1.1 Definition von Behinderung bzw. Mehrfachbehinderung 4
2.1 Begriffsklärung Geistige Behinderung bzw. Schwerstbehinderung 4
2.1.1 Heilpädagogischer Begriff 5
2.1.2 Medizinischer Begriff 5
2.1.3 Psychologischer Begriff 5
2.2 Begriffsklärung: Schwerstbehinderung 6
2.3 Geschichtlicher Hintergrund der schulischen Entwicklung für Kinder mit
Schwerstmehrfachbehinderung 6
2.4 Fördermaßnahmen für Schwerstmehrfachbehinderte 7
2.4.1 Basale Stimulation 7
2.4.2 Das Snoezelen 7
3.1 Begriffserklärung Lernbehinderte 8
3.2 Frühdiagnostik Lernbehinderter 11
3.3 Frühförderung potentiell Lernbehinderter 11
3.3.1 Gruppenförderung von Kindern 12
3.3.2 Förderung von Eltern und Kind 12
3.4 Schwerpunkte in der Frühförderung Lernbehinderter 14
4.1 Begriffserklärung Gehörlose 14
4.1.1 Definition und Abgrenzung von schwerhörig und gehörlos 14
4.1.2 Arten von Hörschäden 16
4.1.2.1 Schalleitungsschwerhörigkeit oder Mittelohrschwerhörigkeit 16
4.1.2.2 Sensori-neurale Schwerhörigkeit 16
4.1.2.3 Kombinierte Schalleitungs-Schallempfindungsschwerhörigkeit 17
4.1.2.4 Gehörlosigkeit 17
4.2 Ursachen von Hörschäden 17
5.1 Definition der Cerebralparese 18
5.2 Erscheinungsformen der Cerebralparese 19
5.3 Hinweise zur Früherkennung und Frühdiagnostik 21
5.4 Verfahren zur Frühförderung von Kindern mit einer Cerebralparese- Die
Verfahren von Bobath und Vojta 22
5.4.1 Das Verfahren nach Bobath 22
5.4.2 Das Verfahren nach Vojta 23
6.1 Literatur: 25
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1.1 Definition von Behinderung bzw. Mehrfachbehinderung
Behinderung ist ein komplexes, mehrere Funktionsbereiche wie Sprache, Intelligenz, Lernverhalten usw. erfassendes und beeinträchtigendes Phänomen. Kaum eine Behinderung ist eine einfache, sondern in der Regel eine Mehrfachbehinderung. Man spricht immer dann von Mehrfachbehinderung, wenn zwei oder mehrere Behinderungen zusammentreffen. Dies ist aber wie gesagt keineswegs die Ausnahme, sondern die Regel. Es gibt drei verschiedene Definitionen von Mehrfachbehinderung:
1. Zusammentreffende Behinderung, die zwangsläufig in einem Kausalzusammenhang stehen. Aus einer Behinderung (Primärbehinderung) entsteht eine weitere Behinderung (Sekundär- bzw. Folgebehinderung). Auf die Gehörlosigkeit folgt meist noch eine Sprachbehinderung.
2. Es gibt aber auch Behinderungen, die nicht in einem Kausalverhältnis zu-einander stehen. Keine der zusammentreffenden Behinderungen ist Folge der anderen. Wenn z.B. Blindheit und Taubheit aufeinander treffen sind keine Zusammenhänge festzustellen.
3. Behinderungen, die nicht zwangsläufig in einem Kausalverhältnis zueinander stehen: Eine Behinderung kann Folge einer anderen sein, muss aber nicht; häufig sind die Kausalverhältnisse nicht klar ersichtlich, z.B. wenn Lernbehinderung und Verhaltensstörung sich wechselseitig bedingen.
2.1 Begriffsklärung Geistige Behinderung bzw. Schwerstbehinderung
Geistige Behinderung ist in der Regel eine Mehrfachbehinderung, wobei die Intelligenzschwäche ein „Leitsymptom“ darstellt. Des Weiteren haben geistig Behinderte meist eine Entwicklungsverzögerung, Wahrnehmungsprobleme, motorische Probleme und Sprachverzögerungen bzw. -probleme. An der Begriffsbildung sind verschiedene Wissenschaften beteiligt, insbesondere die Medizin, die Psychologie und die Erziehungswissenschaften bzw. Heil-
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pädagogik. Alle entwickeln „ihre“ Theorie und Begriffssystem von geistiger Behinderung.
2.1.1 Heilpädagogischer Begriff
Dieser Begriff ist im wesentlichen ein administrativer Begriff. Er bezieht sich vor allen Dingen auf den hohen pädagogischen Förderbedarf im Sinne von Frühförderung, Unterricht, Erziehung und Therapie.
2.1.2 Medizinischer Begriff
Die Medizin geht hauptsächlich von den organischen Ursachen aus: den Chromosomenschäden, Stoffwechselstörungen, Erbschäden und den prä-, peri-, und postnatalen Schädigungen wie z. B. Sauerstoffmangel, geburtsbedingte Hirnschädigungen usw., (aber auch zunehmend sog. exogene bzw. umweltbedingte Ursachen). Geistige Behinderungen im med. Sinne heißt Oligophrenie (Schwachsinn). In Fällen des Abbaus von Intelligenzleistungen im Kindes alter spricht die Medizin von infantiler Demenz.
2.1.3 Psychologischer Begriff
Bei der Bezugnahme auf die Intelligenz überschneidet sich die Medizin mit der Psychologie. Die Psychologie geht hauptsächlich von der Intelligenz, den Lernfähigkeiten bzw. Lerntheorie und den daraus möglichen praktischen, sozialen und kognitiven Entwicklungsmöglichkeiten aus.
Geistige Behinderung ist eben nur organisch verursacht, sondern kann auch zu einem erheblichen Teil das Ergebnis fehlgeschlagener „interaktionaler Prozesse“ sein.
Die Intelligenz hat eine große praktische Bedeutung z.B. als Maßstab f ür die Einteilung geistiger Behinderungen, für die Aufstellung und Überprüfung von Förderplänen bzw.-maßnahmen, für die schulische Einordnung und die Prognose der Lernmöglichkeiten.
Dabei ist die Intelligenz als einziges Kriterium sehr umstritten und gerade bei 0-6jährigen Kindern nur schwer genau zu ermitteln.
Ein Kind gilt als geistig behindert, wenn es einen IQ von <60+/- 5 hat und in einer Lernbehindertenschule nicht hinreichend gefördert werden kann.
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2.2 Begriffsklärung: Schwerstbehinderung
Dieser Begriff wird so nur in Deutschland verwendet, andere Länder benutzen dafür häufig den Begriff Schwerbehinderung.
Dabei kann es leicht zu Verwechslungen kommen, da in Deutschland der Begriff Schwerbehinderung nur für die rechtliche Anerkennung benutzt wird.
Der Begriff Schwerstbehinderung ist eigentlich nichts anderes als eine Steigerung des Begriffs Mehrfachbehinderung, um auszudrücken, dass ein besonders großer Hilfs- und Förderungsbedarf besteht.
2.3 Geschichtlicher Hintergrund der schulischen Entwicklung für Kinder mit Schwerstmehrfachbehinderung
Noch im 19. Jahrhundert wurden Menschen Schwerstmehrfachbehinderungehinderung in Einrichtungen , die sich hauptsächlich um die körperlichen Bedürfnisse kümmerten, verwahrt, vom „normalen“ sozialen vollkommen Leben ausgeschlossen. Kinder mit Schwerstmehrfachbehinderung waren vom Erziehungsbemühen ausgeschlossen, weil es ihnen, nach Auffassung der damaligen Gesellschaft, an „seelischem Vermögen“ mangelte. Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurden sie als Erziehungsbedürftige anerkannt. Bis dahin galt offenbar noch Luthers Haltung, die deren „Menschsein“ in Frage stellte.
Im 3. Reich gab es nochmals einen grausamen Rückschritt in der Geschichte Schwerstmehrfachbehinderter: die staatlich angeordnete Eliminierung. Nach dieser schlimmen Phase im Hitlerdeutschland war der Umgang mit Menschen mit Behinderung erst einmal wieder um Weiten zurückgeworfen und es folgte ein ähnlicher Umgang, wie es in 19. Jahrhundert üblich gewesen war: Verwa hrungsanstalten, Ausschluß aus dem öffe ntlichen Leben, keinerlei schulische Bildung.
Erst 1975 starteten Haupt und Fröhlich den ersten Schulversuch in Landau/Pfalz, wo Spezialklassen für Schwerstmehrfachbehinderte Kinder eingerichtet wurden. Es folgte die Integration in bereits bestehende Körper,- und Geistigbehindertenklassen.
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2.4 Fördermaßnahmen für Schwerstmehrfachbehinderte
Es gibt eine inzwischen viele Möglichkeiten Menschen mit Schwerstmehrfachbehinderung zu fördern, unter anderem seien nur die Körpertherapie, die Gestalttherapie und verhaltenstherapeutische Maßnahmen genannt. Im Folgenden möchten wir zwei der interessantesten Therapieformen näher vorste llen.
2.4.1 Basale Stimulation
Andreas Fröhlich entwickelte in den siebziger Jahren ein Konzept, we lches die Förderung menschlicher Wahrnehmung auf den grundlegendsten (= basale) Ebenen unterstützt. Dabei sollen noch vorhandene Sinne gezielt gefördert werden und die Restfähigkeit im Bereich der verlorenen Fähigkeiten herausgelockt werden. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf einer ganzheitliche Förderung , also der Förderung von Kommunikation, Bewegung, Wahrne hmung gleichermaßen wie auf der Förderung von Sozialerfahrungen, Kognition, Gefühlen und Körpererfa hrung.
Die Kinder erhalten durch die Basale Stimmulation systematische Hilfen für die Reizaufnahme und Reizverarbeitung.
Das Hauptziel ist die Entwicklung von Eigenaktivität und Verstehen, sowie der Fähigkeit zur Kommunikation und Interaktion. Später soll das Kind lernen, wie es sich alleine wäscht, anzieht, Essen zubereitet, einkaufen geht, abwäscht und möglichst alle alltäglichen Verrichtungen weitgehend selbstständig bewältigen kann.
2.4.2 Das Snoezelen
„Snozelen“ kommt aus dem Holländischen und bedeutet zu Deutsch eine Kombination aus „schnüffeln“ und „dösen“ ( Holländisch: „snuffelen“ und „doezelen“).
Es handelt sich hierbei um eine sehr schöne Entspannungsmethode, die sich sowohl für Kinder mit jeglicher Art von Behinderung und auch bei Kindern ohne Behinderung eignet. Man findet sogenannte Snoezelräume inzwischen schon in vielen deutschen Kindergärten, Behindertenheimen und Sonderschulen. Das Prinzip ist Reizeindämmung zum Zwecke der Entspannung in speziell ausgestatteten Räumen, in denen jeweils nur ein bestimm-
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Arbeit zitieren:
Lea Gregor, 2001, Mehrfachbehinderungen, München, GRIN Verlag GmbH
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