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Target Costing als Controllinginstrument

Title: Target Costing als Controllinginstrument

Term Paper , 2005 , 39 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Michael Steuer (Author)

Business economics - Controlling
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Infolge der wirtschaftlichen Entwicklung in den letzten Jahrzehnten stehen die Unternehmen heute einem vollkommen veränderten Wettbewerb gegenüber. Als Grund hierfür ist der im Rahmen der Globalisierung zunehmende Konkurrenzkampf und der damit verbundene steigende Kostendruck anzuführen. Zusätzlich nimmt der Kunde durch die Wandlung vom Verkäufer- hin zum Käufermarkt eine immer stärkere Rolle ein. Kosten, Qualität, Innovationsdenken und Zeit werden somit zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren.

Auch die Kostenrechnung muss sich dieser neuen Situation anpassen. Die traditionelle Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung reicht dazu nicht mehr aus. Durch ihre Vergangenheitsorientierung kann sie erst dann angewendet werden, wenn die Produkte bereits konzipiert und die Fertigungsverfahren festgelegt sind. Ermittelt werden dann lediglich Kostenabweichungen. In den ersten 20 % der Produktentwicklung werden jedoch bereits 80 % der später anfallenden Kosten determiniert.

Modernere Ansätze des Kostenmanagement versuchen diesem Anspruch gerecht zu werden. Sie ergänzen die traditionelle Kostenrechnung um Instrumente, die die kundenorientierte Kostengestaltung bereits in den frühen Phasen ermöglichen.

Target Costing ist ein Element dieses beschriebenen Instrumentariums. Durch die vorliegende Arbeit soll schwerpunktmäßig die dabei zu berücksichtigende Vorgehensweise beleuchtet werden. Weiterhin zeigt sie auf, inwiefern eine Anwendung die gestellten Anforderungen erfüllen kann. Nach einer Begriffsdefinition und Aussagen zu den Grundlagen des Target Costing wird eine konkrete Handlungsanleitung zur Vorgehensweise dargelegt und durch ein zielführendes Beispiel unterstrichen. Der kritischen Würdigung folgt dann ein abschließendes Fazit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen zum Target Costing

2.1 Begriffsdefinition und Ziele

2.2 Ursprünge und Grundprinzipien

2.3 Anwendungsgebiete und Verbreitung

3 Systematik und Vorgehensweise des Target Costing

3.1 Zielkostenfindung

3.1.1 Out of Competitor

3.1.2 Out of Company

3.1.3 Out of Standard Costs

3.1.4 Into and out of Company

3.1.5 Market into Company

3.1.5.1 Ermittlung des potenziellen Marktpreises (Target Price)

3.1.5.2 Ermittlung der angestrebten Gewinnmarge (Target Profit/Margin)

3.1.5.3 Ermittlung der erlaubten Kosten (Allowable Costs)

3.1.5.4 Ermittlung der prognostizierten Standardkosten (Drifting Costs)

3.1.5.5 Festlegung der Zielkosten (Target Costs)

3.2 Zielkostenspaltung

3.2.1 Komponentenmethode

3.2.2 Funktionsmethode

3.2.2.1 Bestimmen der Funktionsstruktur

3.2.2.2 Gewichtung der Produktfunktionen und Grobentwurf des Produktes

3.2.2.3 Kostenschätzung und Gewichtung der einzelnen Produktkomponenten

3.2.2.4 Bestimmung und Optimierung der Zielkostenindizes

3.3 Zielkostenerreichung

4 Kritische Beurteilung

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Target Costing als ganzheitliches Instrument des modernen Kostenmanagements, das durch eine konsequente Marktorientierung in der frühen Phase der Produktentwicklung eine zielorientierte Kostengestaltung ermöglicht. Die Forschungsfrage fokussiert dabei darauf, wie Unternehmen durch systematisches Zielkostenmanagement ihre Wettbewerbsfähigkeit durch eine am Kundenbedarf ausgerichtete Kostenstruktur nachhaltig sichern können.

  • Grundlagen, Ziele und Entstehung des Target Costing
  • Methodische Systematik der Zielkostenfindung und Zielkostenspaltung
  • Anwendung der Funktionsmethode und Conjoint-Analyse
  • Anforderungen an die Zielkostenerreichung
  • Kritische Würdigung der Erfolgspotenziale und Implementierungshürden

Auszug aus dem Buch

3.1.5 Market into Company

Dieses Konzept trägt in Japan die Bezeichnung „Genka Kikaku“. Aufgrund der strengen Marktorientierung wird dieser Ansatz auch als die „Reinform“ des Target Costing bezeichnet. Daher wird dieses Top-down-Verfahren in seinen fünf Phasen hier schwerpunktmäßig betrachtet. (siehe Anhang, Abb. 6) Eignung besitzt es besonders für Unternehmen, die einem sehr starken Wettbewerb ausgesetzt sind. Sie können somit wenig Einfluss auf Funktions- und Qualitätsdifferenzierung und damit letztlich auf den Preis ausüben.

3.1.5.1 Ermittlung des potenziellen Marktpreises (Target Price)

Der potenzielle Marktpreis stellt dar, was der Kunde bei späterer Markteinführung bereit ist, für das Produkt zu bezahlen. Er spiegelt die Preisobergrenze des Kunden wieder. Die Orientierung muss dabei nicht an gegenwärtigen, sondern an antizipierten zukünftigen Preisen erfolgen. Diese Informationen zu liefern, ist Aufgabe der Marktforschung. Als eine sehr erfolgsversprechende, aber auch aufwendige Methodik gilt die Conjoint–Analyse. Hierbei wird versucht, über Nutzenwerte die Zahlungsbereitschaft der potenziellen Kunden aus deren Präferenzen für das Gesamtprodukt und für einzelne Produktmerkmale zu ermitteln. Vom Kunden wird eine Abwägung zwischen unterschiedlichen Kombinationen von Merkmalsausprägungen verlangt. Auch die schwierig bestimmbaren qualitativen Produktfunktionen und -merkmale wie Design, Qualität und Service lassen sich dabei messbar machen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit des Target Costing als Antwort auf zunehmenden globalen Wettbewerb und veränderte Käufermärkte, da herkömmliche Kostenrechnungssysteme zu spät ansetzen.

2 Grundlagen zum Target Costing: Dieses Kapitel definiert Target Costing als umfassendes Kostenmanagementsystem und erläutert dessen Ursprünge sowie die grundlegende Philosophie der Markt- und Zielorientierung.

3 Systematik und Vorgehensweise des Target Costing: Hier werden die zentralen Phasen der Zielkostenfindung, die Aufspaltung der Kosten auf Komponenten sowie die anschließende Zielkostenerreichung detailliert methodisch dargestellt.

4 Kritische Beurteilung: Das Kapitel reflektiert die Anwendung des Target Costing und identifiziert zentrale Herausforderungen wie die Gewinnung valider Marktdaten sowie das Mentalitätsproblem in der Unternehmenskultur.

5 Fazit: Das Fazit fasst das Potenzial des Target Costing als ganzheitliches Konzept zusammen, warnt jedoch vor einer blauäugigen Anwendung und betont die Notwendigkeit kontinuierlicher Verbesserungsprozesse.

Schlüsselwörter

Target Costing, Kostenmanagement, Marktpreis, Zielkosten, Zielkostenfindung, Zielkostenspaltung, Funktionsmethode, Komponentenmethode, Conjoint-Analyse, Produktentwicklung, Kostensenkung, Wettbewerbsvorteil, Kundenorientierung, Drifting Costs, Allowable Costs.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Konzept des Target Costing?

Es handelt sich um ein marktorientiertes Instrument des Kostenmanagements, bei dem nicht mehr die Frage im Vordergrund steht, was ein Produkt kosten wird, sondern was es am Markt kosten darf.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der systematischen Zielkostenfindung, der Spaltung der Kosten auf Produktebene mittels Funktions- oder Komponentenmethode sowie der Zielkostenerreichung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die methodische Vorgehensweise des Target Costing zu beleuchten und aufzuzeigen, wie durch eine konsequente Marktorientierung Wettbewerbsnachteile vermieden werden können.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt neben einer Literaturanalyse spezifische Methoden wie die Funktionsmethode und die Conjoint-Analyse zur Ermittlung von Kundenpräferenzen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die drei Phasen der Zielkostenfindung, der Zielkostenspaltung sowie der Zielkostenerreichung, ergänzt um die kritische Analyse der Ansätze.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren den Text am besten?

Wesentliche Begriffe sind Target Costing, Zielkosten, Marktorientierung, Funktionsmethode und Kostengestaltung.

Was unterscheidet die Funktionsmethode von der Komponentenmethode?

Während die Komponentenmethode Zielkosten direkt auf Bauteile verteilt, ordnet die Funktionsmethode Kosten den vom Kunden geschätzten Produktfunktionen zu, was eine höhere Marktorientierung ermöglicht.

Warum wird die Conjoint-Analyse im Rahmen des Target Costing eingesetzt?

Sie ermöglicht es, die Zahlungsbereitschaft und Präferenzen von Kunden für einzelne Produktmerkmale und -funktionen messbar zu machen und somit fundierte Zielkostenvorgaben zu treffen.

Welche Rolle spielen die sogenannten Drifting Costs?

Drifting Costs sind die prognostizierten Kosten bei Beibehaltung bisheriger Technologien; sie bilden das Gegenstück zu den erlaubten Kosten (Allowable Costs) und identifizieren die zu schließende Kostensenkungslücke.

Was ist das Fazit zur Anwendbarkeit des Target Costing in Deutschland?

Obwohl das Instrument hohes Potenzial bietet, existieren in Deutschland kulturelle Barrieren durch hierarchische Strukturen, die den abteilungsübergreifenden kooperativen Ansatz erschweren können.

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Details

Title
Target Costing als Controllinginstrument
College
Leipzig University of Applied Sciences
Course
Studienschwerpunkt - Rechnungswesen / ControllingStudienschwerpunkt - Rechnungswesen / Controlling
Grade
1,7
Author
Michael Steuer (Author)
Publication Year
2005
Pages
39
Catalog Number
V54932
ISBN (eBook)
9783638500180
ISBN (Book)
9783638663632
Language
German
Tags
Target Costing Controllinginstrument Studienschwerpunkt Rechnungswesen ControllingStudienschwerpunkt Rechnungswesen Controlling
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Steuer (Author), 2005, Target Costing als Controllinginstrument, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/54932
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