Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Psychology - Miscellaneous

Ältere Menschen und Straßenverkehr

Title: Ältere Menschen und Straßenverkehr

Elaboration , 2001 , 46 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Silke-Katrin Kunze (Author)

Psychology - Miscellaneous
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Zum Sommersemester 2001 besuchte ich die verkehrspsychologische Lehrveranstaltung Unterrichtsprojekte Verkehr der verkehrswissenschaftlichen Fakultät bei Frau Dr. Eva-Maria Gruner. Wie der Name schon andeutet, stand praktisches Arbeiten, in Form eines Projektes, im Vordergrund. Nachdem verschiedene Projekte der vorangegangenen Semester vorgestellt worden waren, sollte jeder Teilnehmer für sich oder als Gruppe ein eigenes Thema suchen. Zur Auswahl standen Themenkreise für Studenten des Lehramtes Grundschule und Mittelschule, der Gymnasialstufe, sowie der Sozialpädagogik, also Themen für Zielgruppen im Alter von circa sechs bis 95 Jahren.

Ältere Menschen & Straßenverkehr

Der Erste Schritt: Die Begegnung mit einer Reihe älterer Menschen

Mein Hauptaugenmerk mußte auf die Frage: Welche Probleme hatten Sie im Straßenverkehr bereits zu meistern? bzw. Mit welchen Problemen müssen Sie sich im Straßenverkehr auseinandersetzen? fallen. Zu meinem Erstaunen wurde diese Frage gleich zu Beginn zweimal damit beantwortet, es lägen keine Probleme vor. In den anderen sieben Fällen lassen sich im Grunde genommen folgende Gemeinsamkeiten erkennen: Angesprochen werden Probleme mit nicht abgeschrägten Fußgängerüberwegen und Bürgersteigen, die sich in einem schlechten Zustand befinden. Hinzu kommen Radfahrer, die sich ob ihres Alters die Fußwege zu eigen machen; rasende Motorradfahrer; rücksichtslose Autofahrer, sowie zu hoch hängende Buspläne in zu kleiner Schrift. Eine letzte Problematik richtet sich an die Jugend und betrifft den ÖPNV: Sie sollten helfen, wenn jemand ersichtliche Schwierigkeiten hat und aufstehen, wenn ein älterer Mensch, vielleicht sogar Schwerbehinderter, keinen Sitzplatz mehr bekommt.

Wie erwartet, eröffneten mir die Ergebnisse meine weitere Vorgehensweise: Erstens, mich an die Stadt Radebeul zu wenden, um das Problem der Bürgersteige und Fußgängerüberwege zu besprechen; zweitens, hinsichtlich der rücksichtslosen Autofahrer, den Verkehrswacht Dresden e.V. um Informationsmaterial zu bitten; drittens, eine achte Klasse per Fragebogen zu interviewen und viertens, ein Fax an die Verkehrsgesellschaft Meißen mbH zu schicken, um eine Aussage zu dem Problem Busplan zu erhalten!

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

VORWORT

ÄLTERE MENSCHEN & STRAßENVERKEHR

DER ERSTE SCHRITT: DIE BEGEGNUNG MIT EINER REIHE ÄLTERER MENSCHEN

INTERVIEW MIT HERRN SIEBERT, UNTERE STRAßENBAUBEHÖRDE, RADEBEUL

EIN BESUCH BEI HERRN HENTSCHEL, VERKEHRSWACHT DRESDEN E.V.

EIN FRAGEBOGEN FÜR DIE KLASSE 8A DER MITTELSCHULE KÖTZSCHENBRODA

EIN FAX AN DIE VERKEHRSGESELLSCHAFT MEIßEN MBH

NACHWORT

FEEDBACK FÜR DIE NEUN BEWOHNER DES HAUSES "AM STADTPARK"

FEEDBACK FÜR DIE KLASSE 9A DER MITTELSCHULE KÖTZSCHENBRODA

ANHANG

AUSHANG

EINVERSTÄNDNISERKLÄRUNG

1. VERKEHRSPSYCHOLOGISCHE ERHEBUNG

ERGEBNISSE 1. FRAGEBOGEN (17.04.-19.04.2001)

RICHTIGSTELLUNG

INTERVIEW MIT HERRN SIEBERT

FAX AN HERRN HENTSCHEL

FAX-ANTWORT VON HERRN HENTSCHEL

INFO AN FRAU HÖHER, PROJEKTLEITERIN "BEGEGNUNG ZWISCHEN JUNG UND ALT"

2. VERKEHRSPSYCHOLOGISCHE ERHEBUNG

ERGEBNISSE 2. FRAGEBOGEN

FAX AN DIE VERKEHRSGESELLSCHAFT MEIßEN MBH

FAX-ANTWORT DER VERKEHRSGESELLSCHAFT MEIßEN MBH

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die spezifischen Probleme und Herausforderungen, mit denen ältere Menschen im Straßenverkehr konfrontiert sind, und analysiert die Interaktion zwischen den Generationen. Ziel ist es, durch die Einbeziehung verschiedener Akteure – von betroffenen Senioren bis hin zu einer Schulklasse – ein umfassendes Bild der Alltagsprobleme zu zeichnen und Lösungsansätze zu identifizieren.

  • Problemanalyse aus Sicht älterer Verkehrsteilnehmer
  • Intergenerationeller Vergleich und Vermittlungsansätze
  • Empirische Untersuchung mittels verkehrspsychologischer Fragebögen
  • Interaktion zwischen Senioren und Jugendlichen im ÖPNV und auf Gehwegen

Auszug aus dem Buch

Ein Fragebogen für die Klasse 8a der Mittelschule Kötzschenbroda

Vierfach als Problemfaktor bezeichnet, wurden jugendliche Radfahrer auf dem Fußweg. Von meiner Omi wusste ich, dass die Mittelschule Kötzschenbroda, auf derselben Straße wie das altenbetreute Wohnen, eine Lehrerin und Klasse hätte, deren Projekt darin bestünde, zwischen Jung und Alt zu vermitteln. Jener Lehrerin gegenüber, ihr Name ist Frau Höher, sprach ich von meinem Projekt. Sie erklärte sich im Namen der 8a bereit, mir zu helfen. Nachdem der Fragebogen erstellt war, schickte ich ihr das Konzept und wir stimmten wenig später einen Termin ab.

So stand ich Anfang Juni vor eben genannter Klasse und machte Ausführungen zu meinem verkehrspsychologischen Projekt. Ich bat die 14-Jährigen persönlich um Unterstützung. Von den 26 Schülern waren 23 anwesend. Vier Tage später waren 19 von 23 Fragebögen an mich zurückgegangen.

Anhand der Ergebnisse kann davon ausgegangen werden, dass es sich um elf Mädchen und acht Jungen handelt. Alle 19 sind Fußgänger, 15 nutzen den ÖPNV und 18 fahren Rad. Elf schätzen sich als hilfsbereit ein und zehn haben schon einmal einem älteren Menschen geholfen, entweder beim Straße überqueren oder Tasche tragen, um die häufigsten Nennungen aufzuzählen.

Zusammenfassung der Kapitel

VORWORT: Die Autorin beschreibt ihre Motivation, sich im Rahmen der verkehrspsychologischen Lehrveranstaltung intensiv mit dem Leben und den Mobilitätsproblemen älterer Menschen zu befassen.

ÄLTERE MENSCHEN & STRAßENVERKEHR: Dieses Hauptkapitel dokumentiert den Prozess der Kontaktaufnahme zu Senioren sowie die anschließende empirische Erhebung und die Kommunikation mit relevanten Institutionen.

DER ERSTE SCHRITT: DIE BEGEGNUNG MIT EINER REIHE ÄLTERER MENSCHEN: Detaillierte Darstellung der ersten Befragung von Bewohnern einer Senioreneinrichtung und deren unmittelbare Alltagssorgen im öffentlichen Raum.

INTERVIEW MIT HERRN SIEBERT, UNTERE STRAßENBAUBEHÖRDE, RADEBEUL: Experteninterview zur baulichen Barrierefreiheit, wie etwa der Gestaltung von Fußgängerüberwegen und der Finanzierbarkeit notwendiger Anpassungen.

EIN BESUCH BEI HERRN HENTSCHEL, VERKEHRSWACHT DRESDEN E.V.: Austausch über typische Unfallrisiken bei Senioren im Straßenverkehr und die Bedeutung von Informationsmaterial.

EIN FRAGEBOGEN FÜR DIE KLASSE 8A DER MITTELSCHULE KÖTZSCHENBRODA: Vorstellung der jugendlichen Perspektive und Analyse der Fahrstiltypen sowie der Hilfsbereitschaft gegenüber älteren Mitmenschen.

EIN FAX AN DIE VERKEHRSGESELLSCHAFT MEIßEN MBH: Aufbereitung der Kritik bezüglich der Lesbarkeit und Höhe von Busfahrplänen und die offizielle Reaktion des Verkehrsunternehmens.

NACHWORT: Reflexion über den unerwarteten Projektverlauf, der die Autorin über Behörden und Vereine bis in eine Schulklasse führte.

ANHANG: Umfassende Dokumentation der verwendeten Erhebungsinstrumente, Fragebögen und des direkten Feedbacks an die beteiligten Gruppen.

Schlüsselwörter

Ältere Menschen, Straßenverkehr, Verkehrspsychologie, Fußgänger, ÖPNV, Intergenerationeller Dialog, Barrierefreiheit, Radverkehr, Schülerbefragung, Unfallprävention, Mobilität, Bürgersteige, Sozialkompetenz, Verkehrsgesellschaft, Projektarbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Schwierigkeiten, denen ältere Menschen im täglichen Straßenverkehr in Radebeul begegnen, und dem sozialen Miteinander der Generationen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die infrastrukturelle Barrierefreiheit, das Verhalten von Jugendlichen gegenüber Senioren und die Kommunikation mit Verkehrsunternehmen.

Welches primäre Ziel verfolgt das Projekt?

Das Ziel ist es, Probleme im öffentlichen Raum zu identifizieren, diese an zuständige Behörden und Institutionen heranzutragen und den Dialog zwischen Jung und Alt zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es werden qualitative Interviews mit Experten sowie quantitative Befragungen mittels Fragebögen bei Senioren und Schülern durchgeführt.

Was umfasst der inhaltliche Hauptteil der Dokumentation?

Der Hauptteil gliedert sich in die direkte Befragung von Senioren sowie den Austausch mit der Straßenbaubehörde, der Verkehrswacht, einer Mittelschulklasse und der Verkehrsgesellschaft Meißen.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Barrierefreiheit, verkehrspsychologische Erhebung, Mobilität im Alter, intergenerationelles Verständnis und kommunale Verkehrsplanung.

Wie reagieren die befragten Schüler auf ältere Menschen im ÖPNV?

Die Mehrheit der Schüler zeigt sich hilfsbereit und wäre bereit, bei vollen Fahrzeugen älteren Menschen einen Sitzplatz anzubieten.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Rolle der Jugend?

Sie schlussfolgert, dass es in jeder Generation "schwarze Schafe" gibt, betont aber, dass durch Kommunikation und Kontakt zu älteren Menschen Missverständnisse aus dem Weg geräumt werden können.

Excerpt out of 46 pages  - scroll top

Details

Title
Ältere Menschen und Straßenverkehr
College
Dresden Technical University  (Institut für Verkehrswissenschaften)
Course
Unterrichtsprojekte Verkehr
Grade
1,0
Author
Silke-Katrin Kunze (Author)
Publication Year
2001
Pages
46
Catalog Number
V4286
ISBN (eBook)
9783638126533
ISBN (Book)
9783638696760
Language
German
Tags
Ältere Menschen Straßenverkehr Schule Fragebogen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Silke-Katrin Kunze (Author), 2001, Ältere Menschen und Straßenverkehr, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/4286
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint