Der zweite Beitrag stammt von Martin Beck, dem Herausgeber dieses Werkes, und trägt den Titel „Gesprächserziehung in der Schule“. Beck, ohne um den heißen Brei herumzureden, beginnt gleich mit dem eigentlichen Thema und stellt „Klären“ und „Streiten“ als alltägliche Kommunikationsmuster dar, die mehr oder weniger spontan und unreflektiert angewendet werden und daher eine Gesprächserziehung in der Schule unabdingbar machen. (S. 39) Beck, der sich immer wieder auf Geißner bezieht, schreibt, dass Gesprächserziehung in der Schule permanent und auch lehrplanunabhängig ist. (S. 42f.) Er geht auf Formen und Methoden schulischer Gesprächserziehung ein und unterscheidet dabei „Fiktiv-“ und „Realsituationen“. Das wohl wichtigste Thema in seinem Aufsatz ist das Kapitel „Schülerorientierte Gesprächserziehung als Methodenlernen“. (S. 46 ff.) Dazu führt er zwei Beispiele schülerorientierten Unterrichts an, in denen die Schüler lernen sollen, sich selbst mit einem Thema und ihren Mitschülern auseinanderzusetzen und dabei einige Formen des „richtigen“ Klärens und Streitens lernen sollen. Vor allem das Beispiel „Hund als Gesprächsgegenstand“ (S. 84 ff.) kann ich an dieser Stelle zum Lesen empfehlen, da es sehr interessant, amüsant und nachvollziehbar ist.
Auf den dritten Beitrag von Madeleine Hofer möchte ich an dieser Stelle nur kurz eingehen, da dieser mich am Wenigsten angesprochen hat. Es handelt sich hierbei u.a. „um eine leicht abgeänderte Passage aus [ihrer] Arbeit “Vorlesen in der Schule“.“ (S. 122) Hofer befasst sich in erster Linie mit dem Begriff des „Argumentierens“, definiert ihn und führt dann anschließend eine Analyse anhand von Einzelbuchbesprechungen durch. Dazu möchte ich an dieser Stelle Kritik üben: Hofer übt rege Kritik an jedem einzelnen Buch der sieben Autoren, die sie analysiert. Nachdem ich dann diese Kapitel und ihre komplette Kritik gelesen hatte, wurde ich von dieser Kritik ebenfalls angesteckt. Meiner Meinung nach kritisiert sie, dass zwar jeder der Autoren passable Definitionen und Lösungsvorschläge zum Thema „Streiten und Klären“ entwickelt hat, aber doch immer irgendein wichtiger Aspekt fehlt oder gar zu versteift und aufzwingend ist. Das verlieh mir den Eindruck, dass Hofer sehr selbstherrlich ist und keine Definition als ihre „vollkommen“ ist, was sie genauso aufzwingend macht, wie ich finde. Der darauf folgende Aufsatz von Bertram Thiel war für mich ebenso wenig interessant wie der von Hofer, da er den Titel „Rhetorische Kommunikation in der beruflichen Weiterbildung für Führungskräfte“ trägt. Darin erörtert Thiel ein „systematisches Management-Weiterbildungsprogramm im Bereich Rhetorische Kommunikation […, dass] über zwei bis drei Semester [… mit insgesamt] ca. 120 Unterrichtsstunden [… durchgeführt werden könn-
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Arbeit zitieren:
Eva Sammel, 2005, Rezension: Beck, Martin (1995): Klären und Streiten. Gesprächserziehung in Schule und außerschulischer Bildung., München, GRIN Verlag GmbH
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Streiten-Vermitteln-Lösen - Einführung in ein kooperatives Konfliktlös...
Examensarbeit, 48 Seiten
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