Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis I
Abk ürzungsverzeichnis. II
1. Einleitung. 1
2. Der Verschuldungszyklus und der Prozess der Zahlungsbilanzumkehr nach Wilhelm
R öpke 1
3. Die Verschuldungskrise 2
3.1 Ursachen einer Verschuldungskrise 2
3.1.1 Interne Ursachen. 3
3.1.2 Externe Ursachen. 6
3.1.3 Die Rolle der Banken. 7
4. Erklärungsansätze zur Lösung der Verschuldungskrise 7
4.1 Schuldenerlass und Obergrenzen des Schuldendienstes. 7
4.2 Umschuldung der kurz- und mittelfristigen Kredite. 8
4.3 Sanierungshandlungen seitens der Entwicklungsländer 9
4.4 Lösungsbeiträge internationaler Organisationen. 11
5. Fazit 12
Literaturverzeichnis III
I
Abkürzungsverzeichnis
BIZ Bank für Internationalen Za hlungsausgleich IWF Internationaler Währungsfonds NZZ Neue Zürcher Zeitung
II
1. Einleitung
Ausgangspunkt zur Betrachtung des Themas „Verschuldungskrisen aus ordnungsökonomischer Sicht“ sind internationale Verschuldungskrisen. Im nachfolgenden Kapitel zwei wird dazu erst einmal der „normale“ Verschuldungszyklus nach Wilhelm Röpke dargestellt. Daran schließt sich eine Betrachtung der Ursachen von Verschuldungskrisen an, differenziert in interne und externe Ursachen. Gleichzeitig sollen die Auswirkungen und Folgen der Ursachen und der Verschuldungskrise auf den Staat, die Haushalte und auf andere Industrieländer und Institutionen diskutiert werden.
Anschließend werden in Kapitel vier verschiedene Ansätze zur Lösung der Verschuldungskrise vorgestellt.
Eine Schlussbetrachtung der Arbeit folgt im fünften Kapitel.
2. Der Verschuldungszyklus und der Prozess der Zahlungsbilanzumkehr nach Wilhelm Röpke
Im Folgenden soll der Verschuldungszyklus und die Auswirkungen auf die Zahlungsbilanz diskutiert werden. Hierzu ist zunächst die Zahlungsbilanz näher zu erläutern. Die Zahlungsbilanz ist ex definitione immer ausgeglichen, da ihr der Grundsatz der doppelten Buchführung zugrunde liegt. Häufig wird aber von einer unausgeglichenen Z ahlungsbilanz gesprochen; dies ist auf die Teilbilanzen Leistungsbilanz, 1 Kapitalverkehrsbilanz, Devisenbilanz und Restposten der Zahlungsbilanz 2 zurückzuführen. Wilhelm Röpke teilt den Verlauf des Verschuldungszyklus in vier typische Stadien ein. In Phase eins, der Phase des werdenden Schuldne r-landes, nimmt das Land Kredite auf und ermöglicht so die Finanzierung eines Leistungsbilanzdefizits, da über den Zusammenhang zur Zahlungsbilanz einem Defizit in der Leistungsbilanz ein Überschuss in der Kapitalbilanz gegenübersteht. Somit ist in dieser Phase die Leistungsbilanz passiviert und die Kapitalbilanz aktiviert. Ist die Summe der Kapitalimporte geringer als die Rückzahlungen, kommt es zu einem Nettokapitalexport und das Land befindet sich in der Phase des reinen Schuldnerlandes. Der passiven Kapitalbilanz steht nun eine aktive Leistungsbilanz gegenüber - die Zahlungsbilanz hat sich umgekehrt. Um die Rückzahlungen in Form von Zins und Tilgung zu gewährleisten, ist ein Sparprozess im Inland erforderlich.
1 Bestehend aus Handels-, Dienstleistungs- und Übertragungsbilanz.
2 Statistisch nicht aufgliederbare Transaktionen resp. ungeklärte Beiträge.
1
Aufgrund dieses Sparprozesses kann das Land eigene Kredite vergeben, der Sparprozess wird zu Gunsten des Auslands fortgesetzt und das Land geht in die Phase des werdenden Gläub i-gerlandes über. Übersteigen nun, umgekehrt zur Phase des reinen Schuldnerlandes, die Zins-und Tilgungszahlungen des Auslands die Höhe der neu vergebenen Kredite des Inlands, befindet es sich in der Phase des reinen Gläubigerlandes, welches somit einen Nettokapitalim-port verzeichnet. Die Zahlungsbilanz kehrt sich abermals um. 3
Dies zeigt, im Hinblick auf den nachfolgenden Abschnitt drei, dass die Finanzierung eines Leistungsbilanzdefizits nicht zwangsläufig in einer Schuldenkrise enden muss und es per se durchaus sinnvoll sein kann, bestimmte Projekte über Kapitalimporte zu finanzieren. Jedoch sollten solche Kapitalimporte für Investitionsprojekte verwendet werden, die zukünftig einen hohen Export bzw. die Einsparung von Importen ermöglichen, 4 um über den Export die notwendigen Devisen zu erwirtschaften, die für den Schuldendienst gebraucht werden. Weiterhin sei hier kurz genannt, dass der Verschuldungszyklus nach W. Röpke im Laufe der Zeit eine Überarbeitung erfahren hat. Der Unterschied zu W. Röpke besteht darin, dass bspw. der Schuldenzyklus auf sechs Phasen ausgedehnt wurde und die Zyklusphasen in Junges, Erwachsenes und Ausreifendes Schuldnerland sowie analog für das Gläubigerland umbenannt wurden. 5
3. Die Verschuldungskrise
3.1 Ursachen einer Verschuldungskrise
Häufig spielen verschiedene Ursachen, interne bzw. binnenwirtschaftliche sowie externe bzw. weltwirtschaftliche, zusammen, welche dann gemeinsam eine Verschuldungskrise auslösen, da sie sich gegenseitig intensivieren. Ziel der folgenden Abschnitte soll es sein, die Ursachen getrennt voneinander zu betrachten. 6
3 Vgl. zum gesamten Abschnitt: Weber, Ralf L. (1994), S. 160f.
4 Vgl. Bender, Dieter (1999), S. 612.
5 Vgl. Weber, Ralf (1994), S. 162f.
6 Vgl. Schlichting, Georg (1997), S. 30.
2
Arbeit zitieren:
Nils Ewald, 2004, Verschuldungskrisen aus ordnungsökonomischer Sicht, München, GRIN Verlag GmbH
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Einbetten
DOI
Die Internationale Schuldenkrise - Ursachen und Lösungsansätze
VWL - Internationale Wirtschaftsbeziehungen
Diplomarbeit, 98 Seiten
Wenn Staaten bankrott gehen - Entstehung und Bewältigung von Schuldenk...
VWL - Geldtheorie, Geldpolitik
Diplomarbeit, 71 Seiten
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