Inhaltsverzeichnis:
1. Gender Mainstreaming
1.1 Begriffsbestimmung 03
1.2 Historischer Abriss 03
1.3 Gender Mainstreaming am Beispiel Schule 04
1.4 Gender Mainstreaming aus wirtschaftlicher Sicht 05
2. Diversity Management
2.1 Begriffsbestimmung 07
2.2 Verschiedene Definitionen von Diversity 08
2.3 Diversity Management am Beispiel Schule 10
2. Literatur 11
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1. Gender Mainstreaming
1.1 Begriffsbestimmung:
Der Begriff des ‚Gender Mainstreaming’ setzt sich aus zwei englischen Begriffen zusammen, deren adäquate Übersetzung im Deutschen Schwierigkeiten bereitet. Bevor mit einer genauen Begriffsbestimmung begonnen werden kann, sollte deshalb kurz geklärt werden, dass im Englischen zwischen dem biologischen Geschlecht („sex“), also dem Geschlecht, mit dem ein Mensch geboren wird, und dem sozialen Geschlecht („gender“) unterschieden wird - eine Differenzierung, die so in der deutschen Sprache nicht getroffen wird.
Das aus dem Englischen stammende Wort Gender bezeichnet folglich die gesellschaftlich, sozial und kulturell geprägten Rollen- und Aufgabenzuschreibungen von Frauen und Männern, wobei zu beachten ist, dass diese - im Gegensatz zum biologischen Geschlecht - erlernt und damit auch veränderbar sind. Das ebenfalls aus dem Englischen stammende Wort „mainstreaming“ bedeutet übersetzt ‚Hauptströmung’ oder ‚in den Hauptstrom bringen’, was in diesem Zusammenhang bedeutet, dass eine bestimmte inhaltliche Vorgabe, die bisher nur am Rande Beachtung gefunden hat, zum zentralen Bestandteil aller politischen und gesellschaftlichen Entscheidungen und Prozesse gemacht wird.
Die Strategie des Gender Mainstreaming ist es folglich, staatliches Handeln auf allen Ebenen und in allen Bereichen ständig auf seine geschlechtspezifischen Auswirkungen hin zu überprüfen und eventuelle Benachteiligungen von Frauen (oder Männern) zu beseitigen, um so eine bessere ‚Geschlechterdemokratie’ zu erreichen.
1.2 Historischer Abriss:
Über Fragen der Gleichstellung von Frauen und Männern im Sinne von Gender Mainstreaming wurde bereits auf der ersten internationalen Frauenkonferenz 1985 in Nairobi diskutiert. Der Begriff des Gender Mainstreamings wurde jedoch erst auf der vierten Weltfrauenkonferenz 1995 in Peking etabliert und politisch fixiert. 1997 wurde das Prinzip des Gender Mainstreaming auch auf europäischer Ebene durch den Amsterdamer Vertrag für alle Mitgliedsstaaten verpflichtend, ab 1999 auch in Deutschland.
Seit dem Jahr 2000 befasst sich in der Bundesrepublik Deutschland die interministerielle Steuerungsgruppe „Gender Mainstreaming“ unter der Leitung des Bundesministeriums für Familie, Senioren und Jugend mit der wirksamen Umsetzung
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dieses Prinzips. Dabei wurde festgelegt, dass das neue Prinzip des Gender Mainstreaming ebenfalls mit bisherigen Maßnahmen gegen Chancenungleichheit zu einer wirksameren Doppelstrategie zu verbinden sei, um dadurch eine höhere Erfolgsquote zu erreichen. Der Prozess des Gender Mainstreaming macht institutionelle Frauenpolitik also keinesfalls überflüssig (wie von vielen Skeptikern befürchtet), sondern bezieht lediglich die Situation der Männer in unserer Gesellschaft mit in ihre Analysen und Vorgehensweisen ein.
Das Gender Mainstreaming hat es sich also zur Aufgabe gemacht, die Geschlechterperspektive in alle politischen Entscheidungsprozesse hineinzutragen, auch und gerade wenn es sich dabei um Bereiche der Politik handelt, die bisher als geschlechtsneutral angesehen wurden.
Dabei dient die Auseinandersetzung mit dem Prinzip des Gender Mainstreaming zuallererst der Bewusstmachung und Erkennung von möglichen Diskriminierungen, bevor daran anschließend mit einer Beseitigung der Missstände begonnen werden kann.
Mittlerweile ist das Prinzip des Gender Mainstreamings nicht nur auf der Länderebene, sondern in immer größerem Maße auch auf kommunaler Ebene fest in die politische Arbeit verankert.
1.3 Gender Mainstreaming am Beispiel Schule:
In Anlehnung an das Thema des Seminars „Melting Pot“ Schule soll das Prinzip des Gender Mainstreaming im Folgenden am Beispiel Schule näher erläutert werden. 1 Wie in vielen anderen Bereichen des Bildungswesens und der Erwerbsarbeit findet auch im Bereich der Schule eine geschlechtsspezifische Arbeitsteilung statt. Während Mädchen übermäßig stark in so genannten „weiblichen Fächern“, wie Kunst, Literatur oder Fremdsprachen vertreten sind, konzentrieren sich die Jungen eher auf die typisch „männlichen Fächer“, wie beispielsweise den Naturwissenschaften oder Sport. Dadurch, dass sich dieser Trend häufig auch in der Repräsentanz der jeweiligen Lehrer widerspiegelt - beispielsweise unterrichten Männer meist Naturwissenschaften, während in Deutsch eher Lehrerinnen anzutreffen sind - entsteht schnell eine Typisierung des jeweiligen Faches.
1 Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf die Darstellungen des GenderKompetenzZentrums. Einzusehen unter http://www.genderkompetenz.info/gk_s_bi_sA.php
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Arbeit zitieren:
Jana Marquardt, 2004, Gender Mainstreaming und Diversity Management, München, GRIN Verlag GmbH
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