Entrepreneurship
Thema:
Erfolgsfaktoren junger Unternehmen:
Theoretische und empirische Erkenntnisse
Seminararbeit im Wintersemester 2005/2006
an der Philipps-Universität Marburg
Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Lehrstuhl für Technologie- und Innovationsmanagement
vorgelegt von
Bastian Jannermann
Marburg, den 31. Oktober 2005
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis II
Tabellenverzeichnis II
Abkürzungsverzeichnis II
1 Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Zielsetzung und Gang der Untersuchung 2
2 Begriffliche Abgrenzungen und einleitende Grundlagen 3
2.1 Der Begriff der Erfolgsfaktoren 3
2.2 Charakteristika junger Unternehmen 4
2.3 Phasen der Unternehmensgründung und Zuordnung von Erfolgsfaktoren 5
3 Theoretische Ansätze der Erfolgsfaktorenforschung 6
3.1 Personenbezogene Faktoren 7
3.2 Unternehmensbezogene Faktoren 9
3.3 Umfeldbezogene Faktoren 10
4 Empirische Ergebnisse der Erfolgsfaktorenforschung 12
4.1 Darstellung und Vergleich von Ergebnissen über Erfolgsdeterminanten 12
4.2 Empirische Ergebnisse im Lichte der theoretischen Ansätze 14
5 Schlussbemerkung 15
Literaturverzeichnis 17
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
Die wirtschaftliche Situation in der Bundesrepublik Deutschland spiegelt sich unter anderem in den Unternehmensinsolvenzen und Arbeitslosenzahlen wider. 118.274 Insolvenzen1 im vergangenen Jahr und derzeit 4,65 Millionen Arbeitslose2 sind Zahlen, welche die aktuell schwierige ökonomische Lage und die lahmende Konjunktur aufzeigen. Angesichts dieser Situation ist eine Analyse von Erfolgsfaktoren geboten, an der sich Unternehmen für eine erfolgreiche Entwicklung orientieren können. Besonderes Augenmerk zur Verbesserung der gegenwärtigen wirtschaftlichen Lage kommt dabei der Gründung und dem Aufbau junger Unternehmen – insbesondere den technologieorientierten Gründungen – zu, die nachhaltig Wachstum und hohe Potenziale für eine Volkswirtschaft versprechen.3 Neugegründete Unternehmen sehen sich jedoch häufig mit dem Problem einer hohen Insolvenzwahrscheinlichkeit konfrontiert. So fielen im Jahre 2001 fast 80% der Gesamtinsolvenzen auf Unternehmen, die nicht länger als acht Jahre seit der Gründung existierten.4 Nach UNTERKOFLER sind es vorwiegend junge Unternehmen, die die gesamtwirtschaftliche Wohlfahrt erhöhen und wichtige Funktionen einnehmen.5 Neben der Beschäftigungsfunktion, die besagt, dass durch Neugründungen Arbeitsplätze geschaffen werden,6 erfüllen junge Unternehmen ebenfalls eine Versorgungs- und Wettbewerbsfunktion. 7 Die wirtschaftlichen Aktivitäten junger Unternehmen erweitern das Marktangebot und führen zu einer Verbesserung der Bedarfsbefriedigung. Gleichzeitig verhindert der steigende Wettbewerbsdruck monopolistisches Verhalten. 8 Ebenfalls wird durch Neugründungen die Investitionsfunktion umgesetzt. Ein positiver Beitrag für die gesamte Wirtschaft in Form von verstärkten Investitionstätigkeiten ist die Folge. Aus diesen Funktionen kann der hohe Stellenwert von jungen Unternehmen für eine erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung, welche auch im Interesse des Staates liegt, abgelesen werden. Junge Unternehmen sind Hoffnungsträger für ein dynamisches Wirtschaftswachstum, 9 nehmen eine Schlüsselposition im Strukturwandel ein10 und erhöhen das Innovationspotenzial. 11 Eine durch hohe Unsicherheit geprägte Volkswirtschaft macht es erforderlich, nach Erfolgsfaktoren Ausblick zu halten, die neuen Unternehmen Anhaltspunkte für ein erfolgreiches Wirtschaften bieten.
1.2 Zielsetzung und Gang der Untersuchung
Vor dem Hintergrund der beschriebenen Problemstellung zielt die vorliegende Hausarbeit darauf ab, theoretische Ansätze der Gründungs- und Erfolgsfaktorenforschung darzustellen und mit empirischen Untersuchungen aus diesem Forschungsgebiet zu vergleichen. Hierdurch sollen für junge Unternehmen im Rahmen der Unternehmensgründung diejenigen Determinanten identifiziert werden, die den Erfolg wesentlich beeinflussen.
Ein einheitliches theoretisches Konzept über die Erfolgsfaktoren zu entwickeln, kann im Rahmen dieser Untersuchung nicht geleistet werden, da in der wissenschaftlichen Literatur Uneinigkeit darüber herrscht, wie eine solche Theorie aussehen sollte.12 In Anbetracht dieser Tatsache wird in der Arbeit der Versuch unternommen, einen Überblick der wesentlichen Charakteristika möglicher theoretischer Ansätze zu geben. In Kapitel 2 wird zunächst eine Einordnung der Begriffe „Erfolgsfaktoren“ und „junge Unternehmen“ in Anlehnung an die aus der Literatur bekannten Definitionen vorgenommen. Im Folgenden wird der Verlauf eines jungen Unternehmens im Gründungsprozess vorgestellt und Erfolgsfaktoren für die einzelnen Phasen erörtert. Die Ausführungen in Kapitel 3 konzentrieren sich auf theoretische Ansätze der Erfolgsfaktorenforschung. In diesem Zusammenhang wird auf das „Drei-Faktoren-Modell“ 13 eingegangen. Dieses Modell beruht auf drei Gruppen von Erfolgsfaktoren, die den Erfolg neugegründeter Unternehmen beeinflussen: personen-, unternehmens- und umfeldbezogene Faktoren. 14 Im Anschluss werden in Kapitel 4 einige Ergebnisse aus der empirischen Erfolgsfaktorenforschung dargestellt und miteinander verglichen. Aufgrund der Vielzahl an Untersuchungen15 und der Komplexität des Forschungsfeldes beschränkt sich diese Arbeit auf einige ausgewählte Studien zum Thema der Erfolgsfaktoren. Aufbauend auf den Ergebnissen der empirischen Untersuchungen erfolgt deren Gegenüberstellung mit den in Kapitel 3 abgeleiteten Hypothesen. Darüber hinaus wird geprüft, inwieweit die theoretischen Ansätze in der Empirie bestätigt werden. Abschließend werden in Kapitel 5 die Ergebnisse der Arbeit kurz zusammengefasst.
[....]
1 Vgl. Statistisches Bundesamt (Zahlen aus dem Jahr 2004).
2 Vgl. Statistisches Bundesamt (Stand September 2005).
3 Vgl. Kriegesmann (2000), S. 398; Schwall (2001), S. 5; Unterkofler (1998), S. 19; Werner (2000), S 1.
4 Vgl. Mücke (2004), S. 2. Siehe auch Preisendörfer (2002), S. 59 und Szyperski (1977), S. 5, beide gehen davon aus, dass ca. 50% der Neugründungen in den ersten fünf Jahren von einer Insolvenz betroffen sind.
5 Vgl. Unterkofler (1998), S. 19.
6 Vgl. Brüderl/Preisendörfer/Ziegler (1998), S. 13; Corsten (2002), S. 5; Kuipers (1990), S. 36; Schwall (2001), S. 1; Unterkofler (1998), S. 20-21; Wanzenböck (1998), S. 10-11; Werner (2000), S. 4-5.
7 Vgl. Unterkofler (1998), S. 19.
8 Vgl. Unterkofler (1998), S. 19; Werner (2000), S. 8.
9 Vgl. Corsten (2002), S. 3; Moog (2004), S. 4.
10 Vgl. Kriegesmann (2000), S. 398; Schwall (2001), S. 1.
11 Vgl. Werner (2000), S. 8.
12 Vgl. Brüderl/Preisendörfer/Ziegler (1998), S. 20-21.
13 Preisendörfer (2002), S. 45.
14 Für eine Übersicht über Systematisierungsversuche von Erfolgsfaktoren siehe Daschmann (1994), S. 3.
15 Vgl. zu dieser Vielfalt auch die Übersicht der Erfolgsfaktorenstudien in Punkt 4.1.
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Bastian Jannermann, 2005, Erfolgsfaktoren junger Unternehmen: Theoretische und empirische Erkenntnisse, Munich, GRIN Publishing GmbH
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