Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG. 1
2 DEFINITIONEN 1
2.1 Diversifizierung. 1
2.2 Management. 1
3 MOTIVE UND FORMEN VON DIVERSIFIZIERUNG 2
3.1 Motive von Diversifizierung. 2
3.2 Formen der Diversifizierung. 2
3.2.1 Interne und externe Diversifizierung 2
3.2.2 Horizontale, vertikale, laterale Diversifikation 3
3.2.3 Fokussierte, verbundene, konglomerate Diversifikation. 3
4 MANAGEMENT DIVERSIFIZIERTER UNTERNEHMEN. 4
4.1 Management-Modelle. 4
4.1.1 Die U-Form - die funktionale Organisation 4
4.1.2 Die -MForm - die multidivisionale Organisation. 5
4.1.3 Die H-Form - die Holding-Struktur. 5
4.2 Aufgaben und Anforderungen der Zentrale 7
4.3 Führungsstil und Führungsverständnis. 7
4.3.1 Führungsstil. 7
4.3.2 Führungsverständnis und Komplexität. 9
4.4 Fallbeispiel ABB. 10
4.4.1 Konzerndaten 10
4.4.2 Erfolg durch Lernfähigkeit und Anpassung 11
4.4.3 Customer Focus - der Veränderungsprozess bei ABB 12
4.4.4 Das Wissensmanagement bei ABB. 15
5 FAZIT UND AUSBLICK 17
1 Einleitung
Empirische Studien belegen, dass Diversifizierung für viele Unternehmen nach wie vor aktuell ist 1 . In der vorliegenden Arbeit soll deshalb geklärt werden, wie es möglich ist, diversifizierte Unternehmen erfolgreich zu managen.
Zunächst werden die Begriffe Diversifizierung und Management erläutert. 2 Anschließend soll untersucht werden, welche Besonderheiten bei der Führung diversifizierter Unternehmen zu beachten sind, welche Schwierigkeiten auftreten können und mithilfe welcher Lösungsstrategien sie überwunden werden können.
2 Definitionen
2.1 Diversifizierung
Diversifikation ist ein Phänomen unternehmerischen Wachstums. Es bedeutet den Eintritt in ein Geschäft, das sich vom bisherigen Kerngeschäft unterscheidet und außerhalb des bisherigen Tätigkeitsbereiches liegt. Diversifikation bezieht sich nicht nur auf die Anzahl oder die Unterschiedlichkeit angebotener Produkte und Dienstleistungen, sondern auch auf den Aspekt der räumlichen Ausdehnung eines Unternehmens. Die Diversifikation ist somit abzugrenzen von (Geschäftsfeld-)Strategien der Markt- oder Produktentwicklung. 3
2.2 Management
Management kann einerseits als Institution verstanden werden und andererseits als Komplex von Aufgaben, die zur Steuerung einer Organisation erfüllt werden müssen. Es wird also zwischen der institutionellen und der funktionalen Perspektive des Managements unterschieden. Mit dem Begriff „Institution“ sind alle Personen einer Organisation gemeint, die mit Anweisungsbefugnissen betraut sind. Das funktionale Management stellt eine Querschnittsfunktion dar, die den Einsatz der Ressourcen und das Zusammenwirken der Sachfunktionen steuert. Es lässt sich definieren als Komplex von Steuerungsaufgaben, die bei der Leistungserstellung und -sicherung in arbeitsteiligen Organisationen erbracht werden müssen. Diese Aufgaben stellen sich als immer wiederkehrende Probleme dar, die in der Regel in jeder Leistungsposi- 1 vgl.Friedrich/ Hinterhuber in Hinterhuber u.a. (Hrsg.), S. 7
2 Die Begriffe „Diversifikation“ und „Diversifizierung“ werden in dieser Arbeit synonym verwendet.
3 vgl. Steinmann/ Schreyögg, S. 237
1
tion zu lösen sind, unabhängig davon, in welchem Ressort, auf welcher Hierarchieebene und in welcher Organisation sie anfallen. 4
3 Motive und Formen von Diversifizierung
3.1 Motive von Diversifizierung
Wichtige Motive für Diversifikationen liegen in:
„der Größe der Unternehmung: Diversifikation gilt als eine typische Wachstumsform größerer Unternehmungen. Kleinere Unternehmungen können wegen des beschränkten finanziellen Potentials oder technischen Know-hows Diversifikationsstrategien meistens nicht verfolgen,
der Reduzierung des Risikos: Unternehmungen, die auf mehreren Märkten tätig sind, sind nicht mehr von der Entwicklung eines einzigen Marktes z. B. hinsichtlich saisonaler Schwankungen oder Sättigungserscheinungen abhängig,(...)
einer unstabilen Bedarfslage: die Diversifikation dient dann der Ausschaltung von zyklischen Nachfrageschwankungen, die ceteris paribus um so stärker sind, je weniger differenziert das Leistungsprogramm ist, einer Reduzierung der Abhängigkeit von Lieferanten,
einer Reinvestition von Gewinnen, d. h. Diversifikation als ein Mittel der Kapitalanlage,(...)
der Ausnutzung von Synergievorteilen: Diversifikationen sollen eine bessere Ausnutzung von personellen und materiellen Ressourcen ermöglichen.“ 5
3.2 Formen der Diversifizierung
3.2.1 Interne und externe Diversifizierung
In der Literatur lassen sich verschiedene Ansätze finden, Diversifizierung zu klassifizieren. Zum einen kann zwischen interner und externer Diversifizierung unterschieden werden. Bei der internen Diversifikation wird das Leistungsprogramm „von innen heraus“ durch Entwicklung neuer Produkte (Produktdiversifikation) oder durch Erschließung neuer Märkte (Marktdiversifikation) um zusätzliche Geschäftsfelder erweitert. Hierbei handelt es sich meist um eine horizontale oder vertikale Erweiterung. Es handelt sich um externe Diversifiktation,
4 Lombriser/ Abplanalp 292
5 Welge/ Al-Laham, S. 445
2
wenn der Weg der Akquisition bestritten wird oder sich ein Unternehmen mit anderen Unternehmen zusammen schließt.
3.2.2 Horizontale, vertikale, laterale Diversifikation
Nach dem Grad der Verwandtschaft zum bestehenden Produkt-Markt-Programm wird zwischen horizontaler, vertikaler und lateraler Diversifikation unterschieden. Horizontale Diversifikation bedeutet die Erweiterung des bisherigen Produktprogramms um neue Produkte für neue Märkte. Hier besteht ein sachlicher Zusammenhang zwischen den Geschäftsfeldern. Bei der horizontalen Diversifikation steht die Erzielung von Synergieeffekten im Vordergrund. 6
Bei der vertikalen Diversifikation werden neue Aktivitäten aus vor- oder nachgelagerten Produktions- oder Absatzstufen aufgenommen. Sie dient als Maßnahme zur Erhöhung der Unabhängigkeit, zur Verbesserung der Kostenstruktur sowie zur Absicherung von Märkten. 7
Erfolgt die Aufnahme eines neuen Geschäftsfeldes, das zum bisherigen Leistungsangebot des Unternehmens keine Beziehung hat, spricht man von lateraler bzw. konglomerater Diversifikation. Hier spielt vor allem der Gedanke der Risikostreuung eine Rolle sowie die Chance, in zukunftsträchtigen Branchen mit hohen Wachstums- und Gewinnaussichten repräsentiert zu sein. 8
3.2.3 Fokussierte, verbundene, konglomerate Diversifikation
Im Rahmen von Diversifikationsstrategien lassen sich im Anschluss an Rumelt 9 mehrere Arten der Diversifikation unterscheiden:
fokussiert diversifizierte Unternehmen („dominant product diversifiers“) verbunden diversifizierte Unternehmen („related diversifiers“) konglomerat diversifizierte Unternehmen („unrelated diversifiers“).
6 vgl. Bühner 1985, S. 28 in Schulte-Zurhausen, S 260
7 Ebenda
8 Ebenda
9 vgl. Rumelt, zitiert nach Marcharzina/Wolf, S. 270
3
Fokussiert diversifizierte Unternehmen konzentrieren sich auf wenige Marktleistungen, die einander sehr ähnlich sind.
Verbunden diversifizierte Unternehmen zeichnen sich dadurch aus, dass die inhaltlich sehr unterschiedlichen Marktleistungen einen hohen Verwandtheitsgrad aufweisen. Konglomerat diversifizierte Unternehmen bieten dagegen sehr heterogene Marktleistungen an.
4 Management diversifizierter Unternehmen
Wie ein diversifiziertes Unternehmen auch immer geprägt sein mag, entscheidend für den Erfolg scheinen ein klarer Aufbau, eine starke Zentrale und ein geeignetes Führungsverhalten des Management zu sein.
4.1 Management-Modelle
Es stellt sich die Frage, welche Möglichkeiten es gibt, ein diversifiziertes Unternehmen optimal zu organisieren. Oliver Williamson unterscheidet sechs Formen, von denen im Folgenden die drei wichtigsten anhand von Organigrammen 10 dargestellt werden: 11
4.1.1 Die U-Form - die funktionale Organisation
Die U-Form (Unitary Company) entspricht einer funktionalen Unternehmensorganisation. Diese funktionale Organisation ist nach dem Verrichtungsprinzip strukturiert: 12
10 vgl. Williamson zitiert nach Albach/ Redenius S. 58
11 Die hier nicht näher untersuchten Formen sind die M`-Form, die M``-Form und die X-Form.
12 vgl. Schulte-Zurhausen, S. 238
4
Arbeit zitieren:
Claudia Zube, 2006, Management diversifizierter Unternehmen, München, GRIN Verlag GmbH
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