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Schlußsituationen dienen meist der Ergebnissicherung, also der Erfolgskontrolle beziehungsweise der Übung und Wiederholung. Sie sind außerdem wichtig für den Transfer des Gelernten in die darauf folgenden Alltags- und Lernsituationen und bieten sich für das Einbringen von Seminarkritik an.
Ich werde mich in meiner weiteren Ausführung auf die Ergebnissicherung, die Seminarkritik und den Transfer beschränken und auch diese Reihenfolge einhalten.
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Bei der Ergebnissicherung unterscheidet man grundsätzlich zwei Arten. Da wäre zum einen die direkte Form der Ergebnissicherung. Diese folgt direkt und unmittelbar auf die Lehr/Lernphase und sichert das eben Gelernte durch Methoden wie der Wiederholung, Übung oder Protokollierung.
Des weiteren gibt es die indirekte, zufällige Ergebnissicherung, die sowohl im Unterricht als auch außerhalb stattfindet. Sie kann bewußt aber auch unbewußt, absichtlich oder ungewollt passieren. So werden zum Beispiel Vor- und Rückgriffe auf andere Unterrichtsinhalte vorgenommen und es gibt Überschneidungen zwischen einzelnen Unterrichtsfächern (auch in Geschichte muß man lesen und schreiben können). Ebenso vertiefen die Lernenden ihr Schulwissen durch den Konsum verschiedener Medien, wie zum Beispiel Fernsehen, Bücher oder das Internet, aber auch durch den Austausch mit anderen, nicht zum Schulalltag gehörigen Personen. (vgl. Meyer 1989, S. 161)
Die nun folgenden Theorien beziehen sich nur auf die direkte Ergebnissicherung, da die indirekte -wenn überhaupt- nur schwer plan- und durchführbar ist.
Art, Umfang und Durchführung der direkten Ergebnissicherung sind natürlich abhängig von den jeweiligen Rahmenbedingungen des Unterrichts, wie zum Beispiel der Richtlinien, der
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Lehrvoraussetzungen der SchülerInnen, den institutionellen Rahmenbedingungen und besonders des Faktors Zeit. Oft unterbleibt die Phase der Ergebnissicherung deshalb oder wird auf kurze Restphasen reduziert, weil das Lehrpensum nichts anderes zuläßt.
Die Folgen dieser Einsparung sind unter anderem die Verlagerung der Ergebnissicherung in die private Hausarbeit der SchülerInnen (meist in Form von Hausaufgaben). Dabei besteht jedoch die Gefahr, dass die SchülerInnen die jeweiligen Unterrichtsinhalte nicht gut genug aufgenommen haben und sich somit Probleme bei der Bewältigung der Hausaufgaben einstellen.
Ergebnissicherung heißt nicht, dass alle Unterrichtsinhalte, die in der Einstiegsphase vermittelt wurden in der Schlußphase noch einmal gesichert werden. Thematisiert wird nur ein kleiner Teil.
Die kognitiven, sprachlich zu vermittelnden Ergebnisse werden zusammengefaßt, protokolliert und beurteilt. Die affektiven, sozialen und psychomotorischen Ergebnisse bleiben aber unberührt oder werden nur indirekt bearbeitet.. Vieles kann im Unterricht auch gar nicht gesichert werden, weil eine Überprüfung nur außerhalb des Unterrichts möglich ist (Wie will man zum Beispiel feststellen, ob der Sexualkundeunterricht sein Ziel erreicht hat?) (vgl. Meyer 1989, S. 162)
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Man unterscheidet bei den Funktionen von Ergebnissicherung grundsätzlich einmal die manifesten und des weiteren die latenten.
Zu den manifesten, also pädagogisch wertvollen und anerkannten Funktionen gehört zum
einen die Protokollierung und Dokumentation der erlernten Unterrichtsinhalte. Diese werden zusammengefaßt, vertieft, notiert und somit für die SchülerInnen verbindlich gemacht.
Zweitens gehört die Auswertung und die Kritik dazu, die den Lernenden die Möglichkeit gibt, die Inhalte zu gewichten und eine persönliche Meinung dazu zu entwickeln. Den SchülerInnen soll an dieser Stelle eine demokratische Kontrolle beigebracht werden.
Ein weiterer Punkt ist die Vervollständigung. Sie ist besonders wichtig, wenn im Unterricht einzelne Ergebnisse in Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit entwickelt wurden. Sie dient in diesem Fall dazu, die gesammelten Ergebnisse zu komprimieren und daraus ein gültiges Gesamtergebnis zu machen.
Als nächstes wäre die Korrektur oder der Ersatz zu nennen. Hier werden die Fehler und Mißverständnisse ausgeräumt, die sich im Laufe der Sitzung ergeben haben, so daß die SchülerInnen eine korrekte Ausarbeitung bekommen. Hierbei besteht jedoch die Gefahr, daß diese Unterrichtsphase zu lehrerzentriert wird und die SchülerInnen nicht ganzheitlich angeregt werden.
Weitere manifeste Faktoren der Ergebnissicherung sind Übung (um die Sach-, Sozial- und Sprachkompetenz der SchülerInnen zu festigen) und Leistungsbeurteilung.
Zu den latenten, also weniger akzeptierten und kaum wahrgenommenen Faktoren zählen unter anderem die Disziplinierung und die Kanonisierung.
Unter Disziplinierung versteht man im allgemeinen, daß die Lernenden dazu angehalten werden, am Ende der Unterrichtseinheit ein gutes Ergebnis zu liefern. Dadurch soll die
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Arbeit zitieren:
Kathrin Im Winkel, 2001, Schlußsituationen in Unterrichts- und Seminarphasen, München, GRIN Verlag GmbH
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