(Hrsg.) (2004): Implementation der Raumordnung - Schriften zur Raum-ordnung und Landesplanung, Selbstverlag, Augsburg-Kaiserslautern, S.51
2 ebenda
3 Roentgen, Frederik (2001): Public-Private-Partnership, Shaker, Aachen, S.115
4 vgl. Schenkhoff, Hans Joachim (Hrsg.) (2003): Regionalmanagement in der Praxis, Verlag der ARL, Hannover, S.4
5 Goppel; Schaffer; et al.(Hrsg.) (2004): a.a.O., S.51
6 vgl. Roentgen, Frederik (2001): a.a.O., S.52
7 vgl. Petersen, Torsten (1999): http://www.geo.uni-augsburg.de/sozgeo/schrift/dip/petersen.htm, Stand 19.01.2005
8 Roentgen, Frederik (2001): a.a.O., S.115
5
2. Ziel der Arbeit
Ziel dieser Arbeit ist die gerade kurz zuvor eingeführten Begriffe des Regionalmanagements und des Citymanagements in ihren konzeptionellen Grundlagen gegenüberzustellen.
Hierzu wird sich der erste Teil mit dem Regionalmanagement befassen. In ihm soll eine kurze Darstellung der Entwicklungseckpunkte in der Regionalplanung erfolgen. Im Anschluss wird der Versuch unternommen eine Abgrenzung bzw. Definition des Regionalmanagement anhand seiner Kennzeichen und Wirkungsweisen darzustellen, sowie resultierend eine Einordnung in das System der Regionalplanung stattfinden.
Für das Citymanagement wird ähnlich vorgegangen. Auch hier soll gezeigt werden in welchen Aufgabenfeldern sich der Aktionsradius bewegt.
Die jeweils ausführlichen Illustrationen erfordern dann eine übersichtliche Zusammenfassung mit den markanten Unterschieden und gegebenenfalls Gemeinsamkeiten.
In einem letzten Schritt scheint ein Fazit mit persönlicher Einschätzung und Stellungnahme innerhalb einer solchen Arbeit obligatorisch.
6
3.1 Entwicklungsphasen in der Planung
Innerhalb dieser Betrachtung ist es ausreichend die Entwicklungsbetrachtung der Planung in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts beginnen zu lassen. Ausprägungen vor und während der Weltkriege liegen in zu weiter inhaltlicher Ferne zum aktuellen Thema.
Für die genannte Zeit der 50er und bis Mitte der 60er Jahre ist markant, dass es die Regionalplanung wie wir sie heute kennen nicht gibt, zumindest war der Begriff „Regionalplanung nicht belegt“ 9 . Es fand im wesentlichen nach dem Zufallsprinzip lediglich eine Analyse regionaler Probleme und Handlungsbedarfe statt. So kann diese erste hier betrachtete Phase als Phase des Inkrementalismus in der Planung kennzeichnet werden.
Grundlegend für die anschleißende Phase der Verrechtlichung der Regional-Planung ist die Verabschiedung des rahmengebenden Bundesraumordnungsgesetzes von 1965. Auf dessen Grundlage die Landesplanungsgesetze erlassen werden konnten deren materieller Inhalt schwerpunktmäßig in der Erarbeitung konzeptioneller Grundlagen lag. Es ist anzumerken, dass es sich hier um „allgemeine, wenig konkrete“ 10 Aussagen handelte. Damit geht eine relativ große Distanz zur jeweiligen Problemlage einher.
Mit der dritten Phase fand eine Verfestigung, stärkere Gewichtung und vor allem zunehmende Detailschärfe der regionalen Betrachtungsweisen statt. Der allgemein in den 80er Jahren einsetzende Trend der Ökologisierung fand auch in der Regionalplanung Beachtung. In diesem Zusammenhang darf auch eine verstärkt feinkörnige 11 Betrachtung der örtlichen und regionalen (ökologischen) Problemlagen gesehen werden. Über die Ausweisung von Vorrang- und Vorbehaltsgebieten, die eher nach fachrechtlichen und weniger nach regionalplanerisch-querschnittsorientierten Kriterien festgelegt wurden, kann aber festgehalten werden, dass die Betrachtung von Teilräumen in den Fordergrund rückte. Ökologisierung und Einführung von Teilraumgutachten ist also für diese Phase charakterisierendes Merkmal.
In der vierten und aktuellen Phase seit den 90er Jahren wurde zum einen der Aspekt einer teilräumigen Herangehensweise weitergeführt, jedoch ausgeweitet um umfassend querschnittsorientierte Betrachtungsweisen. Das Ereignis der deutschen Wiedervereinigung ließ allerdings kaum eine andere Entwicklung zu, als sich konkreter Handlungs- und Umsetzungsorientierung zuzuwenden. Der Druck über signifikante Projekte eine geordnete Planung umzusetzen, ließ die Verantwortung der Regionalplanung weit über ihre ursprüngliche „Koordinierungs- und Abstimmungsfunktion“ 12 hinauswachsen.
9 Goppel; Schaffer; et al.(Hrsg.) (2004): a.a.O., S.54
10 ebenda
11 vgl. ebenda
12 ebenda, S.55
7
Arbeit zitieren:
Kay Raddatz, 2005, Konzeptionelle Ansätze des Citymanagements und Vegleich zum Regionalmanagement, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Das Shared Service Center-Konzept: Zielsetzung, Controlling als Objekt...
Hausarbeit (Hauptseminar), 19 Seiten
Current and Past Marketing Strategies of Microsoft
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Forschungsarbeit, 9 Seiten
Die bayerische Cluster-Offensive - Eine kritische Reflexion
Geowissenschaften / Geographie - Wirtschaftsgeographie
Seminararbeit, 26 Seiten
Hardcore-Kartelle: Was sind die Sanktionen bei Kartellabsprachen und w...
Hardcore-Kartelle
Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht
Hausarbeit (Hauptseminar), 26 Seiten
Welche Elemente innerhalb des M&A-Prozesses erhöhen die Erfolgswah...
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Hausarbeit (Hauptseminar), 25 Seiten
Kay Raddatz's Text Konzeptionelle Ansätze des Citymanagements und Vegleich zum Regionalmanagement ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Kay Raddatz hat den Text Konzeptionelle Ansätze des Citymanagements und Vegleich zum Regionalmanagement veröffentlicht
Kay Raddatz hat einen neuen Text hochgeladen
Konzeptionelle Nutzung von Controllinginformationen
Ein modelltheoretischer Ansatz
Bernd-Oliver Heine
Konzeptionelle Modelle für die ergotherapeutische Praxis
C. Jerosch-Herold, U. Marotzki, B. M. Stubner, P. Weber
Grundlagen und Ansätze zur Modellierung von Kommunikationsprozessen in...
Grundlagen und Ansätze
Jens Schütze
Spiritualität und Befreiung. Ansätze zu einer Kontemplativen Christolo...
Ansätze zu einer kontemplative...
Waldemar Labusga
Aktuelle theoretische Ansätze in der deutschen Heilpädagogik
Eine Einführung für Studierend...
Mirjam Faust
Praxisorientierte Konzeptions-...
Tassilo Knauf, Gislinde Düx, Daniela Schlüter
0 Kommentare