Universität Potsdam
Institut für Romanistik
Professur für Übergreifende Fremdsprachendidaktik
Wissenschaftliche Hausarbeit
Lernen an Stationen
von
Julia Zacharias
Studiengang:
Lehramt Französisch / Englisch
8. Fachsemester
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 2
2. Definition „Lernen an Stationen 3
3. Entwicklung des Begriffs „Lernen an Stationen“ 3
4. Gründe für die Stationenarbeit 4
5. Nachteile der Stationenarbeit 5
6. Die Fremdsprache 6
7. Die Organisation des Lernens 7
7.1 Das Klassenzimmer 7
7.2 Arbeitsaufträge bereitstellen 7
7.3 Hinweisschilder und Ordnungskriterien 7
7.4 Die Schülertische 8
7.5 Anzahl der Lernstationen 9
7.6 Der zeitliche Umfang 9
7.7 Die Leistungsbeurteilung 9
7.8 Regeln für die Arbeit 11
8. Die Phasen des Stationenlernen 12
8.1 Die Hinführung zur Thematik 12
8.2 Der Gang an alle Stationen 12
8.3 Die Arbeit an den Stationen 13
8.4 Die Schlussgespräche 13
8.5 Die Präsentation der Ergebnisse 13
9. Anforderungen an den Lehrer 14
10. Die Eltern 14
11. Schluss 15
Literaturliste 23
1. Einleitung
In der vorliegenden Arbeit werde ich mich theoretisch mit dem Lernen an Stationen beschäftigen. Die Motivation hierzu hat mir die Stationenarbeit im Seminar gegeben. Mir geht es in dieser Hausarbeit jedoch um den theoretischen Teil, über den im Seminar nicht gesprochen wurde. Ich halte die Beschäftigung mit dem Thema für sehr sinnvoll, für meinen späteren Lehrerberuf, damit ich nicht, wie viele Lehrer heute ausschließlich Frontalunterricht durchführen werde.
Die Gliederung der Arbeit stelle ich mir so vor, dass ich zunächst eine kurze Definition des Begriffs „Lernen an Stationen“ geben werde, damit die Leser dieser Arbeit wissen, worüber ich spreche. Anschließend möchte ich kurz die Entwicklung des Begriffs erläutern, um zu zeigen, wie lange es Stationenarbeit schon gibt. Danach werde ich auf die Gründe, die für Stationenarbeit sprechen, eingehen, damit der Sinn dieser Arbeitsform verdeutlicht wird.
Da die Methode jedoch nicht nur Vorteile hat, werde ich danach die Nachteile nennen, die bei der Überlegung zur Durchführung der Methode von Nutzen sein können. Danach möchte ich speziell auf das Fremdsprachenlernen an Stationen eingehen, wobei das nur sehr kurz geschehen wird, da es mir generell um die Methode geht. Dieser Punkt wird vor allem auf den Nutzen und die Vorbereitung der Methode im Fremdsprachenunterricht beschreiben. Anschließend gehe ich auf die Organisation des Lernens ein. Dabei werde ich zunächst erläutern, wie das Klassenzimmer für Stationenarbeit aussehen sollte. Danach werde ich darlegen, wie der Lehrer Arbeitsaufträgen bereitstellen kann. Ich werde Ordnungskriterien beschreiben, die der Lehrer auf jeden Fall beachten sollte. Dann wird angeführt, warum der Lehrer die Schülertische möglichst nicht zur Bereitstellung der Arbeitsaufträge nutzen sollte.
Des Weiteren wird dargestellt, wie viele Arbeitsstationen der Lehrer vorbereiten sollte und die Gründe hierfür nennen. Außerdem werde ich aufzeigen, wie viel Zeit der Lehrer für Stationenarbeit einplanen sollte und welche Faktoren die Zeitplanung unter Umständen erschweren können. Später werde ich ausführen, wie Leistungsbewertung bei der Stationenarbeit stattfinden sollte. Weiterhin werde ich auf die Arbeitsregeln eingehen. Hier werde ich sowohl beschreiben, wer diese Regeln festlegen sollte, als auch Regeln, die unbedingt eingehalten werden sollten. Dann nenne ich die Phasen des Stationenlernens und beschreibe, was in jeder Phase geschehen soll. Anschließend gehe ich auf die veränderte Rolle des Lehrers ein, denn bei Stationenarbeit ist er nicht mehr derjenige, der vorne steht und den Schülern alles vorgibt. Danach möchte ich eine Methode zeigen, die dem Lehrer dabei hilft mögliche Konflikte mit den Eltern zu lösen. Als Abschluss werde ich beschreiben, welche Punkte der Stationenarbeit ich für sinnvoll halte und in welchen Bereichen ich Schwierigkeiten sehe. Außerdem lege ich dar, welchen Nutzen die Hausarbeit für mich hatte.
Ich möchte noch erwähnen, dass ich mich in dieser Hausarbeit auf die männliche Form beschränken werde, um den Lesefluss nicht zu stören. Hiermit möchte ich Mädchen und Frauen jedoch keinesfalls ausschließen, sondern ich schließe sie in diesem Begriff mit ein.
2. Definition des Begriffs „Lernen an Stationen“
Der Begriff kann auch als Lernzirkel, Stationenlernen oder Übungszirkel bezeichnet werden. Der Begriff beschreibt die Tatsache, dass Schülern mehrere Lernstationen angeboten werden, die sie zu einem bestimmten Thema bearbeiten und möglicherweise selbst mitgestaltet haben (vgl. Bauer 1997, 27). Die Stationen befinden sich auf Tischen Regalen, oder Fensterbänken. Sie beziehen sich auf bestimmte Themenbereiche, und es können weitere Fächer berücksichtigt werden. Die Schüler sollen dieselben Lernziele erreichen, wobei sie sich mit unterschiedlichen Aufgaben beschäftigen (vgl. Gappa 2004, Internet).
Die Schüler erarbeiten das Thema möglichst selbständig. Die Lernziele des Unterrichts können erreicht werden, da die Lernziele an den verschiedenen Stationen aufeinander abgestimmt sind. Jede Station bietet die erforderlichen Arbeitsmaterialien sowie die Arbeitsaufträge an. Der Unterrichtsinhalt wird gleichzeitig angeboten, und die Schüler entscheiden, zu welchem Zeitpunkt sie an welcher Station arbeiten möchten und wie lange sie an einer Station arbeiten möchten. Viele Lernzirkel sind sinnvoll, damit die Schülerin dasselbe Thema mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und unterschiedlichen Interessenschwerpunkten bearbeiten können (vgl. Hegele 2002, 58).
3. Entwicklung des Begriffs
Vorformen des Stationenlernen sind bereits bei den Reformpädagogen zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu entdecken. Célestin Freinet entwickelte für seine Schüler Arbeitsateliers, die von den Schülern zur selbständigen und freien Arbeit genutzt wurden. Die Arbeitsateliers waren Stationen mit Materialien und Arbeitsanleitungen. Die Kinder hatten die Möglichkeit diese Stationen zu verschiedenen Zeiten und mit verschiedenen Partnern aufzusuchen. Bei diesen Arbeitsateliers gab es jedoch kein gemeinsames Thema oder Lernziel, wie es sie derzeit bei Übungszirkeln gibt.
[...]
Arbeit zitieren:
Julia Zacharias, 2005, Lernen an Stationen, München, GRIN Verlag GmbH
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Einbetten
DOI
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