Inhaltsverzeichnis II
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis...................................................................................................... II
Abbildungsverzeichnis. III
1. Einleitung. 1
1.1. Einführung. 1
1.2. Problemstellung und Gang der Untersuchung. 1
2. Grundlagen der Organisation des menschlichen Wissens. 3
2.1. Wissensbegriff. 3
2.2. Wissensarten. 4
2.3. Bausteine des Wissensmanagement. 5
3. Strukturierung von Wissen. 7
3.1. Wissensordnung 7
3.2. Indexierung 8
3.2.1. Indexierungsmethoden. 8
3.2.2. Indexierungsarten. 9
3.3. Ordnungsprinzipien. 9
3.3.1. Klassifikationen 10
3.3.2. Register 12
3.3.3. Morphologische und semantische Zerlegung. 12
3.4. Ordnungssysteme 13
3.4.1. Anforderungen an Ordnungssysteme. 13
3.4.2. Thesaurus. 14
4. Visualisierung und Aggregation von Wissen. 17
4.1. Wissenslandkarten. 17
4.2. Wissensportale 18
4.3. Mind Maps. 19
5. Abschließende Betrachtung. 20
Literaturverzeichnis. 21
Eidesstattliche Erklärung 22
Abbildungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Abb. 2-1 Das Kontinuum von Daten und Informationen zum Wissen
Abb. 2-2 Der Wissensbegriff
Abb. 2-3 Kernprozesse des Wissensmanagements
Abb. 3-1 Monohierarchie (links) und Polyhierarchie (rechts)
Abb. 3-2 Ausschnitt einer Facettenklassifikation
Abb. 3-3 morphologische und semantische Zerlegung
Abb. 3-4 Relationsarten
Abb. 3-5 Einsatz von Relationen
Abb. 3-6 Wissenstopographie (links) und Wissensquellkarte (rechts)
Abb 4-1 Beispiel für eine Mind Map
Einleitung 1
1. Einleitung
1.1. Einführung
In den letzten Jahren zieht das Thema Wissen in Organisationstheorie undpraxis mehr und mehr eine wachsende Aufmerksamkeit auf sich. Die stark zunehmende Integration der Märkte sowie die stetig fortschreitende Globalisierung führen zu einem steigenden Wettbewerbsdruck und erfordern ein Umdenken bzw. eine Reorganisation der Unternehmenspolitik. Aus dieser Situation heraus wird zunehmend in Unternehmen die Bedeutung des Wissens als letzte Wettbewerbsvorteile sichernde Ressource erkannt. Durch den bewussten Umgang und zielgerichteten Einsatz von Wissen können bedeutende Steigerungen im internen sowie externen Unternehmensbereichen erzielt werden. Damit wird das Wissen zu einem existenziellen Unternehmenswert und ergänzt die traditionellen Produktionsfaktoren Boden, Arbeit und Kapital um einen vierten Produktionsfaktor. Um jedoch das Wissen erfolgreich einzusetzen und einen Mehrwert zu erzielen, ist eine adäquate Organisation des Wissens unabdingbar.
Zu diesem Zweck verfolgt das Wissensmanagement das Ziel, das Wissen in Organisationen zur Erreichung der Unternehmensziele qualifiziert einzusetzen und bereitzustellen. Erfolgsentscheidend für die Umsetzung dieser Ziele ist dabei der zentrale Faktor des Wissensmanagements, die „Organisation des Wissens“.
1.2. Problemstellung und Gang der Untersuchung
Im Zuge des strukturellen Wandels von arbeits- und kapitalintensiven zu informations- und wissensintensiven Aktivitäten gelingt es den Organisationen nur bedingt den Wissensaufbau effektiv zu fördern und für notwendige Transparenz zu sorgen. Ein Agieren auf gemeinsamer Wissensgrundlage wird in den Organisationen mehr und mehr zum Ausnahmefall. Obwohl das Wissen über das erkannte Potential der Ressource Wissen bereits erste konzeptuelle Schritte
Einleitung 2
unternommen hat, existieren in vielen Organisationen noch erhebliche Einführungs- und Realisierungsprobleme. 1
Zwar liegen in den meisten Organisationen breite Mengen an Informationen vor, jedoch fehlt es hier zunehmend noch an einer adäquaten Form der Wissensorganisation um die Informationen effizient zu nutzen und bereitzustellen.
Diese Ausarbeitung soll einen tieferen Einblick in die Möglichkeiten der methodischen und systematischen Organisation vom menschlichen Wissen verschaffen. Dazu wird ein engerer Bezug zur Ordnungslehre sowie Dokumentationswissenschaft gehalten.
Diese Arbeit besteht aus drei Hauptkapiteln. Zunächst wird in Kapitel 2 der Begriff „menschliches Wissen“ themenadäquat abgegrenzt und näher spezifiziert. Für das tiefere Verständnis der Thematik und der Problemstellung werden weiter notwendige Definitionen im Bereich der Organisation des Wissens vorgenommen.
Als Schwerpunkt dieser Ausarbeitung setzt sich Kapitel 3 mit verschiedenen Lösungsansätzen zur Strukturierung von Wissen auseinander. Dazu w erden verschiedene Ordnungsprinzipien für Ordnungssysteme präsentiert und das bereits aus dem Bibliothekswesen bekannte Konzept des Thesaurus vorgestellt.
Kapitel 4 beschäftigt sich abschließend mit verschiedenen Möglichkeiten der Visualisierung von Wissen. Hier wird eine Selektion der bedeutendsten Verfahren vorgestellt.
1 vgl. North, Klaus, 2002: Wissensorientierte Unternehmensführung, S.11ff.
Grundlagen der Organisation des menschlichen Wissens 3
2. Grundlagen der Organisation des menschlichen Wissens
Wie bereits in der Einführung geschildert, nimmt die Bedeutung der Ressource Wissen als eine der zentralen Stellungen in Unternehmen zu. Aus diesem Hintergrund stellt sich an dieser Stelle zunehmend die Frage, was eigentlich der Terminus „menschliches Wissen“ bzw. „Wissen“ verkörpert.
2.1. Wissensbegriff
Bereits die Philosophiegeschichte der Antike versuchte auf die Fragestellung: „Was ist Wissen?“ eine Antwort zu finden. Nach einer auf Platon zurückgehenden Definition ist menschliches Wissen „die Summe der als wahr gerechtfertigten Meinungen“ 2 . Im Laufe der Zeit hat sich jedoch das Verständnis für Wissen gewandelt und lässt sich nicht ohne weiteres auf ein heute allgemeingültiges Begriffsverständnis von Wissen transferieren. Die Definition von Wissen ist vielmehr abhängig von dem jeweiligen Forschungszweck und lässt dementsprechend auch mehrere Definitionen zu 3 .
Im Rahmen dieser Ausarbeitung lehnt sich das Verständnis für den Wissensbegriff an die soziologische Systemtheorie und konstruktivistischer Erkenntnistheorie von Willke 4 . Wissen wird in diesem Sinne verstanden als „durch Kontextuierung verfestigte Beobachtung im Sinne generalisierter kognitiver Erwartungen“ 5 . Die Kontextuierung bildet dabei das Werkzeug zur Wissensgewinnung, indem zu verknüpfende Informationen in Form von Daten in Wis sen überführt werden. Für eine hinreichende Definition ist es obligat, die Beziehungen zwischen Daten, Informationen und Wissen näher zu beleuchten.
Unter Daten werden nach bestimmten Zeichenregeln kombinierte Zeichenfolgen verstanden, die uninterpretiert vorliegen. 6 Erst durch die Einbindung in einen Kontext von Relevanzen werden Daten zu Informationen. Informationen sind
2 vgl. Baumann, Julius, 1908: Der Wissensbegriff. Eine historisch-philosophische und
philosophisch-kritische Monographie, S.11
3 vgl. Roehl, Heiko, 2000: Instrumente der Wissensorganisation, S.13f.
4 vgl. Willke, Helmut, 1995: Intelligente Unternehmen - Herausforderung Wissensmanagement, S.
49ff.
5 Luhmann, Niklas, 1994: Soziale Systeme, S.447
Grundlagen der Organisation des menschlichen Wissens 4
demnach Daten, die in einem Bedeutungskontext stehen, wobei dieser Kontext jedoch noch nicht feststehend ist und so für den Betrachter keine Wertigkeit besitzt. Erst eine adäquate Vernetzung von Informationen ermöglicht deren Nutzung in einem bestimmten Handlungsfeld. Dieser Prozess wird als Wissen bezeichnet. 7
Die Begriffsbestimmungen verdeutlichen, dass eine strikte Trennung zwischen Daten, Informationen und Wissen nicht erdenklich ist, sondern dass vielmehr der Wissensprozess durch die Vorstellung von einem „Kontinuum zwischen den Polen Daten und Wissen“ 8 widergespiegelt wird. Dabei handelt es sich nicht um einen sprunghaften, sondern vielmehr einen stetigen Qualitätswandel, bei dem Daten zu Wissen verdichtet werden (vgl. Abb. 2-1). 9
Abb. 2-1 Das Kontinuum von Daten und Informationen zum Wissen
2.2. Wissensarten
Nachdem im Kapitel 2.1 der Wissensbegriff formal spezifiziert wurde, besteht für eine geeignete Organisationsform von Wissen die Notwendigkeit einer genaueren Charakterisierung der verschiedenen Wissens arten. Auch im Bereich der Systematisierungsschemata von Wissen existieren v erschiedene Betrachtungsweisen. Besonders wertvolle Betrachtungsweisen sind dichotomisch strukturiert, d.h. sie unterscheiden Gegensatzpaare. 11 Im Kontext der
6 vgl. DIN 44300
7 vgl. North, Klaus, 2002: Wissensorientierte Unternehmensführung, S.38f.
8 Probst, Gilbert; Raub, Steffen; Romhardt, Kai, 1998: Wissen Managen, S.37
9 vgl. Probst, Gilbert; Raub, Steffen; Romhardt, Kai, 1998: Wissen Managen, S.36f.
10 in Anlehnung an Probst, Gilbert; Raub, Steffen; Romhardt, Kai, 1998: Wissen Managen, S.36
11 vgl. Romhardt, Kai, 1998: Die Organisation aus der Wissensperspektive, S.27ff.
Arbeit zitieren:
Nicolas Schwiedeps, 2005, Wissensmanagement - Ordnungsysteme und Methoden zur Organisation menschlichen Wissens, München, GRIN Verlag GmbH
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