Ältere Menschen
&
Straßenverkehr
Kunze, Silke-Katrin
6. Semester - Englisch / Französisch Lehramt Gymnasium
INHALTSVERZEICHNIS:
VORWORT 4
ÄLTERE MENSCHEN & STRAßENVERKEHR 5
DER ERSTE SCHRITT: DIE BEGEGNUNG MIT EINER REIHE ÄLTERER MENSCHEN 5
INTERVIEW MIT HERRN SIEBERT, UNTERE STRAßENBAUBEHÖRDE, RADEBEUL 6
EIN BESUCH BEI HERRN HENTSCHEL, VERKEHRSWACHT DRESDEN E.V. 6
EIN FRAGEBOGEN FÜR DIE KLASSE 8A DER MITTELSCHULE KÖTZSCHENBRODA 7
EIN FAX AN DIE VERKEHRSGESELLSCHAFT MEIßEN MBH 11
NACHWORT 12
FEEDBACK FÜR DIE NEUN BEWOHNER DES HAUSES "AM STADTPARK" 13
FEEDBACK FÜR DIE KLASSE 9A DER MITTELSCHULE KÖTZSCHENBRODA 16
ANHANG 19
AUSHANG 19
EINVERSTÄNDNISERKLÄRUNG 22
1. VERKEHRSPSYCHOLOGISCHE ERHEBUNG 24
ERGEBNISSE 1. FRAGEBOGEN (17.04.-19.04.2001) 25
RICHTIGSTELLUNG 26
INTERVIEW MIT HERRN SIEBERT 30
FAX AN HERRN HENTSCHEL 31
FAX-ANTWORT VON HERRN HENTSCHEL 32
INFO AN FRAU HÖHER, PROJEKTLEITERIN "BEGEGNUNG ZWISCHEN JUNG UND ALT" 33
2. VERKEHRSPSYCHOLOGISCHE ERHEBUNG 34
ERGEBNISSE 2. FRAGEBOGEN 37
FAX AN DIE VERKEHRSGESELLSCHAFT MEIßEN MBH 44
FAX-ANTWORT DER VERKEHRSGESELLSCHAFT MEIßEN MBH 45
LITERATURVERZEICHNIS 46
Vorwort
Zum Sommersemester 2001 besuchte ich die verkehrspsychologische Lehrveranstaltung Unterrichtsprojekte Verkehr der verkehrswissenschaftlichen Fakultät bei Frau Dr. Eva-Maria Gruner. Wie der Name schon andeutet, stand praktisches Arbeiten, in Form eines Projektes, im Vordergrund. Nachdem verschiedene Projekte der vorangegangenen Semester vorgestellt worden waren, sollte jeder Teilnehmer für sich oder als Gruppe ein eigenes Thema suchen. Zur Auswahl standen Themenkreise für Studenten des Lehramtes Grundschule und Mittelschule, der Gymnasialstufe, sowie der Sozialpädagogik, also Themen für Zielgruppen im Alter von circa sechs bis 95 Jahren.
Obwohl ich Lehramt Englisch / Französisch Gymnasium studiere, hatte ich von Anfang an meine Sympathie dem Themenkreis Ältere Menschen und Straßenverkehr verschrieben. Das könnte an der guten Beziehung zu meiner Omi liegen, die in einer altenbetreuten Wohnungseinrichtung des Volkssolidarität Elbtalkreis e.V.s zu Hause ist. Genau dort wollte ich auch ansetzen: die Bewohner nach ihren Problemen im Straßenverkehr fragen und anschließend die daraus folgenden Schritte einleiten. Davon abgesehen schien es sich hierbei um ein Außenseiterthema zu handeln. Kein anderer in der Lehrveranstaltung hat sich ihm gewidmet.
Ältere Menschen & Straßenverkehr
Der Erste Schritt: Die Begegnung mit einer Reihe älterer Menschen
Nach meinem gefassten Entschluß und einem ersten erstellten Fragebogen, machte ich einen Aushang im Haus Am Stadtpark, um die 20 Bewohner von meinen Absichten zu unterrichten und sie um Mithilfe zu bitten. Dem folgte die Erstellung einer vorzulesenden Einverständniserklärung samt ihrer Anlage, die Datum und Unterschrift der Einverstandenen bekunden sollte.
Am 18. und 19. April 2001 machte ich meine Runde auf der Suche nach Interessenten, derer ich neun finden sollte. Nach der Vorstellung meiner Person und der Darstellung meines "Problems", dem Vorlesen der Einverständniserklärung und der gegebenen nötigen Unterschrift, füllten wir gemeinsam den Fragebogen aus.
Daraufhin untersuchte ich die neun Fragebögen auf ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede: neun Versuchspersonen im Alter von 55 bis 95; acht von ihnen weiblich, eine männlich. Eine jede von ihnen nimmt als Fußgänger am Straßenverkehr teil. Sechs nutzen außerdem den ÖPNV (öffentlicher Personen- und Nahverkehr). Desweiteren gibt es unter ihnen eine Radfahrerin und jemanden, der Hilfsgehwerkzeuge wie Rollator und Dreirad benötigt.
Mein Hauptaugenmerk mußte auf die Frage: Welche Probleme hatten Sie im Straßenverkehr bereits zu meistern? bzw. Mit welchen Problemen müssen Sie sich im Straßenverkehr auseinandersetzen? fallen. Zu meinem Erstaunen wurde diese Frage gleich zu Beginn zweimal damit beantwortet, es lägen keine Probleme vor. In den anderen sieben Fällen lassen sich im Grunde genommen folgende Gemeinsamkeiten erkennen: Angesprochen werden Probleme mit nicht abgeschrägten Fußgängerüberwegen und Bürgersteigen, die sich in einem schlechten Zustand befinden. Hinzu kommen Radfahrer, die sich ob ihres Alters die Fußwege zu eigen machen; rasende Motorradfahrer; rücksichtslose Autofahrer, sowie zu hoch hängende Buspläne in zu kleiner Schrift. Eine letzte Problematik richtet sich an die Jugend und betrifft den ÖPNV: Sie sollten helfen, wenn jemand ersichtliche Schwierigkeiten hat und aufstehen, wenn ein älterer Mensch, vielleicht sogar Schwerbehinderter, keinen Sitzplatz mehr bekommt.
Wie erwartet, eröffneten mir die Ergebnisse meine weitere Vorgehensweise: Erstens, mich an die Stadt Radebeul zu wenden, um das Problem der Bürgersteige und Fußgängerüberwege zu besprechen; zweitens, hinsichtlich der rücksichtslosen Autofahrer, den Verkehrswacht Dresden e.V. um Informationsmaterial zu bitten; drittens, eine achte Klasse per Fragebogen zu interviewen und viertens, ein Fax an die Verkehrsgesellschaft Meißen mbH zu schicken, um eine Aussage zu dem Problem Busplan zu erhalten!
Einige Tage später erzählte mir meine Omi, die Bewohner seien erbost darüber gewesen, dass ich mich nicht an die verabredeten Zeiten gehalten hätte. Da ich mir das nicht erklären konnte, nahm ich mir noch einmal meinen Aushang vor. Hatte ich zum Zeitpunkt des Aufhängens noch Daten und Zeiten hinzugefügt, mußte ich feststellen, dass mir dabei ein Fehler unterlaufen war. Es gab keinen Dienstag, den 18. April, nur einen Mittwoch, den 18. April, sodass das aufgetretene Missverständnis hier zu suchen gewesen sein dürfte, und um dies klarzustellen, hing ich kurz darauf eine Richtigstellung im Hause aus. Es war mir ein Bedürfnis, um die Beschwerde nicht auf sich beruhen zu lassen.
Interview mit Herrn Siebert, Untere Straßenbaubehörde, Radebeul
[...]
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Silke-Katrin Kunze, 2001, Ältere Menschen und Straßenverkehr, Munich, GRIN Publishing GmbH
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