Inhaltsverzeichnis:
1. Einleitung: 3
2. Theoretische Grundlagen: 4
2.1 Bewusstsein 4
2.2 Mögliche Funktion (Sinn) des Bewusstseins 5
2.3 Kennzeichen für (tierisches-) Bewusstsein 5
3. Versuche Beobachtungen und Experimente zum tierischen
Bewusstsein 6
3.1 Komplexes Verhalten Bewusstsein 6
3.2 Denken 7
3.3 Selbstbezogenes Verhalten Experimente mit Spiegeln 8
4. Synthese Ausblick 10
5. Literatur 12
1. Einleitung:
Haben Tiere ein Bewusstsein? Haben Menschen ein Bewusstsein? Nach der Auffassung des Solipsismus kann man letztendlich nur Gewissheit über sein eigenes Bewusstsein haben. Von R. Descartes (1596-1650) stammt die berühmte Aussage „Cogito, ergo sum“ (Ich denke – also bin ich). Diese Fähigkeit schrieb er den Tieren allerdings nicht zu. Er vertrat die Anschauung, dass Bewusstsein und Denken ausschließlich dem Menschen vorbehalten seien. Tiere würden wie Automaten funktionieren, deren Empfinden und Wollen rein mechanisch und nach physikalischen Prinzipien abläuft. Aber bereits Ende des 19. Jahrhunderts äußerte sich der Biologe Ernst Haeckel in seinem Buch „Die Welthrätsel“ über das menschliche und tierische Bewusstsein in einer Auffassung, die der heutigen schon sehr nahe kommt:
„Aber auch die höhere Associons-Thätigkeit ihres Gehirns, die Bildung von Urtheilen und deren Verbindung zu Schlüssen, das Denken und das Bewußtsein im engeren Sinne, sind bei ihnen ähnlich entwickelt wie beim Menschen – nur dem Grade, nicht der Art nach verschieden. [....] Dagegen ist es nicht möglich, die Grenze scharf zu bestimmen, wo auf den niederen Stufen des Thierlebens das Bewußtsein zuerst als solches erkennbar wird. [....] Nach meiner persönlichen Auffassung dünkt mir unter den verschiedenen widersprechenden Theorien am wahrscheinlichsten die Annahme, daß das Zustandekommen des Bewußtseins an die Centralisation des Nervensystems gebunden ist, die den niederen Thierklassen noch fehlt.“ (Haeckel, 1899, Kapitel 10)
Wissen über die Ausprägung und Funktion tierischen Bewusstseins, kann zur Klärung der Entwicklung und besserem Verständnis des menschlichen Bewusstseins beitragen. Daher führt man eine Vielzahl von Experimenten zum tierischen Bewusstsein durch. Insbesondere Tierarten mit einem hohen „Zephalisationsindex „ und Menschenaffen, von denen einige genetisch bis zu 98,4% (Preiß, 2003)) mit dem Menschen übereinstimmen, sind dabei von großem Interesse.
Eines der größten Probleme beim Erforschen des tierischen Bewusstseins, ist das Fehlen einer uns verständlichen Sprache. Wäre diese komplex genug, könnten wir auf einfache Art und Weise Auskunft über ihre „geistigen Prozesse“ erhalten. Da dies nicht der Fall ist, und wir nur sehr eingeschränkt mit ihnen Kommunizieren können, versucht man
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über das Verhalten der Tiere in gestellten Problemsituationen, schrittweise den Ausprägungsgrad ihrer kognitiven Fähigkeiten zu ermitteln.
2. Theoretische Grundlagen:
Obwohl es durch die modernen Bildgebenden Verfahren, wie f-MRT, CT oder PET, möglich geworden ist diejenigen Hirnregionen relativ exakt zu ermitteln, an denen bestimmte kognitive Prozesse ablaufen, lässt sich dadurch Bewusstsein nicht erklären. Die Entstehung von Bewusstsein bleibt eines der größten Rätsel der Wissenschaft.
In vielen einfachen und wenig umfangreichen Lexika, findet man häufig nur den Begriff der Bewusstlosigkeit. Allein dies deutet darauf hin, wie schwierig es ist Bewusstsein zu definieren.
2.1 Bewusstsein
Nach Zimbardo´s (1995, S. 223) Auffassung, ist Bewusstsein der allgemeine Begriff für Bewusstheit. Dieser beinhaltet den „Strom der unmittelbaren Erfahrung“, der sich aus Wahrnehmungen, Gedanken, Gefühlen und Wünschen zusammensetzt , und unser bewusstes Erleben ausfüllt. Außerdem umfasst er auch, dass man sich seiner selbst als ein Wesen bewusst ist, welches getrennt von anderen Lebewesen existiert. Konzentrierte Bewusstheit äußert sich als Aufmerksamkeit.
„Die Begriffe ”bewußt” und ”Bewußtsein” bezeichnen in der Alltagspsychologie eine Reihe verschiedener Phänomene“ (Metzinger, 1999, S.1) – allein dies drückt aus, wie breit gefächert die Definitionen für Bewusstsein sind und wie schwierig es ist Bewusstsein klar zu umschreiben.
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Arbeit zitieren:
Mario Bolz, 2003, Bewusstsein bei Tieren, München, GRIN Verlag GmbH
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Sprachwissenschaft / Sprachforschung (fachübergreifend)
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