Inhaltsverzeichnis
Abbildungs - und Tabellenverzeichnis 2
1. Einleitung 3
2. Aufgaben, Ziele und Problemfelder der strategischen Planung 5
3. Prozesse und Phasen der Übernahme nach Jansen 7
4. Konzeptionsphase 9
4.1.Unternehmensanalyse 10
4.2. Analyse der Umwelt 12
5. Strategieformulierung 15
5.1. Strategiealternativen bei Unternehmen und pro und contra 16
5.2. Strategiealternativen bei Privatpersonen und pro und contra 19
6. Transaktionsphase 21
7. Integrationsphase 23
8. Schlussbetrachtung 25
9. Literaturverzeichnis und Quellennachweise 25
Abbildungs - und Tabellenverzeichnis
Abb. 1: Strategische Planung im Planungssystem
Abb. 2: Dreiphasenschema zum idealtypischen Verlauf einer Akquisition
Abb. 3: Aufriss des Planungsprozesses in Darstellungsform von Steinmann
und Schreyögg
Abb. 4: Identifizierung von Aquisitions-Bedarfen
Abb. 5: Möglichkeiten der Unternehmensentwicklung
Abb. 6: Pro und Contra von Unternehmensübernahme und Kooperation
Abb. 7: Pro und Contra von Unternehmensübernahme und Neugründung bei
Privatpersonen
Abb. 8: Prozessschritte des Integrationsmanagement
2
1. Einleitung
Seit einigen Jahren stehen die Unternehmen einer immer komplexeren und sich schneller wandelnden Umwelt gegenüber, in der der Wettbewerbsdruck stetig wächst. Die Frage und Suche nach der idealen Dimension einer Unternehmung ist häufig eine wettbewerbsentscheidende Herausforderung, die enorme Bedeutung für den Erfolg am Markt haben kann. Der Kauf einer Unternehmung ist jedoch ein hochkomplexer Prozess, welcher unbedingt ein konzeptionelles Handeln voraussetzt. Der prozentuale Anteil der nicht erfolgreichen Akquisitionen der in Deutschland bei etwa 37 % 1 liegt, stützt diese Aussage.
Diese Ausarbeitung befasst sich mit der strategischen Planung im Falle der Unternehmensübernahme. Die Begriffe „Strategie“ und „Planung“ sind sehr weitläufig, werden aber von Kreikebaum recht kompakt und für dieses Thema treffend beschrieben: 2 Planung bzw. planen beinhaltet ein Schema zu entwerfen, wie etwas in Zukunft zu tun oder auszuführen ist. Der Gegensatz zum „Planen“ ist „Improvisieren“, was planlosem Handeln entspricht. Hauptmerkmale des Planens sind die geistige Beschäftigung mit der Zukunft, das konkrete Prüfen von alternativen Handlungsmöglichkeiten im Hinblick auf künftige Umweltsituationen und das Auswählen einer Handlungsalternative im Sinne einer Entscheidungsfindung. Strategie ist ein Gesamtkonzept zur Erreichung eines oder mehrerer Ziele, das auf längere Zeit ausgelegt ist und aggregierte Größen beinhaltet.
Strategische Planung hat demnach zur Aufgabe die grundsätzliche Entwicklungsrichtung eines Unternehmens mit dem Ziel festzulegen, den langfristigen Erfolg der Tätigkeiten mit Hilfe der Entwicklung von Strategien zu sichern. 3 Die Bedeutung dieses betriebswirtschaftlichen Themas ist aufgrund der ständig wachsenden Zahl von Unternehmensübernahmen, insbesondere auch im internationalen Bereich sehr groß. 4 Die Ursache liegt zum einen in der Tatsache, dass seit längerer Zeit eine Verschiebung des Einflusses der
1 Vgl. Bamberger, B.: Der Erfolg von Unternehmensaquisitionen in Deutschland, Bergisch Gladbach-Köln, 1994, S.178 ff. zitiert nach Welge, M. K.; Al-Laham, A., Strategisches Management: Grundlagen - Prozess - Implementierung, 2. Auflage, Wiesbaden: Gabler, 1999, S. 450
2 Vgl. Kreikebaum, H., Strategische Unternehmensplanung, 6. Auflage, Stuttgart, Berlin, Köln: Kohlhammer Druckerei, 1997, S. 15 ff.
3 In Anlehnung an Grüning, R.: Methodik der strategischen Planung: ein prozessorientierter Ansatz für Strategieplanungsprojekte, 2. Auflage, Bern, Stuttgart, Wien: Haupt, 2002, S. 1
4 Vgl. Jansen, S. A., Mergers & Acquisitions, 3. Auflage, Wiesbaden, Gabler, 2000, Vorwort zur dritten Auflage
3
Interessengruppen hin in Richtung Kapitalgeber stattfand, welche auf Wertsteigerung der Unternehmung abzielen 5 , zum anderen darin, dass auch mittelständische Unternehmen verstärkt auf Unternehmensakquisition setzen und zahlreiche inhabergeführte Betriebe einen Nachfolger benötigen. 6 Im Verlauf dieser Arbeit werden zunächst die Aufgaben, Ziele und Problemfelder der strategischen Planung aufgezeigt. Darauf folgend werden in Anlehnung an das Drei-Phasen-Modell von Jansen, welches in Kapitel drei dargestellt wird, die notwendigen Tätigkeiten und Aufgaben im Verlauf einer Übernahme und die damit verbundenen strategischen Planungsaufgaben geschildert. Diese reichen von der strategischen Analyse interner und externer Umweltbedingungen einer Unternehmung über die Strategieformulierung bis zum Vergleich der Alternativen. In zwei kurzen Abschnitten werden die Identifikation geeigneter Unternehmungen und schließlich die Planung des Integrationsprozesses beschrieben. Im Kapitel der Strategieformulierung wird gesondert auf den Fall der Übernahme eines Unternehmens durch eine Privatperson und mögliche Alternativen eingegangen. Es soll ein Überblick über das Vorgehen im Fall der Übernahme eines Unternehmens geschaffen werden, wobei das Hauptaugenmerk auf der ersten Phase, der Analyse- und Konzeptionsphase, und den Vor- und Nachteilen der Strategiealternativen liegt.
5 Vgl. Gomez, P.; Weber, B.: Akquisitionsstrategie-Wertsteigerung durch Übernahme von Unternehmungen, Stuttgart, Schäffer, 1989, S. 14 und Picot, G.(Hrsg.): Handbuch Mergers & Acquisitions, Planung, Durchführung und Integration, 2. Auflage, Stuttgart: Schäffer-Poeschel, 2002, S. 510
6 Vgl. Korbmacher, H. J.: Die Unternehmensbörse, Marketingberatung: Zum eigenen Unternehmen: Übernahme oder Neugründung? http://www.kauf-verkauf24.de/index.php?anzeigen=10
4
2. Aufgaben, Ziele und Problemfelder der strategischen
Planung
Aufgabe der strategischen Unternehmensplanung ist es, für das Unternehmen relevante Informationen zu beschaffen, aufzubereiten und aus der Sicht der Entscheidungsträger in einem Entscheidungsmodell abzubilden. 7 Es sollen so verschiedene unternehmensspezifische externe und interne Faktoren erfasst werden um die Situation der Unternehmung abbilden zu können und Maßnahmen planen zu können. Problematisch ist die unendliche Menge an Informationen, von denen in Umwelt- und Unternehmensanalysen nie alle berücksichtigt werden können und somit auch stets unvollständige Informationen für die Planung vorliegen. Man versucht zwar durch Vorselektion der strategisch relevanten Bereiche die Analysen im Umfang zu reduzieren, ohne wichtige Daten zu unterschlagen, jedoch werden immer auch Informationen ausgegrenzt, welche sich im nachhinein als wichtig herausstellen. Strategische Planung reicht im weiteren Sinne von der strategischen Analyse und Prognose über die Strategieformulierung (im engsten Sinne) und Strategiewahl bis hin zur operativen Planung. 8 Im Planungssystem hat sie folgende Stellung:
Abb. 1: Strategische Planung im Planungssystem 9
7 Vgl. Kreikebaum, a.a.O., S. 20, unter Verweis auf: Rothgängel, E.: Strategische Unternehmensplanung: Instrument zur langfristigen Existenzsicherung einer Unternehmung, Frankfurt am Main 1989, S. 68 und die dort angegebene Literatur
8 Vgl. Becker, F. G.; Fallgatter, M. J., Unternehmensführung: Einführung in das strategische Management, Bielefeld, Erich Schmidt, 2002, S. 45
9 Vgl. Hahn, D.; Taylor, B., Strategische Unternehmensplanung - Strategische Unternehmensführung, 7. Auflage, Heidelberg 1997, S. 3
5
Das Ziel ist stets der Aufbau und Erhalt hinreichend hoher und sicherer zukünftiger Erfolgspotentiale 10 , um die Existenz einer Unternehmung und die dauerhafte Erzielung von angemessenen Gewinnen 11 zu sichern. Die Hauptschwierigkeit der strategischen Planung liegt in den nicht absehbaren Veränderungen der Umweltbedingungen, da interne Informationen in der Regel reichlich vorhanden und aktuell sind. Um auf einem aktuellen Stand zu sein, müssen fortlaufend neue Informationen in die Planung der Zukunft einfließen, da man sich mit eben dieser beschäftigt. Dies verändert selbstverständlich auch die Entscheidungsalternativen und erschwert die Findung eines geeigneten Zeitpunktes der Entscheidung.
10 Vgl. Becker, F., a.a.O., S.48
11 Rendite auf das eingesetzte Kapital muss hinreichend hoch sein.
6
3. Prozesse und Phasen der Übernahme nach Jansen
Bezüglich der Maßnahmen, welche im Fall einer Unternehmensübernahme zur strategischen Planung getroffen werden müssen, spielt es eine eher untergeordnete Rolle ob eine Privatperson oder ein Unternehmen eine Übernahme durchführen will. Eine Umwelt-, sowie Unternehmensanalyse sind stets die vorgelagerten Schritte der Strategiebestimmung. 12 Der vierte, sowie der fünfte Abschnitt dieser Ausarbeitung entsprechen der Analyse- und Konzeptionsphase im Drei-Phasen-Modell von Jansen, welche die entscheidende und vorgelagerte Rolle im Verlauf der strategischen Planung einer Unternehmensübernahme spielt. In ihr werden alle relevanten Daten zusammengetragen, die zur Strategiekonzeption und Selektion notwendig sind. Jansens Darstellung wurde hier gewählt, da sie einen umfassenden Überblick über die Prozesse der einzelnen Phasen einer Akquisition bietet. Diese sind nicht in ihrer zeitlichen Abfolge gebunden und zudem iterativ sowie integrativ zu betrachten.
Abb. 2 : Drei-Phasen-Schema zum idealtypischen Verlauf einer Akquisition 13
12 Vgl. Kreikebaum, a.a.O., S. 21
13 Vgl. Jansen, S. A., a.a.O., S. 154
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Arbeit zitieren:
Sebastian Freudendahl, 2005, Strategische Planung im Fall der Übernahme eines Unternehmens, München, GRIN Verlag GmbH
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