Inhaltsverzeichnis
1. Vorstellung der Schule 3
2. Vorstellung der Hospitationsklassen 7
3. Die Darstellung eines fachdidaktischen
Beobachtungsschwerpunktes 10
4. Präsentation und Reflexion des eigenen Unterrichtsversuches 14
Anhang 17
Literatur 19
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1. Vorstellung der Schule
Der vorliegende Bericht liefert einen Überblick über die schulpraktischen Studien. Er besteht aus der Vorstellung der Schule, der Darstellung eines ausgewählten Beobachtungsschwerpunktes sowie der Präsentation und Reflexion eines eigenen Unterrichtsversuches im Geschichtsunterricht der Klasse 7.
Am 14. Februar 2005 nahm ich das fachdidaktische Praktikum für das Fach Geschichte an der AES in B. Die AES ist ein vorwiegend vierzügiges Gymnasium für Jungen und Mädchen und befindet sich im Schulzentrum-W. Das Schulzentrum beherbergt das Gymnasium sowie eine Realschule mit integrierter Aufbaurealschule. Zugleich sind in deren Räumlichkeiten die Abendrealschule und das Abendgymnasium untergebracht. Die AES liegt im Einzugsbereich der umliegenden Stadtteile W., A. und E. und ist aus diesen problemlos mit dem Bus oder der U-Bahn zu erreichen. Das Gymnasium steht in intensiven Kontakten zu den Grundschulen der jeweiligen Stadtteile und veranstaltet in regelmäßigen Abständen einen Tag der offenen Tür, an dem die Grundschüler und ihre Eltern einen Einblick in den Schulalltag an der AES gewinnen sollen. Außerdem bestehen laufende Kooperationen mit der GES, der Sch.-Schule und der EKG, die besonders im Leistungskursbereich der Oberstufe zum Tragen kommen.
Die AES ist im Jahre 1967 als neusprachliches und mathematischnaturwissenschaftliches Gymnasium für Jungen aus der G.-Schule, die damals bereits aufgrund ihrer hohen Schülerzahlen erheblich überlastet war, hervorgegangen. Nach Fertigstellung des Schulzentrums im Jahre 1970 siedelte die Schule mit 500 Schülern und Schülerinnen (mittlerweile besuchten auch Mädchen dieses Gymnasium) in die neuen Räumlichkeiten um und erhielt durch die ebenfalls überlastete GES einen erneuten Schülerzuwachs. Zu Beginn des Halbjahres 2005 werden ca. 900 Schüler von 53 Lehrern und acht Referendaren unterrichtet. Das Fach Geschichte wird von acht Lehrkräften, darunter eine Referendarin, gelehrt. Seit 1990 besteht das Angebot des bilingualen, deutsch-englischen Sprachenzweiges, der auf die Fächer Geschichte, Erdkunde und Politik ausgerichtet ist. Im
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Rahmen dieser besonderen Fremdsprachenförderung sollen die Schüler neben der Beherrschung der englischen Sprache in vielerlei Wissensgebieten für die kulturellen und sprachlichen Gegebenheiten europäischer Länder sensibilisiert werden. Darüber hinaus werden Kontakte und Partnerschaften zu europäischen und amerikanischen Schulen gepflegt. Wie dem Schulprogramm zu entnehmen ist, fällt der bilinguale Unterricht jedoch ausschließlich in die Heranbildung fremdsprachlicher Kompetenz und lässt die gesellschaftswissenschaftliche Dimension außen vor.
Laut Auskunft eines Fachlehrers gibt es für das Fach Geschichte in der Sekundarstufe I kein schriftlich fixiertes Curriculum über die Lerninhalte. Die Inhalte orientieren sich an der Vorgehensweise der Schulbücher, wobei umfangreiche Kapitel auf das Leistungsniveau der jeweiligen Klassen zugeschnitten werden können. (siehe Themenliste im Anhang) Das schulinterne Curriculum für die Oberstufe liegt der Arbeit im Anhang bei. Es wurde im Schuljahr 2000/01 von der Fachkonferenz Geschichte verabschiedet und umfasst alle relevanten Themenbereiche - samt Unterthemen - für die insgesamt sechs Halbjahre der Oberstufe. Zudem wurden die Zeitfelder und Handlungs- und Kulturräume, die Dimensionen der historischen Erfahrung, die Grundformen historischer Untersuchung (synchron, diachron, perspektivisch-ideologiekritisch, gegenwartsgenetisch) sowie die Leitprobleme und die methodische Lernprogression für jedes Halbjahr benannt. Für die ersten Halbjahre der Jahr-gangsstufe 12 und 13 wurden zusätzlich unverzichtbare historische Gegenstände festgelegt. Das aktuell verwendete Lehrbuch heißt Geschichte und Geschehen (erschienen im Klett Verlag) und steht allen Klassen und Stufen in den jeweiligen Bänden durchgehend zur Verfügung. Für die Sekundarstufe I gibt es je einen Band für jede Jahrgangsstufe, in der das Fach Geschichte zum Fächerkanon gehört (ergo insgesamt vier), während für die Sekundarstufe II zwei Bände vorliegen. Jeder Band deckt die vorgegebenen Themen von drei Halbjahren ab. Das Schulbuch wird in allen Jahrgängen als vorherrschendes Material benutzt; lediglich in der Klasse 7 habe ich beobachtet, dass Kopiervorlagen aus Begleitmaterial zu Übungszwecken herangezogen wurden. Das Schulbuch enthält sowohl Primärquellen und
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Verfassertexte als auch Übungsaufgaben und kann somit als Lese-, Arbeits-, und Übungsbuch im Unterricht genutzt werden.
Abschließend möchte ich noch einige allgemeine Anmerkungen zur Praktikums-organisation an der Schule machen. Das Schulpraktikum wird an der AES in der Regel von zwei Lehrern betreut, wobei sich in meiner Praktikumszeit lediglich einer der betreuenden Lehrer verantwortlich zeigte. Da nicht allen Praktikanten die gleiche Anfangszeit für den ersten Praktikumstag mitgeteilt wurde, verlief die Einführung in den Ablauf des Praktikums ziemlich bruchstückhaft und hektisch, was sich hinsichtlich einer geeigneten Lehrer- bzw. Klassenauswahl und Stundenplanerstellung als problematisch erwies. Es wäre für mich hilfreich gewesen, wenn die Betreuerin Empfehlungen ausgesprochen hätte, in welchen Klassen bzw. bei welchen Lehrkräften im Unterricht hospitiert werden kann. Dadurch hätte die frustrierende Erfahrung der Ablehnung unter Umständen vermieden werden können. Im Allgemeinen zeigten die Lehrer sich jedoch bereit, Praktikanten in ihren Unterricht aufzunehmen. Des Weiteren hätte ich mir zur besseren Orientierung und zum Kennenlernen spezieller Fachräume, wie z.B. Medienraum, Kartenraum etc., einen Rundgang durch das komplette Schulgebäude gewünscht. Zum Auffinden der Klassenräume wurden die Praktikanten an die Schüler verwiesen, die „gerne die Lotsen spielen“. Seitens der schulischen Praktikumsbetreuerin wurde bemängelt, dass die Schule nicht ausreichend Informationen darüber vorliegen hätte, wie viele Praktikanten in welchen Fächern zu erwarten wären. Obwohl sowohl mein Praktikum als auch das meines Kommilitonen über das Praktikumsbüro der Universität B. angemeldet waren, hatte die Schule keine schriftlichen Angaben dazu vorliegen. Der letzte Punkt sei nicht als Kritik zu verstehen, sondern als kurze Rückmeldung für die Organisation und ein gutes Gelingen zukünftiger Praktika.
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Daniela Weingartz, 2005, Beobachtungsbericht über die Hospitation des Geschichtsunterrichts auf der Sekundarstufe I und II an der Albert-Einstein-Schule Bochum, Munich, GRIN Publishing GmbH
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