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Das Phänomen Weblogs - Beginn einer Medienrevolution? Eine Annäherung an die Beantwortung mit Hilfe einer Analyse der Glaubwürdigkeit und Qualität aus Sicht der Rezipienten

Titel: Das Phänomen Weblogs - Beginn einer Medienrevolution? Eine Annäherung an die Beantwortung mit Hilfe einer Analyse der Glaubwürdigkeit und Qualität aus Sicht der Rezipienten

Magisterarbeit , 2005 , 140 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: M.A. Lisa Sonnabend (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Wenige Minuten, nachdem Bundeskanzler Gerhard Schröder am 22. Mai 2005 Neuwahlen des Bundestages angekündigt hatte, begann im Internet der Wahlkampf. Bürger formierten sich und starteten so genannte Wahlkampf-Weblogs, auf denen die Autoren aus ihrer persönlichen Sicht berichten und eine Alternative zur Berichterstattung der traditionellen Medien bieten wollen. Weblogs, von Einzelpersonen regelmäßig bestückte Internetseiten, erlangen in Deutschland immer mehr politische Bedeutung.
In anderen Ländern wie den USA oder Iran spielen Weblogs dagegen schon seit einiger Zeit eine Rolle bei der Setzung der Themenagenda. Es ist somit wahrscheinlich, dass ihre Verbreitung auch in Deutschland weiter ansteigen wird und sie ihre Bedeutung im Mediensystem erhöhen können. Das Besondere an Weblogs ist, dass jeder Bürger sich in den Kommunikationsprozess eingliedern kann und dort – wegen der Vernetzung von Weblogs untereinander – auch Gehör findet.
Über das Phänomen Weblogs liegen bislang kaum empirische Untersuchungen vor. Experten diskutieren, ob Autoren von Weblogs den Anspruch haben, Journalismus zu betreiben. Wie wird ihr zukünftiges Verhältnis zum traditionellen Journalismus aussehen? Werden sie diesen ergänzen, verändern oder gar verdrängen? Welche Rolle werden sie im Mediensystem spielen? Sind sie Ursache einer Medienrevolution oder „zu 99 Prozent Müll“, wie der Chefredakteur von Spiegel Online Mathias Müller von Blumencron meint?
Ganz entscheidend hängt die Beantwortung dieser Fragen von dem Informationsgehalt für den Leser ab. Nur wenn Rezipienten ein Weblog als glaubwürdig und qualitativ hochwertig ansehen, werden sie dieses zur Information nutzen. An Hand einer Online-Befragung soll in der vorliegenden Arbeit untersucht werden, inwieweit Weblogs schon jetzt als glaubwürdig und qualitativ hochwertig beurteilt werden. Mit den Ergebnissen der Umfrage soll ergründet werden, welche Faktoren die Glaubwürdigkeit eines Weblogs beeinflussen, und eine Prognose über die zukünftige Entwicklung der Weblogs gefällt werden. Während zu den Motiven von Weblog-Anbietern erste Untersuchungen vorliegen, blieb die Nutzer-Perspektive bislang weitgehend ausgeklammert. Die vorliegende Arbeit soll dazu erste Ergebnisse liefern.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Einführung in das Themenfeld Weblogs

2.1 Eigenschaften der Weblogs

2.1.1 Definition

2.1.2 Technische Besonderheiten

2.2 Geschichte der Weblogs

2.2.1 Die Entstehung eines neuen Medien-Genres

2.2.2 Einfluss der US-amerikanischen Blogosphäre

2.2.3 Globale Perspektive

2.2.4 Deutsche Blogosphäre

2.2.5 Statistische Daten

2.3 Kategorisierungsversuch

2.3.1 Anzahl der Autoren

2.3.2 Inhaltliche Kategorisierung

2.3.3 Professionalisierungsgrad der Autoren

2.3.4 Multimedialität als Kennzeichen

3 Online-Kommunikation

3.1 Weblogs: ein Online-Genre

3.1.1 Weblogs als Genre oder Schema

3.1.2 Weblogs in Abgrenzung zu anderen Online-Genres

3.2 Besonderheiten der Online-Kommunikation

3.2.1 Vereinfachter Zugang zur Kommunikation

3.2.2 Neue Art der Vermittlung

3.3 Weblogs und die Online-Kommunikation

3.3.1 Herstellung von Öffentlichkeit durch Vernetzung

3.3.2 Eine neue Form der Qualitätskontrolle

3.3.3 Teilnahme am Kommunikationsprozess

3.3.4 Weblogs und journalistische Standards

3.3.5 Professionalisierungsgrad

3.4 Bürgerjournalismus und Journalismus-Diskussion

3.4.1 Verwirklichung eines demokratischen Mediensystems?

3.4.2 Weblogs und der Journalismus-Begriff

3.4.3 Prognose über das Verhältnis von Weblogs und Journalismus

4 Glaubwürdigkeit und Qualitätsforschung

4.1 Glaubwürdigkeit in der Kommunikationswissenschaft

4.1.1 Glaubwürdigkeit im Kommunikationsprozess

4.1.2 Ein multidimensionales Konstrukt

4.1.3 Glaubwürdigkeit des Internet

4.2 Qualitätsforschung

4.2.1 Zusammenhang zwischen Glaubwürdigkeit und Qualität

4.2.2 Stand der Qualitätsforschung

4.2.3 Qualität aus Rezipientensicht

4.2.4 Qualität im Internet

5 Methodenteil

5.1 Bisherige Forschungsergebnisse

5.2 Frage nach der Glaubwürdigkeit und Qualität von Weblogs

5.3 Forschungsfragen und Hypothesenbildung

5.4 Wahl der Methode

5.4.1 Befragung in der Kommunikationswissenschaft

5.4.2 Vor- und Nachteile der Online-Befragung

5.5 Operationalisierung

5.5.1 Operationalisierung der Konstrukte

5.5.2 Aufbau des Fragebogens

5.6 Ziehung der Stichprobe

5.7 Pretest

5.8 Diskurs: Reaktionen der Blogosphäre auf den Fragebogen

6 Ergebnisse

6.1 Besonderheiten der Stichprobe

6.2 Dimensionsreduktion durch Faktorenanalysen

6.3 Glaubwürdigkeitsbeurteilungen

6.3.1 Glaubwürdigkeit von Weblogs und Online-Magazinen

6.3.2 Intramediale Glaubwürdigkeitsunterschiede

6.3.3 Abhängigkeit von soziodemografischen Merkmalen

6.4 Qualitätsbewertungen

6.4.1 Vergleich der Qualitätsurteile

6.4.2 Intramediale Qualitätsunterschiede

6.4.3 Abhängigkeit von soziodemografischen Merkmalen

6.5 Erklärung der Glaubwürdigkeitszuschreibungen

6.5.1 Einflüsse auf die Beurteilung der Kompetenz von Weblogs

6.5.2 Einflüsse auf die Vertrauenswürdigkeit der Weblogs

6.5.3 Einflüsse auf die Glaubwürdigkeit bei Online-Magazinen

7 Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen Weblogs hinsichtlich der Glaubwürdigkeit und Qualität aus Sicht der Rezipienten. Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, inwieweit Weblogs bereits als glaubwürdige und qualitativ hochwertige Informationsquellen im Vergleich zu traditionellen Online-Magazinen wahrgenommen werden und welche Faktoren diese Beurteilung beeinflussen.

  • Empirische Untersuchung der Glaubwürdigkeits- und Qualitätswahrnehmung von Weblogs
  • Abgrenzung von Weblogs zu anderen Online-Kommunikationsformen
  • Diskussion des Bürgerjournalismus und journalistischer Standards
  • Analyse soziodemografischer Einflüsse auf die Bewertung
  • Erstellung einer Prognose für die zukünftige Entwicklung von Weblogs im Mediensystem

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Herstellung von Öffentlichkeit durch Vernetzung

Kommentarfunktion, Trackback oder RSS ermöglichen eine starke Vernetzung der Weblogs untereinander (vgl. Kapitel 2.1.2). Dadurch wird die Aufmerksamkeit der Rezipienten strukturiert: Es entstehen Teilöffentlichkeiten, in denen Themen angesprochen und diskutiert werden (Schmidt 2005: 33).

„Blogs ermöglichen Diskussionen in der Nische – das heißt, in speziellen und bislang mangels Ressourcen noch gar nicht bzw. nur schwach ausgebildeten Öffentlichkeiten oder im Vorfeld und Nachgang der Thematisierung von Issues in etablierten und massenmedial strukturierten Öffentlichkeiten“ (Zerfaß 2005: 21).

So spielen Weblogs eine bedeutende Rolle, um Themen zu setzen und zu diskutieren. Wenn Themen nach dem Aufgreifen der Massenmedien wieder an Bedeutung verlieren, kann in Weblogs die Diskussion weitergeführt werden. Weblogs füllen somit Nischen im Kommunikationsprozess aus (Zerfaß 2005: 23). Lasica (2002) spricht im Zusammenhang mit der Blogosphäre von „niches of trust“.

Im Gegensatz dazu vermeiden Online-Ableger traditioneller Medien eine Vernetzung innerhalb des World Wide Web, da es ihr Ziel ist, Profit zu erwirtschaften und die Nutzer möglichst nur auf ihren Angeboten zu halten. Traditionelle Webseiten sind „zu Insel geworden, die klassischen Medien-Produkten ähneln“ (Eigner et al. 2003: 118). Weblogs dagegen haben nach Eigner et al. (2003: 121f.) „keinen Rand mehr“. Sie werden als ein Oszillationsmedium bezeichnet, das erstmals das Hypertext-Prinzip des Internet verwirklicht.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Bedeutung von Weblogs ein und stellt die Forschungsfrage nach deren Glaubwürdigkeit und Qualität im Vergleich zu traditionellen Medien.

2 Einführung in das Themenfeld Weblogs: Dieses Kapitel definiert Weblogs, skizziert deren Geschichte und unternimmt eine Kategorisierung der verschiedenen Blog-Formen.

3 Online-Kommunikation: Es wird untersucht, wie Weblogs als Genre in die Online-Kommunikation eingebettet sind, welche Rolle sie im Vergleich zum klassischen Journalismus spielen und wie sie Öffentlichkeit herstellen.

4 Glaubwürdigkeit und Qualitätsforschung: Die theoretischen Grundlagen der Kommunikationswissenschaft bezüglich Glaubwürdigkeit und Qualität werden erarbeitet, um Kriterien für die empirische Untersuchung abzuleiten.

5 Methodenteil: Hier werden die Forschungsfragen und Hypothesen hergeleitet sowie die Methode der Online-Befragung zur Datenerhebung detailliert beschrieben.

6 Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die Daten der explorativen Online-Befragung, analysiert Glaubwürdigkeits- und Qualitätsbewertungen und erläutert die Einflussfaktoren.

7 Schluss: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Rolle von Weblogs in der Medienlandschaft.

Schlüsselwörter

Weblogs, Blogosphäre, Glaubwürdigkeit, Qualität, Online-Kommunikation, Bürgerjournalismus, Rezipientenforschung, Journalistische Standards, Online-Befragung, Medienrevolution, Internet-Medien, Faktorenanalyse, Mediennutzung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das noch junge Phänomen Weblogs im Kontext des Mediensystems und analysiert, ob diese den journalistischen Ansprüchen von Rezipienten gerecht werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Glaubwürdigkeit von Online-Informationen, die publizistische Qualität von Weblogs und deren Verhältnis zum traditionellen Journalismus.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Das Ziel ist herauszufinden, ob Weblogs als glaubwürdige und hochwertige Alternative zu traditionellen Online-Medien wahrgenommen werden und welche Faktoren diese Einschätzung steuern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin führt eine explorative Online-Befragung durch, um Rezipientendaten zu sammeln und diese mittels statistischer Verfahren wie Faktorenanalysen und Regressionen auszuwerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst sowohl die theoretische Fundierung (Glaubwürdigkeits- und Qualitätsforschung) als auch die methodische Konzeption, die Darstellung der Ergebnisse der Online-Befragung und deren Interpretation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Weblogs, Glaubwürdigkeit, Qualität, Bürgerjournalismus, Online-Kommunikation und Rezipientenforschung.

Wie unterscheidet sich die Glaubwürdigkeit von Weblogs im Vergleich zu Online-Magazinen?

Die Studie zeigt überraschenderweise, dass Weblogs in bestimmten Dimensionen wie Vertrauenswürdigkeit und Gemeinwohlorientierung von den befragten Lesern sogar positiver bewertet werden als klassische Online-Magazine.

Welche soziodemografischen Faktoren beeinflussen die Bewertung von Weblogs?

Unter anderem haben Schulbildung, das Alter der Nutzer und die Erfahrung im Umgang mit Weblogs einen signifikanten Einfluss auf die Glaubwürdigkeitseinschätzung der Befragten.

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Details

Titel
Das Phänomen Weblogs - Beginn einer Medienrevolution? Eine Annäherung an die Beantwortung mit Hilfe einer Analyse der Glaubwürdigkeit und Qualität aus Sicht der Rezipienten
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung)
Note
1,3
Autor
M.A. Lisa Sonnabend (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
140
Katalognummer
V55372
ISBN (eBook)
9783638503365
ISBN (Buch)
9783656788614
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Phänomen Weblogs Beginn Medienrevolution Eine Annäherung Beantwortung Hilfe Analyse Glaubwürdigkeit Qualität Sicht Rezipienten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M.A. Lisa Sonnabend (Autor:in), 2005, Das Phänomen Weblogs - Beginn einer Medienrevolution? Eine Annäherung an die Beantwortung mit Hilfe einer Analyse der Glaubwürdigkeit und Qualität aus Sicht der Rezipienten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/55372
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