Einleitung
Nach Gründung der EUREX im Jahre 1996 hat der Handel mit Financial Futures an Bedeutung gewonnen, da durch den Zusammenschluss der Deutschen und der Schweizer Terminbörse der weltweit größte Handelsplatz für Finanzderivate entstanden ist.
Thema der vorliegenden Seminararbeit sind die Bewertung und die Einsatzmöglichkeiten ausgewählter Financial Futures. In diesem Zusammenhang werden die sich aus dem Handel mit Financial Futures ergebenen Chancen und Risiken betrachtet.
Der erste Abschnitt beschäftigt sich mit einem Einblick in die EUREX sowie in die Grundlagen des Future-Geschäfts. Anschließend werden der Euro-BUND-Future, der 1-Monats-EURIBOR-Future und der DAX-Future sowie deren Bewertung exemplarisch vorgestellt. Die Motive für das Eingehen von Future-Positionen in Form von Hedging, Spekulation (Trading) und Arbitrage sowie eine Zusammenfassung der Ergebnisse beschließen die Seminararbeit.
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Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung
II. Grundlagen des Future-Geschäfts an der EUREX
A. Begriffsdefinitionen EUREX und Future
B. Grundsätzliche Verfahrensweise bei Financial Futures
III. Bewertung ausgewählter Financial Futures
A. Annahmen
B. Das Cost-of-Carry-Modell
C. Zins-Future
1. Kapitalmarkt-Future
2. Geldmarkt-Future
D. Aktienindex-Future
IV. Einsatzmöglichkeiten ausgewählter Financial Futures
A. Arbitrage
B. Hedging
C. Spekulation (Trading)
V. Schlussbetrachtung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bewertung und die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Financial Futures an der EUREX, wobei der Fokus insbesondere auf der Analyse der damit verbundenen Chancen und Risiken für Marktteilnehmer liegt.
- Grundlagen des Future-Handels an der EUREX
- Methodische Bewertung ausgewählter Zins- und Aktienindex-Futures
- Einsatzmöglichkeiten für Hedging-Strategien zur Risikobegrenzung
- Arbitrage-Verfahren und spekulative Trading-Ansätze
Auszug aus dem Buch
B. Grundsätzliche Verfahrensweise bei Financial Futures
Zentrale Institution im Future-Handel ist die Clearing-Stelle, die bei jedem Future-Geschäft als Vertragspartner von Käufern und Verkäufern auftritt. Sie haftet für die Erfüllung der Kontrakte, so dass das Bonitätsrisiko des Vertragspartners von vornherein ausgeschlossen werden kann. Die zum Handel zugelassenen Clearing-Mitglieder müssen zum Zweck der Besicherung bestehender Kontraktverpflichtungen börsentäglich Sicherheiten (Einschüsse) in Form von Wertpapieren oder Geld hinterlegen. Bei diesen Sicherheiten spricht man von Clearing-Margins, deren Höhe von der EUREX festgelegt und von der historischen Preisvolatilität des dem Future zugrunde liegenden Vermögensgegenstandes, der Laufzeit des Kontraktes und gegebenenfalls der Gesamtheit der Kontrakte, die ein Vertragspartner abgeschlossen hat, determiniert wird.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Einleitung: Einführung in die EUREX als global bedeutenden Handelsplatz und Darlegung der Themenstruktur der Seminararbeit.
II. Grundlagen des Future-Geschäfts an der EUREX: Definition der EUREX-Struktur sowie Erläuterung der Abläufe bei Finanztermingeschäften und der zentralen Rolle der Clearing-Stelle.
III. Bewertung ausgewählter Financial Futures: Detaillierte Darstellung des Cost-of-Carry-Modells zur theoretischen Preisbestimmung von Zins- und Aktienindex-Futures.
IV. Einsatzmöglichkeiten ausgewählter Financial Futures: Analyse der Motive für Future-Positionen, insbesondere in den Bereichen Arbitrage, Hedging und Spekulation.
V. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Future-Handels an der EUREX.
Schlüsselwörter
EUREX, Financial Futures, Cost-of-Carry-Modell, Arbitrage, Hedging, Spekulation, Clearing-Stelle, DAX-Future, Euro-BUND-Future, EURIBOR-Future, Basisrisiko, Leverage-Effekt, Bonitätsrisiko, Termingeschäfte, Marktliquidität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt den Handel mit Financial Futures an der EUREX, ihre theoretische Bewertung und ihre strategische Nutzung durch Investoren.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf den Grundlagen des Future-Geschäfts, den Bewertungsmodellen, Hedging-Strategien, Arbitrage-Möglichkeiten und dem spekulativen Trading.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die theoretische Bewertung von Financial Futures zu erläutern und die Chancen sowie Risiken der verschiedenen Einsatzmöglichkeiten für Marktteilnehmer aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird primär der Cost-of-Carry-Ansatz für die Bewertung der Futures genutzt sowie verschiedene mathematische Modelle zur Ermittlung der optimalen Hedge-Ratio.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Bewertungsspezifikationen für Euro-BUND-, EURIBOR- und DAX-Futures sowie die detaillierte Analyse der Handelsmotive Arbitrage, Hedging und Spekulation.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe umfassen EUREX, Futures, Cost-of-Carry, Hedging, Arbitrage, Basisrisiko und Leverage-Effekt.
Was genau ist ein "Perfect-Hedge"?
Ein Perfect-Hedge liegt vor, wenn eine vollkommene Kompensation von Gewinnen und Verlusten aus Kassa- und Future-Position erreicht wird, weil der Basiswert des Futures exakt mit der abzusichernden Position übereinstimmt.
Warum ist die Bestimmung des Konversionsfaktors bei Euro-BUND-Futures so wichtig?
Da keine am Markt gehandelte Anleihe exakt den Eigenschaften der fiktiven Schuldverschreibung entspricht, dient der Konversionsfaktor zur Angleichung, um eine faire Bewertung zu gewährleisten.
- Arbeit zitieren
- Mirja Schüler (Autor:in), 2000, Bewertung und Einsatzmöglichkeiten ausgewählter EUREX-Produkte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/4162