Erklärung gemäß Diplomprüfungsordnung
Ich erkläre an Eides Statt, dass ich die Master-Thesis mit dem Titel Die
„Weltmarktfabrik im Globalisierungskontext“ selbständig und ohne fremde Hilfe verfasst, andere als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel nicht benutzt und alle den benutzten Quellen wörtlich oder sinngemäß entnommenen Stellen als solche kenntlich gemacht habe. Weiterhin wurde diese Arbeit in dieser oder in ähnlicher Form keiner anderen Prüfungsbehörde, die für die Vergabe eines akademischen Grades zuständig ist, vorgelegt.
---------------------Stefan Schweig
Frankfurt am Main, 03.Januar 2006
II
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 2 1 : Globalisierung
Abbildung 2 2 : Entwicklungsländer
Abbildung 3 1 : Methoden der Standortplanung
Abbildung 3 2 : Bestimmung eines neuen Standortes
Abbildung 4 1 : Güterflussnetzwerk einer Weltmarktfabrik
Abbildung 4 2 : System von Produktionsstufen
Abbildung 4 3 : Wertschöpfungskette für Printmedien
Abbildung 5 1 : Liste der größten Konzerne
Abbildung 6 1 : Zentralisierte und dezentralisierte Produktionssystem
Abbildung 6 2 : Netzwerkdarstellung der Struktur eines Distributionssystems
Abbildung 6 3 : Internationale Standortverteilung
Abbildung 6 4 : Internationale Parallelproduktion
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1 : Entwicklungsländer
Tabelle 2 : CKD-Werke von BMW - Stand: Juni 1997
Tabelle 3 : Kooperationsarten / Kooperationsstrategien im Überblick
Tabelle 4 : Produktionsaktivitäten im europäischen Nutzfahrzeugverbund
III
Literaturverzeichnis
Siegfried Schoppe:
Kompendium der Internationalen Betriebswirtschaftslehre, Oldenburg Verlag, 4.Auflage, 1998
O. Schoeller:
Produktionsverlagerung mittelständischer Unternehmen ins Ausland, Universität Bayreuth, 1995
Thorsten Schiwon:
Ausdehnung des Welthandels, ver.di Projektgruppe Globalisierung, 2002
Edmund Schneeweis:
Einführung in die Produktionswirtschaft, Springer Verlag, 2001
Harald Dyckhoff:
Grundzüge der Produktionswirtschaft, Springer Verlag, 2003
Elmar Altvater:
Sachzwang Weltmarkt, VSA-Verlag, 1987
Volker Fröbel / Jürgen Heinrichs / Rowohlt Kreye:
Umbruch in der Weltwirtschaft, Rowohlt Verlag, 1986
Aike Blechschmidt:
Die inflationäre Struktur des Kapitalismus, Kübler Verlag, 1974
Eberhard Dülfer:
Internationales Management, Oldenbourg Verlag, 1991
Ulrich Krystek:
Internationalisierung - Eine Herausforderung für die Unternehmensführung, Springer Verlag, 1997
IV
Elmar Altvater / Birgit Mahnkopf:
Grenzen der Globalisierung - Ökonomie, Ökologie und Politik in der Weltgesellschaft, 2002
Frank Giesa / Herbert Kopfer:
Management logistischer Dienstleistungen der Kontraktlogistik, Universität Bremen, 2000
Franz Merath:
Logistik in Produktionsverbundsystemen, HUSS-Verlag GmbH, 1999
Silke Wieland:
Stetige Modelle der Standortplanung in logistischen Netzwerken, Seminararbeit, Universität Paderborn, 2001
Martin K.Welge/ Dirk Holtbrügge:
Internationales Management, Schäfer Poeschel Verlag, 2003
Prof. Matthias Maier:
Vorlesung: Medienökonomie, Universität Weimar, 2005
Dieter Specht, Frank Brinkers:
Möglichkeiten und Grenzen der Regionalisierung des lokalen Kooperationsverbundes in Uebigau, www.innovation-aktuell.de, 2005
V
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung 1
1.1. Problemstellung 1
1.2. Gang der Untersuchung 1
2. Globalisierung 2
2.1. Begrifflichkeit 2
2.1.1. Kapital- und Warenverkehr 3
2.1.2. Globalisierung der Kultur 6
2.2. Neoliberalismus 7
2.2.1. Ordoliberalismus 8
2.2.2. Monetarismus 8
2.3. Global Sourcing 9
2.4. Local Buying/ Beschaffungsstrategie 9
3. Standortmanagement 10
3.1. Standorttheorie 10
3.2. Standortstrukturtheorien 10
3.3. Theorien der unternehmerischen Standortwahl 11
3.4. Verhaltenswissenschaftliche Ansätze 12
3.5. Allgemeine Gleichgewichtstheorie 14
3.6. Standortplanung 14
4. Internationales Standortmanagement 17
4.1. Der Weltmarkt 17
4.2. Die Weltmarktfabrik 17
4.3. Systemdienstleister 22
4.4. Produktionsstandorte 24
4.5. Die Parallelproduktion 25
4.6. Die Verbundsproduktion 26
4.7. Produktionsstufen 26
4.8. Produktionsverbundsysteme 30
4.8.1. Schlankes Management 30
4.8.2. Kooperation und Kooperationsverbünde 31
4.9. Geographische Dezentralisierung 34
5. Ausdehnung des Welthandels 35
5.1. Geschichte der Globalisierung 35
5.1.1. Neoliberaler Positionen 36
5.1.2. Globalisierung als Krisenstrategie 36
5.2. Vom Multi- zum Transnationalen Konzern 37
5.2.1. Umfang der transnationalen Konzerne 37
5.2.2. Die drei Phasen der Entwicklung 39
5.2.3. Trendwandel in den 1980ern 39
5.3. Kritik an Weltmarktfabriken 40
5.3.1. Arbeitsbedingungen 40
5.3.2. Flexibilisierung der Arbeitsmärkte 42
5.4. Transnationale Netzwerke 42
5.4.1. Hierarchien 42
5.4.2. Dezentralisierung 43
5.4.3. Know How und Fusionen 43
5.4.4. Strategische Allianzen 44
5.4.5. Handel, Geld und Investitionen 44
5.4.6. Länder im Norden und Süden 45
VI
5.4.7. Umwelt und Arbeitsbedingungen 45
6. Fragmentierungsgrad der Produktion 46
6.1. Nationale Verbundproduktion 46
6.2. Nationale Parallelproduktion 46
6.3. Internationaler Produktionsverbund 46
6.4. Internationale Parallelproduktion 49
7. Produktionssysteme 51
7.1. Toyota Produktionssystem (TPS) 52
7.2. Just in Time Fertigung (JIT) 52
7.3. Autonomation (Jidoka) 53
7.4. Kaizen 53
8. Schlussbetrachtung 55
Personenverzeichnis/Begriffserläuterung
VII
Die „Weltmarktfabrik“ im Globalisierungskontext
1. Einführung
1.1. Problemstellung
Zu den wichtigsten ökonomischen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte zählen die Intensivierung der weltwirtschaftlichen Vernetzung und die zunehmende Internationalisierung der Unternehmenstätigkeit. Fast doppelt so schnell wie das reale Welt-Bruttosozialprodukt wächst seit Jahren das Welthandelsvolumen. Mehr als zwanzig Prozent der weltweit produzierten Güter werden heute grenzüberschreitend gehandelt. Die treibenden Kräfte hinter Exportboom und Globalisierungsschub liegen in der zunehmenden Angleichung der Kaufkraft und den wachsenden Kommunikations- und Informationsmöglichkeiten. Diesem Sog kommt auch ein starker Druck von der Anbieterseite entgegen, da schnell steigende Entwicklungs-und Fertigungskosten sich in immer kürzeren Produktlebenszyklen getilgt werden müssen, so dass ausreichendes Absatzvolumen nur bei Bedienung internationaler Märkte zu erzielen ist.
1.2. Gang der Untersuchung
Vor dem Hintergrund dieser Problematik gliedert sich die Arbeit in sechs Hauptteile. Der erste Teil dient der begrifflichen Erläuterung der Globalisierung, der zweite Teil mit der begrifflichen Erläuterung des Standortmanagements. Hieraus lässt sich bereits ableiten, wie das konzeptionelle Planen in einer Weltmarktfabrik voran geht. Der dritte Hauptteil beschäftigt sich mit dem internationalen Standortmanagement, beleuchtet in Grundlagen einzelne Produktionssysteme und gibt Beispiele für Weltmarktfabriken des 21.Jahrhunderts. Das vierte Kapitel systematisiert die Ausdehnung des Welthandels, die Entstehung von transnationalen Konzernen und Netzwerke und beleuchtet auch Kritikpunkte, mit denen sich Unternehmen dieser Größe auseinander zu setzen haben. Die letzten beiden Kapitel umfassen den Fragmentierungsgrad der Produktion sowie geben Aufschluss auf verschiedene Produktsysteme, welche neben den Maschinen, Betriebsmittel, Produktionsstätten, etc. auch das Regelwerk und die Methode darstellen, nach denen bestimmte Prozesse in der Produktion geführt werden
Die Schlussbetrachtung betrachtet nochmals die Arbeit und gibt einen Ausblick für die Zukunft.
1 Stefan Schweig
Die „Weltmarktfabrik“ im Globalisierungskontext
2. Globalisierung
2.1. Begrifflichkeit
Der aus der Ökonomie und Soziologie stammende Begriff Globalisierung, der 1961 erstmals in einem englischsprachigen Lexikon auftaucht, dringt nach 1990 in die öffentlichen Debatten und bezeichnet einen mehrdimensionalen Prozess der Zunahme der nationenübergreifenden, wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Beziehungen.
Der Begriff der Globalisierung definiert nicht nur einen Zustand sowie einen Prozess, sondern zugleich die Folgen derselben und wird dadurch schwerer verständlich, aber auch universeller verwendbar. Die Grundlage der globalen Ökonomie besteht in einem neuen weltumspannenden (globalen) Wettbewerb und Wirtschaften. In dieser vernetzten Wirtschaft beziehen sich Kapitalströme, Arbeitsmärkte, Management, Informationen, Organisation und Rohmaterial auf verschiedene Länder; sie sind internationalisiert sowie vollständig und wechselseitig voneinander abhängig. 1
Eine andere, wenig gebräuchliche Bezeichnung ist Mondialisierung (nach dem im Französischen bevorzugten Begriff Mondialisation). Einige bezeichnen den beschriebenen Prozess nicht als Globalisierung, sondern als Entnationalisierung oder Denationalisierung, um auszudrücken, dass der Nationalstaat im Zuge der Globalisierung immer mehr an Macht und Bedeutung verliert. 2
1 Informationen zur politischen Bildung (Heft 280)
2 www.mondialisierung.org
2 Stefan Schweig
Die „Weltmarktfabrik“ im Globalisierungskontext
2.1.1. Kapital- und Warenverkehr
Der weltweite statistisch nachweisbare Warenhandel stieg zwischen 1950 und 1998 um das 17-fache, während die statistisch dokumentierte Produktion von Gütern sich nur um das sechsfache vergrößerte. Als ein Beleg für die Globalisierung der letzten Jahrzehnte kann die Zahl der direkten Auslandsinvestitionen zwischen 1970 und 1998 angesehen werden, welche von 21 auf 227 Milliarden US-Dollar stiegen.
• Einfluss der Industriestaaten - Industrieländer brauchen eine globale Weltwirtschaft, um ihre spezialisierten hochqualitativen Waren auf größeren, weniger gesättigten Märkten absetzen zu können. So beträgt z. B. der Exportanteil des deutschen Maschinenbaus 70 Prozent. Im Gegenzug wollen die Länder, in die diese Waren exportiert werden, ihre Waren in den Industrieländern absetzen können. Dabei ist die staatliche Handlungsfähigkeit dadurch eingeschränkt, dass es bei zu hohen Steuern zu Firmenabwanderung kommt und andererseits die Staatsverschuldung begrenzt bleiben muss. Dies bedeutet letztlich einerseits einen Impuls, aber auch einen begrenzten Handlungsspielraum der Politik für unliebsame, aber vielleicht notwendige Veränderungen (Sozialabbau, z. B. Rentenkürzungen).
• Einfluss der Schwellenländer - Es zeigen sich Chancen auf Anschluss an die Weltwirtschaft und verhältnismäßigen Wohlstand durch relativ niedrige Löhne bei relativ niedrigen Lebenskosten. Andererseits drastischer Niedergang von nicht wettbewerbsfähigen Unternehmen in diesen Ländern wie zum Beispiel China. Diese Länder haben ein hohes Rohstoffvorkommen.
• Einfluss der Entwicklungsländer - Durch politische Instabilität und schlechte Infrastruktur ist selbst bei niedrigsten Löhnen eine Produktionsverlagerung in diese Länder nicht immer wirtschaftlich lohnend. Somit entsteht eine Abgrenzung von der Globalisierung, und weitere Rückständigkeit. Zudem wird durch Einfuhrzölle der Industriestaaten und Förderung der dortigen Bauern ein Export von landwirtschaftlichen Produkten weitestgehend unterbunden, was zu weiterer Verarmung führt.
3 Stefan Schweig
Die „Weltmarktfabrik“ im Globalisierungskontext
• Rolle von produzierenden Unternehmen - Um die Existenz der Firma zu sichern, sind diese zum Teil zur Arbeitsplatzverlagerung gezwungen,. Andere Firmen handeln nur aus Profitdenken. Führungen von Aktiengesellschaften sind zum reinen Profitdenken verpflichtet. Durch lokale Entscheidungen von Firmen ändern sich in der Summe globale Parameter; durch die profitable Arbeitsstättenverlagerung vieler Firmen steigen in Deutschland die Arbeitslosenversicherungsabgaben, und die Verbrauchermärkte schrumpfen.
4 Stefan Schweig
Die „Weltmarktfabrik“ im Globalisierungskontext
Einige Firmen und Branchen sind machtlos der Globalisierung ausgeliefert, wie zum Beispiel Speditionsbetriebe oder In- und Exportunternehmen.
• Einfluss von Banken und Finanzwesen - Diese gelten dank moderner elektronischer Datenverarbeitung als die Hauptbeschleuniger der
Globalisierung und Fortschritts in der Industrienalisierung, denn es lassen sich Milliardenbeträge innerhalb von Sekunden über den Globus verschieben. Andererseits stehen sie selbst unter einem globalen Wettbewerbsdruck, der sie zu Geldanlagen mit den höchsten Profitchancen ohne Rücksicht auf soziale Folgen zwingt. Die eigentliche Macht haben somit die, die das Geld haben, ihnen steht es frei ihre Finanzmittel auch sozial- und umweltverträglich bei etwas geringeren Zinsen z. B. bei der Gemeinschaftsbank anzulegen.
• Macht und Verantwortung von Verbrauchern - Diese können entscheiden zwischen dem Kauf von Fair-trade-Produkten oder einer „Geiz ist geil“- Mentalität(siehe Werbung Media-Markt). Die Bevorzugung von im eigenen Land produzierten Produkten kann sinnvoll sein, um mit eigenem Verhalten die heimische Volkswirtschaft zu stärken.
• Auswirkungen auf die Umwelt - Durch Produktionsverlagerung in Länder mit den niedrigsten Umweltstandards. Überproduktion von Waren ohne existenzielle Bedeutung von teilweise minderer Qualität aus Billiglohnländern verschwendet die Ressourcen der Erde.
• regionale Ausbildungen der Globalisierung - Die EU-Osterweiterung lässt eine Arbeitsplatzverlagerung in Länder mit den niedrigsten Produktionskosten befürchten. Andererseits fließt von Deutschland aus Kapital in Länder mit niedrigeren Steuern (Schweiz, Österreich). In anderen Regionen laufen ebenfalls Entwicklungen zu Freihandelsräumen: in Nordamerika die NAFTA-Zone, in Südamerika der Mercosur und in Asien der ASEAN-Raum.
• Die Zahl der Personen-Kilometer im internationalen Flugverkehr hat sich seit 1950 mehr als verhundertfacht, so auch die Menge der Luftfracht. Der Umfang der im Schiffverkehr transportierten Güter steigt seit den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts stark. Mit der Ausweitung des Zug-, Automobil- und
5 Stefan Schweig
Die „Weltmarktfabrik“ im Globalisierungskontext
Luftverkehrs weiten sich der grenzüberschreitende Personenverkehr und der Tourismus aus.
• Die Zahl der Telefonanschlüsse am weltweiten Telefonnetz hat sich seit 1960 verzehnfacht. Neben dem Telefon entwickeln sich mit dem Mobiltelefon, der VoIP-Telefonie, dem Videoconferencing, dem Fax und dem Internet neue Kommunikationstechnologien. Internetbasierende Telefonie ermöglicht eine global vernetzte Zusammenarbeit durch eine praktisch kostenlose permanente Kommunikationsverbindung in hoher Qualität. Vor allem über das Internet haben sich die grenzüberschreitenden Kommunikationsprozesse vervielfacht und die Zahl der Internetanschlüsse steigt weiter exponentiell, allerdings über den Globus sehr ungleich verteilt und in totalitär regierten Ländern streng überwacht. 3
2.1.2. Globalisierung der Kultur
Befürworter einer Globalisierung der Kultur sehen darin eine Entwicklung zur weltweiten Verfügbarkeit von Elementen aller Kulturen (beispielsweise Restaurants deutscher Tradition in Amerika, amerikanische Musik in Deutschland, die Inbesitznahme der englischen oder französischen Sprache durch ehemalige Kolonien). Die Verdrängung der einheimischen Kulturen spiele sich, sagen sie, häufig nur auf einer oberflächlichen Ebene ab. Einflüsse würden lokal modifiziert und in die eigenen kulturellen Wertvorstellungen eingebunden. Außerdem verbessere sich die Situation von vielen Menschen, bzw. Menschengruppen durch den Kontakt mit der westlichen Kultur, so dass sich eine „universale“ Kultur herauskristallisiert.
Kritiker sehen aus ihrer Sicht in der bestehenden „westlichen“ Dominanz die Ausbreitung „westlicher“ Wertvorstellungen und Lebensstile. Eine massive Verbreitung dieser Werte finde vor allem über das Fernsehen und das Kino statt, aber auch Musik und Mode würden weltweit vom Westen beeinflusst. Der Massentourismus in die exotischen Urlaubsländer allerdings führe - so die Kritiker -dort immer häufiger zum deutlichen Rückgang der kulturellen Traditionen, weil im Zuge einer wachsenden Abhängigkeit fast nur noch für die Touristen gelebt und gearbeitet werde. Beispiele hierfür sind sicherlich der starke Tourismus in südasiatischen Ländern, aber auch in Nordafrika.
3 Handbuch der Globalisierung, Fabian Schmidt
6 Stefan Schweig
Die „Weltmarktfabrik“ im Globalisierungskontext
Globalisierung führt aber nicht nur zu einer Verbreitung der „westlichen“ Kultur, sondern auch der globale Einfluss „östlicher“ Kulturen wird deutlicher. „Westliche“ Unternehmer und Politiker führen öfter die für sie im „östlichen“ Ausland besseren Umgebungsbedingungen an und stellen damit das, was für „westlich“ gehalten wird, teilweise in Frage. Das Verhalten eines Teils der „asiatischen“ Arbeitnehmer beispielsweise wird im „Westen“ nicht selten als positives Beispiel für die Wirkung „asiatischer Werte“ gesehen, die als „Dynamik“ verstanden wird, von denen man lernen könne.
So stößt nicht nur die Ausbreitung westlicher Wertvorstellungen und Lebensstile auf Kritik, sondern andererseits sehen sich auch konservativere Vertreter einer Kultur, die sie als „christlich-abendländische“ Kultur charakterisieren, von
Globalisierungseffekten bedrängt. Die Auswirkungen dieser Ängste zeigen sich dann beispielsweise in der Diskussion um Quotenregelungen bei Rundfunkanstalten für deutschsprachige und nicht deutschsprachige Musik oder hier zu Lande in der Debatte um "Leitkultur" oder der "Kopftuchdebatte".
Die Globalisierung macht die Arena nicht nur freier für den Kampf der Kulturen selbst, sondern wir erleben - weil Toleranz in unterschiedlichen Kulturen einen unterschiedlichen Stellenwert hat - auch einen harten Kampf um die Spielregeln des Kulturkampfes.
2.2. Neoliberalismus
Als Neoliberalismus bezeichnet man zusammenfassend ein sozialphilosophisches und wirtschaftspolitisches Konzept, das auf dem klassischen Liberalismus und der neoklassischen Theorie basiert und den Einfluss des Staates auf das Wirtschaftsgeschehen minimieren will, im Unterschied zum Laissez-faire des klassischen Liberalismus allerdings ein regulierendes Eingreifen des Staates zur Sicherstellung funktionierender Märkte als notwendig ansieht.
Der Begriff Neoliberalismus wurde von den Ökonomen Friedrich Hayek, Wilhelm Röpke, Walter Eucken und anderen auf einer Konferenz in Paris im Jahre 1938 im Zuge der Entwicklung eines Konzepts für eine langfristige Wirtschaftspolitik geprägt,
7 Stefan Schweig
Quote paper:
Stefan Schweig, 2006, Die Weltmarktfabrik im Globalisierungskontext, Munich, GRIN Publishing GmbH
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Die Nutzung der Luftfahrt für den Gütertransport
Business economics - Supply, Production, Logistics
Scholary Paper (Seminar), 34 Pages
Distributionslogistik - Grundlagen
Engineering - Industrial Engineering and Management
Presentation (Handout), 11 Pages
Distribution and transportation planning in supply chains
Business economics - Supply, Production, Logistics
Scholary Paper (Seminar), 29 Pages
Kriterien bei der Bildung von Distributionslagern
Business economics - Supply, Production, Logistics
Scholarly Research Paper, 32 Pages
Entwicklungen im internationalen Güterhandel und Anforderungen an die ...
Theoretische Grundlagen und Pr...
Business economics - Supply, Production, Logistics
Termpaper, 50 Pages
Besonderheiten des internationalen Vertriebs
Business economics - Trade and Distribution
Presentation (Elaboration), 13 Pages
Bedeutung und Techniken multimodaler Transportsysteme im Außenhandel
Business economics - Supply, Production, Logistics
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 36 Pages
Merkmale und Inhalte eines Marketingplanes
Business economics - Marketing, Corporate Communication, CRM, Market Research
Scholary Paper (Seminar), 32 Pages
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