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Inhalt
1. Grundlagen, Ziel und Aufgabenstellung der Arbeit 3
1.1 Ziel und Aufbau der Arbeit 3
1.2 Design 3
1.3 Intervention 4
2. Verschiedene Blickwinkel auf Design 5
2.1 Design aus Sicht von Kunst und Geschichte 5
2.2 Design aus Sicht der Ökonomie 7
3. Design im Sinne von Designmanagement 8
3.1 Designmanagement als Integrationsleistung 8
3.2 Design, Marketing und Technik 10
4. Designorientierte Organisation 11
5. Corporate Design als Teil der Corporate Identity 13
5.1 Unternehmensidentität 13
5.2 Corporate Identity 14
5.3 Corporate Design 15
6. Image-Design 16
6.1 Unternehmens-Image 16
6.2 Marken-Image und dessen Erfolgsbeitrag am Beispiel PUMA 18
7. Bionik als Anleitung für Produkt-Design 20
8. Fazit 22
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1. Grundlagen, Ziel und Aufgabenstellung der Arbeit
1.1 Ziel und Aufbau der Arbeit
Kern und Hauptziel dieser Arbeit ist es, aufzuzeigen, dass der häufig unreflektiert verwendete Begriff des Designs eine extreme Bedeutungsvielfalt auf sich vereint, und dass diese einzelnen Formen des Designs im Unternehmensalltag mannigfaltige und teilweise existentielle Gestaltungs-und
Managementmöglichkeiten eröffnen.
Nach einer kurzen Erörterung der Begriffe Design und Intervention wird im weiteren Verlauf dieser Arbeit die Thematik des Designs aus verschiedenen Sichtweisen dargestellt. Dabei wird in Kapitel zwei zunächst der Fokus auf eine eher kunst-geschichtliche Betrachtungsweise gelegt, um anschließend Gemeinsamkeiten mit oder Kontroversen zur ökonomischen Sicht aufzuzeigen. Des Weiteren wird speziell auf Design als Interventionsform bei der Unternehmensentwicklung eingegangen. Dazu erläutert Kapitel drei die Aufgaben des Designmanagements und anschließend geht Kapitel vier auf die Voraussetzungen einer designorientierten Organisation ein.
Nach diesen Designformen, die den Fokus auf die unternehmensinterne Gestaltung legen, wird sich die Arbeit denjenigen Ansätzen des Designs widmen, die die Schnittstelle zwischen Unternehmen und dessen Umwelt betreffen. Hierbei werden die Kontaktpunkte zwischen Unternehmen und Kunden im Mittelpunkt stehen. So werden in den Kapiteln fünf bis sieben die Aspekte Corporate Design, Imagedesign und Produktdesign näher betrachtet. Doch auch dies stellt nur eine sehr begrenzte, individuelle Auswahl der Möglichkeiten dar, die Design als Intervention bietet.
1.2 Design
Design bestimmt bewusst und unbewusst das Leben jedes Einzelnen. Es nimmt gleichermaßen Einfluss auf das Privatleben und auf die Arbeitswelt des Menschen. Wohnungen, Büros, Straßenbahnen, Häuser, Freizeitanlagen, Maschinen, Gebrauchsgegenstände und vieles mehr werden durch die
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Formgebung vom Design bestimmt. Gewissermaßen lebt der Mensch in einer modernen eigens „designten Welt“. 1
Der Bereich des Designs ist breit gestreut und es ist möglich die Thematik aus vielen Blinkwinkeln zu betrachten. Design ist in einer Menge von Aktionsfeldern zu finden, die sich zumindest auf den ersten Blick wesentlich unterscheiden. Zu diesen Aktionsfeldern zählen neben vielen Weiteren die Ästhetik, Technik, Ökologie, Ökonomie, Information und Kommunikation. 2 Eine ebenso spannende wie teilweise schwierige Thematik ist die Bildung von Schnittstellen zwischen den einzelnen, vermeintlich in sich abgeschlossenen Aktionsfeldern. Design bietet die Möglichkeit die Bereiche miteinander in Verbindung zu bringen, da es als kann. 3 interdisziplinäre Größe betrachtet werden Durch diese
Schnittstellenbildung gelingt es, einen Erkenntnistransfer zwischen den verschiedenen Wissensgebieten zu vollziehen. 4 Somit werden für Anhänger einer bestimmten Disziplin Möglichkeiten des Diskurses und der Erweiterung des eigenen Fachgebietes erzeugt. 5
Ein wesentlicher Bereich des Designs ist im Management zu sehen. Die Vergangenheit zeigt eine dynamische Entwicklung in diesem Wissensgebiet. Das Bewusstsein für den hohen Einflussgrad des Designs auf die Unternehmensentwicklung wird durch eine Vielzahl an Publikationen in diesem Fachgebiet deutlich. 6 Design wird in die Lenkungs-, Steuerungs- und Entwicklungsaufgaben eines Unternehmens eingebunden. 7
1.3 Intervention
Die Intervention (lat. intervenire = dazwischenkommen) bezeichnet das Eingreifen einer bis dahin unbeteiligten Partei in eine Situation. Meist ist damit das Einschreiten in einen fremden Konflikt gemeint mit dem Ziel, diesen zu lösen oder in eine bestimmte Richtung zu lenken. Nach Herbert Euschen (1984) ist die Intervention der bewusste, zielgerichtete und geplante, mit Ressourcen versehene
1 Vgl. Brandes, U. (1998), S. 8.
2 Vgl. o.V.: Deutsche Gesellschaft für Designtheorie und -forschung e.V. (2005)
3 Vgl. ebenda und vgl. auch: Rummel, C. (1995), S. 166ff.
4 Vgl. Bürdek, B.E. (2001), S. 183, vgl. auch: o.V.: Deutsche Gesellschaft für Designtheorie und -
forschung e.V.,
5 Vgl. ebenda
6 Vgl. Kern, U. (1998), S. I.
7 Vgl. Kern, U. (1998), S. 1f.
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Eingriff in ein System oder einen Prozess mit der Absicht der Strukturstabilisierung oder Strukturveränderung. (Situationsdynamik). 8
2. Verschiedene Blickwinkel auf Design
Die Thematik des Designs ist äußerst vielfältig und betrifft die unterschiedlichsten Wissensgebiete. In diesem Kapitel werden nun einige Eindrücke aus den verschiedenen Blickwinkeln auf Design gegeben.
2.1 Design aus Sicht von Kunst und Geschichte
Mit dem Begriff Design wird ein Muster oder eine Entwurfszeichnung benannt. In „Der Kunst Brockhaus“ wird Design für die Gestaltung formgerechter Gebrauchsgegenstände verwendet. Ein Designer schafft bzw. kreiert Gebrauchs-oder Industriegegenstände. Dementsprechend spricht man von Grafik- bzw. Industrie-Design. 9
Design bezeichnet die Formgebung und -gestaltung von zumeist seriellen Produkten unter dem Gesichtspunkt, möglichst vollständig ästhetische und funktionelle Aspekte zu vereinen. 10 Besonderen Wert sind bei der Gestaltung auf Material, Farbe, Zweckmäßigkeit und Bedienungskomfort zu legen, wobei jedoch die ästhetische Qualität des Objektes nicht aus den Augen verloren werden darf. 11 Es sollte ein stimmiges Gesamtbild mit besonderer Anmutung und optischen Reizen geschaffen werden, ohne eine einfache und rationale Handhabbarkeit des Gestaltungsgegenstandes zu vergessen.
8 Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Intervention
9 Vgl. o.V.: Brockhaus (1983), S. 272.
10 Vgl. Achilles-Brettschneider, A.; Albert, D.; Anton, F.; u.a. (1988), S. 30.
11 Vgl. ebenda
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Bereits im 19. Jh. fand eine Rückbesinnung zu den handwerklichen Qualitäten statt. Auslöser dieses Umdenkens war die damalige Massenfertigung im Zeitalter der Industrialisierung 12 . Dabei wurden die Produkte den handwerklich gerfertigten Erzeugnissen zwar gestalterisch nachempfunden, jedoch wurde zumeist die funktionale Komponente nicht mit in die Massenproduktion übernommen. 13 Die Massenerzeugnisse wurden stattdessen mit historisierenden Dekors versehen. Dieser Prozess der Rückbesinnung zur handwerklichen Qualität ist der Grundstein für das industrielle Design der Postmoderne. 14 Die neuen funktionalen Gegebenheiten und die veränderten Fertigungsmethoden sollten in den Herstellungsprozessen berücksichtigt werden, bei gleichzeitiger Vermeidung des Rückgriffes auf Stile vergangener Epochen. 15 Diese Vorstellung setzte Peter Behrens als einer der ersten in Taten um. Er entwarf zeit- und stilgemäße Möbel und Elektrogeräte für die deutsche Firma AEG. Weiterhin besaß Henry van de Velde mit seinen Möbelentwürfen großen Einfluss und Ansehen in Deutschland. 16 Van de Velde war im Jahre 1919 maßgeblich an der Gründung der berühmten deutschen Schule für Kunst, Design, Architektur und Klassischen Moderne beteiligt: Das Bauhaus. 17 Am deutschen Bauhaus wurden Methoden der Produktgestaltung und die Ausbildung von Formgestaltern systematisch entwickelt. 18
Abb.1 und 2: Bauhaus-Design (Quelle: www.classic-design24.com, www.steelform.com)
12 Die Industrialisierung begann vornehmlich in England im 18. Jh., um mit einigen Jahrzehnten
Verzögerung auch Länder wie Frankreich und Deutschland „einzunehmen“.
13 Vgl. Achilles-Brettschneider, A.; Albert, D.; Anton, F.; u.a. (1988), S. 30.
14 Vgl. Achilles-Brettschneider, A.; Albert, D.; Anton, F.; u.a. (1988), S. 30f.
15 Vgl. ebenda
16 Vgl. ebenda
17 Vgl. o.V. : Wikipedia (2005): Bauhaus
18 Vgl. Achilles-Brettschneider, A.; Albert, D.; Anton, F.; u.a. (1988), S. 30f.
Arbeit zitieren:
Diplom-Kaufmann Sascha Häusler, Torsten Klein, 2006, Design als Intervention, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
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