Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 2
2. Verwendung des Wagens und des Pferdes 3
2.1. Lastentransport 3
2.2. Jagd zu Wagen 4
2.3. Kampf zu Wagen 5
2.4. Ausfahrt des Königs 6
2.5. Tributgaben 7
3. Wagenbauer 7
4. Pferdetraining, Versorgung und Haltung 8
4.1. Die Sphinx-Stele Amenophis II 9
4.2. Pferdeversorgung 12
5. Literaturverzeichnis / Abbildungsverzeichnis
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1. Einleitung
In der Zeit um 1550 v. Chr. erscheinen in Ägypten zu Anfang des Neuen Reiches Zeugnisse einer technisch sehr ausgereiften Fahrzeugkonstruktion, der Wagen. Was das Gefährt neben seiner ausgefeilten Konstruktion revolutionierte, ist das gleichzeitige Erscheinen des Pferdes, das den zweirädrigen Wagen zog. Mit seinem Gebrauch werden mit einem Male Zeitvorteile beim Personentransport und der Informationsübertragung erzielt, ferner neue taktische Optionen im militärischen Zusammenhang eröffnet. Der neue Wagen und das immer paarweise daran geschirrte Pferd erscheinen gemäß ihres simultanen Auftretens in Kombination als „Gespann“ - ägyptisch „htr“. Die ersten Zeugnisse von Pferd und Wagen stammen aber nicht von den Ägyptern, sondern waren zunächst im „Besitz der Hyksos, die als erste Fremdherrscher der ägyptischen Geschichte um die Mitte des 17. Jahrhunderts v. Chr. weite Teile des Landes in Besitz nahmen“ 1 Mit dem neuen Transportmittel kommt ein Quantensprung in Bezug auf die individuelle Mobilität für den Ägypter zum Tragen, mit all der Faszination und den Konsequenzen, die damit einhergehen. Der Wagen wurde in Ägypten zu vielen verschiedenen Einsätzen genutzt. Zunächst wurde er als Streitwagen genutzt, um die Hyksos militärisch aus dem Nildelta zu vertreiben. Des weiteren, nutzen die Ägypter den Wagen als neues Transportmittel, neben dem Schiff, das als erstes jede Möglichkeit eröffnete, Transport von Personen und Erzeugnissen zu vollziehen. Bei Ausgrabungen wurden aber auch Funde in Grabstätten gemacht, was darauf zurück zuführen ist, dass der Wagen und das Pferd als Grabausstattung oder Tributgaben genutzt wurden.
1 W. Decker: Sport und Spiel im Alten Ägypten, München 1987, S.54
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2. Verwendung des Wagens und des Pferdes
2.1. Lastentransport
Die Malerei auf Wandverputz, heute zu sehen im British Museum in London, aus der 18. Dyn. Thutmosis IV, stammt sehr wahrscheinlich aus dem Grab des Nbjmn.
Sie zeigt drei Personen, zwei jeweils mit wartendem Wagengespann im Feld und der dritte arbeitend im Feld. Die beiden Wagengespanne mit Lenkern unterscheiden sich erheblich. Im oberen Register sind die Zugtiere Pferde, im unteren sind es helle Maultiere. Auch die Größe des Wagens, vor allem die der Räder sind unterschiedlich groß, so ist der Radumfang des unteren Wagens wesentlich größer als der des oberen.
Der Lenker des oberen Wagens hat sich hinter den Wagen gestellt und hält in beiden Händen die festgezogenen Zügel. Am Wagen hängt seitlich eine Bogentasche, die vermutlich den Bogen zum eigenen Schutz trägt. Die untere Figur hat sich auf den seinen Wagenkasten gesetzt und wartet. Seine Tiere trinken oder essen aus einem Korb oder Trog. Seine Zügel hängen über den Wagenkasten lose herunter.
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2.2. Jagd zu Wagen
Die Jagd zu Wagen war ein weiteres Vergnügen der Könige. So besagt ein Textausschnitt aus der Sphinx-Stele des Königs Thutmosis`IV: „Er übte sich, indem er sich vergnügte auf dem Wüstenplateau von Memphis auf ihrer südlichen und nördlichen Seite, indem er auf die Zielscheibe schoß, Löwen und Wüstenwild jagte und sich auf seinem Streitwagen tummelte, wobei seine Pferde schneller als der Wind waren, mit einem einzigen von seinen Begleitern.“ 2 Die Pferde zur Jagd mussten auch sehr gut ausgebildet sein und in einem ständigen Training stehen, so beschreibt ein Text auf einem Skarabäus des Königs Amenophis III auf der Wildstierjagd, dass seine Majestät 4 Tage damit verbrachte, ohne seinen Pferden Rast zu gestatten. 3
2 W.Decker: Quellentexte zu Sport und Körperkultur im alten Ägypten, St.Augustin 1975, S.66
3 W.Decker: Quellentexte, S.68
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Arbeit zitieren:
Timo Beier, 2006, Wagenfahren und Pferdetraining im Alten Ägypten, München, GRIN Verlag GmbH
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