

Wirtschaftsuniversität Wien
Angewandte Regional- und Wirtschaftsgeographie
Der Weintourismus im südlichen Weinviertel
Diplomarbeit
vorgelegt von: Elisabeth Schmid
2006
Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis ... 4
1 Problemstellung und Zielsetzung ... 5
2 Abgrenzung des Untersuchungsgebietes ... 7
3 Modell eines Tourismus- und Versorgungsnetzwerkes am Beispiel eines durch Weinbau geprägten Dorfes ... 9
3.1 Destination als touristische Wettbewerbseinheit ... 9
3.2 Destination als Regionalsystem ... 14
3.3 Strukturen von Netzen und Netzwerken ... 16
3.4 Formationen und Cluster ... 17
3.5 Kooperationen innerhalb der Destination ... 18
3.6 Kooperationen einer Tourismusorganisation ... 19
3.7 Weintourismus ... 21
3.7.1 Agrarwirtschaftliche Aspekte und Versorgungsbeziehungen ... 22
3.7.2 Vergleichsuntersuchungen zum Thema Weintourismus ... 28
3.8 Versorgungsnetzwerk unter Berücksichtigung der Vernetzung mit Attraktionspunkten der Destination: eigenes Modell ... 40
4 Die „Förderkulisse“ für Weinwirtschaft und Tourismus in NÖ ... 44
4.1 Einführung in das Kapitel ... 44
4.2 Sektorale wirtschaftsbezogene Förderungen ... 46
4.2.1 Förderungen für den Tourismus durch den Staat ... 46
4.2.2 Förderung für die Landwirtschaft durch den Staat ... 48
4.2.3 Förderungen für den Tourismus durch das Land ... 49
4.2.4 Förderungen für die Landwirtschaft durch das Land ... 50
4.3 Regionale und raumbezogene Förderungen ... 51
4.3.1 Regionalmanagement und Regionalpolitik ... 51
4.4 Überblick über lokale Raumpolitik auf Gemeindeebene ... 53
4.4.1 Leitthemen und Projekte der Dorferneuerung, mit Beispielen aus dem Untersuchungsgebiet ... 53
4.4.2 Organe und Ablauf der Dorferneuerung ... 55
5 Der Untersuchungsraum ... 58
5.1 Klimatische & bodenkundliche Rahmenbedingungen ... 58
5.2 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen ... 60
5.2.1 Wirtschaftsstruktur der Beschäftigten im Untersuchungsgebiet ... 60
5.3 Agrarwirtschaft in Österreich ... 61
5.3.1 Allgemeine Daten ... 61
5.3.2 Perspektiven der Weinproduzenten in Österreich ... 62
5.4 Entagrarisierung und Betriebsgrößen im Untersuchungsgebiet ... 65
5.4.1 Charakteristika des Weinbaus im Untersuchungsgebiet ... 67
6 Der Tourismus im Untersuchungsgebiet ... 71
6.1 Einleitender Überblick über bestehende Tourismusarten im Untersuchungsgebiet ... 71
6.1.1 Reittourismus ... 71
6.1.2 Golftourismus ... 72
6.1.3 Campingtourismus ... 72
6.1.4 Gesundheits- und Wellnesstourismus ... 72
6.1.5 Wirtschaftstourismus ... 73
6.1.6 Erlebnistourismus ... 73
6.2 Weintourismus im Untersuchungsgebiet ... 74
6.2.1 Synergien zum Wandertourismus ... 77
6.2.2 Synergien zum Radtourismus ... 79
6.2.3 Urlaub am Winzerhof ... 81
6.3 Übernachtungstourismus im Untersuchungsgebiet ... 82
7 Datenerhebung und -aufbereitung ... 85
7.1 Fragestellungen ... 85
7.2 Befragung von Weinbaubetrieben ... 86
7.3 Ermittlung des Stichprobenumfangs ... 87
7.4 Durchführung der Erhebung im Untersuchungsraum ... 87
8 Strukturen und Perspektiven des Weintourismus ... 90
8.1 Allgemeine Informationen ... 93
8.1.1 Betriebsformen der Betriebe ... 93
8.1.2 Betriebsart der Weinabsatzbetriebe ... 96
8.1.3 Mitgliedschaft in Winzergemeinschaft ... 96
8.1.4 Umsatz der Betriebe nach Jahreszeit ... 98
8.2 Weinproduktion und Weinabsatz ... 101
8.2.1 Betriebsgröße der befragten Weinabsatzbetriebe bzw. Weinproduzenten ... 101
8.2.2 Gegenwärtige Absatzschienen ... 103
8.2.3 Zukünftige Absatzschienen ... 107
8.3 Gastronomisches Angebot ... 111
8.4 Gästestruktur ... 119
8.4.1 Herkunft der Gäste ... 119
8.4.2 Anzahl der Übernachtungsmöglichkeiten ... 120
8.4.3 Art der Übernachtungsmöglichkeiten ... 121
8.4.4 Dauer des Aufenthalts ... 122
8.5 Veranstaltungen und Kultur ... 123
8.5.1 Arten der weinspezifischen Veranstaltungen ... 124
8.5.2 Teilnahme an weinspezifischen Veranstaltungen ... 126
8.5.3 Gemeinsame Veranstaltungen mit anderen Gemeinden ... 127
8.5.4 Aktivitäten während des Aufenthalts ... 129
8.5.5 Bekanntheitsgrad touristischer Einrichtungen ... 130
8.6 Synergiefragen und Ausbaupläne ... 131
8.6.1 Bekanntheitsgrad der Weinviertel Tourismus GmbH ... 131
8.6.2 Kooperation mit Tourismusinitiativen ... 132
8.6.3 Bereitschaft Geld in Kooperation zu investieren ... 134
8.6.4 Investitionen in den eigenen Betrieb ... 135
9 Die Rollenverteilung unter den Tourismusverantwortlichen ... 137
9.1 Aktivitäten des Land NÖ und der Weinviertel Tourismus GmbH ... 137
9.2 Entwicklung des Weintourismus ... 138
9.3 Weinspezifische Veranstaltungen ... 140
9.4 Dorferneuerung ... 141
9.5 Bedeutung verschiedener Absatzschienen und Winzergemeinschaften ... 142
10 Schlussfolgerungen ... 144
10.1 Wahl der gegenwärtigen und zukünftigen Absatzschienen ... 145
10.2 Absatzförderung durch Veranstaltungen ... 146
10.3 Synergieeffekte ... 148
10.4 Weinvermarktung und Tourismus- eine gewünschte Kombination? ... 148
10.5 Versorgungsnetzwerke im Untersuchungsgebiet ... 149
11 Zusammenfassung ... 153
12 Literatur- und Quellenverzeichnis ... 155
12.1 Literarische Quellen ... 155
12.2 Internetquellen ... 156
12.3 Statistische und kartografische Quellen ... 158
12.4 Mündliche Auskünfte und sonstige Quellen ... 159
12.5 Abbildungsverzeichnis (inkl. Kartenverzeichnis) ... 160
12.6 Tabellenverzeichnis... 162
13 Anhang: Fragebogen ... 163
14 Danksagung ... 168
1 Problemstellung und Zielsetzung
Der Ursprung des Weinbaus im Weinviertel ist bereits im Spätmittelalter zu finden, wo er in der Nähe von größeren Absatzzentren wie Wien oder auch Krems betrieben wurde. Erst später erkannten einige Bauern, dass der Weinbau bessere Erträge ermöglichte als der Ackerbau, wodurch sich der Weinbau auch auf das übrige Weinviertel ausweitete. (vgl. www.aon.at1, Abfrage am 16.07.2005) Diese Entwicklung führte zu der für das Weinviertel charakteristischen Landschaft mit ihren Weinbergen und Kellergassen, die heute Besucher oder Gäste unter anderem aus dem nahe gelegenen Wien anziehen soll.
Heute hat das Weinviertel besonders mit den Folgen des Strukturwandels zu kämpfen, der bedingt durch den Bedeutungsverlust des Primärsektors maßgeblichen Einfluss auf den Rückgang der landwirtschaftlichen Betriebe hatte. Eine seiner Folgen war die Landflucht, die dazu beigetragen hat, dass die „Jugend“ in die Stadt gegangen ist und die „Alten“ am Land geblieben sind. Dadurch kam es zu zahlreichen Betriebsauflösungen, da es keine potentiellen Nachfolger gegeben hat, die bereit waren diese körperlich doch sehr anstrengende und wenig ertragreiche Arbeit auf sich zu nehmen.
Die Bedeutung des Fremdenverkehrs ist allerdings für die Region als gering einzustufen, zählt doch das Weinviertel hinsichtlich seines kulturellen und landschaftlichen Angebots, nicht zu den klassischen Urlaubsdestinationen. Es fehlt an Sehenswürdigkeiten, Kulturdenkmälern, Bergen und Seen von nationaler Bedeutung bzw. erfolgt deren Vermarktung mangelhaft.
Auch wenn der Weintourismus in manchen Teilen des Weinviertels bereits einigermaßen etabliert erscheint - als Beispiele hierfür seien das Loisium im Bezirk Krems und der Erlebnisweinkeller in Retz genannt - gibt es noch weitere Bevölkerungsteile die diesen Trend erst kürzlich erkannt haben und nun für sich nützen wollen.
Im Rahmen dieser Diplomarbeit erfolgt die Einschränkung des Untersuchungsgebietes auf das südliche Weinviertel. Dieser Raum ist aus zweierlei Hinsicht sehr interessant. Zum Einen durch seine Nähe zu Wien und den damit verbundenen Einfluss der Wiener Bevölkerung auf den Tourismus im Untersuchungsgebiet. Zum Anderen durch die Tatsache, dass der Tourismus, insbesondere der Weintourismus in diesem Gebiet noch als unterentwickelt bezeichnet werden kann.
Die Zielsetzung der Arbeit lässt sich ganz allgemein etwa so formulieren: Es sollen sowohl die Rahmenbedingungen als auch die konkrete Bereitschaft der betroffenen Unternehmen und weiterer Verantwortlicher zur Entwicklung des Weintourismus im Untersuchungsgebiet untersucht werden. Ziel dieser Arbeit soll es auch sein, erkennen zu können ob der Weintourismus durch den Betrieb der Buschenschenken das Potential hat die Wirtschaft innerhalb des Dorfes zu fördern. Zur Erreichung dieses Zieles sollen folgende Schritte gesetzt werden: Zunächst werden die allgemeinen Voraussetzungen für eine professionelle, integrierte Tourismusentwicklung dargestellt. Hierzu werden Konzepte der neueren Tourismusund Regionalentwicklung vorgestellt, wie vor allem Destinationsmanagement, Netzwerkbildung und Kooperationen. Danach werden Studien über die Entwicklung des Weintourismus in anderen Gebieten vorgestellt und Folgerungen für das eigene Untersuchungsgebiet abgeleitet. Ein entwickeltes Modell soll dazu dienen die Bezugsquellen der Heurigen und Buschenschenken zu verdeutlichen, anschließend wird auf die Vermarktungsmöglichkeiten der Winzer eingegangen.
Als eine wesentliche konkrete Rahmenbedingung ist auch auf die „Förderkulisse“ für Weinwirtschaft und Tourismus einzugehen. Nachdem somit die Grundlagen umfassend dargestellt worden sind, soll diese Arbeit einen Überblick darüber geben, ob die ansässigen Winzer und die Tourismusverantwortlichen das Potential des Weintourismus erkannt haben und seine Umsetzung entsprechend fördern.
Außerdem soll geklärt werden, ob es Synergieeffekte zwischen Weintourismus und anderen Tourismusformen gibt und ob diese auch entsprechend genützt werden. Daneben wird auch noch auf die Frage eingegangen, ob der Ausbau des Weintourismus vom Land Niederösterreich entsprechend forciert wird.
2 Abgrenzung des Untersuchungsgebietes
Wie bereits erwähnt, wurde das südliche Weinviertel als Untersuchungsgebiet gewählt.
Bei der Abgrenzung wurde darauf geachtet, dass nur jene Gebiete aufgenommen werden, in denen Weinbau betrieben wird, so wurden Gebiete wie das Marchfeld ausgegrenzt.
[...]
Quote paper:
Mag. Elisabeth Schmid, 2006, Der Weintourismus im südlichen Weinviertel, Munich, GRIN Publishing GmbH
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