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Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung. 4
2 Das Mandat Heinrichs II. von England (HUB I Nr. 14) 5
2.1 Originaltext und Neuübersetzung 5
2.2 Inhaltliche Zusammenfassung, Formalia 6
3 Die Interessen von Rechtgebendem und Rechtsempfängern. 7
3.1 Kölner Kaufleute in London: Der Handel in vorhansischer Zeit 7
3.2 Der englische König und das Haus der Staufer im 12. Jahrhundert. 8
4 Fazit 12
Literatur - und Quellenverzeichnisse 13
4
1 Einleitung
Ist es nun ein juristischer Startschuss für die Entwicklung der späteren Hanse oder l ediglich der außergewöhnliche Erfolg einer lokalen Gruppe von Kaufleuten gewesen, der das Mandat Heinrichs II. für die Kölner Kaufmannschaft in London in vielen Publikationen zum Ursprung der späteren Deutschen Hansegemeinschaft werden lässt? Ob es nun einen Anfang, einen Neubeginn einläutete, nämlich den einer Verbindung -sei es nun societas, universitas oder collegium 1 - von Kaufleuten und Handelsstädten, war im 12. Jahrhundert noch nicht absehbar. Waren es doch die Kölner, die sich unkooperativ zeigten und ihren Handelsraum in London gegen andere aus dem Reich mit hohen Abgaben zu verteidigen suchten. Hervorzuheben ist, dass sie sich, im Prinzip ohne kaiserliche Rückendeckung, nicht als Speerspitze einer deutschen Gemeinschaft verstanden haben dürften, deren Gründung als „große“ Hanse noch nicht absehbar war. Vielmehr handelte es sich um Individuen aus einer Region, die es verstanden, sich im mittelalterlichen England zu behaupten, zu etablieren und -mit materiellem Erfolg- zu überleben. Ob dieses Mandat nun Motor für die weitere Entwicklung der europäischen Handelsbeziehungen war, letztendlich ein Antrieb für weitere Städte und daran anschließend ein Zusammenschluss der Interessensgruppen, ist diskussionswürdig. An dieser Stelle soll zunächst auf die grundlegenden Fakten eingegangen und dargelegt werden, wie sich der Handel der Kölner Kaufleute in vorhansischer Zeit in der englischen Hauptstadt gestaltete vor dem Hintergrund der Vorrechte, die die Männer aus dem Reich erhielten. Dieses Mandat, in der älteren Forschung auf die 50er Jahre des 12. Jahrhunderts datiert, nach neuen Erkenntnissen aber etwa 20 Jahre später entstanden, soll hier untersucht werden. Welchen Nutzen zog Heinrich II. aus der Tatsache, dass er den Kölner Händlern Schutz gewährte und zudem gute -oder anders gesagt- bessere Bedingungen für ihren Weinhandel schaffte? War er an Ihren Produkten interessiert? Wollte er die französischen Weinhändler von ihren Vorteilen entbinden? Und damit so zu sagen durch die Hintertür den französischen Herrscher brüskieren? 2 Wollte er dem staufischen Kaiser schmeicheln, indem er dessen homines imperatoris privilegierte? Welche Beweggründe es waren, lässt sich wohl nicht abschließend klären. Doch zumindest können anhand der politischen Beziehungen in Europa die Entstehungszeit und die Hintergründe der Ur-kunde beleuchtet werden.
1 Vrgl. Albrecht Cordes, Die Rechtsnatur der Hanse. Politische juristische und historische Diskurse,
HGBll 119 (2001), 49-62, hier: 53.
2 Seit Heinrichs II. Vermählung mit Eleonore von Aquitanien, der ehemaligen Gattin von Ludwig VII.,
bestand zwischen den Herrschern eine persönliche Feindschaft.
Arbeit zitieren:
Kristine Greßhöner, 2005, Das Mandat Heinrichs II. für die Kölner Hanse-Kaufleute (HUB I Nr. 14), München, GRIN Verlag GmbH
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