Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG UND LITERATURVERZEICHNIS 1
2. DIE DRITTE MEDITATION VON DESCARTES 2
3. ZUSAMMENFASSUNG 7
1. Einleitung und Literaturverzeichnis
Ich habe in dieser Arbeit die dritte Meditation von René Descartes in seinem Werk „Meditationen über die Grundlagen der Philosophie“ zum Thema. Ich werde die dritte Meditation zusammenfassen und die philosophisch wichtigsten, die herausragenden Punkte von Descartes hervorheben. Zudem gebe ich Erläuterungen zu bestimmten Aspekten, die genannt werden. Descartes versucht in seiner dritten Meditation eine Bestimmung einer Idee als allgemeinen Bewusstseinsinhalt zu geben. Die Frage, ob Ideen aus sich selbst heraus subsistieren im Bewusstsein oder ob es einen Urheber der Ideen im Bewusstsein außerhalb des Bewusstseins gibt, wird durchleuchtet. Descartes stellt hierzu schon in seiner zweiten Meditation die These auf, dass das Denken vom Subjekt nicht angezweifelt werden kann, dass das Denken also wahr ist. In der dritten Meditation kommt er zum Schluss, dass etwas gedacht werden muss, was unabhängig vom Denken aus sich selbst heraus notwendig existiert. Dieses Etwas ist das Absolute oder auch Gott genannt, und so ist das Absolute Beweisthema und Beweisgrund zugleich. Es wird aus sich selbst heraus zugrunde gelegt. Obgleich Descartes einen onthologischen Gottesbeweis durchführt, scheitert er aus besagtem Grund an den gleichen Problemen, die der kosmologische Gottesbeweis in sich birgt: das Endliche als Zufälliges und das Unendliche als Notwendiges sind nicht vereinbar. Eine weitere Schwierigkeit, typisch für den onthologischen Gottesbeweis, kommt hinzu. Denn hier muss der endliche Geist auf etwas Unendliches schließen können, ohne die Modalität zu wechseln.
Ich werde in dieser Arbeit keine Unterteilungen der dritten Meditation machen, da dadurch nur die Beweisführung und das Verständnis leiden werden. An dem Schluss steht eine Zusammenfassung, die auch noch einmal die genannte Problematik aufwirft.
Verwendete Literatur:
Descartes, René. Meditationen über die Grundlagen der Philosophie. Übers. und herausg. von Artur Buchenau. Felix Meiner Verlag: Hamburg, 1994
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2. Die dritte Meditation von Descartes
René Descartes führt die zweite Meditation weiter und stellt klar, dass man ein ÄGHQNHQGHV 'LQJ³ (27) sei. Denn auch wenn das Äußere trügt oder gar nicht ist, so sind die Empfindungen und Einbildungen, also die Ä:HLVHQGHV%HZXVVWVHLQV³ (27), in einem vorhanden. Es ist schwierig zu sagen, was wirklich und gewiss ist. Descartes antwortet darauf: Ä8QG VRPLW PHLQH LFK EHUHLWV DOV DOOJHPHLQH 5HJHO DXIVWHOOHQ ]X GUIHQ GD DOOHV GDV ZDKU LVW ZDV LFK UHFKW NODU XQG GHXWOLFK HUIDVVH³ (28) Diese Lösung ist äußerst wage, doch wird sie noch im folgenden weiter erörtert und spezifiziert.
Die Ideen sind in einem, und wenn ein Gott seine Allmacht dazu verwendet, einen über Äußeres zu täuschen, so kann man sich immer noch völlig gewiss sein, dass man ist, solange man das Bewusstsein hat, etwas zu sein. Ä'HQQ HV JLEW NHLQH DQGHUH )lKLJNHLW GHU LFK LQ JOHLFKHU :HLVH YHUWUDXH ZLH GLHVHU (LQVLFKW³(31)
Descartes stellt nun drei Arten von Bewusstseinsinhalten vor. Der erste ist die Idee, gemeint sind Bilder der Dinge wie vom Menschen, Himmel oder auch Gott. Die Idee kann an sich ÄQLFKW HLJHQWOLFK IDOVFK VHLQ³ (29), denn wenn sich die Einbildung ein Ding vorstellt, so wird man diese Einbildung auch haben. In diesem Sinne ist die Idee eines Einhorns ebenso wahr und gültig wie die Idee eines Pferdes. Das zweite Ding, dem man sich bewusst sein kann, sind Willensäußerungen oder Gemütsbewegungen, also ÄZHQQ LFK ]% ZLOO IUFKWH EHMDKHYHUQHLQH³ (29). Diese können nicht falsch sein, denn wenn man sich etwas bestimmtes wünscht, so ist es wahr, dass man es wünscht. Das dritte sind die Urteile. Hier bezieht sich das Bewusstsein auf anderes, das heißt, Subjekt und Prädikat werden in Beziehung gesetzt, wobei das Prädikat nicht mit dem Subjekt zusammenfallen darf, und Identitäten werden unterschieden. Das Ä%HZXWVHLQ VFKOLHW QRFK HWZDV PHKU HLQ DOV GLH bKQOLFKNHLW PLW GLHVHP *HJHQVWDQGH [dem Objekt des Bewusstseins]³ (29). Bei den Urteilen kann man erstmals Auskunft über Wahrheit geben, und der häufigste Irrtum, dem man nach Descartes verfällt, ist der, dass man urteilt, dass Ideen des eigenen Bewusstseins Ähnlichkeit mit den äußeren Dingen haben könnten.
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Arbeit zitieren:
Dr. phil. Annika Krüger, 2000, Zu: René Descartes: Dritte Meditation, München, GRIN Verlag GmbH
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