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Momentum-Strategien. Vorgehensweise, Erfolgsfaktoren, Hintergründe

Titel: Momentum-Strategien. Vorgehensweise, Erfolgsfaktoren, Hintergründe

Hausarbeit , 2002 , 24 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Alexander Held (Autor:in)

BWL - Bank, Börse, Versicherung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Eine Aktien-Strategie, die ohne effektiven Kapitaleinsatz eine deutliche Rendite ermöglicht ist wohl das Ziel aller Investoren. Momentum-Strategien, welche Untersuchungsgegenstand dieser Arbeit sind, bilden einen Ansatzpunkt um dieses Ziel zu erreichen. Vereinfacht ausgedrückt wird davon ausgegangen, dass Gewinneraktien Gewinner, und Verlieraktien Verlierer bleiben. Auf dieser Hypothese beruhen eine Reihe von empirischen Untersuchungen.

Die beobachtbaren positiven Renditen dieser Handelsstrategien haben zu einer regen wissenschaftlichen Diskussion geführt. Den Verfechtern der geltenden Kapitalmarkttheorie, die den Ergebnissen lediglich akademischen Charakter zubilligen, stehen die Anhänger des Behavioral Finance Ansatzes, welche die Profitabilität der Momentum-Strategien mit den psychologischen Faktoren im Verhalten der Anleger erklären, gegenüber.

Ziel der folgenden Ausführungen ist es, einen Bogen von den Erkenntnissen der modernen Kapitalmarkttheorie über den neuen Forschungsansatz des Behavioral Finance bis hin zur konkreten Ausgestaltung und empirischen Überprüfung von Momentum-Strategien zu spannen.

Teil 2 der Arbeit soll deshalb einen kurzen Einblick in die moderne Kapitalmarkttheorie, insbesondere zum "Capital Asset Pricing Model" (CAPM) und zur Effizienzmarkthypothese (EMH), bieten. Im Anschluss daran wird im dritten Teil der neue Ansatz des Behavioral Finance vorgestellt. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen wird der vierte und fünfte Teil der Ausführungen schließlich den Momentum-Strategien gewidmet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die moderne Kapitalmarkttheorie

2.1 Das Capital-Asset-Pricing-Model (CAPM)

2.2 Die Effizienzmarkthypothese (EMH)

3 Der Behavioral Finance Ansatz

4 Momentum-Strategien

4.1 Vorgehensweise

4.2 Empirische Untersuchungen

4.3 Erfolgsfaktoren

4.3.1 Saisonale Schwankungen

4.3.2 Einfluss der Gesamtmarktentwicklung

4.3.3 Einfluss der Unternehmensgröße

4.4 Risiko der Momentum-Strategie

5 Erklärungsansätze für den Erfolg der Momentum-Strategien

5.1 Momentum und Informationsverarbeitung

5.2 Empirische Implikationen

5.2.1 Einfluss der Unternehmensgröße

5.2.2 Asymmetrie im Einfluss der Anzahl der Analysten

6 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirksamkeit von Momentum-Strategien an Aktienmärkten und prüft, ob diese entgegen der Effizienzmarkthypothese Überrenditen ermöglichen. Ziel ist es, den theoretischen Bogen von der klassischen Kapitalmarkttheorie zum Behavioral Finance Ansatz zu spannen und die psychologischen sowie marktspezifischen Erfolgsfaktoren dieser Anlagestrategie empirisch zu beleuchten.

  • Grundlagen der modernen Kapitalmarkttheorie (CAPM, EMH)
  • Psychologische Erklärungsansätze durch Behavioral Finance
  • Empirische Analyse von zyklischen Momentum-Strategien
  • Einflussfaktoren wie Saisonalität, Marktentwicklung und Unternehmensgröße
  • Rolle von Analysten und Informationsverarbeitung bei der Kursbildung

Auszug aus dem Buch

4.3.1 Saisonale Schwankungen

In der folgenden Abbildung sind die Renditen des Verlierer- und Gewinnerportfolios für die einzelnen Kalendermonate festgehalten. Die Überrenditen werden als Differenz aus der Rendite des Portfolios und der Rendite eines Marktindex berechnet. Als Erfolg der betrachteten Strategie wird die Differenz dieser Überrenditen betrachtet.

In Abbildung 1 wird deutlich, dass der Momentumeffekt im betrachteten Zeitablauf stark variiert. Die Amplituden reichen von –1,8 Prozent im Februar und 2,5 Prozent im Oktober. Die Überrendite der Momentum-Strategie basiert v.a. auf den letzten vier Monaten des Jahres, wohingegen im Februar sogar das Verliererportfolio besser abschneidet. Als Erklärung für dieses Phänomen können steuerbedingte Verkäufe der Verliereraktien herangezogen werden. Aktionäre verkaufen zum Jahresende ihre Verliereraktien um die Verluste steuerlich geltend machen zu können. Dies führt zu zusätzlichem Verkaufsdruck und verstärkt den Momentumeffekt. Widereindeckungen der verkauften Verliereraktien zu Beginn des darauffolgenden Jahres können analog den schwachen Momentumeffekt in den Monaten Januar und Februar erklären.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Fragestellung nach der Profitabilität von Momentum-Strategien und deren theoretische Einordnung zwischen klassischer Kapitalmarkttheorie und Behavioral Finance vor.

2 Die moderne Kapitalmarkttheorie: Das Kapitel erläutert die Grundmodelle CAPM und EMH als neoklassische Basis der Finanzmarktforschung.

3 Der Behavioral Finance Ansatz: Hier wird die Abkehr vom rationalen Anlegerbild des „homo oeconomicus“ zugunsten verhaltenspsychologischer Erklärungsmodelle vollzogen.

4 Momentum-Strategien: Dieses Kapitel definiert Momentum-Strategien, ihre Vorgehensweise sowie die zentralen Einflussfaktoren wie Saisonalität, Marktentwicklung und Unternehmensgröße.

5 Erklärungsansätze für den Erfolg der Momentum-Strategien: Der Fokus liegt hier auf der unzureichenden Informationsverarbeitung durch Marktteilnehmer und der Rolle von Analysten als Korrektiv.

6 Zusammenfassung und Ausblick: Das Kapitel rekapituliert die Ergebnisse zur Existenz des Momentumeffekts und diskutiert die Herausforderungen bei der Umsetzung für private Anleger.

Schlüsselwörter

Momentum-Strategie, Behavioral Finance, Kapitalmarkttheorie, Effizienzmarkthypothese, Börsenkapitalisierung, Analystenbetreuung, Aktienrendite, Unterreaktion, Gewinn-Portfolio, Verlierer-Portfolio, Steuerbedingte Verkäufe, Marktvolatilität, Systematisches Risiko, Informationsverarbeitung, Kursmomentum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob Momentum-Strategien an Aktienmärkten langfristig signifikante Überrenditen generieren können und wie diese Strategien theoretisch zu erklären sind.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder sind die moderne Kapitalmarkttheorie (CAPM/EMH), der Behavioral Finance Ansatz, die Ausgestaltung von Momentum-Strategien sowie deren empirische Überprüfung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Analyse, ob der „Momentumeffekt“ existiert und ob er als bloße Kompensation für Risiko oder als Folge irrationalen Anlegerverhaltens (Unter-/Überreaktion) gewertet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine Literaturanalyse bestehender empirischer Studien sowie auf die Auswertung von Kursdaten und Renditevergleichen zwischen Gewinner- und Verliererportfolios.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Vorgehensweise bei Momentum-Strategien, identifiziert Erfolgsfaktoren wie Saisonalität und Unternehmensgröße und diskutiert psychologische Erklärungsmodelle für deren Erfolg.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Momentum-Strategien, Behavioral Finance, Effizienzmarkthypothese, Unterreaktion, Gewinn-Portfolio und Analystenbetreuung.

Warum schneidet das Verliererportfolio im Februar oft besser ab als das Gewinnerportfolio?

Dies wird durch die sogenannte Tax-Loss-Selling-Hypothese erklärt: Investoren verkaufen ihre Verliereraktien zum Jahresende aus steuerlichen Gründen, was im Januar und Februar zu Widereindeckungen und einem schwächeren Momentumeffekt führt.

Welche Rolle spielen Aktienanalysten für Momentum-Strategien?

Analysten tragen durch die Aggregation und Verbreitung von Informationen zur Informationseffizienz bei; je weniger Analysten ein Unternehmen beobachten, desto langsamer verbreiten sich Informationen, was den Momentumeffekt bei diesen Aktien verstärkt.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Momentum-Strategien. Vorgehensweise, Erfolgsfaktoren, Hintergründe
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Lehrstuhl für Bank- und Börsenwesen)
Note
1,3
Autor
Alexander Held (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
24
Katalognummer
V3956
ISBN (eBook)
9783638124591
ISBN (Buch)
9783640860593
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Momentum-Strategien
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alexander Held (Autor:in), 2002, Momentum-Strategien. Vorgehensweise, Erfolgsfaktoren, Hintergründe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3956
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Leseprobe aus  24  Seiten
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