INHALTSVERZEICHNIS
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1 Relevanz literarischer Parodien im Laufe der Zeit 3
2 Italo Calvinos Se una notte d inverno un viaggiatore und
dessen literarische Parodie 4
2.1 Leben und Werk Italo Calvinos 4
2.1.1 Biographie des Autors 4
2.1.2 Das literarische Werk des Autors 5
2.2 Literaturgeschichtliche Einordnung Die Postmoderne 7
2.2.1 Zeitliche Einordnung der Stilepoche 7
2.2.2 Epochenmerkmale der Postmoderne 8
2.3 Struktur und Inhalt des Romans Se una notte d inverno un viaggiatore 9
2.3.1 Aufbau des Romans 9
2.3.2 Inhalt des Werkes 10
2.4 Parodistische Elemente des Romans 12
2.4.1 Allgemeine Definitionen zur Parodie 13
2.4.2 Ausgewählte Beispiele literarischer Parodie in Se una notte d inverno
un viaggiatore 14
3 Schlußbetrachtungen 16
4 Bibliographie 17
4.1 Primärquellen 17
4.2 Sekundärliteratur 17
4.3 Internetadressen 17
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1 RELEVANZ LITERARISCHER PARODIEN IM LAUFE DER ZEIT
Wie uns das Proseminar gezeigt hat, treffen wir literarische Parodien epochen- und gattungsübergreifend an. Angefangen bei Ludovico Ariosto im 15. Jahrhundert bis hin zu modernsten Autoren aus dem Jahre 1997 begegnen uns literarische Parodien unterschiedlichster Art. Gattungsspezifisch betrachtet lassen sich Parodien mit allen Sorten von Literaturgenres in Verbindung bringen, so beispielsweise mit dem Epos, der Lyrik, dem Dialog und der Prosa.
In der hier vorliegenden Arbeit wird im Speziellen ein Werk der Verbindung zwischen Parodie und Prosa näher untersucht. Es handelt sich um den Roman Se una notte d’inverno un viaggiatore des italienischsprachigen Autors Italo Calvino, den er in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts veröffentlicht hat.
Um das Thema umfassend zu erörtern, ist es notwendig, sich dem Gegenstand von verschiedenen Standpunkten aus zu nähern.
Zunächst einmal erfolgt die Betrachtung der Biographie und der literarischen Vita des Autors. Leider gibt es meiner M einung nach zu diesem Bereich noch keine ausreichend informative Forschungsliteratur.
Anschließend sollen die Merkmale der Postmoderne – jene Epoche, die das ausgehende 20. Jahrhundert geprägt hat – näher erläutert werden. Auch zu dieser Thematik sollte die Forschung noch zusätzliche Anstrengungen unternehmen, um ausreichendes Informationsmaterial zur Verfügung stellen zu können. Werkspezifischer wird es ab dem dritten Abschnitt. Hier widmen wir uns der formalen und inhaltlichen Betrachtung des Romans, um im vierten und letzten Argument durch überwiegende Eigeninterpretation einige Beispiele literarischer Parodie anhand vorgegebener Definitionsmerkmale in Se una notte d’inverno un viaggiatore ausfindig zu machen.
Von besonderem Wert für die vorliegende Arbeit waren die Erläuterungen Beno Weiss’ und Susanne Knallers, um die Hintergründe und Motivationen Italo Calvinos beim Abfassen des Romans zu verstehen.
Doch durch die eher dürftige Bandbreite an adäquater Sekundärliteratur zum vorliegenden Thema basieren z ahlreiche Überlegungen und Darstellungen auf Eigeninterpretationen und Vorstellungen meinerseits.
Ich hoffe jedoch, mich der Thematik umfassend und einleuchtend aus verständlichen Blickwinkeln genähert zu haben.
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2 ITALO CALVINOS SE UNA NOTTE D’INVERNO UN VIAGGIATORE UND DESSEN LITERARISCHE PARODIE
2.1 LEBEN UND WERK ITALO CALVINOS
Wenn man ein einzelnes Werk eines Autors in Hinblick auf speziell ausgewählte Kriterien hin näher in Augenschein nehmen möchte, ist es unabdingbar, sich vorab mit dem Verfasser des betreffenden Titels selbst intensiv auseinanderzusetzen. Im hier vorliegenden Fall handelt es sich um den italienischen Autor Italo Calvino, wie sich bereits aus den einleitenden Worten entnehmen läßt.
Da Italo Calvino noch zu den erst in jüngerer Z eit verstorbenen Autoren gehört, liegen leider noch keine umfangreichen sekundärliterarischen Biographien über sein Leben vor. Dennoch soll im folgenden Absatz der Versuch unternommen werden, anhand der wenigen zusammengetragenen Informationen ein plastisches Bild seiner Person zu vermitteln.
2.1.1 BIOGRAPHIE DES AUTORS
Da sein Vater als Leiter einer experimentellen Landwirtschaftsschaftsschule seit einigen Jahren auf Kuba tätig war, wurde Italo Calvino am 15. Oktober 1923 in Santiago de las Vegas geboren. Seine Mutter arbeitete als Naturwissenschaftlerin für das Institut der Botanik an der Hochschule von Pavia. Doch bereits im Alter von zwei Jahren kehrte die Familie nach Italien zurück und siedelte sich in Ligurien an. (URL: Versalia, Italo Calvino) Seine Kindheit und Jugend verbrachte er in San Remo. Nach der Schulausbildung begann er ein agrarwissenschaftliches Studium, das aber durch den Zweiten Weltkrieg unterbrochen wurde. Während des Krieges schloß er sich der Resistenza an. Anschließend setzte er seine Studien fort, wechselte aber in den Bereich der Literaturwissenschaft. 1947 konnte er das Studium erfolgreich mit seiner Promotion über den Schriftsteller Joseph Conrad abschließen. (URL: Wikipedia, Italo Calvino) Bereits bald nach seinem Studium begann er, auf die literarischen Kreise Italiens Einfluß zu nehmen. Schon seit 1946 war er Chefredakteur im Turiner Verlagshaus Einaudi, arbeitete aber auch für andere Verlagshäuser, engagierte sich als Redakteur bei der Tageszeitung L’Unità und war aktives Mitglied der Kommunistischen Partei Italiens (PCI), der er 1943 beigetreten war.
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„Die 50er Jahre bezeichnen […] eine außerordentlich aktive Phase der literarischen Vita Calvinos. Er betätigt sich nicht nur politisch, sondern engagiert sich auch intensiv auf kulturellem und vor allem literaturkritischem Gebiet.“ (Eversmann 1979, 11) Seine journalistischen Beteiligungen verteilt er neben L’Unità auf Rinascita, Il Contemporaneo und Il Politecnico.
1957 trat Calvino nach einer Diskussion über die kulturpolitischen Leitlinien der PCI aus der Partei aus.
1959 begab er sich unter die Herausgeber und gründete die renommierte Literaturzeitschrift Menabò di letteratura, welche lange großen Zuspruch finden wird, und der er bis 1966 als Mitdirektor vorstand.
1964 übersiedelte der Autor nach Paris, blieb aber seinen italienischen Engagements weiterhin stark verhaftet. Während seiner Pariser Zeit widmete er sich intensiv den französischen Romantheorien, insbesondere dem Tel Quel.
Italo Calvino starb am 19. September 1985 im Alter von knapp 62 Jahren in Siena. Durch „die große Spannbreite seiner Interessen und Aktivitäten“ entwickelte der Autor eine „Faszination“ (Eversmann 1979, 12), die wir anhand der Betrachtung des Werks Italo Calvinos noch eingehender vertiefen wollen.
2.1.2 DAS LITERARISCHE WERK DES AUTORS
Wie schon im biographischen Abriß genannt, verdingte sich Italo Calvino bereits während und kurz nach seinem Studium als Lektor, Redakteur und Schriftsteller. Seine schriftstellerische Entfaltung m uß vor dem Hintergrund der literarischen Nachkriegszeit betrachtet werden.
Auf seine vielseitigen „individuellen literarischen Neigungen und Aktivitäten […] ist nicht zuletzt Calvinos Image eines ambivalenten, widersprüchlichen Schriftstellers zurückzuführen, […]“ (Eversmann 1979, 10) Seinen ersten Roman mit dem Titel Il sentiero dei nidi di ragno veröffentlichte er 1947; dieser beschäftigt sich mit authentischen Erlebnissen, die durch die Beteiligung an der Resistenza ausgelöst worden waren. Es sollten noch weitere Erzählungen zu diesem Thema zwischen den Jahren 1946 bis 1948 folgen. Anschließend brachte er drei Romane mit gänzlich anderer Thematik heraus: Il visconte dimezzato (1952), Il barone rampante (1957) und Il cavaliere inesistente (1959). „Bereits hier ist also eine zumindest zeitliche Diskrepanz zwischen Calvinos
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Daniela Scharnagl, 2005, Italo Calvino: Se una notte d'inverno un viaggiatore (1979), Munich, GRIN Publishing GmbH
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