Unternehmensfortf ührung 2 I
Inhaltsverzeichnis
1 Vorwort 1
2 Kooperationen 2
2.1 Bedeutung von Kooperationen. 2
2.2 Merkmale von Kooperationen. 3
3 Typologie von Kooperationsformen. 3
3.1 Bereich der Zusammenarbeit 3
3.2 Richtung 4
3.2.1 Horizontale Kooperationen. 5
3.2.2 Vertikale Kooperationen. 5
3.2.3 Diagonale Kooperationen. 6
3.3 Raum-Aspekte. 6
4 Voraussetzungen für erfolgreiche Kooperationen. 10
5 Chancen und Risiken von Kooperationen 10
5.1 Chancen. 10
5.2 Risiken 11
6 Förderprogramme für Kärntner KMU 11
6.1 Förderung für Kooperationen in Neuen Märkten. 12
6.1.1 Zielsetzung 12
6.1.2 Rechtliche Grundlagen und Voraussetzungen 13
6.1.3 Art und Ausmaß der Förderung 13
6.2 Förderung für Gewerbe und Industrie 14
6.2.1 Zielsetzung 14
6.2.2 Art und Ausmaß der Förderung 15
6.3 Förderungen für Kooperationen im Tourismus 15
7 Förderprogramme in einem erweiterten Europa 16
7.1 STRAPAMO. 16
7.1.1 Zielsetzung 17
7.1.2 Voraussetzungen 17
7.1.3 Art und Ausmaß der Förderung 17
7.2 CRAFT Förderprogramm 18
7.2.1 Zielsetzung 18
8 Ausblick 21
Unternehmensfortführung 2
1 Vorwort
Die Tendenz zu Kooperationen und Allianzen wurde bis vor einiger Zeit hauptsächlich bei Großunternehmen beobachtet, jedoch führte die Dynamisierung des Wettbewerbs auch zu einer steigenden Anzahl von Kooperationen zwischen Klein- und Mittelunternehmen.
KMUs haben gegenüber ihren großen Konkurrenten einige Vorteile, wie beispielsweise die Flexibilität und die Nähe zur Kundschaft, doch gibt es keinen Vorteil ohne einen Nachteil. Daher ist es nicht besonders schwierig, die Nachteile welche sich mit KMUs verbinden, zu identifizieren:
• die ausländischen Märkte sind sehr weit weg • geringe Möglichkeit große Aufträge zu erlangen • geringe Möglichkeiten der Produktionsrationalisierung
Wenn KMUs auf sich allein gestellt agieren, stehen ihnen aufgrund begrenzten Sach- und Humankapitals, fehlenden technologischen Wissens und geringer politischer Einflussmöglichkeiten häufig nicht die gleichen
Wettbewerbsmöglichkeiten offen wie Großunternehmen.
Daher stellen die verschiedenen Arten und Möglichkeiten der Kooperationen einen immer wichtiger werdenden Gesichtspunkt für KMUs dar. In der folgenden Arbeit möchte ich speziell das Phänomen der Kooperation zwischen KMUs mit den damit verbundenen Vor- und Nachteilen behandeln, und auf die Ziele die mittels einer Kooperation bzw. einer strategischen Allianz verfolgt werden, eingehen.
Im zweiten Teil meiner Arbeit werde ich speziell auf die Rolle von öffentlichen Institutionen bei der Bildung von Kooperationen eingehen. Da eine Kooperation auch eine finanzielle Belastung für die Unternehmen mit sich bringt, möchte ich in diesem Teil die verschiedenen Förderungsprogramme diskutieren.
Unternehmensfortführung 2
2 Kooperationen
Kooperationen gibt es schon seit langer Zeit und in den verschiedensten Erscheinungsformen und Bereichen. Auf Grund der ständigen Verschärfung des Wettbewerbs und der Internationalisierung haben strategische Kooperationenoft auch als strategische Allianzen bezeichnet - immer mehr an Bedeutung gewonnen. 1
Für Kooperatione n ist schwerlich eine einheitliche Definition in der Literatur zu finden, jedoch möchte ich folgend eine Definition von Schmidt anführen:
„Kooperationen sind unternehmerische Geschäftsbeziehungen. Voraussetzung ist zum einen, dass einer Kooperation eine b ewusste Verhaltensabstimmung der Geschäftspartner zur gemeinsamen Steigerung der Zielerreichung zugrunde liegt. Zum anderen müssen die Geschäftspartner selbständig handlungsfähig und voneinander abhängig sein.“ 2
An dieser Stelle erscheint es mir jedoch wichtig anzufügen, dass eine Unternehmenskooperation durch die Gleichzeitigkeit von gegenseitiger Abhängigkeit im Hinblick auf die Kooperationsbereiche und der Aufrechterhaltung der Unternehmensautonomie in rechtlicher und wirtschaftlicher Hinsicht geprägt ist. 3
2.1 Bedeutung von Kooperationen
Wie bereits im Vorwort dieser Arbeit angeschnitten haben KMUs einen Wettbewerbsvorteil gegenüber ihren großen Konkurrenten, auf Grund von beschränktem Know- how, begrenzten Sach- und Humankapitals. Dieser Aspekt erklärt auch gleichzeitig die Bedeutung von Kooperationen für KMUs. KMUs sind der Motor unserer Wirtschaft, jedoch stehen sie immer unter besonders großem Konkurrenzdruck. Wenn sich jedoch mehrere KMUs zusammenschließen und somit eine Kooperation eingehen, können auf Grund dieser Verflechtungen Wettbewerbsvorteile generiert werden. Ein bedeutender Aspekt der
1 Vgl. Schmidt [Unternehmenskooperationen in Deutschland 1997] S. 1 ff.
2 Schmidt [Unternehmenskooperationen in Deutschland 1997] S. 17
3 Vgl. Dörsam [Zum regionalen Netzwerk 1997] S. 4
Unternehmensfortführung 2
Kooperationen stellt aber besonders die größere Flexibilität dar. Weiters stellen Kooperationen - unternehmensstrategisch gesehen - eine Möglichkeit des Wachstums dar, welche für die einzelnen KMUs im Alleingang eve ntuell verwehrt geblieben wäre. 4 Im nächsten Punkt möchte ich gerne die Merkmale von Kooperationen diskutieren, welche auch einige Schlüsse auf die Bedeutung, welche in diesem Kapitel besprochen wurde, schließen lässt.
2.2 Merkmale von Kooperationen
• In Kooperationen arbeiten mindestens 2 Unternehmen zusammen • Alle Unternehmen bleiben eigenständig 5
• Die Mitglieder entwickeln ihre Aktivitäten gemeinsam und führen diese arbeitsteilig aus
• Der Zielgruppe wird ein größerer Leistungsumfang geboten und für die Gruppenmitglieder werden Vorteile geschaffen 6
Nun sind die Punkte der Bedeutung und Merkmale von Kooperationen geklärt, doch besteht noch immer die Frage wie man Kooperationsformen einteilen kann.
3 Typologie von Kooperationsformen
Auf Grund der vielfältigen Erscheinungsformen von Kooperationen möchte ich in diesem Punkt einige Merkmale aufgreifen, aufgrund deren man Unterscheidungen zwischen den verschiedenen Kooperationsformen treffen kann .
3.1 Bereich der Zusammenarbeit
Hierbei unterscheidet man am häufigsten zwischen Unternehmenskooperationen in den folgenden Bereichen: 7
• Beschaffung: Ein gemeinsamer Einkauf wird meist zur Erzielung von Kostenvorteilen durchgeführt. Durch größere Einkaufsmengen der
4 Vgl. Eßig [Cooperative Sourcing 1999] S. 44 ff.
5 Vgl. Dörsam [Zum regionalen Netzwerk 1997] S. 4 f.
6 Vgl. Wührer [ Internationale Allianz- und Kooperationsfähigkeit 1993] S. 26 ff.
7 Boehme [Innovationsförderung durch Kooperation 1986] S. 31
Unternehmensfortführung 2
kooperierenden Unternehmen können günstigere Bezugspreise und eine allgemeine Verbesserung der Lieferkonditionen erlangt werden. 8
• Absatz: Kooperationen im Absatzbereich sind besonders häufig, wobei man hier die Hauptziele wie folgt definieren kann: den Marktanteil an relevanten Produkten der sich zusammenschließenden Unternehmen zu vergrößern bzw. die Marktwirksamkeit im Sinne von Marktmacht zu erhöhen. Somit kann die Wettbewerbsfähigkeit von KMUs verbessert werden und damit wird wiederum der Wettbewerb im allgemeinen positiv beeinflusst. 9
• Produktion: Durch Kooperationen im Produktionsbereich besteht die Möglichkeit Kapazitätsauslastung zu erlangen, bzw. können KMUs durch die Kooperation überhaupt erst Großauftrage annehmen. 10 Somit steht in diesem Bereich die effiziente Auslastung von Produktionsfaktoren im Vordergrund. 11
• Forschung und Entwicklung: Hierbei möchte ich die überwiegenden Ziel wie folgt definieren: Risikoreduzierung - Kostensenkung - Zugangzu einer bestimmten Technologie - Erzielungvon Zeitvorteilen - Setzungvon Technologiestandards 12
- Alsbesonders wichtig bei Kooperationen im Bereich F&E ist natürlich eine große Ähnlichkeit der Technologie. 13
3.2 Richtung
Die Literatur gibt hier drei Formen der Ausrichtung von Kooperationen an, wobei zwischen horizontalen, vertikalen und diagonalen Kooperationen unterschieden wird, wie in Abbildung 1 graphisch dargestellt wird.
8 Vgl. Lutz [Horizontale strategische Allianzen 1993] S. 26 f.
9 Vgl. Balling [Kooperation 1997] S. 77
10 Vgl. Lutz [Horizontale strategische Allianzen 1993] S. 30 f.
11 Vgl. Balling [Kooperation 1997] S. 77
12 Vgl. Schmidt [Unternehmenskooperationen in Deutschland 1997] S. 107 ff.
13 Vgl. Schmidt [Unternehmenskooperationen in Deutschland 1997] S. 107 f.
Arbeit zitieren:
Barbara Omenitsch, 2003, Unternehmensfortführung, München, GRIN Verlag GmbH
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