III
Inhaltsverzeichnis
INHALTSVERZEICHNIS. III
ABBILDUNGSVERZEICHNIS IV
ABK ÜRZUNGSVERZEICHNIS V
1 EINLEITUNG 1
1.1 PROBLEMSTELLUNG. 1
1.2 ZIELSETZUNG. 1
1.3 VORGEHENSWEISE UND AUFBAU DER ARBEIT 2
2 DIE ROBOTERBRANCHE 3
2.1 AKTUELLE SITUATION UND ZUKUNFT. 3
2.2 KUKA ROBOTER GMBH 7
2.2.1 KUKAs Aktivitäten. 7
2.2.2 KUKAs Position im Wettbewerb. 8
3 ANALYSE DER ROBOTERINDUSTRIE AM BEISPIEL DES
UNTERNEHMENS KUKA ROBOTER GMBH. 9
3.1 MAKROÖKONOMISCHE FAKTOREN 9
3.1.1 Gesamtwirtschaftliche Situation 9
3.1.2 Technologische Entwicklung. 11
3.1.3 Sozi-kulturelle Entwicklung 12
3.1.4 Politische und rechtliche Entwicklung. 13
3.1.5 Zusammenfassung. 14
3.2 BRANCHENSPEZIFISCHE FAKTOREN 14
3.2.1 Komplementärprodukte. 17
3.2.2 Ersatzprodukte. 17
3.2.3 Potentielle Wettbewerber. 19
3.2.4 Lieferantenbeziehungen 24
3.2.5 Käuferbeziehungen. 28
3.2.6 Wettbewerbsintensität 31
3.2.7 Zusammenfassung. 32
4 EMPFEHLUNGEN FÜR KUKA 33
ANHANG. 35
LITERATURVERZEICHNIS 38
IV
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Bestand an Industrierobotern
Abb. 2: Markvolumen einzelner Servicerobotern
Abb. 3: Fünf Wettbewerbskräfte
Abb. 4: Preisindex Industrieroboter in Deutschland, mit und ohne Qualitätsbereinigung.
Index Arbeitslöhne im deutschen Wirtschaftssektor
Abkürzungsverzeichnis
Abb. Abbildung Aufl. Auflage BIP Brutto-Inlands-Produkt BMF Bundesministerium für Finanzen Bspw. beispielsweise Bzw. beziehungsweise Ca. circa D. h. das heißt Dipl. Diplom Dr. Doktor et al. et alii EU Europäische Union evtl. Eventuell ff. fort folgende GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung http hyper text transfer protocol i. d. R. in der Regel Iss. Issue Kfm. Kaufmann KMC KUKA Motion Control LBBW Landesbank Baden-Württemberg Matr. Matrikel Nr. Nummer o. ä. oder ähnliches Prof. Professor S. Seite SS Sommersemester Tel. Telefon u. a. unter anderem URL Uniform Resource Locator USA Vereinigte Staaten von Amerika VDE Verband der Elektrotechnik VDMA Verband deutscher Maschinen- und Anlagenbau vgl. vergleiche Vol. Volume www world wide web z. B. zum Beispiel
1 Einleitung
Der Begriff Roboter wurde erstmals 1921 verwendet und stammt vom slawischen Wort „rabota“, was arbeiten bedeutet, ab. Roboterähnliche Produkte gibt es jedoch schon seit nunmehr fast 2.000 Jahren. Im Jahre 100 veröffentlichte Heron von Alexandria Pläne für ein Automatentheater. In den folgenden Jahrhunderten wurden immer wieder Roboter entwickelt, die vornehmlich der Unterhaltung der Mitmenschen dienten, wie z. B. flötenspielende Puppen. Mit der Zeit wurden die Produkte aber immer anspruchsvoller und bereits 1760 konnte man Schach gegen eine Maschine spielen. Etwa zur gleichen Zeit gelang es zwei Entwicklern Robotern das Schreiben kurzer Texte und das Malen einiger Bilder beizubringen. Vor etwa 200 Jahren wurde dann ein Webstuhl entwickelt, der die Bezeichnung Roboter ve rdiente. 1
Es ist zu erkennen, dass es Tüftler schon seit Jahrhunderten fasziniert, Produkte zu entwickeln, die dem Menschen ähnlich sind, ihm Arbeiten abnehmen oder einfach nur der Belustigung dienen. Obwohl sich diese ersten Versuche nicht durchsetzen konnten, hat sich die Roboterindustrie nun seit einigen Jahren erfolgreich im Weltmarkt etabliert und Roboter sind erstmals dabei ein Alltagsgut zu werden.
1.1 Problemstellung
Unternehmen müssen ständig neue strategische Entscheidungen treffen. Gerade Unternehmen, die in relativ jungen Branchen, wie der Roboterindustrie, tätig sind, legen mit ihren heutigen Entscheidungen die Weichen für das zukünftige eigene Gewinnpotential. Um jedoch die Entscheidungen herauszufinden, welche den Erfolg maximieren, muss eine Vielzahl von branchenrelevanten Faktoren berücksichtigt werden. Dies stellt viele Firmen vor große Herausforderungen, da es kompliziert ist, die für die Branche releva nten Faktoren zu identifizieren, perfekt miteinander zu verknüpfen und vor allem aus den Ergebnissen die richtigen Schlussfolgerungen abzuleiten.
1.2 Zielsetzung
Das Ziel dieser Arbeit ist es Empfehlungen für die KUKA Roboter GmbH zu geben, wie diese in Zukunft in der Roboterbranche fortbestehen und sich dort noch erfolgreicher positionieren kann. Um dieses Ziel zu erreichen müssen vorher erst mehrere Teil-
1 Vgl. Linnemann 2004, Folie 7f., Internetquelle
ziele erreicht werden. Zum einen muss festgestellt werden, welche Auswirkungen die Umwelt in Zukunft auf die gesamte Roboterbranche hat und welche bedeutenden Trends sich identifizieren lassen. Dazu müssen die relevanten Umweltfaktoren heraus-gefunden werden. Zum anderen wird der Einfluss der Wettbewerbskräfte auf KUKA dargestellt, um zu wissen, wie sie sich derzeit im Wettbewerb derzeit behauptet. Auf Basis dieser beiden Ergebnisse können dann Vorschläge für zukünftige strategische Entscheidungen gegeben werden.
1.3 Vorgehensweise und Aufbau der Arbeit
Im zweiten Kapitel wird die Roboterindustrie kurz vorgestellt. Es soll gezeigt werden, wie sich die Roboterindustrie weltweit in den vergangenen Jahren entwickelt hat und worauf ihr bisheriger Erfolg beruht. Bei der Erörterung der Zukunftschancen wird gezeigt, welche Anwendungsbereiche für Roboter das stärkste Wachstum erwarten lassen. Anschließend wird auf die KUKA Roboter GmbH, ihre Aktivitäten und ihre Position im Wettbewerb innerhalb der Branche kurz eingegangen.
Im dritten Kapitel werden die Umweltfaktoren analysiert, um herauszufinden wie sich die Roboterbranche auf Basis makroökonomischer Faktoren in Zukunft entwickeln wird. Um KUKAs Macht innerhalb der Branche festzustellen, werden anschließend die Wettbewerbskräfte analysiert.
Die Arbeit wird abgerundet durch eine Handlungsempfehlung für KUKA, die sich aus der Verknüpfung der vorangehenden Analyseergebnisse ergibt.
2 Die Roboterbranche
In diesem Kapitel soll zuerst ein kurzer Überblick über die gesamte Roboterbranche gegeben werden. Anschließend wird das Unternehmen KUKA Roboter GmbH näher betrachtet.
2.1 Aktuelle Situation und Zukunft
Allgemeine Daten und Fakten
Die Roboterindustrie ist eine Wachstumsbranche, die in den letzten 10 Jahren in Deutschland ihren Umsatz auf 1,9 Mrd. € hat verdreifachen können. 2 Der weltweite Umsatz für komplette Industrieroboter-Systeme wurde für 2002 sogar auf 10 Mrd. US-$ geschätzt. 3 Grund für die Umsatz- und Absatzsteigerung war vor allem die zunehmende Funktionalität von Robotern und die Kombination derer mit anderen Komponenten, wodurch neue flexiblere Einsatzgebiete erschlossen werden konnten. Durch günstigere Preise und kundengerechte Produkte konnte ebenfalls eine Steigerung des Umsatzes erreicht werden. 4 Die Roboterindus trie profitierte in der Vergangenheit v. a. von der Investitionstätigkeit der Automobilindustrie. 5
Bisher sind weltweit insgesamt ca. 770.000 Roboter im Einsatz, davon 350.000 in Japan, 233.000 in der EU und 104.000 in den USA. In der Europäischen Union hat Deutschland mit 105.000 eingesetzten Robotern die höchste Roboterdichte, gefolgt von Italien (47.000), Frankreich (24.000), Spanien (18.000) und Großbritannien (14.000). 6
In Zukunft wird Europa seinen Bestand an Robotern weiter kontinuierlich aufstocken, wobei Japan seinen leicht reduzieren wird und wieder mehr in Humankapital investiert. 7 Dennoch sind die Brutto-Investitionen der Japaner in neue Roboter höher als die der Europäer. Im Jahr 2006, so die Prognosen, werden in beiden Märkten etwa gleich viele Roboter eingesetzt. In den USA steigt sowohl die Anzahl der jährlichen Neuinstallationen von Robotern, als auch der Bestand an Robotern insgesamt. 8
2 Vgl. Linnemann 2004, Folie 26, Internetquelle; VDMA 2004, S. 5
3 Email von Stefan Sagert, VDMA, siehe Anhang 3
4 Vgl. UNECE 2003a, S. 3, Internetquelle
5 Vgl. VDMA 2004, S. 6
6 Vgl. IFR 2004, S. 1
7 Vgl. Blume/Yamamoto 2003, Internetquelle
8 Vgl. UNECE 2003a, S. 7, Internetquelle
Die durchschnittlichen Wachstumsraten des Robotermarktes betragen in Japan 4,5%, Europa 5,3% und in den USA 9,9%. 9 Weltweit rechnet die Roboterindustrie bis 2006 mit einer durchschnittlich jährlichen Wachstumsrate von 7,4%. 10
Einsatzgebiete von Robotern
Roboter werden in der Industrie aber auch im Dienstleistungs- und Servicebereich in den verschiedensten Branchen eingesetzt. Der erstgenannte Bereich ist nach wie vor der größte, jedoch gewinnt der Servicebereich für die Anwendung von Robotern zune hmend an Bedeutung. Im folgenden Abschnitt werden beide Typen kurz vo rgestellt..
Industrieroboter
Der Hauptanwendungsbereich für Industrieroboter liegt in der Automobilbranche, in der das Schweißen nach wie vor zu den wichtigsten Aufgaben gehört. 11 In Deutschland sind ca. 51% aller Roboter in der Automobilbranche, 10% in der Chemieindustrie und j eweils 6% in der Metallverarbeitenden Industrie, im Maschinenbau und in der Elektro-/ Elektronikmaschinen-Industrie vorhanden. 12
Industrieroboter erschließen aufgrund zunehmender Funktionalität neue Anwendungsbereiche, in denen bspw. das Handhaben, Montieren, Bearbeiten, Verpacken und Pale ttieren zu den neuen Applikationen zählt. 13 Hier lassen sich Roboter bspw. in Logistikzentren (Großhandel, Versand und Post), in der Verpackungs- und Möbelindustrie 14 , bei der Gepäckabfertigung an Flughäfen und in der Lebensmittel- oder Pharma-Industrie einsetzen.
Betrachtet man die großen Weltmärkte läßt sich anhand der Abbildung 1 erkennen, dass sich die Roboterbestände des japanischen und europäischen Marktes in Zukunft angle ichen werden. Insgesamt dürften im Jahr 2005 weltweit etwa 965.000 Industrieroboter verwendet werden. 15
9 Vgl. UNECE 2003a, S. 8, Internetquelle
10 Vgl. IFR 2004, S. 1; UNECE 2003a, S. 1, Internetquelle
11 Vgl. IWKA 2004, S.20
12 Vgl. UNECE 2002, S. 2, Internetquelle
13 Vgl. IWKA 2004, S. 36
14 Vgl. IFR 2004, S. 1
15 Vgl. Siemens 2002a, Internetquelle
Abb. 1: Bestand an Industrierobotern
Quelle: Siemens 2002°
Serviceroboter
Wie aus Abbildung 2 ersichtlich, werden Roboter in Zukunft vermehrt im Service- und Dienstleistungsbereich, wie z. B. für Reinigungsarbeiten, Landwirtschaft oder im Medizinbereich, eingesetzt. Intelligente, flexible und einfach zu programmierende Roboter sollen dann vermehrt auch in kleineren Betrieben wie bspw. in Handwerksbetrieben verwendet werden. 16 Im Alltag werden Roboter vermehrt in Krankenhäusern, an Tankstellen, in Hotels oder im Freizeitbereich zu finden sein. Letzteres Segment, so die Prognosen, wird bis 2006 mit 1,5 Millionen Stück das größte Marktsegment sein. 17 Außerdem wird, wie aus Anhang 1 zu entnehmen ist, die Nachfrage nach Überwachungs-, Bildungs-, Marketing- und Plattformroboter mit multifunktionaler Anwendung in Zukunft ansteigen.
Auch im Privatbereich werden Roboter in Zukunft verstärkt zur Verric htung häuslicher Tätigkeiten, wie bspw. für Staubsaugen, Rasenmähen, etc., einge setzt. Ausgestattet mit Spracherkennung und mehr Bewegungsmöglichkeit sollen die Maschinen bald schon auf Befehl einfache Aufgaben in jedem Haushalt erledigen können. Erst wenige dieser Produkte haben es zwar zur Marktreife geschafft, jedoch geht die Entwicklung weiter. 18 Es wird erwartet, dass allein der Absatz von Haushaltsrobotern von 53.000 Stück (2002) auf 638.000 Stück (2006) ansteigen wird.
16 Vgl. VDMA 2003, S. 2, Internetquelle
17 Vgl. UNECE 2003a, S. 13
18 Vgl. o. V. 2002a, Internetquelle
Bis 2006 sollen insgesamt über 2,1 Millionen Serviceroboter, d. h. sowohl Haushalts-, Hobby-/Entertainment- und Bildungsroboter, im Privatgebereich eingesetzt werden. Der immer wieder vorhergesagte Durchbruch von Servicerobotern am Markt ist somit absehbar. 19
Abb. 2: Marktvolumen einzelner Serviceroboter
Quelle: Siemens 2002b, Internetquelle
Zukunft
Die Vision von Roboterforschern ist es, Roboter dem Menschen immer ähnlicher zu machen. Nach neuestem Kenntnisstand sollen Roboter bis 2040 bereits zu logischem Denken und Nachdenken fähig sein. 20 Sozialbehörden sehen darin eine Möglichkeit in Zukunft sogenannte Pflegeroboter einzusetzen, die vor allem die Überwachung, Versorgung und schließlich auch die seelische Betreuung älterer Menschen übernehmen sollen. Erste Experiment dazu werden bereits durchgeführt. 21
Fazit
Vor dem Hintergrund der geschilderten Zunahme von flexiblen Roboter-Einsatzbereichen, einer stark variierender Produktvielfalt und einer stark ansteigenden Nachfrage an Robotergeräten kann davon ausgegangen werden, dass die Roboterbran- 19 Vgl.VDMA 2003, S. 2, Internetquelle
20 Vgl. Linnemann 2004, Folie 11, Internetquelle
21 Vgl. o. V. 2002a, Internetquelle
Arbeit zitieren:
Karlheinz Eichelmann, Claudia Wünnenberg, 2004, Roboterbranche - KUKA Roboter GmbH, München, GRIN Verlag GmbH
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