Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung S. 3
II. Hauptteil S. 4-11
II.1. Entwicklungsprozess des Telefoninterviews S. 4
in der BRD und in den USA
II.2. Methodik S. 5-7
II.2.1. Telefondichte S. 5
II.2.2. Telefonstichprobe und Probleme bei der Telefonstichprobe S. 6-7
II.2.2.1. Telefonstichprobe S. 6
II.2.2.2. Probleme bei der Telefonstichprobe
II.2.3. Auswahlverfahren S. 7
II.3. Organisation und Durchführung S. 8-10
II.3.1. Unterschied zentrale und dezentrale Administrationsform
II.3.2. Computer Assisted Telephone Interview
II.3.3. Vorgehensweise im Interview S. 9-10
II.4. Vergleich Telefoninterview und persönliches Interview S. 10-11
III. Schluss S. 12
IV. Literaturverzeichnis S. 13
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I. Einleitung
„Keine Methode der Datenerhebung hat sich in der Markt- und Meinungsforschung so rapide verbreitet wie das telephonische Interview in den vergangenen zehn Jahren“. (Diekmann: S.429) Diese Aussage illustriert den Siegeszug des Telefoninterviews in der empirischen Sozialforschung. Galt jene Befragungsart von ihren Anfängen in den 40er Jahren in den USA bis in die 70er Jahre hinein als schnelle, billige und qualitativ minder- wertige, kurz „quick and dirty“- Methode, so ist sie heute als Datenerhebungs- instrument in der empirischen Sozialforschung nicht nur allgemein akzeptiert, sondern sogar vorherrschend.
Wo liegen die Gründe für diesen Trend? Folgende Punkte erweisen sich als besonders relevant: Zum einen können Daten, durch die Befragung am Telefon , schneller erhoben werden, d.h. das Institut spart durch jene Befragungsart Zeit und somit auch Geld. Die mündlichen Interviews bringen neben steigenden Kosten, vor allem im Personalbereich, auch sinkende Teilnahmequoten mit sich. Der entscheidende Grund für die Durchsetzung des Telefoninterviews ist, dass sich das Telefon als Kommunikationsmittel etabliert hat und dass fast die gesamte Bevölkerung via Telefon erreichbar ist (Schnell/ Hill/ Esser: S.341).
Im Folgendem möchte ich einleitend einen kurzen Ländervergleich zwischen den USA und der BRD, anhand des unterschiedlichen Entwicklungsprozesses des Telefoninterviews, vornehmen. Ferner werde ich auf die Methodik beim und während des Telefoninterviews eingehen. Es folgt die Analyse der Organisation und der Durchführung von Telefonbefragungen und ich schliesse den Hauptteil in einem Vergleich zwischen telephonischen und persönlichen Interview ab, in dem ich deren Vor- und Nachteile resümiere.
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II. Hauptteil
II.1. Entwicklungsprozeß des Telefoninterviews in der BRD und in
den USA
Wie in der Einleitung schon kurz erwähnt, hatte das am Telefon durchgeführte Interview seinen Ursprung in den 40er Jahren in den USA. Doch welche Faktoren verursachten die differente Dauer des Siegeszuges des Telefoninterviews zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und der Bundesrepublik Deutschland? Zum einen lag das an dem, in der empirischen Sozialforschung in den USA, wesentlich früher einsetzendem Streit über die Methodik, als in der BRD, die erst mit „erheblicher Zeitverzögerung in diese methodische Diskussion eintrat“ (Brückner: 1985).
Das Telefoninterview setzte sich in den USA auch aus Kostengründen gegenüber dem persönlichem Interview durch: Aufgrund des offenen Telefonmarkts in den Vereinigten Staaten waren die Gebühren dort um einiges geringer als auf dem monopolisierten Telefonmarkt in der BRD, was für die deutschen Institute nicht zu vernachlässigende Mehrkosten bedeutete.
Ausserdem waren die Vorbehalte gegenüber dem Telefoninterview in Europa größer als in den USA (Frey/ Kunz/ Lüschen: S.24). Ferner war die Telefondichte in BRD, auf die ich im folgenden Kapitel noch genauer eingehen will, lange nicht auf so hohem Niveau, wie in den USA. Im damaligen Westdeutschland kann man erst um 1990 von Vollversorgung, einer Telefondichte von mehr als 95%, sprechen (Roth: S.64). In den USA gab es schon ab Mitte der 80er Jahre eine Telefondichte von 96% und mehr (Frey/ Kunz/ Lüschen: S.35).
Die genannten Gründe und eine höhere gesellschaftliche Akzeptanz des Telefons in den Vereinigten Staaten haben dazu geführt, dass in den USA mittlerweile 50 bis 90% aller Interviews telefonisch durchgeführt werden. In Deutschland beträgt diese Quote nur ca. 40%, wobei der Trend auch bei uns ganz klar in Richtung Vormachtstellung der telefonischen Befragung läuft (Schnell/Hill/ Esser: S.341).
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Arbeit zitieren:
Diplom Volkswirt; M.A. Jan Henkel, 2001, Das Telefoninterview, München, GRIN Verlag GmbH
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Das Telefoninterview in der empirischen Sozialforschung
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