Inhaltsverzeichnis
Tabellenverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis II
1 Einleitung 1
2 Räumliche Abgrenzung der Stadtregion San Francisco 2
3 Die Entwicklung der Kernstadt San Francisco 3
4 Die Entwicklung der Bay-Area unter besonderer Berücksichtigung der Suburbanisierung 10
4.1 Allgemeine Darstellung des Suburbanisierungsprozesses 10
4.2 Die Entwicklung der Bay-Area 11
4.2.1 Überblick 11
4.2.2 Die Suburbanisierung San Franciscos und Oaklands 13
4.2.3 Die Entwicklung der Hightech-Region Silicon Valley in der South-Bay 15
4.2.4 Die Entwicklung der exurbanen North-Bay 16
4.3 Die heutige Situation und Probleme der Bay-Area 17
5 Schlussbetrachtung 20
Literatur 22
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Bevölkerungsentwicklung San Franciscos von 1848-2000 7
Tabelle 2: Die ethnische Herkunft der San Franciscaner im Jahr 2000 8
Tabelle 3: Bevölkerungsentwicklung der Bay-Area von 1950 bis 2000 12
I
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Die Bay-Area und ihre Lage innerhalb Kaliforniens
Abbildung 2: San Francisco und seine Bezirke
Abbildung 3: Entwicklung der ethnischen Zusammensetzung der Bevölkerung San Franciscos
Abbildung 4: Pro-Kopf-Einkommen der Bevölkerung San Franciscos nach
Postleitzahlgebieten im Jahr 2000
Abbildung 5: Die Bevölkerungsdichte der Bay-Area Counties im Jahr 2000
Abbildung 6: Pro-Kopf-Einkommen in den Bay-Area Counties im Jahr 2000
II
1 Einleitung
San Francisco und die dazugehörige Stadtregion, die sich rings um die San Francisco Bay erstreckt, gilt als eine der wirtschaftlich erfolgreichsten Regionen der USA. So gehörten im Jahr 2000 von den neun Counties dieses Gebietes acht zu den wirtschaftlich stärksten Counties Kaliforniens (insgesamt 58), gemessen am Pro-Kopf-Einkommen. 2001 wurde in jedem County der Stadtregion die durchschnittliche Arbeitslosenquote Kaliforniens, die bei 5,3 % lag, unterschritten. (STATE OF CALIFORNIA 2002, 24 und 70). Floeting und Golm heben auch die besonders hohe Qualifikation der dort lebenden Arbeitnehmer hervor (FLOETING/GOLM 1991, 145).
Diese Tatsachen sind das Ergebnis eines Entwicklungsprozesses, der mit dem Beginn des Aufstiegs San Franciscos im 19. Jahrhundert begonnen und in der gesamten Region -vor allem im vergangenen Jahrhundert- ein umfangreiches Wachstum und Ausbreiten von Bevölkerung und Wirtschaft verursacht hat. Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, diese Entwicklungen nachzuzeichnen. Dabei wird auch auf die aktuelle Situation und die mit dem Wachstum einhergehenden Probleme eingegangen.
Kapitel 2 dient der kurzen geografischen Abgrenzung des Großraums San Francisco. Im dritten Kapitel erfolgt eine Darstellung San Franciscos, der Kernstadt des betrachteten Raums. Zum einen wird die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt beschrieben. Zum anderen werden auch die verschiedenen Einwanderungswellen sowie Herkunfts- und innerstädtische Zielorte der verschiedenen Einwanderergruppen und Gentrifizierungsprozesse innerhalb einiger Stadtviertel kurz dargestellt. Diese beiden für den amerikanischen Raum typischen Prozesse werden nur für die Stadt San Francisco exemplarisch aufgegriffen, da es im Rahmen der vorliegenden Arbeit nicht möglich ist, eine dies bezügliche Darstellung des Gesamtraums bzw. aller Teilräume aufzuzeigen. Das 4. Kapitel ist der Entwicklung der gesamten Stadtregion, unter besonderer Berücksichtigung der Suburbanisierung, gewidmet. Zunächst wird der Gesamtraum dargestellt und in einzelne Teilräume gegliedert, deren Entwicklung, insbesondere hinsichtlich Bevölkerung und Wirtschaft, darauf folgend einzeln nachgezeichnet wird. Daran schließt sich eine Skizzierung der gegenwärtigen Situation und ausgewählter Probleme der Stadtregion an. Kapitel 5 fasst die wichtigsten Aspekte der Arbeit zusammen.
Es sei darauf verwiesen, dass im Regelfall die neuesten statistischen Daten, die in dieser Arbeit Verwendung finden, dem US-Zensus des Jahres 2000 entstammen, da dieser nur einmal in zehn Jahren erhoben wird und Zahlen neueren Datums oft nur auf Schätzungen beruhen.
1
2 Räumliche Abgrenzung der Stadtregion San Francisco
San Francisco liegt am nördlichen Rand einer Halbinsel (San Francisco Peninsula) an der pazifischen Küste des US- Bundesstaates Kalifornien (37°46' nördlicher Breite, 122°26' westlicher Länge). Westlich der Halbinsel befindet sich der offene Ozean, östlich davon die San Francisco Bay. Die Stadt bildet zusammen mit Oakland am Ostufer der Bucht und San Jose, welches südlich der Bucht liegt, die Kernstädte eines Verdichtungsraumes, der in der amerikanischen Amtsstatistik als „Consolidated Statistical Metropolitan Area (CMSA) of San Francisco-Oakland-San Jose“ bezeichnet wird und eine Fläche von ca. 18.111 Km² einnimmt (STATE OF CALIFORNIA 2002, viii und 2). Daneben benutzt die Literatur für diesen Raum auch die Bezeichnung „(San Francisco) Bay-Area“ (siehe z.B. CERVERO/WU 1998, 1060; FLOETING/GOLM 1991, 144; GODFREY 1997, 316), die auch in dieser Arbeit im Folgenden verwendet wird. Das Gebiet umfasst die Counties Alameda, Contra Costa, Marin, Napa, San Francisco (deckungsgleich mit der gleichnamigen Stadt), San Mateo, Santa Clara, Solano und Sonoma (STATE OF CALIFORNIA 2002, viii ). Abbildung 1 zeigt eine Karte der Bay Area und ihre Lage innerhalb Kaliforniens. Abbildung 2 zeigt eine Karte San Franciscos, inklusive einer groben Angabe der Stadtbezirke.
CALIFORNIA 2002, xi, Maßstab und quadratische Markierung: Eigene Darstellung; Karte der Bay-Area aus
CERVERO/WU 1998, 1064).
2
3 Die Entwicklung der Kernstadt San Francisco
Historischer Kernpunkt der Stadt bildete die spanische Franziskanermission „Dolores“ im Norden der Halbinsel, die 1776 während der spanischen Kolonialzeit angelegt wurde. Eine erste größere Siedlung, genannt „Yerba Buena“, bildete sich in der Nähe der Mission im Jahr 1835. Nach dem Rückzug Spaniens aus Amerika gehörte das Gebiet zunächst zum mexikanischen, dann ab 1848 zum US-amerikanischen Kalifornien (Beitritt zur Union in 1850). Seit jenem Jahr wird für die Siedlung der Name San Francisco verwendet. (JOHNSON 1966, 131 und CHASE et al. 1976, 209). Ein erster großer Wachstumsschub erfasste die Siedlung bereits im Jahre 1848, als viele Goldgräber in die Stadt zogen und San Francisco als Ausgangspunkt ihrer Goldsuchaktivitäten benutzten. Diese auch als „Goldrausch“ bezeichnete Episode wurde durch Goldfunde am Fuße der Sierra Nevada initiiert und dauerte bis 1852 an. (HAHN 2002, 325).
Der Goldrausch diente vor allem Einwanderern aus Irland und Deutschland, ferner solchen aus Skandinavien und Osteuropa, als Pull-Faktor der Migration, die auch nach dieser Phase fortdauerte. Als Push-Faktoren der Einwanderung nennt Godfrey eine Wirtschaftskrise und die durch eine
3
Kartoffelpest ausgelöste Hungersnot in Irland sowie wirtschaftliche und politische Krisen (Scheitern der Revolution von 1848) in Deutschland. (GODFREY 1988, 59 f.). Aufgrund des rapiden Wachstums wurde San Francisco 1850 zur Stadt erklärt (CHASE et al. 1976, 209). Bereits zu dieser Zeit bestand ein für US-amerikanische Städte typisches schachbrettartiges Straßennetz. Der Naturhafen San Franciscos entwickelte sich zu einem wichtigen Handelsplatz und Ankunftsort der Einwanderer, auch aus Ostasien, insbesondere China. Diese trieben als Arbeiter den nächsten Wachstumsschub der Stadt, der mit dem Bau einer Bahnverbindung nach Chicago (1869) einsetzte, voran. In den Folgejahren errichteten chinesische Einwanderer einen eigenen Stadtteil, genannt „China-Town“. (HAHN 2002, 326 f.) Aufgrund der starken chinesischen Einwanderung und ihrer geringen Assimilationsbereitschaft wurde 1882 der weitere Zuzug chinesischer Einwanderer verboten, der erst 1965 durch veränderte Einwanderungsregeln wieder einsetzte, diesmal hauptsächlich getragen von Hong-Kong Chinesen (ZHOU/GATEWOOD 2000, 6 f.). Die weitere Expansion der Stadt erfolgte durch das rasche Wachstum des Hafens und des Finanzsektors, so dass sich bereits um 1875 ein CBD (Central Business District) als zentraler Standort für Banken, Versicherungen und den Warenhandel herausbildete (GODFREY 1997, 313). San Francisco wurde zur wirtschaftlich dominierenden Stadt des amerikanischen Westens und wurde in dieser Funktion erst um 1940 von Los Angeles abgelöst ( CHASE et al. 1976, 209; BLUME 1988, 358).
Nach dem Einwanderungsverbot für Chinesen stellten um die Jahrhundertwende vor allem Europäer (insbesondere Italiener, Iren, Deutsche und Osteuropäer) und Japaner die größten Immigrantengruppen. Ankömmlinge ließen sich in der Regel zunächst in solchen Teilen der Stadt (Einwandererghettos) nieder, die bereits von ihren Landsleuten bewohnt wurden (Chinesen in China-Town, Deutsche und Iren: South of Market und Union Square, Japaner nahe China Town, Italiener und Hispanics in North Beach). Nach einer Akkulturationsphase wechselten vor allem Europäer ihre Wohnorte und das Gebiet der Stadt wurde erweitert. So zogen beispielsweise Arbeiter in den Mission District, welcher zu einem Arbeiterbezirk wurde und wohlhabendere Bürger bezogen im Marina District sowie südlich davon liegende, hügelige Gebiete (wie Pacific Heights, Western Addition, Nob Hill) Quartier, so dass sich die Stadt allmählich in südliche und westliche Richtung ausbreitete. (GODFREY 1988, 62 ff.).
Diese Wachstumsphase wurde durch ein großes Erdbeben, während dessen ca. 500 Baublöcke zerstört wurden, vorerst beendet (HAHN 2002, 326). Neben dem Sachschaden forderte das Beben auch etwa 700 Tote und machte 250.000 Menschen obdachlos. Die Stadt wurde auf den Ruinen rasch bis etwa 1910 wieder aufgebaut. (CHASE et al. 1976, 210).
In der Zwischenkriegszeit setzte das Stadtwachstum wieder ein. Der Großteil der europäischen
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Arbeit zitieren:
Daniel Gromotka, 2005, Entwicklung, räumliche Differenzierung und Probleme der Stadtregion San Francisco, München, GRIN Verlag GmbH
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