3
Inhaltsverzeichnis
INHALTSVERZEICHNIS 3
ABBILDUNGSVERZEICHNIS 4
TABELLENVERZEICHNIS 5
ABK ÜRZUNGSVERZEICHNIS 6
1) EINFÜHRUNG 7
2) DAS KONZEPT DER PROZESSKOSTENRECHNUNG. 9
2.1) Grundsätzliche Aspekte der Prozesskostenrechnung. 9
2.2) Die Vorgehensweise bei der Prozesskostenrechnung. 10
3) KERNZIELE UND INHALTE DES AUFSATZES 11
4) ENTWICKLUNG EINES BEISPIELSZENARIOS 12
5) BEGRIFFLICHKEITEN DER PROZESSKOSTENRECHNUNG. 13
5.1) Prozesse 13
5.2) Prozesshierarchien. 14
5.2.1) Geschäftsprozesse 14
5.2.2) Hauptprozesse. 14
5.2.3) Teilprozesse. 15
5.2.4) Tätigkeiten/ Aktivitäten. 15
5.3. Kostentreiber. 16
6) FORMALE DARSTELLUNG DES LEHRBEISPIELS 17
6.1) Grundlagen zur Darstellung. 17
6.2) Hauptprozessanalyse. 19
6.3) Teil- und Hauptprozessmengen. 21
6.4) Prozesskosten der Teilprozesse 21
6.5) Prozesskosten der Hauptprozesse. 26
7) WEITERE ANWENDUNGS - BZW. AUFGABENBEREICHE DER PKR 29
8) KRITISCHE WÜRDIGUNG 31
9) ACTIVITY-BASED-COSTING. 33
9.1) Die Entstehung des ABC. 33
9.2) Unterschiede zwischen der PKR und dem ABC. 33
ANHANG. 36
A1) FORMEL- UND SATZSAMMLUNG, FORMELLEGENDEN. 37
A2) INFORMATIONEN ZU ACTIVITY-BASED-COSTING (V. WEIß, DIETMAR) 40
A3) KONZEPTION UND ANWENDUNGSFELDER DER PROZESSKOSTENRECHNUNG (V. MAYER, R.) 41
LITERATURVERZEICHNIS 42
EIDESSTATTLICHE ERKLÄRUNG 44
Abbildungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1.1: Veränderung der Kostenstruktur in deutschen Industriebetrieben.
Abb. 6.1: formale Prozesshierarchie.
Abb. 6.2: Prozesshierarchie des Lehrbeispiels (keine einzelnen Aktivitäten)
Abb. 6.3: Herkömmlicher BAB mit interner Leistungsverrechnung der ind.
Bereiche.
Abb. 6.4: Modifizierter BAB der Messing GmbH
Abb. 9.1: Kostenrechnungsumfeld und dominante Z. von PKR und ABC.
Abb 9 2: Verfahrenstechnische Unterschiede zwischen PKR und ABC
Tabellenverzeichnis
Tabellenverzeichnis
Teilprozessstruktur und Kostentreiber………………………………….13 Tab. 5.1:
Prozesskoeffizienten des Lehrbeispiels………………………………..18 Tab. 6.1:
Top - Down- Verfahren zur Ermittlung der Teilprozessmengen……..20 Tab. 6.2:
Bezugsmengen und Teilprozesskosten………………………………..22 Tab. 6.3:
Ermittlung der Prozessgesamtkosten in der Messing GmbH………..24 Tab. 6.4:
Ermittlung der Teilprozesseinzelkosten in der Messing GmbH ……..26 Tab. 6.5:
Ermittlung der Hauptprozesseinzelkosten in der Messing GmbH ….. 26 Tab. 6.6:
Abkürzungsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
ABC Activity-Based-Costing BAB Betriebsabrechnungsbogen GP Geschäftsprozess HP Hauptprozess i.A.a. in Anlehnung an i.a.R. in aller Regel Kap. Kapitel k€ tausend Euro KS Kostenstelle KT Kostentreiber lmi leistungsmengeninduziert lmn leistungsmengenneutral MJ Mannjahre PK (Gesamt-)Prozesskosten PKM Prozesskosten pro Mannjahr PKR Prozesskostenrechnung PKS Prozesskostensatz TP Teilprozess Vgl. Vergleiche
1) Einführung
1) Einführung
Immer lauter wird die Kritik an der Genauigkeit der vor rund 100 Jahren entwickelten Kostenrechnungsverfahren, die auch heute noch weiträumig vor allem in Fertigungsbetrieben zum Einsatz kommen. Damals bildeten das Material und der Arbeitslohn die aus schlaggebenden Kostenblöcke; Gemeinkosten in den indirekten Leistungsbereichen wie der Verwaltung, dem Qualitätswesen, der Logistik, der Beschaffung oder der F&E spielten eine eher untergeordnete Rolle. 1
Doch zunehmende Rationalisierungen, technischer Fortschritt, fortschreitende Automatisierung der Produktion, Individualisierung der Nachfrage und der stetig steigende Wettbewerbsdruck durch Internationalisierung und Globalisierung der Märkte führten zu einem drastischen sowohl relativen als auch absoluten Gemeinkostenanstieg in den Betrieben (s. Abb.1.1). 2 Dieser neuen Herausforderung werden traditionelle Wirtschaftlichkeitssteuerungsverfahren direkter Unternehmensbereiche nicht zuletzt wegen ihres meist kurzfristigen Charakters (Grenzplankosten-, Deckungsbeitragsrechnung) alleine nicht mehr gerecht. 3 Quersubvention durch falsche Zuschlagssätze und Kostenblindflug sind vorprogrammiert, eine Erhöhung der Unternehmenskomplexität und damit strategische Fehlentscheidungen letztlich die Folge. 4
Als Antwort setzte Mitte der 80er Jahre eine Bewegung in den USA ein, die als Rechnungsgrundlage für Kostenträger Aktivitäten bzw. Prozesse anstelle der bis dato typischen funktionalen Organisationseinheiten 5 in den Mittelpunkt der Betrachtung stellt. Horváth und Mayer adaptierten 1989 Grundvorstellungen des als Activity -Based-Costing (ABC) publizierten Verfahrens und modifizierten das ameri-
1 Vgl.Remer, Detlef: Prozesskostenrechnung, Stuttgart, 1997, S. 16
2 eben da, S. 23
3 eben da, S. 25
4 eben da, S. 26ff
5 Vgl. Horváth&Partner (Hrsg): Prozesskostenmanagement, München, 1998, S. 67
1) Einführung
kanische Konzept für deutsche Kostenrechnungszwecke als Prozesskostenrechung (PKR).
Der Grundstein von dem, womit sich diese Ausarbeitung befassen wird, war gelegt. Dabei sei gesagt, dass es sich bei der PKR um eine Vorgehensweise handelt, die in ihrer Idee nicht „völlig neu“ 6 , doch aber revolutionären Antrieb zur Diskussion im Bereich der Gemeinkostenverrechnung geben konnte.
Abb.1.1: Veränderung der Kostenstruktur in deutschen Industriebetrieben 7
6 Remer, Detlef: Prozesskostenrechnung, Stuttgart, 1997, S. 14
7 eben da, S. 17
2) Das Konzept der Prozesskostenrechnung
2) Das Konzept der Prozesskostenrechnung
Um den Leser mit der PKR vertraut zu machen, soll vor der eigentlichen Darstellung der Thematik das Wichtigste in wenigen Worten zusammengefasst werden. Dabei soll auf der einen Seite Grundsätzliches und auf der anderen Seite die einzelnen konzeptionellen Elemente der PKR mit ihren Fachbegriffen direkt angesprochen werden, um diese beim Durchlesen der Arbeit bereits in einen Gesamtzusammenhang bringen zu können.
2.1) Grundsätzliche Aspekte der Prozesskostenrechnung
Bei der PKR handelt es sich um ein Kostenrechnungssystem der Vollkostenrechnung 8 . Somit wird nicht zwischen (beschäftigungs-)fixen und variablen Kos ten unterschieden.
Im Mittelpunkt des Interesses stehen bei der PKR die Gemeinkostenbereiche eines Unternehmens (z.B. dem Einkauf), in denen überwiegend sich wiederholende Tätigkeiten anfallen (z.B. Einkauf von Rohstoffen). Deren Kosten sollen in Form differenzierter Verrechnungssätze über das nachfolgend beschriebene Verfahren „verursachungsgerecht“ einzelnen Prozessen zugeordnet werden 9 . Das Ergebnis der PKR kann dann z.B. als Grundlage für die Kalkulation von Kostenträgern herangezogen werden. Bewusst soll hier auf die Möglichkeit zu dieser Form der Kalkulation hingewiesen, aus Gründen des Umfangs nicht aber weiter eingegangen werden. 10
Auch wenn in dieser Ausarbeitung die PKR anhand eines Fertigungsbetriebes dargestellt wird, so ist zu betonen, dass dieses Verfahren genauso gut und prinzipiell
8 Vgl. Remer, Detlef: Prozesskostenrechnung, Stuttgart, 1997, S. 34
9 Vgl. Holzwarth, Jochen: Strategische Kostenrechnung, Stuttgart, 1993, S. 142f
10 Wie Horváth&Partner (Hrsg): Prozesskostenmanagement, München, 1998, S. 16ff zu
entnehmen ist, kann die Kalkulation mit den ermittelten Prozesskostensätze noch erheblich
zusätzliche Spezifizierungsaufwand mit sich bringen. Ein einfaches Beispiel zur Kalkulation
mit Prozesskosten ist in Schmidt, Andreas: Kostenrechnung, Stuttgart, 1996, S. 203ff. zu
finden.
2) Das Konzept der Prozesskostenrechnung
unverändert in anderen Bereichen, vor allem dem Dienstleistungsbereich, einsetzbar ist. 11
2.2) Die Vorgehensweise bei der Prozesskostenrechnung
Die Basis für die PKR bildet die in Kap. 5.2 näher beschriebene Prozesshierarchie. Mit ihrer Hilfe werden detaillierte Tätigkeiten kostenstellenintern zu Teilprozessen, Teilprozesse dann kostenstellenübergreifend zu Hauptprozessen und zu guter Letzt Hauptprozesse zu Geschäftsprozessen verdichtet. Jedem Element dieser Hierarchie wird ein prozessspezifischer Kostentreiber (Kap. 5.3), der als maßgeblicher Einflussfaktor die Kosten des zugeordneten Prozesses bestimmt, definiert. Nun sind die einzelnen Bezugsmengen eines hierarchisch übergeordneten zu seinem/n un-tergeordneten Prozess(en) zu bestimmen; die Prozesskoeffizienten (Kap. 6.2) 12 . Bei meist recht gut abschätzbaren übergeordneten Gesamtprozessmengen kann über die aufgestellten Prozesskoeffizienten auf die Gesamtprozessmenge des unterge-ordneten Prozesses geschlossen werden (Kap. 6.3). I.a.R. sind nun auf der Ebene der Kostenstellen, in denen Teilprozesse erfasst wurden, die Gesamtkosten für alle Teilprozesse bekannt. Da es sich zum großen Teil um Gemeinkosten handelt, wurden diese Kosten früher meist im Zuge der internen Leistungsverrechnung anderen Kostenstellen als Sekundärkosten übertragen. Nun werden sie allerdings abhängig von Ihrer Beanspruchung auf die einzelnen Teilprozesse der Kostenstelle verrechnet (Kap. 6.4). Abschließend können mit Hilfe der Prozesskoeffizienten jeweils die Kosten eines Prozesses der direkt übergeordneten Hierarchiestufe berechnet werden (Kap. 6.5). Das Ziel des Lehrbeispiels ist mit der Ermittlung der Kosten einzelner Hauptprozesse erreicht. Von hier ausgehend sind nun unterschiedlichste Methoden anwendbar. Diese werden im Kap. 7 besprochen.
11 Vgl. Mayer, Reinhold: Konzeption, Stuttgart, 2001, S. 2
12 Anmerkung d. Autors: Im ausgearbeiteten Beispiel wurde hierbei lediglich die Beziehung
der Hauptprozesse zu den einzelnen Teilprozessen aufgestellt. Allerdings gilt das gleiche
Vorgehen simultan auch für die übrigen direkten Beziehungen der Hierarchie (etwa bei der
Abbildung der Beanspruchung einzelner Tätigkeiten durch Teilprozesse)
Arbeit zitieren:
Dipl.-Wirtsch.-Inf. (FH) Sven Sörensen, 2003, Prozesskostenrechnung: Entwicklung eines Lehrbeispiels, München, GRIN Verlag GmbH
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