Inhaltsverzeichnis
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1. Biografie/ Werke 2-8
1.1 Biografie 2-4
1.2 Werke 5-8
1.2.1 Auswahlausgaben der Schriften Schleiermachers
zur Pädagogik 5-6
1.2.2 Ausgewählte Werke 6
1.2.3 Erläuterung einzelner wichtiger Werke 5-8
2. Fiktives Interview mit F. D. E. Schleiermacher
a) Welche pädagogischen Grundprinzipien vertreten Sie? 7-9
b) Welches waren herausragende Ereignisse in Ihrem Leben? 10
c) Welche Forderungen würden Sie heute an die Pädagogik
stellen ? 11
d) Was kritisieren Sie in welcher Weise am heutigen Schul-
system ? (positiv und negativ) 12-13
e) In welchen pädagogischen Ansichten können Sie sich
heute wiederfinden? 13-14
3. Drei weitere Fragen an F.D.E Schleiermacher
a) Wie sieht ihre Theorie der Bildung aus? 14-15
b) Was verstehen sie unter Erziehung? 15-16
c) Perioden der Erziehung 16-18
4. Reflexion 19-21
II. Literaturverzeichnis 22
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1. Biografie/ Werke
1.1 Biografie
1768 Schleiermacher wird am 21.11. als ältester Sohn des reformierten preußischen Feldpredigers Johann Gottlieb Adolph Schleyermacher und dessen Frau Elisabeth Maria Katharina, geb. Stubenrauch in Breslau geboren.
1780 Übersiedlung der Familie nach Pleß (Anhalt). Die Eltern wenden sich in zunehmendem Maße zum Glauben der Herrnhuter Brüdergemeine hin, in dessen Folge die Kinder in die Obhut der Gemeinschaft gegeben werden.
1783 Schleiermacher tritt in das Pädagogium der Brüdergemeinde in Niesky/Görlitz ein. 1785 Mit dem Ziel, der Gemeinde später seelsorgerisch zu dienen, wechselt er an das „Seminarium“ der Herrnhuter in Barby über.
1787 Schleiermacher löst sich nach inneren Glaubenskämpfen von der Brüdergemeinde und erhält vom Vater die Erlaubnis, das Theologiestudium in Halle fortzusetzen. Kurse belegt er aber vorrangig bei dem Philosophen Johann August Eberhard.
1789 Nach dem Ende des Wintersemesters verlässt Schleiermacher die Universität, wohnt vorübergehend bei seinem Onkel Samuel Stubenrauch in Halle bzw. Drossen und bereitet sich auf das Kandidatenexamen vor.
1790 Nach Ablegung der Prüfung in Berlin siedelt er als Hauslehrer der Familie des Grafen zu Dahna-Schlobitten nach Westpreußen über.
1793 Meinungsverschiedenheiten veranlassen den Grafen, das Angestelltenverhältnis zu lösen. Schleiermacher verlässt Schlobitten dennoch in Freundschaft und nimmt eine Lehramts-kandidatenstelle an Friedrich Gedikes „Seminarium für gelehrte Schulen“ in Berlin an. 1794 Schleiermacher verlässt das Seminar nach nur zwei Monaten und wird - nach bestandenem zweiten theologischen Examen - Hilfsprediger in Landsberg/Warthe. 1796 erhält er einen Ruf als reformierter Prediger an die Berliner Charite. 1797 Schleiermacher nimmt an Feßlers „Mittwochgesellschaft“ teil und gerät in den Kreis der Berliner Frühromantik. Im Salon von Henriette Herz lernt er neben anderen Friedrich Schlegel kennen. Kurz vor Weihnachten zieht Schlegel zu Schleiermacher. Sie fassen u.a. den Plan, Platons Dialoge ins Deutsche zu übertragen. Schleiermacher trägt zum Athe-
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naeum bei und beginnt die Arbeit an seinem Versuch einer Theorie des geselligen Betragens.
1799 wird er zum Hof- und Garnisonsprediger in Potsdam bestellt. Über die Religion. Reden an die Gebildeten unter ihren Verächtern erscheint zunächst anonym. Die Reden machen den Verfasser dann aber doch schlagartig bekannt. 1800 Die Monologen erscheinen. 1801 Unglückliche Verbindung mit Eleonore Grunow.
1802 Als Hofprediger in Stolp (Pommern) - geradezu im Exil - findet er Zeit, diverse literarische Projekte fortzuführen: Arbeit am Platon und Ethik- Studien. 1803 Mit den Grundlinien einer Kritik der bisherigen Sittenlehre erscheint der einzige zu Lebzeiten edierte systematisch-philosophische Text. Nach dem endgültigen Bruch mit Schlegel fällt die Entscheidung, das Platon-Projekt allein fortzusetzen und bei Reimer in Berlin zu publizieren.
1804 Ruf an die Universität Würzburg. Die preußische Administration lässt Schleiermacher aber nicht ziehen. Stattdessen wird ihm eine außerordentliche Professur für Theologie an der Universität Halle angeboten. Der erste Platon-Band erscheint. Freundschaft mit dem Naturphilosophen Henrik Steffens.
1806 Nach der Schließung der Universität Halle infolge des „Tilsiter Friedens“ geht Schleiermacher nach Berlin und versucht, die Diskussion um die Gründung einer neuen Landesuniversität zu beeinflussen: Gelegentliche Gedanken über Universitäten in deutschem Sinn.
1809 Schleiermacher wird die Mitarbeit in der Einrichtungskommission der Berliner Universität angetragen. Gleichzeitig erreicht ihn der Ruf als Prediger an der Dreifaltigkeitskirche. Er heiratet Henriette, die Witwe seines 1807 verstorbenen Rügener Freundes Ehrenfried von Willich.
1810 Schleiermacher wird Lehrstuhlinhaber für Theologie und Dekan der Theologischen Fakultät der neu gegründeten Berliner Universität. Da er zudem zum Mitglied der Akademie der Wissenschaften ernannt wird, erhält er das Recht, auch philosophische Vorlesungen zu halten - in direkter Konkurrenz zu Fichte und Hegel. Als Direktor der Wissenschaftlichen Deputation für den öffentlichen Unterricht und mit mehreren in diesem
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Zusammenhang angefertigten Gutachten beeinflusst er die preußische Schulreform. Drucklegung seiner Kurzen Darstellung des theologischen Studiums. 1813 Schleiermacher ist Redakteur des Preußischen Correspondenten. Im Rahmen seiner philosophischen Kollegs liest er im Wintersemester erstmals über die Grundzüge der Erziehungskunst.
1814 Politische Repressalien setzen ein. Er legt die Arbeit in der Schul- Deputation nieder. 1820 Im Wintersemester hält er seine zweite Pädagogik-Vorlesung. 1821 Seine große zweibändige Dogmatik erscheint: Der christliche Glaube. 1824 Die politischen Verdächtigungen erreichen ihren Höhepunkt. Der Agendenstreit - eine
Auseinandersetzung um die liturgische Ordnung - kulminiert.
1826 Mit der Politeia erscheint der letzte Platon-Band. Seine dritte Pädagogik-Vorlesung findet 121 Zuhörer.
1829 Der einzige Sohn - Nathanael - stirbt neunjährig. Schleiermacher selbst hält die Leichenrede.
1833 Schleiermacher reist nach Schweden und Dänemark. Er nimmt erstmals offizielle Ehrungen entgegen.
1834 Kurze Krankheit. Nachdem Schleiermacher seine Familie zum letzten gemeinsamen Abendmahl nochmals um sich versammelt hatte, stirbt er am 12.02. Zur Beisetzung auf dem Friedhof der Dreifaltigkeitskirche folgen mehr als 20.000 Menschen seinem Sarg. 1
1.2 Werke
1.2.1 Auswahlausgaben der Schriften Schleiermachers zur Pädagogik:
- Erziehungslehre. Aus Schleiermachers handschriftlichem Nachlasse und nachgeschriebenen Vorlesungen herausgegeben von C. Platz. Berlin 1849.
- Erziehungslehre. Aus Schleiermachers handschriftlichem Nachlasse und nachgeschriebenen Vorlesungen herausgegeben von C. Platz. Langensalza 1871
1 Brachmann, Jens: Friedrich Schleiermacher, S. 1-4
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- Schleiermachers Pädagogische Schriften. Mit einer Darstellung seines Lebens herausgegeben von C. Platz. Langensalza 1876 [zweite und erweiterte Auflage der Erziehungslehre von 1871]; 1902 [Nachdruck der 3. Auflage: Osnabrück 1968].
- Schleiermacher als Pädagoge. Von Horst Keferstein. Jena 1887.
- Friedrich Schleiermacher. Bearbeitet von Dr. Richard Wickert. In: Greßlers Klassiker der Pädagogik. Band XXVIII. Langensalza 1912.
- Kant und Schleiermacher als Pädagogen. Eine Auswahl aus ihren Schriften herausgegeben von Direktor H. Barckhausen. In: Pädagogische Schriftsteller Band 17. Bielefeld 1914.
- Fichte und Schleiermacher. Bearbeitet von Maria Caroli und Dr. Rudolf Dinkler. In: Quellen zur Geschichte der Erziehung. 11. Bd. Leipzig 1927.
- Friedrich Schleiermacher. Die Volksschule. Abdruck aus Schleiermachers Pädagogischen Schriften. Hamburg 1947 [Selbstverlag Uni-Hamburg].
- Pädagogische Schriften. Unter Mitwirkung v. Theodor Schulze hrsg. v. Erich Weniger. 2 Bänd Ausgewählte Pädagogische Schriften. Besorgt von Ernst Lichtenstein. Paderborn 1959; 1964; 1983.
- Ausgewählte Pädagogische Schriften und Vorlesungen. Ausgewählt und eingeleitet v. Heinz Schuffenhauer. Berlin (Ost) 1965.
- Friedrich Schleiermacher. Gedanken zu einer Theorie der Erziehung. Aus der Pädagogik-Vorlesung von 1826. Besorgt und eingeleitet von Horst Friebel. In: Grundlagen und Grundfragen der Erziehung 19. Heidelberg 1965.
- Texte zur Pädagogik. Kommentierte Studienausgabe. Herausgegeben von Michael Winkler und Jens Brachmann. 2 Bände. Frankfurt/M. 2000. 2
Schleiermachers Schriften haben die theologische Diskussion des 19. und 20. Jahrhunderts maßgeblich geprägt. Nicht weniger bedeutend ist ihr Einfluss auf die Selbstbegründung der Geisteswissenschaften, die philosophische Hermeneutik und die Sprachphilosophie.
2 Brachmann, Jens: Friedrich Schleiermacher. S. 137, 138
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Arbeit zitieren:
Julia Fischer, 2004, Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher, München, GRIN Verlag GmbH
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