Gliederung
Seite
1. Definition „Naturgefahr“ 3
2. aus regionaler Sicht: Sturmflut 3
2.1 Nordseeküste 3
2.2 Ostseeküste 5
2.3 Auswirkungen von Sturmfluten 5
2.4 Küstenschutz 6
3. Algenblüte 7
3.1 Auswirkungen der Algenblüte 7
4. globale Naturgefahren (anhand von Korallenriffen allgemein) 8
5. aus globaler Sicht (am Beispiel des Great Barrier 8
Riffs in Australien)
5.1 Lage/Beschreibung Great Barrier Riff 8
5.2 Naturgefahren am Great Barrier Riff 8
5.3 Gründe für das Ausbleichen 9
5.4 Fazit/Ausblick 9
6. Literaturverzeichnis 10
2
1. Definition „Naturgefahr“
„Eine Naturgefahr ist ein potentieller und schließlich real wirkender Prozess, der durch Relief, Eis, Schnee, Wasser und/oder Substrat bzw. Boden bedingt, ausgelöst oder gefördert wird und der das natürliche Gleichgewicht von Landschaftsökosystemen bedroht, wobei der Prozess naturgesetzlich abläuft.“ (Diercke Wörterbuch Allgemeine Geografie)
2. ... aus regionaler Sicht: Sturmflut
Von einer Sturmflut spricht man bei hohen Wasserständen an Küsten, die wesentlich über dem normalen Niveau liegen und im allgemeinen durch meteorologische Bedingungen verursacht wurden. Grundsätzlich kann man zwei Typen von Sturmfluten unterscheiden, die an offenen Küsten wie im Atlantik und solche an fast geschlossenen Meeren wie z.B. der Ostsee. Einige Küsten, darunter auch die Nordsee, umschließen die Eigenschaften beider Meere.
2.1 Nordseeküste
Die Nordsee ist ein relativ flaches Schelfmeer mit Tiefen von meist weniger als 100 m. Sturmfluten an der Nordseeküste werden meistens durch einen Windstau verursacht, der große Wassermassen in die Deutsche Bucht drückt. Infolge eines Windstaus können Wasserstandserhebungen an der Festlandküste von über 4 m entstehen. Zudem haben die Gezeiten bei Sturmfluten einen entscheidenden Einfluss auf den Wasserstand, da der Scheitelwasserstand 1 sehr viel höher ausfallen wird, wenn die höchsten Windgeschwindigkeiten parallel zur Flut auftreten.
Die Windrichtung spielt ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Sturmfluten. Die Küste Schleswig- Holsteins ist aufgrund ihrer Lage besonders bei Winden aus west- und nordwestlicher Richtung gefährdet. Zudem sind die Nordseesturmfluten auf das Engste mit den Zyklonen innerhalb des nordhemisphärischen Westwinddrifts verbunden. Beim Zusammentreffen von polarer Kaltluft und warmfeuchter Subtropikluft können sich diese Tiefdruckwirbel zu Sturmzyklonen entwickeln, die verantwortlich für die Ausbildung des
1 Höhe eines Sturmflutwasserstandes.
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starken Seegangs 2 sind, der einen besonderen Einfluss auf die Auswirkungen einer Sturmflut hat.
In der Nordsee treten leichte Sturmfluten in unterschiedlicher Häufigkeit das ganze Jahr über auf, zwischen November und Februar sind diese jedoch am schwersten. Der Januar ist der Monat mit den meisten Sturmfluten.
Grundsätzlich lassen sich Sturmfluten an der Nordseeküste in folgende Kategorien einteilen:
• Sturmflut 1,5 bis 2,5 m über Mittelhochwasser (MHW)
• Schwere Sturmflut 2,5 bis 3,5 m über MHW
• Sehr schwere Sturmflut ab 3,5 m über MHW
Abb.1: Planungsraum S-H
Quelle: http://www.uni-kiel.de/ftzwest/af4/Projekt/Txtlinks/text.htm
2 Unter dem Seegang versteht man die Gesamtheit der durch Wind erzeugten Wellen, die an der
Meeresoberfläche zu Bewegungen führen.
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Arbeit zitieren:
Antje Minde, 2004, Naturgefahren in Küstengebieten - Eine regionale und globale Betrachtungsweise, München, GRIN Verlag GmbH
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