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Konfliktbeilegung durch Gerichtsentscheid am Beispiel des Konfliktes zwischen Frankreich und Großbritannien um die Inselgruppen Minquiers und Ecrehos 1950-1953

Titel: Konfliktbeilegung durch Gerichtsentscheid am Beispiel des Konfliktes zwischen Frankreich und Großbritannien um die Inselgruppen Minquiers und Ecrehos 1950-1953

Hausarbeit , 1997 , 14 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Thomas Grömling (Autor:in)

Politik - Thema: Internationale Organisationen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

1950 erhob Frankreich Anspruch auf die Inselgruppen Minquiers und Ecrehos im Golf von Saint-Malo. Damit wurde ein Verhandlungsprozeß in Gang gesetzt der mit einem Urteil des Internationalen Gerichtshofs endete. Dieser Konfliktfall ist ein Musterbeispiel für die friedliche Beilegung eines Konfliktes durch eine juristische Entscheidung. Ganz besonders interessiert hierbei warum der Konflikt friedlich beigelegt werden konnte und nicht in einem gewaltvollen Lösungsversuch gipfelte. Ebenso wichtig für das Verständnis des Falles sind die Gründe, die zur Akzeptanz einer gerichtlichen Entscheidung auf beiden Seiten führten.
Zunächst möchte ich aufzeigen wie es zu der Entstehung dieses Konfliktes kam, wo seine Ursprünge liegen. Dabei ist ebenfalls von Interesse ob er sich im Laufe seiner Existenz wandelte oder immer gleich blieb. Weiterhin werde ich die Entscheidung des Internationalen Gerichtshofes darstellen und erläutern. Schließlich wird der Konflikt dann, anhand der Konflikttheorien, eingeordnet und die Entscheidung des IGH im Lichte seiner Regeln und Prozedur betrachtet, woran sich die Schlußfolgerung anschließt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Hauptteil

1. Falldarstellung

1.1 Streitgegenstand und Hintergründe

1.2 Geschichtlicher Hintergrund

2. Darstellung der Entscheidungsfindung und Erläuterung der Entscheidung

2.1 Finden einer Argumentationsbasis

2.2 Die Entscheidung

2.3 Die Abweichung des Richters Basdevant

3. Einordnung des Konflikts in die Theorie

3.1 Art des Konflikts

3.2 Erläuterung der IGH-Prozedur

4. Kriterien für die Akzeptanz des Urteils

III. Schlußfolgerung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den historischen Konflikt zwischen Frankreich und Großbritannien um die Souveränität über die Inselgruppen Minquiers und Ecrehos (1950–1953) und analysiert, warum dieser Fall als Musterbeispiel für eine friedliche Konfliktbeilegung durch den Internationalen Gerichtshof (IGH) gelten kann.

  • Historische Entwicklung der territorialen Ansprüche von 1066 bis ins 20. Jahrhundert
  • Methodik der Entscheidungsfindung des IGH unter Anwendung des "Consolidation"-Prinzips
  • Theoretische Einordnung des Konflikts in die Konfliktforschung
  • Analyse der Faktoren, die zur Akzeptanz des Urteils durch beide Staaten führten

Auszug aus dem Buch

1.1 Streitgegenstand und Hintergründe

Bei dem Streitgegenstand handelt es sich um die Inselgruppen Minquiers und Ecrehos im Golf von Saint-Malo, welche beide geographisch Teil des Archipels der Kanalinseln sind, „situated roughly between latitude 49o 47’ North, and latitude 48o 50’ North“. Beide Inselgruppen bestehen hauptsächlich aus größeren und kleineren Felsen und Riffen. Die Inselgruppe Minquiers weist 2, Ecrehos hingegen 3 bewohnbare Inseln auf. Inwieweit zum damaligen Zeitpunkt des Streitfalles (1950-1953) noch Menschen auf den Inseln lebten, war nicht in Erfahrung zu bringen und für den Prozeßverlauf wohl auch von untergeordneter Bedeutung, da dies in der Literatur nicht weiter erwähnt wurde.

„The Minquiers and Ecrehos groups have no strategical value“, und daher liegt die von Alexander Roche geäußerte Vermutung nahe, daß es sich bei dem Streitfall wohl um ökonomische Gründe als Auslöser handeln müsse. So werden die „oyster-beds of considerable importance“, der Plan des Baus eines Gezeitenkraftwerkes durch die französische Regierung bei Minquiers und ganz dezidiert Fischereiinteressen genannt. Der Konflikt wurde 1950 wieder ausgelöst, nachdem Frankreich erneut die Souveränität über diese beiden Inselgruppen beanspruchte.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Vorstellung des Untersuchungsgegenstandes und der Fragestellung zur friedlichen Beilegung des Inselkonflikts zwischen Frankreich und Großbritannien.

1. Falldarstellung: Historischer Abriss der Gebietsansprüche und Erläuterung der geographischen sowie ökonomischen Rahmenbedingungen der Inseln.

2. Darstellung der Entscheidungsfindung und Erläuterung der Entscheidung: Analyse der vom Internationalen Gerichtshof gewählten Argumentationsbasis sowie der Urteilsbegründung zugunsten Großbritanniens.

3. Einordnung des Konflikts in die Theorie: Theoretische Kategorisierung des Konfliktverlaufs und Beschreibung der prozeduralen Abläufe vor dem Internationalen Gerichtshof.

4. Kriterien für die Akzeptanz des Urteils: Untersuchung der Faktoren, die zur erfolgreichen Umsetzung und Akzeptanz des richterlichen Urteils durch die beteiligten Staaten beitrugen.

III. Schlußfolgerung: Fazit über die Bedeutung der Kompromissbereitschaft und der entpolitisierenden Wirkung juristischer Verfahren für die Lösung internationaler Streitigkeiten.

Schlüsselwörter

Internationaler Gerichtshof, Souveränität, Minquiers, Ecrehos, Gebietsstreit, Frankreich, Großbritannien, Friedliche Konfliktbeilegung, Consolidation, Fischereirechte, Kanalinseln, Historische Rechtstitel, Internationale Politik, Jurisdiktion, Territorialanspruch.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert den historischen Souveränitätskonflikt zwischen Frankreich und Großbritannien um die Inselgruppen Minquiers und Ecrehos im Zeitraum von 1950 bis 1953.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit deckt die geschichtliche Genese der Ansprüche, die juristische Aufarbeitung durch den Internationalen Gerichtshof (IGH) und die theoretische Einordnung internationaler Konflikte ab.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, nachzuvollziehen, warum dieser spezifische Konflikt friedlich gelöst werden konnte und welche Faktoren die Akzeptanz des IGH-Urteils durch beide Parteien begünstigten.

Welche methodischen Ansätze werden verfolgt?

Der Autor nutzt historische Analysen sowie politikwissenschaftliche Ansätze der Konfliktforschung und bezieht sich zudem auf Analysepunkte der Akzeptanz von IGH-Urteilen, wie sie von Peter Billing formuliert wurden.

Was sind die inhaltlichen Schwerpunkte im Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Falldarstellung, die Erläuterung der Entscheidungsfindung des IGH anhand des "Consolidation"-Prinzips und die Einordnung der IGH-Prozedur in die internationale Rechtstheorie.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind Souveränitätsausübung, territoriale Konsolidierung, das "critical date" im Völkerrecht sowie die Rolle von Fischereiinteressen als ökonomischer Auslöser des Streits.

Warum spielte die Rolle des Richters Basdevant eine besondere Bedeutung?

Der französische Richter Basdevant vertrat eine abweichende Argumentationsbasis, da er sich stärker auf historische Rechtstitel stützte, während das Gericht als Ganzes dem Prinzip der tatsächlichen effektiven Verwaltung den Vorzug gab.

Inwiefern beeinflussten die Weltkriege die Beziehung der Konfliktparteien?

Die gemeinsam durchlebten Weltkriege stärkten die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Frankreich und Großbritannien, was laut dem Autor die Bereitschaft zur friedlichen, partnerschaftlichen Lösung des Inselkonflikts förderte.

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Details

Titel
Konfliktbeilegung durch Gerichtsentscheid am Beispiel des Konfliktes zwischen Frankreich und Großbritannien um die Inselgruppen Minquiers und Ecrehos 1950-1953
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg  (Institut für Politische Wissenschaft)
Veranstaltung
Einführung in die Konfliktforschung
Note
1,5
Autor
Thomas Grömling (Autor:in)
Erscheinungsjahr
1997
Seiten
14
Katalognummer
V4618
ISBN (eBook)
9783638128339
Sprache
Deutsch
Schlagworte
IGH Konflikt Frankreich Großbritannien
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Thomas Grömling (Autor:in), 1997, Konfliktbeilegung durch Gerichtsentscheid am Beispiel des Konfliktes zwischen Frankreich und Großbritannien um die Inselgruppen Minquiers und Ecrehos 1950-1953, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/4618
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Leseprobe aus  14  Seiten
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