IT Trends - REMOTE CONTROL III
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis IV IV
Abstract V
1 Einleitung 1
2 Begriffsabgrenzung 1
2.1 Remote Access 1
2.2 Remote Control 2
3 Technische Grundlagen 7
3.1 Funktionsweise 7
3.2 Verwendete Protokolle 10
4 Anforderungen an Remote Control Systeme 13
4.1 Netzwerk 13
4.2 Sicherheit 14
4.3 Hardware 17
4.4 Software (unter MS Windows) 17
5 SWOT-Analyse 21
5.1 Strengths 21
5.2 Weaknesses 21
5.3 Opportunities 21
5.4 Threats 22
6 Fazit und Ausblick 22
7 Tipps und Tricks 24
Eidesstattliche Versicherung V
Quellenverzeichnis VI
IT Trends - REMOTE CONTROL IV
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1 : Remote Access Verbindung über einen RAS Server 2
Abb. 2 : Eingriffsmöglichkeiten des Guests
am Beispiel der Software NetSupport Manager 4
Abb. 3 : Aufbau einer Datei zur Verbindungskonfiguration 5
Abb. 4 : Ablauf einer Fernsteuerungssitzung 6
Abb. 5 : Client-Server und Peer-to Peer Kommunikation
bei der Fernsteuerung 8
Abb. 6 : Peer-to Peer Benutzerüberwachung unter Windows XP Professional 9
Abb. 7 : Hierarchische Struktur eines LDAP Verzeichnisdienstes
am Beispiel einer Firma mit weltweitem Filialnetz 12
Abb. 8 : Übertragene Bildbereiche bei komprimiertem Datenstrom 14
Abb. 9 : Tunneling mit zusätzlicher SSL Verschlüsselung 16
Abb. 10 : Kostenverteilung in der Unternehmens-IT 23
Tabellenverzeichnis
Tab. 1 : Verwendete Protokolle und Schnittstellen beim RC Einsatz 10
Tab. 2 : Charakterisierung beispielhafter RC Software
nach Abstraktionsschichten 19
IT Trends - REMOTE CONTROL V
Abstract
In dieser Arbeit werden die Grundlagen von Remote Control, der netzwerkgestützten Fernsteuerung und Fernunterstützung von Computern, vorgestellt. Dies soll für den Einsatz im Helpdesk einer Unternehmens IT geschehen, jedoch auch für den Privatanwender Anwendungsmöglichkeiten aufzeigen.
Zunächst werden die Begriffe Remote Access als Fernzugriff und Remote Control als Fernsteuerung und -kontrolle voneinander abgegrenzt. Ausgehend davon werden die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Remote Control vorgestellt und die an einer Fernsteuerungssitzung beteiligten Computer als Host und Guest definiert. Es folgt ein typischer Ablauf einer Fernsteuerungssitzung zwischen Host und Guest. Im Rahmen der technischen Grundlagen wird Remote Control im Client-Server und im Peer-to-Peer Kommunikationsmodell beschrieben, bevor auf die zu Grunde liegenden Protokolle eingegangen wird. Die zu berücksichtigenden Anforderungen an das Netzwerk, die Sicherheit und die Hard- und Software sind im Folgenden dargelegt. Hier werden in einer Übersicht sechs gängige Remote Control Software Lösungen charakterisiert und für den Leser vergleichend dargestellt.
Zusammenfassend werden die Stärken und Schwächen des Remote Control Einsatzes den Chancen und Risiken gegenübergestellt. Im Anschluss gilt es, die Kosteneinsparpotenziale beim Einsatz von Remote Control anhand einer Studie aufzuzeigen und einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung zu geben. Abschließend werden dem Leser Tipps und Tricks gegeben, die den erfolgreichen Einsatz von Remote Control ermöglichen.
Zielgruppe:
Metadaten:
Authentifizierung, Autorisierung, Client, Datenrate, Fernsteuerung, Fernunterstützung, Fernwartung, Firewall, Guest, Helpdesk, Host, Interframe, IP, Komprimierung, Kontrolle, LDAP, OSI, Peer, Port, RAS, RDP, Remote Access, Remote Control, Remoteunterstüt- zung, Server, SSL, Steuerung, Support, TCP, Tunneling, UDP, Wartung
IT Trends - REMOTE CONTROL 1
1 Einleitung
Mit steigender Komplexität der Informations- und Kommunikationstechnik treten vielfältige Probleme bei den Anwendern auf. Schnelle Reaktionszeiten auf diese Probleme innerhalb eines Unternehmensnetzwerks und deren zeitnahe Lösung stellen eine Herausforderung an den technischen Helpdesk einer IT-Abteilung dar.
Die Möglichkeiten der Fernwartung und -unterstützung mit Hilfe von Remote Control innerhalb eines Unternehmensnetzwerks und darüber hinaus bieten Lösungsansätze für eine Vielzahl von Herausforderungen an. Einen Rechner von jedem Ort aus steuern zu können, eröffnet Profis neue Perspektiven der Administration.
Auch im privaten Bereich erlaubt Remote Control, bisherige Hindernisse zu überbrücken. Wer hat sich das nicht schon einmal gewünscht? Der befreundete Excel-Profi greift von seinem Computer direkt auf den eigenen Rechner zu und stellt die Verformelung der Zellen richtig - als wäre er selbst vor Ort.
Was Remote Control leisten kann, aber auch wo die Einsatzgrenzen liegen, soll in dieser Arbeit vermittelt werden.
2 Begriffsabgrenzung
Für die Begriffe Remote Access (im Nachfolgenden RA genannt) und Remote Control (im Nachfolgenden RC) gibt es in der Literatur unterschiedliche Definitionen. Aus diesem Grund ist es wichtig eine Begriffsabgrenzung vorzunehmen.
2.1 Remote Access
Die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, von einem lokalen Rechner auf ein entferntes Netzwerk zuzugreifen, werden unter dem Begriff RA zusammengefasst [1]. Über den Remote Access Service (kurz RAS) können Ressourcen eines entfernten Netzwerks nach dem Einwählen über Modem, ISDN oder über eine Breitbandverbindung genutzt werden [2].
Der RAS Server bietet Dienste an, die den entfernten Benutzer mit dem Unternehmensnetz und den zur Verfügung stehenden Netzwerkdiensten und Ressour- cen verbinden [2]. Er stellt hierfür Schnittstellen für die Kommunikation
IT Trends - REMOTE CONTROL 2
zwischen räumlich voneinander getrennten Kommunikationspartnern zur Verfügung [2]. Durch den RAS Server erfolgt eine Authentifizierung des entfernten Benutzers [3].
Abb. 1: Remote Access Verbindung über einen RAS Server
Quelle: http://www.elektronik-kompendium.de/sites/net/0907081.htm [5]
Remote Access Services bilden die Grundlage für das Arbeiten von zu Hause oder unterwegs. Diese Arbeitsweise fasst man unter dem Begriff Telecommuting zusammen [4]. Dabei hat der entfernte Benutzer Zugriff auf innerbetriebliche Kommunikationseinrichtungen wie Datenbanken, Client-Server Anwendungen oder E-Mail. Des Weiteren können freigegebene Drucker eines anderen Standorts genutzt werden, um lokale Dateien zu drucken, als stünde der Drucker im eigenen Büro [5].
2.2 Remote Control
RC kann dem Begriff RA als spezielles Szenario des Fernzugriffs zur Steuerung und Wartung von Computern untergeordnet werden [6]. Beispielsweise können Updates für einen Virenscanner auf mehreren Computern per Fernsteuerung installiert werden.
Dies gilt sowohl für Rechner, die ohne einen Benutzer vor dem fernen Rechner gesteuert werden sollen (z. B. ferne Server) als auch für solche, deren Benutzer am fernen Bildschirm interaktiv Unterstützung erhalten sollen.
2.2.1 Anwendungsgebiete von Remote Control
Typische Anwendungsgebiete von RC liegen bei der Anwenderunterstützung im Helpdesk eines Unternehmens. Vom Helpdesk aus besteht die Möglichkeit, über die RC Software auf den Rechner des Mitarbeiters zuzugreifen. Dabei wird die
IT Trends - REMOTE CONTROL 3
Kontrolle des Rechners an den Helpdesk übergeben, während der Mitarbeiter sieht, welche Vorgänge der Helpdesk an seinem Rechner ausführt.
Anwendungsbeispiele für RC sind:
• Direkter Eingriff in den Arbeitsablauf eines Hosts oder Servers ohne selbst vor Ort sein zu müssen,
• Installation von fehlenden Dateien beim Host,
• Regelmäßige Wartungsaufgaben an mehreren Hosts oder an Servern.
2.2.2 Host und Guest
Mindestens ein Rechner muss als Host, ein anderer muss als Guest konfiguriert werden, ehe eine Verbindung zur Fernsteuerung zwischen beiden hergestellt werden kann [7]. Auf dem Host wird ein Dienst gestartet, der die Verbindung mit einem Guest zulässt, so dass der Host durch den Guest gesteuert werden kann.
Der Guest verbindet sich mit dem Host und legt die durchzuführenden Maßnahmen fest. Dabei werden die Aktionen auf dem Host durchgeführt. Auf dem Moni-tor beider Rechner ist sichtbar, was auf der Arbeitsoberfläche des Hosts geschieht. Den Steuerungsvorgang zwischen Guest und Host nennt man Fernsteuerungssitzung [8].
2.2.2.1 Guest
In einer Fernsteuerungssitzung kann ein Guest nach der Verbindungsherstellung mit einem Host dessen Bildschirm beobachten oder Aktionen durchführen als wäre er selbst am Standort des Hosts anwesend. Er kann damit auf Anwendun- gen und Dateien zugreifen, die auch für den Host bereitgestellt werden.
IT Trends - REMOTE CONTROL 4
Quelle: http://www.pci-software.de/nsm/netsupport_manager_features.htm [9]
Wie in Abb. 2 zu sehen ist können u. a. folgende Aktionen bei einer Fernsteuerungssitzung durch den Guest ausgeführt werden:
• Übertragen von Dateien zwischen Guest und Host,
• Dialog mit dem Host über ein integriertes Chat- und Messaging-Modul,
• Aufzeichnung der Aktionen in einem Sitzungslogbuch, um z. B. häufig auftretende Fehler auszuwerten (unter Settings),
• Automatische Durchführung häufig wiederkehrender Aktionen über Skripte (unter dem Menüpunkt Tools),
• Erstellen einer Inventarliste des Hosts mit der dort installierten Soft- und Hardware. Diese kann weitere Informationen bei der Suche nach Fehlern liefern.
IT Trends - REMOTE CONTROL 5
2.2.2.2 Host
Nach der Fernunterstützungsaufforderung durch den Host kann dieser den Zugriff auf seinen Rechner durch authentifizierte Guests zulassen.
Folgende Optionen können u. a. für den Host festgelegt werden:
• Dem Host die Möglichkeit einräumen, die Fernsteuerungssitzung jederzeit auf seinen Wunsch zu beenden,
• Bestimmen von Zugriffsprivilegien, um festzulegen, ob während einer Fernsteuerungssitzung ausschließlich der Guest, der Host oder beide zusammen die Maus und die Tastatur kontrollieren können,
• Einschränkung von Anmeldeversuchen, um den Zugriffsschutz auf den Host zu verstärken.
2.2.3 Verbindungsaufbau und Ablauf
Die Verbindungseinstellungen müssen durch den Host festgelegt und an den Guest übertragen werden, bevor eine Fernsteuerungssitzung beginnen kann [10]. Diese Einstellungen werden am Beispiel des Aufbaus einer Datei, die der Host mithilfe der Windows Remoteunterstützung erzeugt, unter Abb. 3 erläutert.
Abb. 3: Aufbau einer Datei zur Verbindungskonfiguration
Quelle: eigene Darstellung des Quellcodes
Folgende Informationen sind in dieser XML-Datei enthalten:
• TYPE: Attribut des Datensatzes mit dem Attributwert Escalated, der den Sendestatus der RC Aufforderung zeigt,
• USERNAME: Name des am Host angemeldeten Benutzers,
Arbeit zitieren:
Sebastian Steinack, 2005, IT-Trends - Remote Control, München, GRIN Verlag GmbH
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