Inhaltsverzeichnis
Abk ürzungsverzeichnis iii
Abbildungsverzeichnis. iv
1 Einleitung 1
2 World Trade Organisation (WTO) 1
2.1 Institution der WTO, Grundsätze und Ziele 1
2.2 Der WTO-Beitritt der Volksrepublik China und Beitrittsforderungen des BDI 2
3 Direktinvestitionen in China 4
3.1 Begriff und Abgrenzung. 4
3.2 DI in China und deren Einfluss auf die chinesische Wirtschaft 5
3.3 Hauptdeterminanten der FDIs in China. 7
3.4 Bedeutung des chinesisches Marktes für die deutsche Wirtschaft 10
4 Auswirkungen des WTO-Beitritts. 11
4.1 Wirtschaftlicher Nutzen des Beitritts für China und die WTO 11
4.2 Branchenspezifische Auswirkungen in China 13
4.3 Einfluss des WTO-Beitritts auf die FDIs 15
5 Fazit 16
6 Literaturverzeichnis v
7 Internet-Adressenverzeichnis vii
ii
Abkürzungsverzeichnis
ausländ. Ausländisch i.A. Im Allgemeinen BDI Bundesverband der deutschen Industrie BPB Bundeszentrale für politische Bildung BSP Bruttosozialprodukt chin. Chinesisch dt. Deutsch DL Dienstleistungen EU Europäische Union FDI Foreign Direct Investment FIE Foreign Investment Enterprise GATT General Agreement on Tariffs and Trade i.Vrgl. Im Vergleich inländ. Inländisch internat. International J.V. Joint Venture M&A Mergers and Acquisitions MFA Multi-Fibre Agreement NL Niederlassung ökonom. Ökonomisch staatl. Staatlich u. w. Und weiteres Unt. Unternehmen VR Volksrepublik WFOE Wholly Foreign Owned Enterprise WTO World Trade Organisation
iii
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Die zehn größten Bezieher von FDI 2000 (Quelle: WIR Unctad, 2001). ............. 5 Abbildung 2: Sektorale Aufteilung innerhalb des chin. Verarbeitungsgewerbes, Ende 1995,
(Quelle: Houde/ Lee, 2000, 8).......................................................................................... 6
Tabelle 1: Forderungen zum WTO-Beitritt der VR China (Quelle: www.ahk-china.org, 2000) 3
iv
1 Einleitung
China mit weit über eine Milliarde Menschen verspricht aufgrund des riesigen Marktpotentials hohe Erfolge für mutige Investoren. Vor mehr als 20 Jahren begann in China die Reform- und Öffnungspolitik. Der schrittweise Übergang zu einer immer mehr marktwirtschaftlich orientierten Gesellschaftsform hat große Wachstumskräfte freigesetzt und heute gehört die Volksrepublik (VR) zu den wachstumsstärksten Märkten überhaupt.
Zu den Schlüsselbranchen zählen der Maschinenbau und die Textilindustrie. Eine zunehmende Zahl von westlichen Unternehmen (Unt.) möchte an der boomenden Wirtschaft in den genannten Branchen partizipieren. Dennoch sollten die Risiken und Probleme nicht unterschätzt und Chancen des chinesischen (chin.) Marktes nicht überschätzt werden.
Im November 2001 wurde in Doha der Beitritt Chinas zur „World Trade Organisation“ (WTO), der am 11.12.2001 wirksam wurde, beschlossen. Damit hat sich die VR zu einer weiten Liberalisierung innerhalb der nächsten fünf Jahre verpflichtet. Es muss ein einheitlicher chin. Binnenmarkt geschaffen werden, bestehende Beschränkungen des Marktzugangs und lokale Monopole abgeschafft werden. Das Investitionsklima wird sich durch den Beitritt verbessern, jedoch müssen die ausländischen (ausländ.) Investoren mit zunehmenden nicht-tarifären Handelshemmnissen rechnen. Dennoch verspricht der chin. Markt hervorragende Geschäfte.
Ziel dieser Arbeit ist es, die Direktinvestitionen (DI) in der VR China und deren Einfluss auf die chin. Wirtschaft zu analysieren und anschließend die Auswirkungen des WTO-Beitritts abzuleiten. Als erstes sollen hierzu die Institution der WTO, ihre Ziele und Grundsätze aufgezeigt werden. Danach folgt eine kurze Darstellung der chin. Beitrittsbemühungen und der WTO-Forderungen vom Bundesverband der deutschen Wirtschaft (BDI).
Im nächsten Abschnitt soll der Begriff der DI erläutert werden, um das Thema von anderen Formen der möglichen Investitionen abzugrenzen und um die Motive von Investoren und allgemein bestehende Risiken dieser Art darzustellen. Es werden die DI in China und deren Einfluss auf die chin. Wirtschaft analysiert. Darauf folgen die Hauptdeterminanten der DI in China und die Bedeutung des chin. Marktes für die Bundesrepublik Deutschland (BRD). Anschließend werden sowohl der wirtschaftliche Nutzen des Beitritts für die VR und die WTO, als auch die Auswirkungen auf bestimmte Branchen und die DI erläutert.
Zum Schluss werden die Auswirkungen des WTO-Beitritts China zusammengefasst und ein Ausblick abgeleitet.
Bei der Ausarbeitung dieser Arbeit stützte sich die Autorin zum größten Teil auf chinabezogene Literaturquellen, sowohl aus dem Internet als auch aus wissenschaftlichen Beiträgen. Vieles davon stammt aus der Zeit vor dem Beitritt Chinas zur WTO. Speziell beim Internet, muss aus Datensicherheitsgründen auf die Zuverlässigkeit und Validität der Informationen hingewiesen werden.
2 World Trade Organisation (WTO)
2.1 Institution der WTO, Grundsätze und Ziele
Die WTO wurde am 1. Januar 1995 gegründet. Sie ist die Nachfolgeorganisation des „General Agreement on Tariffs and Trade“ (GATT) und die weltweit bedeutendste zwischenstaatliche Organisation für die Zusammenarbeit in der Handelspolitik.
1
Eigentlich sollte schon nach dem Zweiten Weltkrieg eine internationale (internat.) Handelsorganisation entstehen. Der US-Kongress lehnte das jedoch ab. So wurde das GATT als Provisorium 1947 von 23 Mitgliedern gegründet und wuchs bis Anfang der Neunziger Jahre auf 125 Mitglieder an. Im April 1994 unterzeichneten fast alle Teilnehmerstaaten des GATT in Marrakesch (Marokko) eine Verhandlung, die unter anderem die Schaffung der WTO vorsah.
Der WTO gehörten im Oktober 1997 132 Länder an (vgl. Woyke 1998, 521). Jeder der Mitglieder verfügt über eine Stimme, die Gewichtung der Stimmen ist also nicht nach wirtschaftlicher Bedeutung oder Größe der einzelnen Staaten ausgerichtet. Alle Entscheidungen müssen auf Konsensbasis getroffen werden.
Hauptziel der WTO ist die Liberalisierung des Welthandels. Durch den Abbau von Handelsbarrieren der Mitgliedsländer will die WTO Erhöhung des Lebensstandards, Vollbeschäftigung, ein hohes und ständig steigendes Niveau des Realeinkommens und der wirksamen Nachfrage und weiteres (u.w.) erreichen (vgl. Woyke 1998, 523-524; BPB, 2000, 236).
Die wichtigste Grundregel ist die Meistbegünstigung, wobei Zollvergünstigungen allen Handelspartnern eines Landes im gleichen Maße gewährt werden müssen. Weiter dürfen keine Sonderzölle gegenüber bestimmten Ländern aus politischen oder anderen Gründen eingeführt werden (Nichtdiskriminierung).
Während in der „Kennedy-Runde“ (1964-1967) die Mitgliedstaaten erstmals über Anti-Dumping-Maßnahmen verhandelten, wurde mit der „Tokio-Runde“ (1973-1979) der Tätigkeitsbereich des GATT auf den Abbau von nicht-tarifären Handelshemmnissen , wie z.B. Einfuhrbeschränkungen, Exportsubventionen, Diskriminierung und Dumping erweitert. Mit der „Uruguay-Runde“ und der Schaffung der WTO wurde die internat. Zusammenarbeit im Bereich der Handelspolitik auf weitere wichtige Bereiche ausgedehnt. Sie setzt Grundregeln für den Handel mit Waren und Dienstleistungen (DL) sowie im Bereich des geistigen Eigentums fest (vgl. BPB, 2000, 237; www.wto.org/english/ 1999a, 4).
Die Mitgliedstaaten der EU führen eine gemeinsame Außenhandelspolitik. Sie sprechen deshalb in der WTO „mit einer Stimme“. Die Europäische Kommission vertritt bei den WTO-Treffen die europäischen Handelsinteressen. Die EU ist ein eigenständiges WTO-Mitglied, ebenso wie jeder ihrer fünfzehn Mitgliedstaaten.
2.2 Der WTO-Beitritt der Volksrepublik China und Beitrittsforderungen des BDI
Die VR China bemühte sich seit 13 Jahren um die Aufnahme in die WTO. Die Verhandlungen liefen jedoch mühsam ab. Die VR wollte Sonderkonditionen, wie die Einräumung des Status eines Entwicklungslandes beim Eintritt durchsetzen. Chinas Handelspartner verlangten eine weitere Öffnung nach außen und die Senkung von Marktbarrieren. Aus der Sicht der USA und Europa bestand die Gefahr zu rascher Konkurrenz durch preiswerte chin. Exportartikel (vgl. www.ahk-china.org/ 2000). Im Jahr 1989 wurden die Verhandlungen durch den Vorfall auf dem Tiananmen Platz, auf einige Zeit ausgesetzt.
Am 15. 11. 1999 wurde, nach intensiven Verhandlungen, eine bilaterale Handelsvereinbarung zwischen den USA und China unterzeichnet. Im Juli desselben Jahres wurde eine generelle Vereinbarung mit Japan getroffen und am 19. 05. 2000 mit der EU unterzeichnet.
2
Arbeit zitieren:
Petra Sedlackova, 2002, Auswirkungen des WTO-Beitritts Chinas auf die Investitionstätigkeit ausländischer Unternehmen in China, München, GRIN Verlag GmbH
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