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Zukunft der Arbeit

Titel: Zukunft der Arbeit

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2003 , 26 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Jonathan Lock (Autor:in)

Soziologie - Arbeit, Ausbildung, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit wird versucht, intensiv die Thematik rund um die menschliche Arbeit darzulegen und zu diskutieren. Im Zentrum der Untersuchungen sollen dabei die möglichen Zukunftsperspektiven der Arbeit stehen; die – aufgrund der akuten Arbeitslosigkeit und der daraus resultierenden sozialen Probleme – in den letzten Jahren vermehrt Einzug gefunden haben in gesellschaftliche und politische Diskussionen. Die Erörterung des Problems Arbeitslosigkeit, so beschreibt es Johano Strasser, weite sich zunehmend „zu einer Diskussion über die Zukunft der Gesellschaft und ihrer Institutionen, über die künftigen Formen des Zusammenlebens und die sie prägenden Werte aus.“ 1 Schon vor fast fünfzig Jahren schrieb Hannah Arendt in ihrem Buch Vita activa, dass eines Tages „die Menschheit der uralten Bande, die sie unmittelbar an die Natur ketten, ledig sein wird, der Last der Arbeit und des Jochs der Notwendigkeit...Was uns bevorsteht ist die Aussicht auf eine Arbeitsgesellschaft, der die Arbeit ausgegangen ist...“ 2 Eine These, die damals ihrer Zeit voraus war, die jedoch heute aktueller scheint denn je. Doch was verbirgt sich hinter derartigen Mutmaßungen - Schreckenszenario oder Menschheitstraum? War es nicht schon immer der Menschen größter Wunsch, vom Joch der Arbeit befreit zu werden? Aber fürchten sich nicht dennoch viele davor, das Ideal einer selbstgestalteten, erfüllenden Arbeit nicht erreichen zu können? Viele Wissenschaftler, Unternehmer und Politiker sehen die Gesellschaft heute am Beginn einer neuen Epoche, in der der Mensch endlich von mühseliger Arbeit befreit sein wird. Skeptiker hingegen meinen, es drohe eine Zukunft voller Massenarbeitslosigkeit, weltweiter Armut und Spannungen. Diese beiden Extreme gegeneinander abzuwägen, wird zentrale Aufgabe dieser Arbeit sein. Dabei wird vor allem Raum gelassen für langfristige Lösungs-Modelle, die bisweilen unter die Kategorie Utopien fallen dürften. Vorweg werden einige Definitionsversuche zum Begriff „Arbeit“ dargestellt und so hergeleitet soll auch der „Wert der Arbeit“ kurz erläutert werden. Im Anschluss daran wird es einen kurzen historischen Überblick über die Entwicklung der Rolle der Arbeit im Leben des Einzelnen und der Gesellschaft geben. [...] 1 Strasser, Johano: Wenn der Arbeitsgesellschaft die Arbeit ausgeht. Zürich 1999. S. 50 2 Strasser, Johano: S. 11

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Verständnis und Auffassung des Arbeitsbegriffs

2.1 Der Arbeitsbegriff

2.2 Geschichtliches Verständnis von Arbeit

2.3 Bedeutung und Sinn der Arbeit

3. Geschichte der Arbeit

3.1 Die Vier-Sektoren-Hypothese

3.2 Vom Fließband zur Gruppenarbeit

4. Arbeitslosigkeit als Strukturproblem

5. Neue Arbeitsmodelle

5.1 Arbeitszeitflexibilisierung

5.2 Arbeitszeitverkürzung

6. Der Dritte Sektor

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Zukunftsperspektiven menschlicher Arbeit vor dem Hintergrund zunehmender Massenarbeitslosigkeit und gesellschaftlicher Strukturveränderungen. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit der Abwägung zwischen der technologisch bedingten Befreiung von mühseliger Arbeit und der drohenden sozialen Problematik der Erwerbslosigkeit, wobei nach Modellen zur gerechten Verteilung von Arbeit gesucht wird.

  • Historische Entwicklung und Bedeutung des Arbeitsbegriffs
  • Struktureller Wandel der Arbeit im Zeitverlauf (Vier-Sektoren-Hypothese)
  • Analyse von Arbeitslosigkeit als strukturelles Problem der Industriegesellschaft
  • Evaluation neuer Arbeitsmodelle (Flexibilisierung und Arbeitszeitverkürzung)
  • Diskussion des "Dritten Sektors" und alternativer Tätigkeitsformen

Auszug aus dem Buch

3.2 Vom Fließband zur Gruppenarbeit

Veränderungen des Phänomens Arbeit liegen nicht nur durch die Verschiebung des Beschäftigungsschwerpunkts innerhalb der vier Sektoren vor. Auch besteht ein struktureller Wandel in jedem einzelnen Sektor, was ebenfalls Veränderungen im Tätigkeitsfeld der Arbeitnehmer beinhaltet. Besonders deutlich lässt sich dies am industriellen Sektor zeigen:

Einen Umbruch in der industriellen Fertigung stellte 1913 die Einführung des Fließbandes dar. So war es möglich, die Produktion in mehrere Fertigungsstufen zu zerlegen. Überflüssige Wege und Leerzeiten konnten durch das elektrisch angetriebene Band vermieden werden. Das Produktionstempo erhöhte sich, die Produktionsmenge wurde größer, die Kosten wurden deutlich gesenkt. Die Arbeiter mussten nur noch wenige, gleichbleibende, der jeweiligen Produktionsstufe gemäße Handgriffe ausführen. Der Arbeitsrhythmus war so durch den Takt des Fließbandes geprägt. Vorraussetzung war natürlich, dass die Arbeiter in ebenso exakter und monotoner Weise wie die Maschinen, wie das Fließband arbeiteten. Spontane Änderungen im Produktionsablauf, eigene Entscheidungen über Arbeitszeit und Pausen sowie über das Tempo waren nicht möglich.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Arbeitsgesellschaft ein und stellt die zentrale Frage nach der Zukunft der Erwerbsarbeit sowie der gesellschaftlichen Reaktion auf Arbeitslosigkeit.

2. Verständnis und Auffassung des Arbeitsbegriffs: Das Kapitel widmet sich der Definition von Arbeit, ihrer historischen Entwicklung und ihrer Bedeutung als zentraler Lebensinhalt und Integrationsfaktor.

3. Geschichte der Arbeit: Es wird die historische Wandlung der Arbeit anhand der Vier-Sektoren-Hypothese und der Transformation industrieller Fertigungsformen vom Fließband zur Gruppenarbeit analysiert.

4. Arbeitslosigkeit als Strukturproblem: Dieses Kapitel erörtert die Gründe für das Sinken der Erwerbsarbeitsplätze in der Industrie und die Problematik von "jobless growth" in einer postindustriellen Dienstleistungsgesellschaft.

5. Neue Arbeitsmodelle: Hier werden Lösungsansätze wie die Flexibilisierung der Arbeitszeit und die Verkürzung der Erwerbsarbeitszeit zur Bewältigung der Beschäftigungskrise diskutiert.

6. Der Dritte Sektor: Das Kapitel untersucht das Potenzial gemeinwohlorientierter Tätigkeitsbereiche als Alternative oder Ergänzung zur klassischen Erwerbsarbeit sowie die Idee eines Grundeinkommens.

Schlüsselwörter

Arbeit, Arbeitsgesellschaft, Arbeitslosigkeit, Vier-Sektoren-Hypothese, Industrielle Fertigung, Fließband, Gruppenarbeit, Arbeitszeitflexibilisierung, Arbeitszeitverkürzung, Dritter Sektor, Ehrenamtliche Arbeit, Grundeinkommen, Tätigkeitsgesellschaft, Erwerbsbiographie, Strukturwandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Zukunft der menschlichen Arbeit in einer Zeit, in der technologische Fortschritte und gesellschaftliche Umbrüche das traditionelle Modell der Erwerbsgesellschaft zunehmend unter Druck setzen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Arbeit, der historischen Entwicklung von Wirtschaftssektoren, der strukturellen Arbeitslosigkeit und der kritischen Prüfung neuer Arbeitsmodelle.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Lösungsmodelle für die Zukunft der Arbeit zu diskutieren und Wege aufzuzeigen, wie bei abnehmendem Erwerbsarbeitsvolumen soziale Stabilität gewahrt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Aufbereitung theoretischer Konzepte renommierter Denker zur sozioökonomischen Rolle von Arbeit.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert den Übergang von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft, die Folgen der Rationalisierung für den Einzelnen sowie Potenziale von Arbeitszeitmodellen und des Dritten Sektors.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Arbeit, Arbeitslosigkeit, Dritter Sektor, Erwerbsgesellschaft, Strukturwandel und Grundeinkommen.

Wie unterscheidet sich die "taylorisierte Industriearbeit" von der heutigen Gruppenarbeit?

Die taylorisierte Arbeit war durch eine kleinschrittige Zerlegung von Handgriffen und eine Trennung von Kopf- und Handarbeit geprägt, während die Gruppenarbeit auf Eigenverantwortung und flexible Produktionsprozesse setzt.

Warum wird der "Dritte Sektor" als gesellschaftlicher Hoffnungsträger diskutiert?

Er soll soziale Leistungen erbringen, die weder vom Markt noch vom Staat vollständig abgedeckt werden, und Menschen eine sinnstiftende Tätigkeit bieten, wenn klassische Arbeitsplätze wegfallen.

Welche Rolle spielt die Wissensgesellschaft für die Zukunft der Arbeit?

Wissen wird zum strategischen Produktionsfaktor, was zu einem hohen Anpassungsdruck und der Notwendigkeit ständiger Fortbildung führt, während rein körperliche Tätigkeiten in den Hintergrund treten.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zukunft der Arbeit
Hochschule
Universität Lüneburg
Veranstaltung
Kultur der Tätigkeit – Subjekt der Arbeit
Note
1,7
Autor
Jonathan Lock (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
26
Katalognummer
V37958
ISBN (eBook)
9783638371612
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Zukunft Arbeit Kultur Tätigkeit Subjekt Arbeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jonathan Lock (Autor:in), 2003, Zukunft der Arbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37958
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Leseprobe aus  26  Seiten
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