Fachhochschule Braunschweig
Hausarbeit
Businessplan Mobillig GmbH
Marcel Daum
2004
Inhaltsverzeichnis:
1. Unternehmenskonzept ...1
2. Persönliche Qualifikation ...2
3. Unternehmensdaten ...3
4. Produkt bzw. Serviceidee ...4
5. Marktchancen und Konkurrenzanalyse ...6
1. Einführung ...6
2. Anbieter ...7
3. Nachfrage ...8
4. Kundenstruktur ...9
5. Marktchancen ...9
6. Marketingstrategie ...10
1. Produktstrategie ...10
2. Preisstrategie ...10
3. Vertriebsstrategie ...12
4. Werbestrategie ...12
7. Zukunftsaussichten ...13
1. Einführung ...13
2. Produktpalette ...13
3. Wachstum ...13
4. Voice-over-IP ...14
8. Personalplanung ...15
9. Finanzplanung ...16
1. Investitionsplan ...16
2. Liquiditätsplan ...16
3. Resultierender Finanzierungsbedarf ...24
10. Anhänge ...25
1. Unternehmenskonzept
Nach der Liberalisierung des deutschen Telekommunikationsmarktes Ende der 80er-Jahre wurden viele Telekommunikationsfirmen gegründet. Das Kundenpotential war enorm und wurde schnell neu aufgeteilt, wobei ein Großteil der Kunden weiterhin beim einstigen Monopolisten, der Deutschen Telekom AG, bis heute blieb. Dies lag unter anderem daran, dass der Aufbau eigener Netze in Regionen mit geringer Bevölkerungsdichte sich als unrentabel herausstellte.
Das durch die RegTP (Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post) eingeführte Call by Call-Verfahren und Pre-Selection-Verfahren sorgte für einen Chancenausgleich zwischen den Anbietern. Dadurch war es jedem Kunden der Deutschen Telekom AG (DTAG) möglich, sich über eine Einwahlnummer einen anderen Anbieter auszusuchen bzw. die Einwahlnummer direkt bei der DTAG hinterlegen zu lassen.
Die Dienstleistung der Mobillig GmbH ist genau darauf ausgerichtet - sie wird Telekommunikationsdienstleistungen unter eigenem Namen und auf eigene Rechnung regional anbieten und sich auf mittlerer Sicht in diesem Markt etablieren. Im Telekommunikationsmarkt ist eine richtige Positionierung und Marketingstrategie überaus wichtig, daher orientiert sich die Zielgruppe der Mobillig GmbH an den Privatkunden im Großraum Braunschweig. Diesen Kunden wird eine Preisersparnis von 25% geboten im Vergleich zur DTAG. Das Umsatzpotential liegt dabei im Durchschnitt bei 30€ pro Privatkunde (siehe Liquiditätsplan).
Die Mobillig GmbH wird keine eigene Netzinfrastruktur aufbauen. Sie wird am Markt als Reseller (siehe Erläuterung Reseller) tätig sein. Dazu schließt sie mit einem Carrier (siehe Erläuterung Carrier) einen Resellervertrag ab, der es ermöglicht die gewonnen Kunden auf das Netz des Carriers zu schalten. Da kein Personal für die technische Abwicklung benötigt wird, kann der Personalbestand niedrig gehalten werden.
Durch diese zwei wesentlichen Vorteile können die Kosten auf einem niedrigen Niveau gehalten werden, dadurch ist es möglich die Niedrig-Preisstrategie umzusetzen.
2. Persönliche Qualifikation
Erste kaufmännische Erfahrungen habe ich in der Ausbildung zum Bürokaufmann erlernt. Das praktische und technische notwendige Wissen habe ich als Angestellter der Telekommunikationsfirma TELCAT Multicom GmbH erlangt. Meine damaligen Aufgaben umfassten den Bereich der Kundenbetreuung und Abrechnung der Verbindungen. Die dadurch erlangten Kenntnisse vom Werben eines Kunden, über die Aufschaltung, bis hin zur Rechnungsstellung, sind für den Aufbau dieses Unternehmens vorteilhaft.
Durch mein anschließendes Betriebswirtschaftsstudium habe ich die erforderlichen wirtschaftlichen Kenntnisse erworben - u. a. in dem Bereich Marketing, Vertrieb, Wirtschafts-recht und Buchführung.
Die besondere Fähigkeit des Unternehmens zeichnet sich dadurch aus, dass es selbständig mittels eines Abrechnungssystems in der Lage ist, die geführten Verbindungen der Kunden abzurechnen – es agiert daher unabhängig von Dritten. Bei eventuellen Rückfragen zu gestellten Rechnungen kann durch ein eigenes Billing (Fachabteilung für Rechnungserstellung) schnell eine qualifizierte Rückantwort durch die Kundenbetreuung erfolgen. Durch die niedrigen Anschaffungskosten des Systems wird zusätzlich die Liquidität geschont. Des Weiteren wird die bestehende Netzstruktur eines großen Carriers genutzt, welche ständig überwacht und verbessert wird. Weiterhin sind die Gemeinkosten gering, da für diese Dienstleistung keine großen Anschaffungskosten oder Personalkosten anfallen.
3. Unternehmensdaten
Die Wahl der Rechtsform ist eine der wichtigsten Entscheidungen die ein Unternehmen treffen muss. Die Entscheidung wirkt sich langfristig in rechtlicher, wirtschaftlicher und nicht zuletzt steuerlicher Hinsicht auf das Unternehmen aus.
In die gewählte Rechtsform einer GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung) wird eine Stammeinlage in Höhe von 25.000 Euro eingebracht. Der Hauptvorteil dieser Gesellschaftsform besteht für den Gesellschafter darin, dass die Haftung auf Höhe der Kapitaleinlage begrenzt ist. Als dazugehörigen Firmennamen wurde „Mobillig“ ausgewählt, dieser Name soll bewusst auf einen Netzanbieter und die Preisstrategie hindeuten. Für den Firmensitz wurde Braunschweig ausgewählt.
Die Geschäftsidee des Unternehmens besteht darin, Telekommunikationsdienstleistungen regional anzubieten. Daher wird der Kundenkreis der Privatkunden aus dem Großraum Braunschweig – Celle – Wolfsburg – Wolfenbüttel – Salzgitter – Goslar angesprochen.
Die potentiellen Lieferanten (in diesem Fall die Carrier) haben zum größten Teil ihren Hauptsitz in Frankfurt. Allerdings erfolgt keine Lieferung von Waren - stattdessen
findet ein „Austausch“ elektronischer Daten (Verbindungsdaten, Rufnummern, usw.) statt. Dieser Transfer erfolgt ausschließlich über eine verschlüsselte FTP Verbindung. Erste Verhandlungen mit möglichen Vertragspartnern (Colt Telecom und MCI Worldcom) sind bereits erfolgt.
[...]
Arbeit zitieren:
Marcel Daum, 2004, Businessplan Mobillig GmbH, München, GRIN Verlag GmbH
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