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J ugendliche Russlanddeut sche- eine Geschicht e, eine neue Heimat , ein J ugendt r ef f
1 Einleit ung
1.1 Tr äger schaf t des Pr oj ekt es 1.2 Pr oj ekt or t 1.3 Pr oj ekt J ugendt r ef f 1.4 Mot ivat ion 2 J ugendliche Russlanddeut sche 2.1Einleit ung 2.2 Geschicht e der Spät aussiedler 2.3 Die akt uelle Sit uat ion im Her kunf t sland 2.4 I dent it ät 2.5 Bildung in einem neuen Syst em 2.6 Ber uf 2.7 Fr eizeit gest alt ung 2.8 Hilf en 2.9 Dr ogen 2.10 Resümee 3 Ref lekt ion 3.1 Konzept ionelle Ref lekt ion 3.1.2 J ugendf r eizeit ar beit
3.1.3 I nt er nat ionale J ugendbegegnungsar beit
3.1.4 Ziele 3.1.5 Er f olge 3.2 Per sönliche Ref lekt ion 3.2.1 Pr oj ekt 3.2.2 Pr oj ekt pr axis 3.2.3 Auswer t ung 3.2.4 Plenum 4 Fazit 5 Lit er at ur 6 I nt er net
7 Anhang, akt uelles Konzept J ugendt r ef f
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I n der Einleit ung möcht e ich ver suchen einen Einblick in- und einen Über blick über die Pr oj ekt pr axis zu geben. Das heißt die Rahmenbedingungen der Pr oj ekt pr axis wie Tr äger , Or t , Mot ivat ion beschr eiben. I n der Pr oj ekt ar beit möcht e ich in Punkt 2 eine Zielgr uppe unser er Pr oj ektpr axis et was näher bet r acht en, die Russlanddeut schen Spät aussiedler . I n Punkt 3 möcht e ich die Umset zung unser er konzept ionellen Pläne r ef lekt ier en und mit einer per sönlichen Ref lekt ion in Punkt 3 abschließen. Zum Ende f olgt ein Fazit .
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„Tr äger des Pr oj ekt es „J ugendt r ef f “ ist das J ugendgemeinschaf t swer k(J GW ). Die Auf gabe des J GW ist die Einglieder ung der j ungen Zuwander er / I nnen in schulischer , ber uf licher und gesellschaf t licher Hinsicht . Gleichzeit ig wir bt das J GW in der Gesellschaf t f ür mehr Akzept anz und Toler anz gegenüber dieser Bevölker ungsgr uppe. Die Einr icht ungen der Ar beit er wohlf ahr t sind int er n ver net zt . Das J GW ist mit den übr igen J ugendhilf eeinr icht ungen der AW O wie Kr eisj ugendwer k, Spielmobil, J ugendwohnheim, Nadelöhr , J ugendsozialar beit und Schule, Migr at ionszent r um, W ohnheime Vinn-hor st er Weg und Halt enhof f st r . ver bunden. Das J GW ist best r ebt , die I nt egr at ion unt er Beacht ung der bikult ur ellen I dent it ät der j ungen Migr ant I nnen zu unt er st üt zen und diese bei ihr er Ar beit auch an einheimischen J ugend-
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lichen zu ver mit t eln. Das Ver st ändnis von der Ander sar t igkeit der ver schiedenen et hnischen Gr uppen t r ägt dazu bei, Vor ur t eile abzubauen und soll den J ugendlichen die Möglichkeit geben, auf einander zuzugehen.“ 1
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„Der Pr oj ekt or t ist das Flücht lingswohnheim der Ar beit er wohlf ahr t , in dem sich der J ugendt r ef f bef indet . Das W ohnheim liegt im St adt t eil Bur g. Das Umf eld des W ohnheims ist eher als „gemischt “ anzusehen. I n der näher en Umgebung gibt es sowohl Miet wohnungen, Ein - und Mehr f amilienhäuser , wie auch einige Gewer bebet r iebe.
Das Wohnheim liegt an einer Haupt ver kehr sst r aße. Eine I nf r ast r ukt ur gibt es in For m einer Gr undschule, eines Kinder gar t ens, von Super mär kt en, Är zt en und Fachgeschäf t en. Bis in das St adt zent r um von Hannover müssen ca. 25 min mit öf f ent lichen Ver kehr smit t eln eingeplant wer den. Das dr eigeschossige W ohnheim biet et bis zu 72 Per sonen Plat z. Die Unt er br ingung er f olgt in 2, 4 und in 6 Bet t Zimmer n. Küchen, sanit är e Einr icht ungen und W aschmaschinenr äume wer den von allen Bewohner n gemeinschaf t lich genut zt . I m Keller des Gebäudes liegen Tischt ennisr äume, Kinder hor t und Abst ellr äume. Das W ohnheim biet et den Bewohner n Sozial und Familienber at ung. Hier geht es um Ber at ung in Angelegenheit en der Sozialhilf e, Rent enver sicher ung, Ar beit samt , Kr ankenkasse, Pf legever sicher ung, Schule, Kinder gar t en, W ohnungsamt , Ausländer geset z, Asylbewer ber leist ungsgest z, usw. Es wer den Familiengespr äche gef ühr t und Bewohner wer den an ander e I nst it ut ionen weit er geleit et (Schwanger schaf t skonf likt ber at ung, Lebensber at ung). Die Zielgr uppe des W ohnheims sind Spät aussiedler und Angehör ige, Bür ger kr iegsf lücht linge aus dem ehemaligen J ugoslawien, Asylbewer ber , Kont ingent f lücht linge (d.h. Per - 1 (siehe:Konzept Jugendtreff, Nowara & Fechner, 2001; S.1)
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sonen, die im Rahmen humanit är er Hilf sakt ionen ohne besonder e Aner kennungsver f ahr en auf genommen wer den).“ 2
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„Die Zielgr uppe des J ugendt r ef f s sind j ugendliche Spät aussieder I nnen des Hauses, ehemalige j ugendliche Bewohner I nnen und j ugendliche Spät aussiedler I nnen des W ohnumf eldes. J ugendliche die nicht die Möglichkeit en haben wie Deut sche Mit t elst andskinder . Die Alt er sst r ukur liegt zwischen 12 bis 27 J ahr en.
Ziel der Maßnahme ist dur ch Ber at ung und Bet r euung die I nt egr at ion in die allgemeinen gesellschaf t lichen Bezüge sowie Schule, Ausbildung oder Ber uf zu er leicht er n. Das Pr oj ekt dient dem Zweck der För der ung der Ent wicklung, Ber uf sbildung und des kult ur ellen Mit einander . Kinder n aus sozial benacht eiligt en Schicht en soll im Zweif elsf all Vor r ang gegeben wer den. Bei dem J ugendt r ef f handelt es sich um 2 1/ 2 Räume im Über gangswohnheim der AW O. Die Räume sind mit einer Musikanlage, einem Billiar dt isch, Sit zgelegenheit en und einem Kiker ausgest at t et . Des weit er en st eht ein Raum mit f ünf Comput er n zur Ver f ügung. Der an das Wohnheim angeglieder t e Gar t en ist f ür die Ar beit nut zbar .“ 3
2 (siehe: Konzept Jugendtreff; Nowara & Fechner, 2001, S.2)
3 (siehe: Konzept Jugendtreff, Nowara & Fechner, 2001, S.2)
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„I n Hannover leben Menschen aus mehr als 120 Nat ionen mit ihr em j eweiligen kult ur ellen Hint er gr und zusammen. Gegenseit ige Vor behalt e und Vor ur t eile konnt en bis heut e nur zum Teil abgebaut wer den. Ausländische Mit bür ger / I nnen, die in die Bundesr epublik Deut schland kommen, st oßen auf viele Schwier igkeit en. Unzur eichende I nf or mat ionen über Angebot e und r echt liche Anspr üche und spr achliche Bar r ier en er schwer en den Zugang zum Hilf esyst em.“ 4
Speziell die J ugendlichen wer den in der pr ägenden Phase ihr er Heimat ent r issen. Sie f inden sich in einer f r emden Welt wieder . Die Ent scheidung zu gehen wir d von den Elt er n get r of f en, die Wünsche der J ugendlichen wer den wenig ber ücksicht igt . I n unser er pr akt ischen Ar beit wollen wir die dar aus r esult ier enden Pr obleme er kennen und Handlungsmöglichkeit en, unt er Ber ücksicht igung von Ressour cen, mit den J ugendlichen gemeinsam er - bzw. bear beit en. Dabei sollen auch vor handene Fähigkeit en und Fer t igkeit en mobilisier t , gest är kt und gewür digt wer den.
Ent wicklungspsychologisch gesehen bef inden sich die J ugendlichen in der Ent wicklung ihr er Per sönlichkeit . 5 I n dieser Zeit er leben sie die belast enden Fakt or en der Migr at ion. Die psychischen Folgen f ür die Zukunf t sind in keiner W eise absehbar .
4 (siehe: Konzept Jugendtreff, Nowara & Fechner, 2001, S.3)
5 (vgl: Pädagogische Jugendarbeit, E. Nagl, 2000, S. 60)
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W ähr end der Pr oj ekt ar beit wur de das Wohnheim von zwei Einwander er gr uppen bewohnt . Den Kosovoalbaner n und den Spät aussiedler n aus den Gebiet en der ehemaligen Sowj et union. Mit den Spät aussiedler n möcht e ich mich im Zuge der Pr oj ekt ar beit beschäf t igen. I ch möcht e die Geschicht e, die Sit uat ion in der Heimat und die Sit uat ion in der neuen Heimat dar st ellen. Er kennt nisleit end soll die Wicht igkeit der Spr ache f ür die I nt egr at ion dar gest ellt wer den.
Spät aussiedler / I nnen sind die gr ößt e Zuwander ungsgr uppe. Sie kommen zwar nicht r echt lich, aber sozial und kult ur ell in eine echt e Einwander ungssit uat ion. Deut schland hat seit 1950 über 4,1 Millionen Aussiedler / I nnen auf genommen, seit 1990 r und 2,1 Millionen, davon kamen r und 200.000 nach Nieder sachsen.
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Die J ugendlichen Spät aussiedler kommen zu über 90% aus den Gebiet en der ehemaligen Sowj et union. Aus diesem Gr und möcht e ich mich auf die geschicht liche Ent wicklung der Russlanddeut schen beschr änken. Den Glieder ungspunkt nenne ich nicht „die Geschicht e der Russlanddeut schen“, da sie sich selbst als Spät aussiedler und nicht als Russlanddeut sche bezeichnen.
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Dur ch den Auf r uf der Zar in Kat har ina I I begann in der zweit en Hälf t e des 18 J ahr hunder t s eine Einwander ung nach Russland. Die Deut schen wur den dur ch
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Sonder r echt e wie St euer f r eiheit , Bef r eiung vom Milit är dienst , sowie Selbstver walt ung und st aat liche Hilf en zur Auswander ung bewogen. Die Gr ünde f ür die Auswander ung war en die Gleichen, die heut e viele Bevölker ungsgr uppen zum W ander n bewegen. Die Ur sachen war en damals Ar mut , Hunger snöt e und polit ische und r eligiöse Unt er dr ückung in den Für st ent ümer n.
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Am Ende des 19 J ahr hunder t s wur den die Pr ivilegien gr ößt ent eils auf gehoben. Der r ussische Nat ionalismus bezicht igt e die Deut schen der „Er f üllungshilf e des Deut schen Reiches“. Gest r ichene Pr ivilegien war en z.B. die W ehr dienstbef r eiung, Russisch wur de als Amt s- und Schulspr ache eingef ühr t . Mit dem Beginn des er st en W elt kr ieges wur de der öf f ent liche Gebr auch der deut schen Spr ache unt er St r af e gest ellt , deut sche Schulen wur den geschlossen und deut sche Zeit ungen ver bot en. Außer dem begann Russland mit der De-por t at ion der Russlanddeut schen.
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Die Okt ober r evolut ion von 1917 ver hinder t e die weit er e Depor t at ion von Russlanddeut schen. Die Revolut ion br acht e die Liber alisier ung f ür nicht r ussische Nat ionalist en. 1918 er hielt en die Wolgadeut schen die Gebiet saut onomie. Die „Aut onome Sozialist ische Sowj et r epublik der Wolgadeut schen“ wur de 1924 gegr ündet . Die Wolgadeut schen bekamen das Pr ivileg der Deut schen Amt s- und Unt er r icht sspr ache. Laut Volkszählung gab es 1,2 Millionen Russ-landdeut sche.
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Arbeit zitieren:
Andreas Fechner, 2002, Jugendliche Russlanddeutsche- eine Geschichte, eine Situation im neuen Leben, ein Jugendtreff, München, GRIN Verlag GmbH
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