Inhaltsverzeichnis
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1 Einleitung 3
2 Kriegszerstörungen 3
3 Leitbilder des Wiederaufbaus 5
3.1 Rekonstruktiver Wiederaufbau 6
3.2 Neubau 7
3.3 Traditioneller Anpassungsneubau 8
3.4 Grundsätze des Städtebaus in der DDR 9
4 Das Leitbild der organischen, aufgelockerten und gegliederten Stadt 10
4.1 Funktionsweise 10
4.2 Probleme bei der Umsetzung 11
4.3 Historische Entwicklung des Leitbildes 12
4.4 Der personelle Sachzwang 12
5 Umsetzung des Leitbildes am Beispiel Aachen 13
5.1 Ausgangssituation 13
5.2 Planerische Vorraussetzungen für den Wiederaufbau 13
5.3 Wiederaufbauplanung in Aachen 14
5.4 Umsetzung der Wiederaufbaupläne 15
6 Fazit 17
Tabellen :
Unterschiedlicher Zerstörungsgrad des Wohnungsbestandes 4
Bauma ßnahmen im Nachkriegs- Deutschland von 1947-1956 14
Entwicklung der Wohnbevölkerung ausgewählter Stadtteile 15
Grafiken :
Kriegszerst örung in Städten 1939-1945 5
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1 Einleitung
Am 8. Mai 1945 endete der 2. Weltkrieg mit der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands. Als die Menschen aus der Evakuierung in ihre Heimatstädte zurückkehrten bot sich ihnen vielerorts ein Bild der Zerstörung. Viele Innenstädte waren völlig zerbombt, aber auch zahlreiche Häuser und Wohnungen waren dem Krieg zum Opfer gefallen. Wenn auch alle größeren Städte vom Krieg gezeichnet waren, so gab es doch deutliche Unterschiede in der Zerstörung je nach Lage und Bedeutung der Stadt. Es galt nun Konzepte und Ideen für einen sinnvollen Wiederaufbau zu entwickeln, auch wenn die ersten Nachkriegsjahre überwiegend durch Improvisation geprägt waren.
Die Wiederaufbaukonzepte sollen in dieser Arbeit erläutert und ihre Realisierung unter anderem am Beispiel Aachen untersucht werden.
2 Kriegszerstörungen
Erst nach Kriegsende wurde das ganze Ausmaß der Zerstörungen deutlich. Durch die alliierten Luftangriffe waren vor allem die deutschen Großstädte und Wirtschaftszentren zu weiten Teilen zerstört. Die angloamerikanischen Streitkräfte hatten neben der
Rüstungsindustrie und den Wirtschaftsgebäuden auch ein großer Teil an Wohngebäuden bombardiert, um die deutsche Zivilbevölkerung zu demoralisieren. Das Ergebnis war, dass ca. 2,65 Millionen Wohnung gänzlich zerstört waren. (Schulz 1994. S. 33) Durch die heimkehrenden Soldaten, die vertriebenen Deutschen aus den von der Sowjetunion besetzten Gebieten sowie die Rückkehr der evakuierten Bevölkerung in die Städte verstärkte sich die Wohnungsnot in Deutschland zusätzlich. Schätzungen gehen davon aus, dass im Jahre 1945 in Deutschland ca. 5 Millionen Wohnungen benötigt wurden. (vgl. Nipper 1993. S.74)
Das Gebiet der heutigen Bundesrepublik hatte während des 2. Weltkrieges die Hauptlast der alliierten Luftangriffe zu tragen. Dies führte dazu, dass im westlichen Teil Deutschland gemessen an dem Vorkriegsbestand insgesamt 18,5 % der Wohnungen total zerstört waren, während die spätere sowjetische Besatzungszone nur einen Wohnungsverlust von 9,1 % verkraften musste. (vgl. Hohn 1991. S. 146)
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Der Zerstörungsgrad der Wohnungen war in den deutschen Großstädten sehr unterschiedlich. Während in Köln, Aachen, Hamburg und Kassel nahezu die Hälfte aller Wohnungen zerstört war, hatten Städte wie Karlsruhe, München und Stuttgart nur einen kleinen Teil an zerstörten Wohnungen zu beklagen. Die folgende Tabelle zeigt den absoluten und relativen Zerstörungsgrad des Wohnungsbestandes in ausgewählten deutschen Städten.
Unterschiedlicher Zerstörungsgrad des Wohnungsbestandes:
Die nun folgende Grafik zeigt den gesamten Zerstörungsgrad der deutschen Großstädte. Aus ihr ist ersichtlich, dass vor allem die Ballungszentren und Wirtschaftszentren den Angriffen der Alliierten ausgesetzt waren. Städte wie Hamburg, Berlin, Köln, Dresden, Magdeburg und Dortmund waren zu weiten Teilen zerstört. Stark konzentriert wurden Bomben auf Städte des Ruhrgebietes u.a. Düsseldorf, Köln, Dortmund und Essen abgeworfen, da hier ein Großteil der ehemaligen deutschen Rüstungsindustrie sowie weitere Wirtschaftsbereiche (z.B. Kohlebergbau) ansässig waren.
Die anhaltende Bombardierung der Großstädte führte zu großflächigen Evakuierung der Zivilbevölkerung in periphere Gebiete. Dadurch sank beispielsweise die Einwohnerzahl Berlins von 4,338 Millionen (Stand 1939) auf 1,19 Millionen im Jahre 1950. (vgl. Beyme 1987. S.38)
Kriegszerstörung in Städten 1939-1945:
Aus der Grafik lässt sich klar erkennen, dass der wirtschaftlich bedeutende Norden und vor allem der Nord- Westen Deutschlands stärker betroffen war als der Süden. In Süddeutschland wiesen die Städte München u nd Stuttgart mit 33% im nationalen Vergleich einen eher geringen Zerstörungsgrad auf. (vgl. Beyme 1987. S. 38)
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Quelle: Institut für Länderkunde, Leipzig (Hrsg.)(2000): Nationalatlas Bundesrepublik Deutschland- Dörfer und Städte. Berlin
3 Leitbilder des Wiederaufbaus
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges stand die Frage im Raum, wie die zumeist stark zerstörten deutschen Städte wiederaufgebaut werden sollten. In ganz Deutschland mussten schätzungsweise insgesamt 400 Millionen Kubikmeter Trümmer beseitigt werden. In den Nachkriegsjahren entwickelten sich schon bald drei Leitbilder des Wiederaufbaus: der rekonstruktiven Wiederaufbau, der Neubau und der traditionellen Anpassungsneubau. Diese
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Arbeit zitieren:
2005, Kriegszerstörte deutsche Städte - Wiederaufbaukonzepte und Realisierungen nach 1945, München, GRIN Verlag GmbH
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