2
1. EINLEITUNG. 3
2. INHALT 3
2.1 EINLEITUNG. 3
2.2 VORAUSSETZUNGEN UND UMSTÄNDE. 4
2.3 HOBBES POLITISCHE THEORIE. 5
2.3.1 Hobbes Menschenbild. 5
2.3.2 Der Naturzustand. 5
2.3.3 Der Vertrag und die Einsetzung des Souveräns. 6
2.3.4 Die Rechte und Pflichten des Souveräns. 6
3. BEWERTUNG. 7
4. LITERATURVERZEICHNIS 8
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1. Einleitung
Dieser Literaturbericht beschäftigt sich mit dem Buch „Thomas Hobbes“ von Herfried Münkler. Die benutzte Ausgabe erschien 1993 beim Campus Verlag in Frankfurt am Main und New York.
Herfried Münkler ist seit 1992 Inhaber des Lehrstuhls für Theorie der Politik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Schwerpunktmäßig beschäftigt sich Münkler mit der politischen Ideengeschichte und der Theorie des Krieges. Zu beiden Themenbereichen hat er bereits vielbeachtete A rbeiten, u.a. „Machiavelli“, veröffentlicht.
Im vorliegenden Buch beschäftigt sich Münkler mit der politischen Theorie des Philosophen Thomas Hobbes. Er versucht dabei Hobbes‘ politische Ideen als Ganzes zu erfassen, indem er die gedankliche Entwicklung der Theorie nachvollzieht und dabei auf die ganze Breite der von Hobbes verfassten Schriften zurückgreift. Davor beleuchtet Münkler die historischen Einflüsse auf Hobbes als Denker, um die Entwicklung der Theorie verständlicher zu machen. Dazu teilt er die Betrachtung in zwei große Teile. Im ersten Kapitel geht es um Hobbes Erfahrungen und die daraus resultierenden Konsequenzen, im zweiten Teil behandelt er die Grundelemente der politischen Theorie.
Die Gliederung der Rezension orientiert sich weitgehend an den Kapiteln des Autors.
2. Inhalt
2.1 Einleitung
In der Einleitung begründet Münkler seine Herangehensweise an Hobbes‘ Werk, indem er die Gefahren einer selektiven Interpretation erklärt. 1 Es genügt ebenso nicht sich nur mit seinen Schriften zu befassen, daher befasst Münkler sich im ersten Hauptkapitel mit Vita und Werk, mit Hobbes Zeit, insbesondere mit dem englischen Bürgerkrieg, sowie mit Hobbes‘ Auseinandersetzung mit der klassischen Philosophie.
1 Vgl. Herfried Münkler: Thomas Hobbes, Frankfurt am Main 1993, S. 19
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2.2 Voraussetzungen und Umstände
Münkler betont die Relevanz der vielfältigen Einflüsse, die auf Hobbes gewirkt haben. Daher skizziert er im ersten Kapitel Hobbes‘ Leben und Schaffen von den Elements of Law bis zum Behemoth. Hobbes‘ Einstellungen und Interessen erläutert er hier anhand von Zitaten von Hobbes und John Aubrey. Wesentlich ist für Münkler Hobbes‘ Furcht, insbesondere vor dem Bürgerkrieg 2 sowie die Entdeckung von Euklids geometrischen Arbeiten. Daher nahm Hobbes den Anstoß, die politische Wissenschaft,„(...) als mathematische Wissenschaft gänzlich neu zu begründen.“ 3 Danach betrachtet Münkler den Bürgerkrieg in England. Dieser ist ein zentraler Punkt in Hobbes‘ Denken. Zum besseren Verständnis für Hobbes‘ Gründe reflektiert Münkler die verschiedenen historischen Theorien und Erklärungsansätze zu dieser Epoche.
Thomas Hobbes‘ Philosophie steht im krassen Gegensatz zu den klassischen Theorien von Platon und Aristoteles. Die antiken Theorien betrachten Freiheit und Gleichheit als hohe Güter. Unter diesen Umständen schafft der Mensch naturgemäß eine Gemeinschaft. Dieses Zusammenleben ist des Menschen höchste Befriedigung. Hobbes dagegen ist völlig anderer Meinung. Für ihn sind Freiheit und Gleichheit „ein instabiler, höchst prekärer Zustand.“ 4 Hobbes sieht im Menschen kein natürliches Gemeinschaftswesen, sondern einen auf den eigenen Vorteil bedachten, egoistischen „Nutzenmaximierer“ 5 . Darum sind die klassischen Ideale wie Freiheit und Gleichheit die Quelle von Neid und Konflikt. Eine Gesellschaft muss also erst geschaffen werden. Für Münkler liegt der Ha uptgrund für diesen fundamentalen Gegensatz in Hobbes‘ komplett unterschiedlicher, realistischer Sicht des Menschen. Einen weiteren Gegensatz findet Münkler in Hobbes‘ Auffassung von Sprache. So sind Hobbes die antiken Begriffe zu unpräzise. Auf schwammigen Begriffen kann für ihn keine politische Ordnung fußen. Daraus zieht er den Schluss,, dass der Souverän in der Lage sein muss, Begriffe zu definieren, er muss festlegen können, was gut und was böse ist. 6
2 Vgl. Ebd., S. 35
3 Ebd., S. 43
4 Ebd., S. 78
5 Ebd., S. 81
6 Vgl. Ebd., S. 86 ff.
Arbeit zitieren:
Carsten Freitag, 2003, Zu: Herfried Münkler - Thomas Hobbes, München, GRIN Verlag GmbH
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