Inhaltsverzeichnis
I. EINLEITUNG 4
II. BEGRIFFLICHKEITEN 5
1. Was sind Urteile? 5
2. Was heißt Urteilskraft? 5
3. Urteilskraft bei Kant 6
3.1. KrV 6
3.2. KdU 6
III. KRV 7
1. Analytische und synthetische Urteile 7
1.1. Verhältnis von Subjekt- und Prädikatbegriff 7
1.2. Erweiterung der Wissens 8
2. A priori und a posteriori 8
2.1. A priori 8
2.2. A posteriori 9
3. Einteilung der Urteile 9
4. Kants Beispiele für die Urteilsformen 10
4.1. Analytische Urteile a priori 10
4.2. Synthetische Urteile a posteriori 11
4.3. Synthetische Urteile a priori 11
IV. KDU 14
1. Bestimmende und reflektierende Urteilskraft 14
1.1. Die bestimmende Urteilskraft 15
1.2. Die reflektierende Urteilskraft 15
2
2. Rolle der Zweckmäßigkeit 15
2.1. Exkurs: Was bedeutet Zweckmäßigkeit? 15
2.2. Zweckmäßigkeit bei Kant 16
3. Unterteilung der reflektierenden Urteilskraft 16
3.1. Ästhetische Urteilskraft 17
4. Das Prinzip der Zweckmäßigkeit 18
4.1. Subjektive Zweckmäßigkeit 19
4.2. Objektive Zweckmäßigkeit 19
V. ZUSAMMENFASSUNG 21
VI. BIBLIOGRAPHIE 22
1. Primärliteratur 22
2. Sekundärliteratur 22
3. Nachschlagewerke 22
3
I. Einleitung
In meiner Hausarbeit möchte ich Kants Einteilung der Urteile und der Urteilskraft erläutern.
Dazu werde ich das System der Urteile in der Kritik der reinen Vernunft 1 erstellen. Dafür sollen die Begriffe analytisch, synthetisch, a priori und posteriori geklärt werden.
Der anschließende Teil ist der Kritik der Urteilskraft 2 gewidmet. Der Urteilskraft kommt die Aufgabe zu zwischen Gegensätzen zu vermitteln. Wodurch das möglich ist, und welche verschiedenen Arten der Urteilskraft es gibt, soll im zweiten Teil der Arbeit untersucht werden.
1 nachfolgend mit KrV abgekürzt
2 nachfolgend mit KdU abgekürzt
4
II. Begrifflichkeiten
1. Was sind Urteile?
Der Begriff Urteil bestimmt „wahrheitsdifferente Sätze, die behauptet, bestritten, begründet, bewiesen, angenommen, vermutet, vorausgesetzt, hinzugedacht usw. werden können [...] In einem Urteil wird immer ein Sachverhalt zum Ausdruck gebracht, d.h. eine Bestimmung dessen gegeben, was der Fall ist; dies ist der Grund der Wahrheitsdifferenz von Urteilen, d.h. der Grund dafür, daß sie entweder wahr oder falsch sind.“ 3 Dabei liefert es eine Bejahung oder Verneinung einer mit zwei Begriffen gebildeten Aussage. Diese Begriffe sind Subjekt und Prädikat, aus denen Urteile zusammengesetzt werden.
2. Was heißt Urteilskraft?
Der Begriff des Sensus Communis steht in enger Verbindung zum Begriff der Urteilskraft. Seit dem ersten Auftreten des Wortes im 17.Jahrhundert spielt die Fähigkeit des Urteilens eine große Rolle, und steht in Zusammenhang mit der Diskussion der Geschmackslehre. 4
Hans -Georg Gadamer beschreibt in dem Abschnitt Urteilskraft seines Buches Hermeneutik I die Geschichte des Begriffes Urteilskraft im 18.Jahrhundert. Die Urteilskraft soll „ein Besonderes unter ein Allgemeines [...] subsumieren, etwas als Fall einer Regel [...] erkennen“ 5 . Als Fähigkeit kann sie nicht erlernt werden, sondern muss „von Fall zu Fall geübt werden“ 6 . Deshalb gehört sie nur zu den niederen Erkenntnisvermögen.
3 ‚Urteil‘ in: Philosophielexikon - S.642
4 Vgl. ‚Urteilskraft‘ in: Ritter: Historisches Wörterbuch der Philosophie. Bd.11 - S.480
5 Gadamer: Hermeneutik I - S.36
6 Ebd.
5
Alexander Gottlieb Baumgarten schreibt in seiner Metaphysica von 1739: „Was die Urteilskraft erkennt, ist das sinnlich-Individuale, das Einzelding, und was sie am Einzelding beurteilt, ist seine Vollkommenheit bzw. Unvollkommenheit.“ 7 Er führt im Zusammenhang mit der sinnlichen Erkenntnis ein spezielles Verständnis dieses Terminus ein.
3. Urteilskraft bei Kant
3.1. KrV
Immanuel Kant beschreibt in der KrV Urteilskraft als das „Vermögen unter Regeln zu subsumieren, d.i. zu unterscheiden, ob etwas unter einer gegebenen Regel [...] stehe, oder nicht“ 8 . Außerdem sei sie ein „besonderes Talent, welches gar nicht belehrt, sondern nur geübt sein will“ 9 .
3.2. KdU
Später in der KdU bezeichnet er sie als „das Vermögen, das Besondere als enthalten unter dem Allgemeinen zu denken“ 10 . Aufgrund ihrer Leistungen nimmt die Urteilskraft eine Vermittlerrolle ein, durch welche der Gegensatz zwischen Natur und Freiheit überwunden werden soll.
7 Gadamer: Hermeneutik I - S.36
8 Kant: KrV- S.193
9 Ebd.
10 Kant: KdU - S.15
6
Arbeit zitieren:
M.A. Annett Rischbieter, 2005, Kants Einteilung der Urteile, München, GRIN Verlag GmbH
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